Liebe Pflanzenfreunde,
neben dem Rainfarn habe ich im Urlaub auf Römö auch ein wenig Besenheide geschnitten und gefärbt und wieder zurück weiter bearbeitet. Die Ergebnisse möchte ich hier zeigen, zusammen mit einem Zufallsfund, der ich in eines der Präparate eingeschlichen hat.
Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist die einzige Vertreterin der monotypischen Gattung Calluna in der Familie der Ericaceae. Der Gattungsname Calluna leitet sich vom griechischen "kallyno" (reinigen) ab, während der deutsche Name Besenheide einmal auf die alte Nutzung der Pflanze zum Besenbinden hinweist, aber auch das Wort Heide enthält, das auf das althochdeutsche "heida" zurück geführt werden kann. Heida hat seine indogermanische Wurzel in "kait", was so viel bedeutet wie "unbebautes Land" - eine schöne Überleitung zum Verbreitungsgebiet.
Bild 1: ein typischer Standort der Besenheide auf Römö mit einzelnen Birken und Kiefern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_41652179.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Das Vorkommen der Besenheide erstreckt sich heute in Europa über Spanien und Portugal bis nach Norwegen und ostwärts bis nach Westsibirien mit einem Schwerpunkt in Mittel- und Nordeuropa. Im 19. Jahrhundert brachten schottische Einwanderer die Besenheide mit nach Kanada, sie hat sich seitdem in Nordamerika ausgebreitet und gilt dort als Neophyt.
Calluna vulgaris ist ein Säureanzeiger und liebt sandige, kalkfreie Böden - gerne auch an wechselfeuchten Standorten z.B. an den Rändern von Mooren. Dabei bevorzugt sie sonnige oder lichte Stellen vom Flachland bis in Höhenlagen von etwa 2700 Metern.
Heideflächen sind gute Bienenweiden (jede einzelne Blüten produzieren in der Hauptblütezeit Nektar mit einem Zuckergehalt von etwa 25% bei einer Zuckerproduktion von täglich etwa 0,12 mg). Jüngere Heidebestände werden auch als Schafweide in der extensiven Landwirtschaft genutzt, ältere Bestände sind zu stark verholzt und werden somit von den Schafen nicht mehr gefressen.
Bild 2: Makroaufnahme der Blütenstände der Besenheide
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_30017762.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Calluna vulgaris ist ein mehrjähriger, langsam wachsender Zwergstrauch und erreicht ungestört Wuchshöhen zwischen 80 und 100 cm. Er ist immergrün und kann bis zu 40 Jahre alt werden. Die kleinen gegenständigen Blätter der Besenheide sind nur wenige Millimeter lang, liegen schuppenartig am Spross an und sind nach oben eingerollt. Die Stoma liegen an der Blattunterseite geschützt in einem behaarten Spalt, was man auch in der Detailzeichnung rechts oben auf Thomés Illustration (Bild 3) gut erkennen kann. Als Hintergrund wird eine Anpassung an stickstoffarme Böden vermutet.
Bild 3: Eine alte Illustration darf auch hier nicht fehlen
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/72605_62920918.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Aus "Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz", Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé, Gera 1885. Quelle: http://www.biolib.de von Kurt Stüber.
Die Blütezeit reicht vom Spätsommer bis in den Herbst. An einem 5 bis 15 cm langen traubigen Blütenstand hängen die über Weiß und Rosa bis ins kräftig Purpurrot spielenden Einzelblüten der Besenheide. Die glockenförmige Blüte ist vierzählig und von vier grünen Hochblättern umgeben. Die auffälligen, 3 bis 4 mm langen Kelchblätter überragen die kleineren Kronblätter deutlich. In der Blütenmitte steht ein heller Stempel, der von 8 dunklen Staubblättern in zwei Viererringen umgeben ist.
Die Früchte sind flachspaltige Kapseln, die lange im Kelch verborgen bleiben und von März bis April des Folgejahres reifen. Sie enthalten kleine, etwa 1,5 mm langen Samen, die vom Wind ausgeschüttelt werden und sich als Körnchenflieger ausbreiten.
Zur Präparation
Geschnitten habe ich frische Sprossstücke auf dem Haga Kastenmikrotom bei einer Schnittdicke um die 40 µm. Die Schnitte der 2 und etwa 8 Jahre alten Sprosse habe ich anschließend für ca. 20 Minuten in AFE fixiert.
