Kennt jemand eine Bezugsquelle für fossile oder rezente Proben von gehäusebauenden mikroskopischen Kleinstlebewesen ?? Ich bin schon länger auf der Suche nach dem "berühmten Radiolariensand von Barbados" oder Ähnlichem. Bisher hab ich nur Kieselgur im Reformhaus gefunden - leider wenig ergiebig.
über 32° heiße sonntägliche Grüße aus Franken - Martin
Hallo,
Den Radiolarienmergel von Barbados gab es mal beim Mineralienkontor Krantz (googeln...). Dieser Mergel in der Konsistenz einer weichen Kreide muss allerdings erst in mehreren Schriiten aufbereitet und geschlämmt werden.
Herzliche Grüße,
Alfons
Lieber Alfons
Vielen Dank für den prompten Hinweis. Habe bereits beim Mineralienkontor angefragt. Im aktuellen Online-Angebot ist ja der Mergel nicht zu finden. Werde bei Erfolg berichten..
Martin
...die etwas platte Antwort lautet: auf Barbados 8)
Hallo Martin,
zwischen den Mergeln der Oceanic Formation von Barbados und (zumeist stark aufbereiteter) kommerzieller Kieselgur liegt ja ein weites Feld...
Geht es Dir darum, kieselige Mikrofossilien zu beobachten oder um eine bestimmte Präparationsmethode? Ansonsten gibt es ja vielleicht sogar in Deiner Region ein paar natürliche Vorkommen der gehäusebauenden mikroskopischen Kleinstlebewesen, die nur darauf warten, in eine Probentüte geschaufelt zu werden.
Herzliche Grüße, Thomas
Hallo Thomas
auf die Antwort hab ich ja fast gewartet - wegen den Radiolarien wollte ich nicht gerade nach/auf Barbados fliegen.....
Bei uns gibts in der nähe eine Tongrube mit schönen Makrofossilien (Ammoniten) - dort will ich demnächst ne Probe holen und auf Mikrofossilien untersuchen . Die sollte man ja mit höherprozentigen Wassersoffsuperoxid behandeln - das habe ich früher im Aquaristikhandel gekauft (gabs sogar beim De...hner), im Zuge der Maßnahmen gegen Terrorismus gibts dort jetzt nur noch 3%-tiges......die Hobbys werden immer schwieriger !!
Martin
P.S.: mir gehts primär darum, Mikrofossilien zu beobachten - die notwendigen Präparationsmethoden sind (teilweise interessantes) Beiwerk.
Hallo
Wegen des Wassersoffsuperoxid könntest du es im Friseurfachhandel versuchen ,die haben da glaub ich bis 12%igen ,falls das reicht.
LG
Johannes
Hallo Martin,
mit diesem Ansatz (Makrofossil-Tongrube in der Nähe) stolperst Du fast unweigerlich auch über Mikrofossilien. Wo liegt die Grube denn (topographisch und stratigraphisch)?
Bei der Aufbereitung würde ich es erst einmal chemikalienfrei versuchen, das geht (manchmal) erstaunlich gut. Dazu die tonigen oder mergeligen Proben vollständig durchtrocknen (das kann ohne Hilfsmittel und bei feuchtem Wetter Wochen dauern!) und anschließend vollständig mit Wasser bedecken. In einigen Fällen kann man beim Zerfall der Probe gleich zusehen - ansonsten dekantieren, trocken und wiederholen.
Viel Erfolg, Thomas
Hallo Martin,
Ich fände es auch mal interessant solchen Radiolariensand anzusehen. Vielleicht findet sich ja noch eine Quelle.
Ich hab noch reichlich Foraminiferenhaltigen Kalk. Nennt sich Piedra leccese und ist eigentlich ein sehr weicher und leicht zu bearbeitender (auch zu schleifender) Stein der zur Bildhauerei benutzt wird. Ein Freund von mir hatte mal eine Auftrag, 50 stilisierte Löwenköpfe für ein Golfhotell in Frankreich anzufertigen und da hab ich spaßhalber auch einen solchen Block erstanden und mal versucht, was formales rauszuhauen. Bei der Produktion sind reichlich größere Stücke angefallen die bei der Vorarbeit abgesägt worden waren. Ich hab die seit dem auf lager und kam mal auf die Idee dass ich die mal näher ansehe und da bin ich fündig geworden. Schau mal, ist vielleicht was für dich: http://www.flickr.com/photos/59970395@N02/sets/72157627370103325/ Ich kann den Stein am Stück oder in recht dünne Platten gesägt liefern wenn Du magst. Eventuell kann ich auch mal aufgeklebte Proben zum selber schleifen herstellen. Hab aber grad keinen Kleber da.
