Autor Thema: Wimperntiere  (Gelesen 2084 mal)

Carlos

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Re: Wimperntiere
« Antwort #30 am: Dezember 19, 2016, 21:54:36 Nachmittag »
Hallo Walter,
1.)   Ich kann Dir nur noch einmal die HP von Peter Höbel (meine Links weiter oben im Faden) und die darin enthaltenen Ausführungen zur „Kamera-Adaption“ dringend empfehlen. (Was Besseres zu dem Thema habe ich bisher nicht gelesen!)
2.)   Plan-Objektive brauchst Du m.E. nicht. (Ich habe zwar einige, benutze aber meist normale Achromate, da mich das gesamte Sehfeld nur zur „Orientierung“ interessiert, die interessanten, zu fotografierenden Objekte stelle ich dann ins Zentrum. Nach meiner Erfahrung sind 2/3 des Sehfeldes, vom Zentrum aus betrachtet, in Schärfe und Brillanz bei normalen Achromat-Objektiven und Plan- und Apo-Plan-Objektiven durchaus vergleichbar. (Und wenn nicht, kann man immer noch das Eine oder Andere Objektiv nachkaufen.)
3.)   Sehr wichtig ist allerdings, dass Okular und Objektiv vom selben Hersteller sind und somit aufeinander abgestimmt sind!
Gruß Carlos

reblaus

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Re: Wimperntiere
« Antwort #31 am: Dezember 19, 2016, 23:27:41 Nachmittag »
Hallo -

da kann ich Carlos nur voll zustimmen!
Erwarte in dieser Objektivklasse bitte auch keine wesentlichen Verbesserungen durch den Erwerb von Gebrauchtobjektiven der klassischen Marken - es ist schließlich kein Zufall, dass die preiswerteren Kursmikroskope dieser Unternehmen früher z.B. in Mexiko und heute in China produziert werden! In Deinem Stadium ist es wirklich die beste Politik, sich zunächst auf die Optimierung der Fotoadaptation zu konzentrieren, dieser Aufwand macht sich auch später noch bezahlt.
In diesem Zusammenhang mag auch die Lektüre dieses Zwirns nützlich sein:

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=27502.0


Viele Grüße

Rolf

Carlos

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Re: Wimperntiere
« Antwort #32 am: Dezember 20, 2016, 15:18:11 Nachmittag »
Hallo Walter,
Hier noch einige zusätzlichen Hinweise zur Frage 40mm oder 22 mm Pancake:
Deine Kamera wird bei der „Fotografie durchs Okular“ auf „Unendlich“ gestellt. Das ist der Fall, wenn der Chip Deiner Kamera in der hinteren „Brenn-ebene“ des Objektivs liegt. Entscheidend ist also der Abstand Objektiv – Kamera-Chip. Ich nehme an, deine Canon hat ein „Auflagemaß“, (in etwa Abstand der hinteren Objektiv-Linse zum Chip) von ca. 40 mm. (Bei einer „Spiegelreflex“-Kamera muss hinreichend Platz für das „Hoch- und Runterklappen des Spiegels“ sein.
Ein „Pancake“ mit einer Brennweite von 40 mm (diese Angabe bestimmt den „Aufnahme-Winkel“) passt damit (ohne große Korrektur) auch zum Abstand vom Kamera-Chip. (Da ist hinreichend Platz für den Spiegel.)
Das trifft für das 22mm Pancake-Objektiv nicht zu. An der gleichen Kamera eingesetzt, muss hier die hintere Brennweite durch zusätzliche, optische Maßnahmen bei der Konstruktion des Objektivs „verlängert“ werden. So jedenfalls mein Kenntnisstand.
Durch „Zusammennähen“ (Stich) mehrerer Bilder, aufgenommen mit einem Mik-Objektiv höheren Abbildungsmaßstabs,  kannst Du übrigens auch große Bilder mit hervorragender Qualität erstellen, die sogar höhere Auflösung haben, als ein Bild mit einem Objektiv geringeren Abbildungsmaßstabs.
(Luft-Aufklärungs-Aufnahmen wurden bereits auch in der „analogen Fotografie“, oft „per Hand“, zusammengenäht. Bei digitalen Bildern geschieht dies über ein entsprechendes Programm, das m.W. heute jede Kamera-Software hat.)
Gruß Carlos

Walter E.

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Re: Wimperntiere
« Antwort #33 am: Dezember 20, 2016, 16:21:21 Nachmittag »
Besten Dank an euch Beiden. Bin hier schon wieder am testen...  ;D