Ein Teil der Ausbeute habe ich zur späteren Verarbeitung in Ethanol 70% überführt und den Rest mit Etzold Grün im Standartverfahren gefärbt. Die so gefärbten Schnitte wurden in reinem Isopropanol entwässert, wie beim Rainfarn in reinem Isopropanol gelagert und wieder zu hause in Euparal eingedeckt.
Die ungefärbten Schnitte habe ich dann noch nach Wacker W3A gefärbt und ebenfalls in Euparal eingedeckt. Färbeanleitungen für Etzold Grün und Wacker W3A können wie immer auf der Webseite des MKB (http://www.mikroskopie-bonn.de/downloads/index.html#a15) eingesehen und heruntergeladen werden.
Nun zu den Aufnahmen
Die folgenden Bilder sind auf meinem Leica DME entstanden, nicht ohne auch diesmal wieder einige Aufnahmen mit dem kleinen Leitz HM gemacht zu haben. Allerdings nicht von den Etzold-, sondern diesmal von den Wacker-Präparaten. Leider sind die Schnitte etwas wellig, was bei den Einzelaufnahmen auf dem Leitz HM zu Unschärfen führt.
Der bei der Etzold-Färbung zu beobachtende wärmere Farbton insbesondere des Fuchsins tritt beim Acridinrot der Wackerfärbung so nicht in Erscheinung.
Vielen Dank an Detlef für die Unterstützung bei der Bestimmung der einzelnen Gewebearten der Rinde.
Zunächst einmal die ungefärbte (aber fixierte) Version:
Bild 4a/b: Sproßquerschnitt eines etwa achtjährigen Sprosses der Besenheide, Bild 4b mit Maßstab. Vergrößerung 200x, Stapel aus 24 Bildern.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_22768693.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_61101189.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Jetzt die mit Etzold Grün nach Brügmann gefärbten Schnitte, zunächst vom zweijährigen, dann vom etwa achtjährigen Spross.
Bild 5: Querschnitt des zweijährigen Sprosses in der Übersicht. Vergrößerung 50x, Stapel aus 10 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_22120821.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Der Durchmesser des Sprosses beträgt etwa 2 mm.
Bild 6a/b: Auschnitt aus dem obigen Querschnitt, Bild 6b mit Beschriftung. Vergrößerung 200x, Stapel aus 5 Bildern.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_34538444.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_6790076.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
T = Trachee, Ca = Cambium
Bild 7: Rinde und Phloem des Sprosses im Alter von zwei Jahren. Vergrößerung 400x, Stapel aus 5 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_9957661.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Bild 8: Querschnitt durch den achtjährigen Spross (es können auch nur 7 Jahre sein ...), Vergrößerung 50x, Stapel aus 11 Bildern.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_5610929.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Gegenüberliegend zwei Blattansätze, der Durchmesser des Sprosses beträgt ca. 4 mm, trotz des etwa vierfachen Alters nur eine Verdoppelung - die Besenheide wächst eben recht langsam.
Bild 9a/b: Rinde und Phloem des achtjährigen Sprosses, Bild 9b mit Beschriftung. Vergrößerung 400x, Stapel aus 6 Bildern.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_28721504.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_36731004.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
T wieder Trachee, Ca Cmbium. Der Schnitt ist leider so wellig, dass ein größerer Stapel die Strukturen zu sehr verwischt hätte, desshalb hier die Unschärfe.
Es folgt die Wacker-Färbung, die besonders im Bereich des Xylems deutlich besser differenziert. Wieder zuerst vom zweijährigen, dann vom älteren Präparat.
Bild 10: Querschnitt vom zweijährigen Spross, Vergrößerung 50x, Stapel aus 9 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_29576190.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Hier sind wieder zwei Blattansätze zu erkennen, der Durchmesser des Sprosses beträgt ca. 2 mm.
Bild 11: Etwas näher heran, Vergrößerung 100x, Stapel aus 10 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_4664263.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Bild 12: Und wieder die Rinde und das Phloem, Vergrößerung 400x, Stapel aus 11 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_57017055.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Bild 13: Ein Detail mit Mark und Protoxylem, Vergrößerung 200x, Stapel aus 8 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_55997879.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Bild 14: Querschnitt des älteren Sprosses, Vergrößerung 50x, Stapel aus 11 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_14211689.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Auch hier der Durchmesser wieder bei etwas mehr als 4 mm.