Dann könnte ich noch mit Nummuliten dienen. Ich hatte die schon länger mal angeboten. Man muss sie halt auch schleifen aber das geht recht leicht.
Ich hatte auch mal den Gedanken, die sandig-tonigen Partikel die da dazwischen waren mal zu untersuchen bin aber noch nicht dazu gekommen.
Bilder hab ich auch mal raufgeladen damit Du sie ansehen kannst. http://www.flickr.com/photos/59970395@N02/sets/72157627370116139/
Schöne Grüße,
Rainer
Hallo Martin,
Zitatim Zuge der Maßnahmen gegen Terrorismus gibts dort jetzt nur noch 3%-tiges......die Hobbys werden immer schwieriger !!
Setz Dich in Dein Auto und fahr in die Tschechei (inzwischen sind da weder Schranken noch Zöllner im Weg). Dortselbst wirst Du in jeder Drogerie freundlichst bedient und kaufst Wasserstoffsuperoxid 30% das halbe Kilo für 1 Euro 80.
Gruß
Alfred (Tscheche)
Hallo Alfred,
ZitatWasserstoffsuperoxid 30%
das sieht schon wahrscheinlicher aus! :D Die 98% waren dann doch etwas hoch gegriffen!
Hallo Klaus,
Du bist ein schneller und aufmerksamer Leser !
Ich hatte an NaOH 98% gedacht und mich 2 mal vertippt . . .
Hallo Alfred,
ZitatDu bist ein schneller und aufmerksamer Leser !
Und du bist ein schneller Merker, gerade wollt ichs kopieren schon wars weg! ???
Aber mein Ultrakurzzeitgedächtnis löscht erst nach 10 Minuten! ;)
Zitat von: TPL in August 22, 2011, 21:22:06 NACHMITTAGS
Wo liegt die Grube denn (topographisch und stratigraphisch)?
topografisch liegt sie ca 25 km östlich Nürnberg nordöstlich am Ortsrand von "Reichenschwand"
ist inzwischen aufgelassen und der Bauhof in der Mitte drin. Die Wände sind aber noch frei zugänglich und nach dem Winter oder starken Gewittern findet man die Ammoniten. Stratigraphisch ist es soweit ich mich erinner eine Schicht im Jura-Lias oder auch knapp drunter. Werde übermorgen mal nachlesen....dann bin ich wieder zu Haus.
Vielen Dank für die bisherigen Tipps !! Martin
Zitat von: Ragin in August 22, 2011, 21:28:22 NACHMITTAGS
Ich hab noch reichlich Foraminiferenhaltigen Kalk.
Hallo Ragin - Das wäre ja mal ein "Einstieg ins Schleifen". Bisher hab ich noch kein Präparat geschliffen.
Ein paar kleine Proben wären da natürlich ein schöner Anlass, das zu probieren.
Ich schick dir mal meine Adresse als PN
Martin
Hallo Martin,
Hab mal was zurecht gemacht. Die Nummuliten sind noch ungereinigt so wie ich sie gesammelt habe. Du kannst ja mal schauen, ob im tonigen Bindemittel was zu finden ist. Den Stein hab ich in Plättchen gesägt. Ich hoffe, dass es halbwegs unversehrt bei Dir ankommt
Viel Erfolg,
Schöne Grüße,
Rainer
Also ich bekomme mein 30%iges Wasserstoffperoxid in der Apotheke.
Gruß
Olaf
Ich hab das heute auch problemlos in unserer Apo kaufen können. Musste nur einen Zettel ausfüllen, wo mein Name und meine Adresse vermerkt wurden nebst dem Verwendungszweck. Da war die PTA mit mikroskopieren schon ganz zufrieden. Die kennen mich aber auch schon länger und wundern sich nimmer, wenn ich so zeugs erstehen will. ;)
Ich hab gleich mal was von dem Nummuliten-Sand-Tongemisch und ein bisschen was vom Foraminiferenkalk angesetzt. Ersteres hat schon recht intensiv reagiert und ich hab mal ein bisschen was von dem feinen sandigen Schlamm untersucht. hab aber nix finden können, was wie Foramis ausgesehen hat. Da gibt es aber auch einige, die sehr unscheinbar aussehen. Den Kalk schau ich erst morgen an. Da reagiert schon auch was, aber sehr langsam.
