Hallo zusammen,
hier mal ein paar DF-Aufnahmen, die mit dem Heine-Kondensor und Leitz-PV-Objektiven gemacht wurden.
Es sind Stapel aus bis zu 25 Einzelaufnahmen, projeziert wurde mit einem Leitz Vierfachprojektiv, die Kamera ist eine Canon EOS 1000D.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72730_32601370.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72730_61587775.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72730_42070839.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72730_47182827.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72730_55447723.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72730_58764145.jpg)
Bei den Abbildungen kommt es mir ausschließlich auf die ästhetische Wirkung an, deshalb habe ich auf sämtliche technischen Angaben sowie Bestimmungsversuche verzichtet. Nur soviel: Es handelt sich um fossile Diatomeen aus Oamaru, Neuseeland.
Viel Spass beim Anschauen
Herbert
Hallo,
Schöne aufnamen mit der Heine. Hast du auch in Phasenkontrast die selben Foto's gemacht? Das ist ein Vorteil von der Heine, nur der Kondensor ein bischen senken und man geht von Dunkelfeld nach Phasenkontrast. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
danke für´s Lob!
Betrachtet habe ich mir die Objekte schon im Phasenkontrast, auch in den bei Heine möglichen Übergangszonen. Die DF-Darstellung finde ich aber bei dieser Art von Objekten besonders attraktiv.
Der Heine-Kondensor ist ein wundervolles "Spielzeug"! ;) :) :D
Ich werde mal ein paar Bilder in den unterschiedlichen Einstellungen machen und direkt gegenüber stellen.
Mit freundlichem Gruß
Herbert
Hallo Herbert
Spitzen Beispiele für diese Beleuchtungsart und die erzielbare Qualität, kannst Du beim 2. Bild von Oben bitte verraten welches Objektiv da zum Einsatz gekommen ist und wie groß das Objekt ist (Ausschnitt oder volles Format, das ist leider für mich nicht erkennbar) ==> ich kann nur sagen, sehr überzeugende Qualität, Gratulation ...
:-)
Gerhard
Hallo Gerhard,
danke für´s Lob! :)
Beim zweiten Bild habe ich mit einem 63er APO PV von E.Leitz gearbeitet, ebenso bei den Bildern 3 und 6. Die Aufnahmen 1, 4 und 5 habe ich mit dem 40er APO PV gemacht. Die Bilder sind nicht beschnitten, also volles Format eines C-Chips meiner EOS.
Über die Größe der Objekte kann ich nichts genaues sagen, ich müßte einen Maßstab einkopieren. Geschätzt dürfte der reale Durchmesser zwischen 50 und 100 µm liegen.
Mit freundlichem Gruß
Herbert
Hallo Herbert
die Infos reichen mir, danke, kann meine Rückschlüsse ziehen. Jetzt bin ich gespannt was der Peter an Bildern zeigt und ich hege den Verdacht so einen Kondensor auch bei mir auf die Wunschliste schreiben zu müssen ...
Den hatte ich aber vorher auch schon ...
:-)
Gerhard
PS: wenn Du mehr Bilder machst, ich schaue sie mir immer gerne an ...
Hallo!
Ähmmm.....ich will ja kein Spielverderber sein und die allgemeine Heine-Begeisterung trüben. Ich habe ihn auch, aber - ehrlich gesagt - habe ich noch nicht entdeckt, was er kann, was andere nicht können.
Dunkelfeld bis zum 40er-Objektiv ( sogar mit hoher m.A. eine Planapos ) schafft auch der Revolverkondensor am Orthoplan in der DF-Stellung, und Phase kann er natürlich ohnehin. Und im DF schluckt der Heine reichlich Licht.
Die "Übergänge" beim Heine konnte ich jetzt nicht als sooooo beeindruckenden Effekt empfinden, auch habe ich bislang noch nie ein Bild gesehen, wo ich gesagt hätte: Klar, das kann nur der Heine-Kondensor".
Vielleicht habe ich mich aber auch noch nicht mit genug Liebe damit beschäftigt...? Und entsprechende Bildbeispiele übersehen?
Vielleicht zeigt ja jemand mal Fotos, die die typischen Fähigkeiten des Heine zeigen.
Mit ketzerischen Grüßen
Peter
Oh wie bunt wird mir ;D ;D ;D
Für alle Liebhaber der bunten Bilder ohne Nutzung einer Verarbeitungs- oder Verfremdungssoftware ist der Leitz Heine Kondensor das richtige Spielzeug. Die Beispielbilder sind in Farbe , Farbsättigung oder Farbveränderung nicht angerührt. Und selbst ohne Phasenkontrast Objektiv erreicht man jeden künstlerischen Eindruck.
