Hallo Ferry,
vielen Dank.
was für mich besonders beeindruckend war, ist die Treffsicherheit der Amöbe.
Ich könnte zwar vorher einige erfolglose Jagten beobachten, wobei sie immer versucht hat ihr Opfer zu umschließen es dann aber doch entkommen konnte.
Was ich aber nicht beobachten konnte war, dass sie an einem ihrer Opfer vorbei geschwommen wäre wenn dieses im Sehfeld war.
Das heißt sie wusste genau wohin sie musste um was zu fressen zu finden und das auf Entfernungen von min. das 5fache ihrer Körperlänge.
Uns so erkläre ich mir das Ganze:
Da sehen nicht in frage kommt, dachte ich an Rezeptoren die ihr das "erriechen" ermöglicht und ich denke das diese ihre Bewegung steuern.
Da sie mehrere Rezeptoren um ihren Körper hat , ist der mit dem stärksten Signal vorne.
Sollte ein Hindernis auftauchen steht dieser allerdings an und verliert dadurch seine Führungsrolle da er ja nun nicht mehr die Priorität hat, sondern eines das weiter in Richtung Opfer wandern kann und daher ein stärkeres Signal liefert.
Das würde erklären warum sie nicht alles frisst auf das sie stößt, sondern einfach weiter ihr Opfer folgt.
Ist aber ihr Ziel erreicht, stößt zwar der vordere an, aber er liefert immer noch ein stärkeres Signal wie das vordere bis auch dieses ansteht, dann folgt der nächst usw., das Opfer wird umschlossen und gefressen.
Sollte die Jagt allerdings zu lange dauern, erschöpfen sich die dazu notwendigen Botenstoffe und ein Päuschen wird eingelegt.
Die Ruhezeit hat den Vorteil das die zu schnelle Amöbe verschwinden kann und ein vielleicht langsameres Exemplar in Reichweite der Rezeptoren kommt.
Das war die Theorie eines Tischlers, ob es tatsächlich so ist weiß Gott und sicher der eine oder andere Biologe hier, der mich sicher korrigieren wird

Jedenfalls erklärt es für mich auf einfache Weise das scheinbar intelligente Verhalten ohne eine komplexe "Steuerzentrale".
Ich bitte schon mal um Gnade der Experten.

LG
Johannes