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Die Mikrofibel von Klaus Henkel
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Autor Thema: Leitz Logo  (Gelesen 7810 mal)
ortholux
Member

Beiträge: 943



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« Antworten #15 am: Juli 09, 2011, 18:05:17 »

Lieber Jürgen,

ich habe das Thema noch von einer anderen Seite beleuchtet, nämlich der Corporate Identity.
Aber erst zu den Logos auf den Geräten. Oder wie's auf deutsch heißt, zum Branding.

Vielen Dank Florian, zu Deinen Bildern gibt es nur wenig zu ergänzen.
Dies erscheint mir aber wichtig. Laut Rolf Becks "Mikroskope aus Wetzlar" verhält sich das mit dem Sarg folgendermaßen:



Dieser Sarg taucht seltsamerweise nie an den prominenten Stellen des Tubus auf, sondern ganz klein am Stativ oder an irgendwelchen Zubehörteilen:



sonst findet man die Gravur, die Florian schon gezeigt hat. Diese änderte sich ca. 1955 nochmal, dann war die "GmbH" wichtig zu erwähnen.



Die großen Geräte hatten ihr eigenes Branding:

Mikroprojektor XIc von ca. '53:



Aristophot II von ca. '55:



Aristophot III von ca. '60:



Ab mitte der 60er Jahre etablierte sich das bekannte runde Leitz-Logo. Zunächst in Werkstattgrau:



Dann in den 70ern im bekannten rot:



Und in den 80ern verschwand "Wetzlar":





In den 50er Jahren gab es noch eine erwähnenswerte Entwicklung bei den Werkstattmikroskopen, welche ihr eigenes Logo erhielten:




Und weil's so schön ist, hier noch eine kleine Logo-Historie am Beispiel von 40 Jahren Ortholux.

http://www.leitz-ortholux...e/komponenten_stative.php hier "Merkmle" anklicken und den letzten Eintrag auswählen "Logo-Platte".




Die Entwicklung von Logo und Wortmarke habe ich versucht, anhand von Katalogen zu systematisieren.

Wie gesagt, den Sarg gab es offensichtlich von 1913 bis ca. 1956.

Logo und Wortmarke entwickelten sich ab den 30er Jahren parallel zum Sarg und wurden in Druckerzeugnissen auch gleichzeitig mit diesem verwendet. Die Wortmarke verschwand ca. 1976 wieder. Es ist auch nicht klar, ob der Schriftzug als solche gedacht war, da zu manchen Zeiten mehrere gleichzeitig existierten.

Wortmarke 1942, '37 und '34



1951



1952 kommt die GmbH in verschiedenen Variationen dazu:



1953




1955



1963




Den ersten Versuch eines Logos entdeckte ich in einem Prospekt von 1952



1955 und 1956 findet sich der bekannte, geschwungene Schriftzug in einem eckigen Rahmen wieder. Der CI-Beauftragte war damals noch nicht ganz so streng, so gab es den Schriftzug in fett und nicht so fett, Höhe und Neigung sind auch unterschiedlich:



Ab ca. 1960 bis ca. 1965 wird ein hochformatiger Rahmen verwendet



Danach wird's rund. Die Farben wurden an die Hauptfarbe des Druckerzeugnisses angelehnt. Auch Varianten ohne Füllfarbe gab es:



Auch hier verschwand in den 80er Jahren "Wetzlar"



Und im bekannten Rot erscheint "unser" Logo dann ab Mitte der 80er Jahre.



Genauere Angaben kann ich leider nicht machen, da ich meine Informationen aus Anleitungen und Prospekten interpoliert habe.

Viele Grüße
Wolfgang





« Letzte Änderung: Juli 09, 2011, 18:57:20 von ortholux » Gespeichert

RainerTeubner
Member

Beiträge: 579


« Antworten #16 am: Juli 09, 2011, 18:10:14 »

Hallo,

 hier noch das Firmenschild von einem schwarz lackierten Schrägschlittenmikrotom:



Es trägt die Seriennummer auf dem Teil mit der Mikrometerschraube 20978.

Listen der Seriennummer für Mikroskope gibt es im Netz, für Mikrotome habe ich nichts gefunden. Kann jemand anhand des Firmenschilds das Baujahr eingrenzen?

Viele Grüße

Rainer Teubner
« Letzte Änderung: Juli 09, 2011, 19:43:25 von RainerTeubner » Gespeichert

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ortholux
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Beiträge: 943



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« Antworten #17 am: Juli 09, 2011, 18:14:37 »

Hier sieht man auch den Unterschied zu "Florians Sarg". 1890 war einfach klar, daß das Gerät aus Germany kommt, später mußte man das auf den Sarg schreiben.
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RainerTeubner
Member

Beiträge: 579


« Antworten #18 am: Juli 09, 2011, 18:18:28 »

Hallo,

 die Angabe 1890/1891 stammt aus der Liste

http://science-info.net/d...itz/Leitz-Serienummer.pdf

Diese Liste listet Seriennummern für Mikroskope und Nebenapparate auf. Gehört ein Mikrotom zu den Nebenapparaten?