Noch ein kleiner Tipp,
falls noch nicht bekannt. Die Hamburger http://www.mikrohamburg.de/
haben einige Berichte - auch von Göke - zur Aufbereitung. Auch die Glaubersalz-Methode klingt gut !
Gruß
Peter
Hallo Peter,
Vielen Dank, die Stereobilder sind schon so genial, hab als Kind oft zu hören bekommen, man soll nicht schielen weil die Augen da stehen bleiben können. Bis jetzt geht´s noch und in solchen Fällen geh ich das Risiko ein.
Die Glaubersalzmethode muss ich mir noch ansehen, ist spät heute.
Einen schönen Gruß,
Rainer
Zitat von: crabtack in August 23, 2011, 20:31:28 NACHMITTAGS
Also ich bekomme mein 30%iges Wasserstoffperoxid in der Apotheke.
Danke für den Tip - manchmal ist manches so einfach, dass man gar nicht drauf kommt....
Habe heute auch eine Flasche in der Apotheke geholt. Nach der Antwort auf die Frage, für was ich das brauche - "zum präparieren von Mikrofossilien" brach die Apothekerin in kurzes Gelächter aus. Sofort entschuldigte Sie sich und erklärte, sie müsse das fragen und meine Antwort ist so exotisch, dass ich das wohl tatsächlich dafür brauche.......
@Ragin: Vielen Dank - alles ist angekommen, jetzt muss ich mir meine Ausrüstung zum Schleifen zusammenstellen.
@TPL: Wo liegt die Grube denn (topographisch und stratigraphisch)?
geografisch hab ichs schon geschrieben - stratigrafisch hab ich jetzt nachgeschaut: "Schwarzjura delta - spinatum Zone"
sind da Mikrofossilien zu erwarten ??
Das ist doch mal eine Antwort vom Mineralkontor krantz-online mit www vorne und de hinten:
---- Zitat -----
Gerne kann ich Ihnen Radiolarienmergel von Barbados zusenden.
Dieser würde 5,50 € kosten.
Damit lägen Sie unter dem Mindestbestellwert von 20 Euro.
Vielleicht haben Sie ja noch etwas anders, was Sie interressiert.
Ich könnte Ihnen noch Foraminiferen anbieten oder Diatomeen,
diese sind allerdings noch nicht aufgearbeitet.
Bitte teilen Sie mir mit, was Sie noch dazu haben möchten oder
ob Sie den Mindermengenzuschlag von 4 Euro zahlen möchten.
--- Zitat Ende ------
Für alle eventuell noch vorhandenen Interessenten !!
fränkische Grüße vom Martin
Hallo Martin,
Klingt doch alles mal recht interessant, hätte schon Interesse falls Du was bestellen magst.
Schöne Grüße,
Rainer
Ich bin ebenfalls an einer Sammelbestellung interessiert, gerne auch Vorkasse.
Gruß,
Thomas
okay - ich nehm mal 3 Portionen auf - eine for mich, eine für Ragin, eine für thomasr - werde wohl aber erst nach meinem Urlaub bestellen, d.h. nach dem 19. September - verteile die dann per Post
Aber erst ruft Italien - bitte Verständnis
Martin
Bin mit den Anfragen via PN aktuell bei "5 Portionen"
Bestellung läuft dann ab 19. Sept......Martin
Hallo Fans der fossilen Radiolarien
Habe heute beim Kontor in Bonn den Radiolarienmergel von Barbados bestellt. Werde die Bestellung wohl bis zum Wochenende haben und dann an die mir bekannten Interessenten weiterverteilen.
Fränkische Grüße von einem gut erholten Martin alias Hebi
Hallo Hebi19,
sicher hast Du den Radiolariensand, oder -mergel schon bearbeitet.
Wie waren Deine Erfolge?
Ich bin auch gerade bei so einer Tätigkeit. Konntest Du die einzelnen Radiolarien trennen,
oder hast Du ach so ein Gemisch aus Bruchstücken, ganzen Radiolarien und Diatomeen.