Bild 15: Etwas näher heran, Vergrößerung 100x, Stapel aus 12 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_45808374.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Bild 16a/b: Nun ncoh einmal Rinde und Phloem, Bild 16b mit Beschriftung. Vergrößerung 200x, Stapel aus 16 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_66204039.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_30011052.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
T und Ca wieder Trachee und Cambium. Ein Phellogen war leider nicht aus zu machen.
Bild 17a/b: Mark und Protoxylem, Bild 17b mit Beschriftung. Vergrößerung 200x, Stapel aus 12 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_22493599.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_49822336.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Auffällig erscheint mir der Ring rot gefärbter Zellen zwischen Protoxylem und Mark. Diese haben leicht sklerifizierte Zellwände und verfügen über große Tüpfel (?).
Auch scheint es Sekretkanäle zu geben, die ich mit (*) gekennzeichnet habe.
Hat jemand eine Idee, um was es sich da handeln könnte?
Jetzt die versprochenen Bilder mit dem Leitz HM. Dabei handelt es sich i.d.R. um Einzelaufnahmen mit Spiegelbeleuchtung, zum Einsatz kamen die gleichen Präparate wie oben. Ich habe versucht, ähnliche Bildausschnitte zu wählen.
Bild 18: Der Querschnitt des älteren Sprosses, Vergrößerung 35x, Einzelaufnahme
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_29449881.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Da kann man doch noch Wolken und blauen Himmel unterscheiden ... :D
Bild 19: Detail aus dem obigen Querschnitt, Vergrößerung 100x, Einzelaufnahme
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_66594459.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Leider änderte sich durch vorbeiziehende Wolken die Belichtungssituation recht schnell, die zwei Sekunden Auslöseverzögerung nach dem Anmessen brachten ab und an Überraschungen mit sich.
Bild 20: Wieder Mark und Protoxylem, Vergrößerung 450 x, Stapel aus 2 Bildern (es geht auch am Leitz HM - nur nichts verdrehen!)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_46018270.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Bild 21a/b: Noch schnell zwei Impressionen vom zweijährigen Spross, Vergrößerung 100x bzw. 450x, Einzelaufnahmen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_7700900.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_47301461.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Und nun der angekündigte Zufallsfund:
Bild 22: Eine Milbe oder deren Larve, Einzelaufnahme mit dem Leitz HM, Vergrößerung 100x.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72605_60311748.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Ich habe keine Idee, ob das ein Häutungsrest oder ein "ganzes" Tier ist und ob mein Zufallsfund aus meinem Keller stammt oder schon an der Probe haftete. Und fragt bitte nicht nach der Art. ;D
Eine besser ausgeleuchtete und gestackte Aufnahme mit dem DME liefere ich nach.
Uups, das war wieder lang! Danke fürs Lesen, ich hoffe, es hat Spaß gemacht. Wie immer freue ich mich über Anregungen und Kritik.
Herzliche Grüße
Jörg
Hallo Jörg
Danke für Deinen schönen Beitrag - die Fotos sind wieder mal super und schön zum Anschauen.
Vielleicht suchst Du einmal einen anderen Hoster für Deine Fotos :-\
Zitat aus den FAQs von fotos-hochladen.net
ZitatWie lange bleibt mein Foto gespeichert?
Dein Foto bleibt für 4 Monate nach dem letzten Zugriff gespeichert.
Wäre echt schade wenn diese hübschen Werke verschwinden würden, nur weil keiner mehr seit vier Monaten
darauf zugegriffen hat.
Soweit ich weiß bleiben Sie bei google Picassa immer liegen, dafür hat man dort auch nur 1GB Speicherplatz.
mit herzlichen Mikrogrüßen
Leopold
Lieber Jörg,
Respekt :) .
Da hast Du Dir wieder jede Menge Arbeit gemacht !!!
Danke fürs Zeigen.
Herzliche Grüße
Frank
Lieber Frank, lieber Leopold,
vielen Dank für Euer Lob! Schön dass Euch der Beitrag und die Bilder gefallen.
Soweit ich weiß, hat fotos-hochladen.net irgendwann mal auf undendlich umgeschaltet - ich hatte aus dem Grund zwischenzeitlich mal zu image-banana gewechselt.
Eben habe ich noch mal auf der Seite geschaut und keine Infos zur Speicherdauer gefunden. Muss wohl noch mal genauer hin schauen.