Also, sicher bin ich mir da nicht.

Viele Grüße

Rainer Teubner
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Florian Stellmacher
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Beiträge: 2792



« Antworten #19 am: Juli 09, 2011, 18:19:47 »

Lieber Rainer,

das Mikrotom ist zumindest nach 1941 gebaut worden und sicher auch nicht viel jünger.

Herzliche Grüße,
Florian
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Zeiss Axioskop 40 (DL, Pol, AL-Fluoreszenz)
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Jürgen H.
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Beiträge: 1062



« Antworten #20 am: Juli 09, 2011, 19:43:41 »

Lieber Florian, woraus schließt Du das? Das "große Schlittenmikrotom" gab es jedenfalls schon wesentlich früher, und das Sarg Logo ja, wie wir jetzt Dank Wolfgang wissen, auch.

Immerhin: Hier gibt es das große Schlittenmikrotom schon zu sehen: http://www.science-info.n...tz/Leitz-Microtome-II.pdf (S.20) und der auf S. 2 seitlich aufgedruckte Stempel lässt mich schließen, dass die Brochüre nur bis 1933 gedruckt worden sein kann. Da ist das "Firmenschild" verwendet worden.

Es handelt sich um die  4. Auflage der Brochüre, ich habe die 5. vorliegen (ohne jede Jahresangabe). In meiner Auflage ist das "große Schlittenmikrotom" mit dem Sarglogo drauf zu sehen und in der Gestalt des Korpus etwas verändert, auch wenn mich die Bilder nicht täuschen, mit etwas verkürzter Schlittenbahn. Metallknappheit?

Rainer, könntest Du einmal bitte ein Komplettbild Deines Schätzchens einstellen? Das würde mich sehr interessieren!

Wolfgang, ganz herzlichen Dank für Deine umfangreiche Darstellung!!

Schöne Grüße

Jürgen
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Florian Stellmacher
Global Moderator
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Beiträge: 2792



« Antworten #21 am: Juli 09, 2011, 19:51:25 »

Lieber Jürgen,

stimmt - da bn ich einer "falschen Erinnerung" aufgesessen! Der "Sarg" ist älter, er wurde bereits 1913 eingeführt (so steht es bei Beck).

Herzliche Grüße,
Florian

EDIT: So habe ich es jetzt auch in meinem ersten Posting geändert.
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Florian Stellmacher
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« Antworten #22 am: Juli 09, 2011, 19:53:53 »

Lieber Wolfgang,

grandiose Zusammenstellung! Vielen Dank!

(Das kommt dann auch alles ins Buch, ja?!)

Herzliche Grüße,
Florian
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RainerTeubner
Member

Beiträge: 579


« Antworten #23 am: Juli 09, 2011, 19:58:59 »

Hallo Jürgen,

 hier ein Bild der Maschine, wie alt sie auch immer sei. Sie funktioniert.



Das Mikrotom wurde anscheinend stark gebraucht, an der kleinen Ratschenschraube der Schnittdickenverstellung kommt das Messing zum Vorschein.

Viele Grüße

Rainer Teubner
Gespeichert

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Jürgen H.
Member

Beiträge: 1062



« Antworten #24 am: Juli 09, 2011, 20:17:21 »

Vielen Dank, Rainer,

Ein schönes Schätzchen!

Und ich glaube, dass Florian dann mit seiner Einschätzung ca. 1940 doch recht hatte. Es ist ein etwas anderes Mikrotom als in dem Bild in der Brochüre von 1933 (Mein Link oben). Genau dieses Mikrotom ist aber in meiner 5. Auflage der Brochüre von Leitz "Anleitung zum Gebrauch des Mikrotoms" abgebildet. Eine etwas kürzere Schlittenbahn, im Vergleich zu dem Mikrotom auf dem Bild der 4. Auflage, wie ich glaube, und ein Korpus, der aus einem Stück gegossen ist. Der einzige Unterschied Deines Mikrotoms zu dem Bild in meiner 5. Auflage ist, dass Du eine andere Klemme hast. Auf meinem Photo ist die Klemme durch drei Stellschrauben in jede Richtung orientierbar, während Du offenbar eine Kugelklemme besitzt. Ich glaube aber, dass Leitz beide Klemmen alternativ anbot.

Schön, dass es noch funktioniert, obwohl es schon "stark gebraucht" wurde. Hauptsache ist ja auch, dass die Schlittenbahn nicht beschädigt ist. Mit meinem kleinen alten Schätzchen bekomme ich auch noch 5 µ Schnitte hin....


Schönen Gruß

Jürgen

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