An einem Erfahrungsaustausch bin ich interessiert.
Viele Grüße
Herbert Dietrich (auch genannt Hebi)
Hallo,
Für diejenigen die sich einen ersten Eindruck verschaffen wollen:
in der Oktober Ausgabe (PDF download unten, Seiten 8-10) sind Fotos von Radiolarien aus Barbados abgebildet. Es handelt sich um einen antiken Objektträger aus der viktorianischen Zeit.
http://www.microbehunter.com/2011/10/20/microbehunter-magazine-october-2011/
Oliver
Hallo Oliver,
Dein Magazin ist so genial, und Du hast so viel Durchhaltekraft,
dass ich voll der Bewunderung bin. Was mir noch zum Glück fehlt,
ist ein Newsletter, der mich daran erinnert, das Magazin zu lesen,
ich vergesse immer wieder, das es den Mikrobehunter gibt, und könnte
mir jedes mal in den Musculus gluteus maximus beissen.
Die Aufnahmen von dem Radiolarien-Slide sind sehr interessant!
Viele liebe Grüße
Timm
Hallo Oliver,
mit deinem Microbehunter machst du dir ja eine Riesenarbeit. Wenn ich mich an die Diskussionen erinnere über Mikrokosmos in Farbe oder nicht - da ging es um Produktionskosten und die Notwendigkeit dann die Abopreise anzuheben - frage ich mich wie finanzierst du das Projekt? Und so wie es aussieht machst du die gesamte Arbeit alleine? Sicher unterstützt durch ein paar Enthusiasten, die Artikel beisteuern.
Auf jeden Fall: beachtlich!
Hallo Oliver,
auch ich möchte Dich noch einmal beglückwünschen zu diesem wirklich TOLLEN Magazin! Unfassbar, dass Du es schaffst, als "Einzelkmäpfer"(?) dieses Magazin montlich(!) herauszugeben. Und das in einem ansprechenden modernen hochprofessionellen Layout, von dem sich manch andere Schriften eine Scheibe abschneiden können. Bislang habe ich - ehrlich gsagt - zu wenig Notiz davon genommen. Ich muss da wohl mal etwas häufiger nachschauen.
Der ganze Webauftritt ist eine regelrechte Fundgrube für den Hobbymikroskopiker.
Besonderes Lob möchte ich Dir für den Artikel "Safety Issues for Microscopists" aussprechen. Auch, wenn bislang ein Massensterben tümpelnder Mikroskopiker ausgeblieben ist, wurde/wird diesem Thema meines Erachtens zu wenig Beachtung gschenkt. Selbst hier im Forum gibt es ja gelegentlich "Rambos", die kein Problem damit haben, Anfängern ( die ja alle "Bakterien sehen wollen" ) zum Anzüchten von Bakterien oder quasi Pilzen auf dem Küchentisch zu raten. Alles easy, null Problemo.....
( Andererseits, wenn man mal einem Klempner bei der Arbeit zuschaut... :o :-\ ;D )
Wie dem auch sei: Du betrachtest das Thema sehr differenziert und umfassend. Viele Dinge, die für biologisch-medizinisch Vorgebildete ein völlige Selbstverständlichkeit darstellen, werden von Laien zunächst nicht bedacht ( Stichworte: Wunden, Aerosolbildung, Unwirksamkeit von Desifektionsmitteln, die großen Flüssigkeitsvolumina zugegegeben werden. ) Selbst bei Krankenschwestern habe ich schon erlebt, dass diese ein noch feuchtes Spülbecken - bei sogar noch laufendem Wasserhahn - mit einem Sprühdesinfektionsmittel besprühen und direkt danach auswischen oder gar wieder abspülen. Desinfizierender Effekt: Gleich Null. Aber zurück zum Thema: Dieser Artikel sollte Pflichtlektüre für jeden Mikroskopiker sein! Dazu einige Anmerkungen:
1) Meines Wissens ist in Deutschland das Arbeiten mit Heuaufgüssen im Biologieunterricht mittlerweile generell untersagt ( aus naheliegenden Gründen ). Ein Heuaufguß kommt mir z.B. nicht ins Haus, sondern nur auf den Balkon.
2) das Ausmaß der Aerosolbildung wird ( da man die feinsten Tröpfchen eben nicht sieht ) bei vielen Tätigkeiten völlig unterschätzt!!!!