Herzliche Grüße
Jörg
Nachtrag: ah, in der Hilfe! Da haben die Betreiber die Bedingungen mal wieder geändert (anfänglich waren es drei Monate, dann ohne Beschränkung). so'n Mist.
Lieber Jörg,
so schön, dass ich mir die beiden Übersichtsbilder in Etzold grün und W 3A galerisiert habe. Danke! Ein Augenschmaus!
Noch eine technische Frage - sollte ichs überlesen haben bitte um Nachsicht - Die Rinde hängt ja z. Teil nur noch in Fetzen dran. Hast Du eingebettet? Bei einem nicht eingebetteten Schnitt sollten die Stückchen eigentlich nicht mehr am Platz sein?
Und noch eine: die Heide ist nach meiner Erfahrung ein zähes Luder, wie ging denn das Schneiden? Und wie hast du vermieden, dass der Spross ausweicht und dadurch schräge Schnitte entstehen?
Hallo Jörg ,
Mal wieder toller Beitrag ! Besonders gut ist der Vergleich zwischen 2. und 8. jährigem Spross. Es lassen sich sehr gut die Jahresringgrenzen erkennen . Dabei sieht man gut das die Pflanze langsam wächst.
Vielen Dank und viele Grüße
David
Lieber Klaus, lieber David,
auch Euch beiden herzlichen Dank!
Lieber Klaus,
ich habe mit dem kleinen Haga-Mikrotom freistehend geschnitten, so wie von Rolf-Dieter ausbaldowert und im Artikel auf unserer Webseite (http://www.mikroskopie-bonn.de/bibliothek/botanische_mikrotechnik/index.html#a756) beschrieben. Die Korkstückchen hingen wohl noch ein wenig fest, immerhin haben sie gefärbt etwa eine Woche und ungefärbt (die hier gezeigte Wackerfärbung) gut einen Monat im Isopropanol ausgehalten.
Im Gegensatz zum Rainfarn, der auf dem Haga etwas gezickt hat, ließen sich die beiden Heidesprosse sehr gut schneiden. Ich konnte von 3 Schnitten in der Regel zwei gebrauchen.
Allerdings zeigen die etwas dünner ausgefallenen Schnitte schon durch die blasseren Stellen (z.B. Bild 5 oben), dass die Dicke etwas variiert. Bei den dickeren Schnitten musste ich beim Fotografieren manchmal durch größere Stapel kompensieren. Zur Erklärung: da man auf dem Haga mit etwas Andruck arbeiten muss und die Edelstahlgrundplatte zwar stabil (etwa 2mm) aber eben keine Panzerplatte ist, fallen die Schnitte trotz einheitlicher Rastung beim Vortrieb unterschiedlich aus. Mit mehr Erfahrung und Geschick ließen sich die Dickenunterschiede im Schnitt sicher noch minimieren - wie auch Rolf-Dieters Arbeiten zeigen.
Euch beiden herzliche Grüße
Jörg
Die Bilder mit der Wacker-Färbung sind ein Genuss, lieber Jörg :)
Herzliche Grüsse
Holger
Lieber Jörg
Da hast Du wiedereien schöne Arbeit gemacht
Wunderbare gut geschnitten und gefärbt
Ein Genuss zum anschauen, ich habe es mir sofort ausgedruckt
Herzlichen Gruss
Jan
Hallo, lieber Jörg,
eine wirklich feine Arbeit mit prima Fotos. In jeder Hinsicht sehr lehrreich für einen Laien wie mich. Vielen Dank und : Mehr davon! ;)
l.G.
Herbert
Lieber Jörg,
sehr schöne Aufnahmen. Bild 10 gefällt mir am besten.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Lieber Jörg,
der riesige Zeitaufwand hat sich gelohnt.
Die Schnitte und Deine Fotos gefallen mir sehr gut.
Gruß
Hans-Jürgen
Liebe Freunde,
vielen Dank für Euer Lob, es freut mich sehr, dass Beitrag und Bilder so gut ankommen.
Herzliche Grüße
Jörg
Guten Morgen Jörg,
ich möchte mich Eckhard anschließen, mir gefällt auch Bild 10 ganz gut. Ich persönlich bin kein Freund gering auflösender Objektive und habe alles < n.A. 0.3 vom Stativ verbandt, aber diese Aufnahme ist Dir gelungen.
Bemerkenswert auch der ungefärbte Schnitt im Bild 4b. Man hat so eine gute Referenz die Merkmale der beiden Färbungen zu vergleichen. So vermisse ich auch wieder das Chrysoidin, was ich im übrigen bei meinen Färbungen auch oft genug suche.
Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter
Lieber Rolf-Dieter,
auch Dir vielen Dank!
Das Bild 10 ist mit meinem 5x N-Plan entstanden und die NA liegt nur bei 0,12. Die bekannten Probleme mit Fotografien dieser Übersichtsobjektive bestehen natürlich auch hier, aber die Verkleinerung der Aufnahme auf das forenverträgliche Maß mit anschließendem leichten Nachschärfen überdeckt dies ein wenig.
Das Chrysoidin ist aber schon zu sehen. Es soll ja hauptsächlich die wachsartige Cuticula anfärben und sichtbar machen, die die anderen Farben aus der Etzold Färbung nicht annimmt. Eine klassische Cuticula gibt es hier allerdings nicht, da wir bei den zwei und sieben oder acht Jahre alten Sprossstücken eine sekundäre Rinde mit einer recht dicken Korkschicht vorliegen haben.
Eben dieser Kork zeigt aber - im Gegensatz zum magentafarbenen Holzteil - eine kräftig rote Farbe. Diese rührt m.E. da her, dass der Kork nicht nur Fuchsin, sondern eben auch Chrysoidin angenommen hat. Und die Eigenfarbe des Korks spielt da natürlich auch eine Rolle.
Herzliche Grüße
Jörg
Lieber Jörg,
ein tolle Arbeit zeigst Du uns da wieder.
Insbesondere der Vergleich der
a) Färbungen und
b) der Gewebe in unterschiedlich alten Sprossen
gefällt mir sehr gut! Schöne Fotos auch für meine frische "Brut", die ich jetzt ganz behutsam und hoffentlich wissbegierig machend zu neuen pharmazeutischen Spitzen-Botanikern ausbilden möchte :)
Herzliche Grüße
Mila
Hallo Joerg
Es ist nicht zu lange geworden, es war wieder schön und lehrreich Deine Dokumentation zu verfolgen ==> Gratulation auch von mir ...
Freue mich natürlich schon auf den nächsten Beitrag von Dir :-))
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Jörg
Wunderschöner Bericht und ganz herzlichen Dank fürs zeigen.
Solche Berichte muss man lesen ob man gerade Zeit hat oder nicht. ;)
Ich habe es archiviert.
Herzliche Grüße
Horst-Dieter
Liebe Mila, lieber Gerhard und lieber Horst-Dieter,
herzlichen Dank für Euer Lob! Mit solchem Feedback macht es immer wieder Spaß, Forenbeiträge zu erstellen.
Liebe Mila, für Deine Brut liegen wie immer einige Präparate bereit.
:)
In meinem Eingangsposting hatte ich versprochen, noch ein etwas deutlicheres Bild von meinem Zufallsfund nach zu liefern, was ich hiermit gerne einlösen möchte.
Bild 23: Eine Milbe (?) zur falschen Zeit am falschen Ort. Vergrößerung 200x, Stapel aus 27 Bildern
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72767_12456759.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Bei einer Körperlänge von rund 230 µm hat das gezeigte Tierchen eine Breite von gut 100 µm. Das lange Haar am Hinterende ist selbst noch einmal gut 200 µm lang.
Am Kopfende sieht es so aus, als ob Flüssigkeit ausgetreten wäre, die sich deutlich vom umgebenden Einschlussmittel absetzt. Die seltsamen, amorphen "Ausleger" gehören auch dazu. Daher vermute ich, dass das Tierchen nicht mit der Probe fixiert wurde und so mit ins Präparat geraten ist, sondern beim Präparieren das Pech hatte, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.
Ich habe es mal als Milbe (oder eher Milbenlarve - die Anzahl der Beine ist schwer zu erkennen, aber eher 6 als 8 ) bezeichnet, kann aber nicht wirklich sagen, um was es sich handelt.
Allen herzliche Grüße
Jörg
p.s.
Hat jemand eine Idee, was es mit den Sekretgängen (*) und Tüpfelzellen (?) in Bild 17 auf sich hat?
p.p.s.
Eben habe ich versucht, noch ein Bild in höherer Vergrößerung hin zu bekommen. Und da ist mir aufgefallen, dass ich das Tierchen mit dem 40er N-Plan nicht mehr wirklich scharf bekomme.
Und wenn man dann Bild 22 anschaut, sieht man recht schnell, dass in Bild 23 schon das eine oder andere Haar fehlt.