3) Angeregt durch einen Artikel im MK über Pansenciliaten wollte ich mir auch einmal von einem Bauern Panseninhalt besorgen. Wenn ich das übrhaupt mache, werde ich sicher auch Vorsicht walten lassen. Hierzu ein kurzer Artikel aus der Süddeutschen: http://www.sueddeutsche.de/wissen/toedlicher-ehec-erreger-gefaehrliches-gemuese-1.1102153-2
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Nanobot
erst mal vielen Dank für den Hinweis auf das Magazin und den Radiolarien-Artikel.
Es ist ein schöner Anlaß, wieder in das Thema einzusteigen. Neben mir haben ja noch 4 weitere Forums-Mitglieder Proben erhalten. Heute habe ich eine PN mit Fragen zu ersten Ergebnissen erhalten. Ich selber bin noch nicht zur Weiterverarbeitung gekommen. Gibt es bei Anderen schon Ergebnisse aus den Proben ??
mit sonntäglichen Grüßen
Martin
Hallo Martin,
ich habe Radiolarienmergel verarbeitet wie in "Göke, Radiolarien" beschreiben:
1. Schonendes Zerbrechen der Probe in etwa haselnußgroße Stücke.
2. Auflockern des Materials mit einer gesättigten Lösung von Natriumsulfat (Glaubersalz) in Wasser durch Kristallsprengung.
3. Entfernung des Kalkes mit verdünnter Salzsäure.
4. Auswaschen des Kaliumchlorids mit Wasser.
5. Verkohlung des oft vorhandenen organischen Materials mit konzentrier-
ter Schwefelsäure zu Kohlenstoff.
6. Oxidation des Kohlenstoffs auf kaltem Wege mit Kaliumpermanganat.
7. Entfernung des entstandenen Mangandioxids mit Oxalsäure.
8. Auswaschen mit Wasser und Abtrennung der Radiolarien durch fraktio-
niertes Dekantieren bzw. Absieben mit Wasser.
9. Aufbewahrung des sauberen Materials in Alkohol (nicht in Wasser).
wobei ich die Schritte 5, 6 und 7 ausgelassen habe. Meine Ergebnisse sehen etwa so aus wie in dem von Oliver
genannten Artikel aus dem Microbehunter 10. Nur habe ich noch jede Menge Bruchstücke und auch Diatomeen
als Zugabe.
Wie ich nachträglich festgestellt habe, sollte die gesättigte Lösung von Glaubersalz heiß angesetzt werden.
Die Versuche laufen noch weiter.
Viele Grüße
Herbert
Hallo Peter,
Ich weiss, es ist etwas OT, aber trotzdem eine kurze Antwort. Zuerst vielen Dank für die positive Rückmeldung. Den Artikel über die Sicherheitsaspekte habe ich aufgrund einer Anregung in einem Englischsprachigem Forum erhalten. Ich möchte diesen Artikel etwas erweitern und dann online auf die Website stellen.
Zitatdass Du es schaffst, als "Einzelkämpfer"(?)
Fast..... Natürlich gibt es da die Autoren die einiges beitragen! :)
Zitat1) Meines Wissens ist in Deutschland das Arbeiten mit Heuaufgüssen im Biologieunterricht mittlerweile generell untersag
Interessant. muss mich mal erkundigen wie diese Angelegenheit in Österreich ist.
Gruesse, Oliver
Hallo,
so schlimm ist die Welt in Deutschland nicht.
Nach den Richtlinien zur Sicherheit im Unterricht an
allgemeinbildenden Schulen in NRW, kurz RISU-NRW
gilt:
Beim Arbeiten mit Heuaufgüssen ist Folgendes zu beachten:
- Der Aufguss darf nur mit kaltem oder handwarmem Wasser angesetzt werden. Um die
Vermehrung thermoresistenter pathogener Bakterien zu vermeiden, darf er nicht mit heißem Wasser durchgeführt werden. - Bei der Anlage von Bakterien oder Pilzkulturen aus dem Heuaufguss sind die Petrischalen vor dem Bebrüten mit Klebefolie zu verschließen und die Platten dürfen nicht mehr geöffnet werden.
So oder so ähnlich sieht die Sachlage auch in den anderen Bundesländern aus.
Viele liebe Grüße
Timm