Das lässt nur einen Schluss zu: das Tierchen ist nicht im Präparat, sondern auf dem Deckglas (erstaunlich, dass die Aufnahmen mit dem 20x PlanApo noch so gut geworden sind, das Objektiv ist ja auch mit Deckglas gerechnet). Somit ist die Todesursache nun geklärt: Unfall beim Auflegen des Gewichts auf der Trockenbank.
(Lieber Florian, warum erinnert mich das nur an einen sehr unterhaltsamen Vortrag und ein gewisses Bild von einem Biber? ;D)
hallo jörg,
das ist wirklich ein toller artikel mit wundervollen bildern!
ich bilde mir übrigens ein, auf den bildern 4 und 9 auch das phellogen sehen zu können. also bei bild 4 die gelblichen zellen und bei 9 die hellroten.
Lieber Kai,
was die sekundäre Rinde an geht, bin ich zugegebener Maßen recht unsicher, weswegen ich die Beschriftung auch mit Detlef abgesprochen habe. Die von Dir angesprochenen Zellen zeigen aber verdickte Zellwände und eine ziemlich kompakte Form, was m.E. nicht zu einem merestematischen Gewebe passt.
Der Unterschied zu den voll ausgebildeten Kork-Zellen ist besonders im ungefärbten Bild 4 jedoch gut zu erkennen. Vielleicht handelt es sich auch lebende, noch nicht komplett ausdifferenzierte Korkzellen? Immerhin haben sie das Acridinrot recht gut angenommen, was eindeutig auf lignifizierte Zellwände hin weist und damit ein Meristem wohl ausschließt.
Herzliche Grüße
Jörg
oh ja,
ich glaube da hab ich das gesehen, was ich gerne sehen wollte. :-[
in "Pflanzenanatomisches Praktikum I" von braune, leman und taubert hab ich eben eine mögliche erklärung dafür gefunden, warum kein phellogen zwischen phellem und phelloderm ist (was ich bis jetzt so angenommen hatte):
Zitataus 9. auflage S.138 (rechtschreibung angepasst):
bei vielen bäumen stirbt erstes phellogen ab und wird durch tiefer gelegene, sekundäre korkkambien ersetzt (borkenbildung).
borkenbildung:
bei pflanzen mit starkem sekundärem dickenwachstum (bäume, sträucher) schrittweise verlagerung der periderme nach innen durch sukzessive anlage neuer korkkambien in tiefer gelegenen gewebeschichten. vorher stellen ältere phellogene teilungstätigkeit ein (umbildung zu korkzellen). bildungszone der korkkambien schlieslich bis in das sekundäre phloem verlagert.
danach könnten die fraglichen zellen vlt. ein altes phellogen sein, das gerade zu korkzellen umgebildet wird.
Lieber Jörg,
bist Du sicher, dass das Sekretgänge sind? Ich habe noch nie welche gesehen, die auf diese Art frei im Mark liegen.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Lieber Jörg,
ich teile Eckhards Bedenken zum Teil. Das ist eine Einzelbeobachtung. Gegen die Position im Mark hätte ich nicht unbedingt etwas, aber ich denke, man müsste sie auch an anderer Stelle finden.
Getüpfelte Markzellen sind nichts ungewöhnliches.
Herzliche Grüße
Detlef
Lieber Eckhard, lieber Detlef,
zunächst: die Sekretgänge habe ich schon bei einigen Schnitten in dieser Form gesehen, aber eben auch noch nicht nur aufs Mark beschränkt.
Ich habe auch nichts zum eventuellen Inhalt dieser Gänge gefunden. Meist sind die dort gebildeten sekundären Pflanzenstoffe ja in der Literatur erwähnt.
Vielleicht sind es auch nur röhrenförmige Markzellen?
Zu den "Tüpfelzellen" am Übergang zum Protoxylem: ja, diesen Zelltyp mit den großen Tüpfeln findet man oft in den Sprossquerschnitten. Vielfach auch als Speicherzelle mit Amyloplasten beladen. In den mir vorliegenden Beispielen haben diese Zellen aber keine so starke Rotfärbung bei W3A Färbungen. Sind die Zellwände wirklich verholzt oder hält vielleicht etwas anderes das Acridinrot fest?
Lieber Kay,
ja, in die Richtung hatte Detlef auch argumentiert.
Herzliche Grüße
Jörg