Ohne Phako Objektiv
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72751_41394226.jpg)
Objektiv Leitz NPL 63/0,90 Korr , Heinekondensor , weisse LED , Periplan GF 12,5x/20 Br. , Kamera DFK72
Mit Phako Objektiv
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/72751_19441690.jpg)
Objektiv Olympus PL 40x/0,65 , sonst wie oben.
Viel Spass :D
Peter
Hallo,
Zitatehrlich gesagt - habe ich noch nicht entdeckt, was er kann, was andere nicht können
Peter, kannst du mit ein Revolverkondensor mit Jedem Phasenobjektiv ein Phasenkontrast Bild bekommen? Und es ist auch die Bequemlichkeit womit man mit der Heine ohne Stufen von Dunkelfeld nach COL nach Phasenkontrast gehen kan. Beste Grüsse,
Rolf
Lieber Peter,
Danke für die Beispiele.
Darf ich einmal fragen, wie Du das "Blau" erzeugt hast? Mit welchem Filter welcher Größe und wo platziert?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
ein Grund für die Entwicklung und Vermarktung des Heine-Kondensors durch Leitz war sicher auch der, daß der Zernike-Kondensor für Zeiss patentiert war (DE 1 047 479, DE 636 168 und DE 850 527).
Zeiss besaß also ein Monopol auf den Zernike-Kondensor.
Leitz war also gezwungen, wollten sie keine Patentverletzung begehen, eine eigene, von den Schutzrechten des Wettbewerbers freie Lösung zu entwickeln: Den Heine-Kondensor, patentiert unter den DE-Patentnummern DE 821 128, DE 825 753 und DE 835 657.
Wer sich für die Patentschriften interessiert, ich kann sie ihm gern als pdf-Datei zuschicken. PM genügt.
Viele Grüße
Rainer
Hallo Peter,
ich habe absolut keine Hexerei betrieben, das macht der Heine ganz alleine. Zum besseren Verständnis ein kleiner Film. Es wird hier nur der Spiegel des Kondensors langsam nach oben bewegt, also Richtung Dunkelfeld. Im Grenzbereich kommen dann diese Farben.
http://www.mikroskopie-ph.de/Heine-1.wmv - 1,8 MB !
Viel Spass
Peter
Hallo Rainer,
genau auf eine solche Information habe ich gewartet. Damit sind meine Fragen beantwortet. Wie immer - der böse Wettbewerber ;)
Viele Grüße
Peter
Lieber Peter,
danke für den tollen Film, der mir jetzt schon ein bisschen den Mund wässrig gemacht hat. Ich besitze leider nur den Kondensor ohne die Frontkappe, noch dazu fehlt mir der Halter, um ihn an ein Ortholux oder Orthoplan zu adaptieren. Zumindest habe ich inzwischen ein 37 mm Objektiv mit PLEZY ergattert - also alles nur in Rudimenten. :-\
Irgendwie hat das Ganze etwas vom Will-Variokondensor, jedoch in höherer Auflösung?
Herzliche Grüße,
Florian
Lieber Rainer,
genau! Wenn ich das richtig weiß, hat Leitz sogar mit kreuzförmigen und noch bizarreren Phasenblenden experimentiert, um nicht das Zernike-Patent zu kopieren.
Herzlich Grüße,
Florian
Hallo Peter H,
Ein sehr schönen Film, so ist es in der Tat mit der Heine.
@Peter V:
ZitatVielleicht habe ich mich aber auch noch nicht mit genug Liebe damit beschäftigt...?
Das könnte richtig sein ;) Beste Grüsse,
Rolf
Lieber Herbert,
Dir erst einmal danke für die schönen Bilder!
Und Dir, lieber Peter,
danke für die Erläuterungen zum Heinekondensor.
Herzliche Grüße
Jörg
Liebe Heine Freunde / innen,
der variable Phasenring in der Beleuchtung sollte eigentlich mit der Größe des Phasenrings im Objektiv zur Deckung gebracht werden. Dann haben wir den klassischen Phasenkontrast. Aber Heine macht es variabel. Um diesen Übergang von zu kleinem Phasenring, über richtige Einstellung, bis zu großem Phasenring zu zeigen, noch ein kleiner Film.
http://www.mikroskopie-ph.de/Heine-2.wmv - 4,5 MB !
Der Versuch wurde ohne die Immersionskappe durchgeführt.
Viel Spass und Grüße
Peter
Lieber Florian,
oh ja der alte Will Vario :D , glücklich wurde ich damit nie. Nachteil beim Heine ....... man spielt zu lange damit ;D
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter-V,
die Bilder zeigen bereits die spezifischen Eigenschaften eines Teilbereiches der nutzbaren Bandbreite des Heine-Kondensors . Im Vergleich zu anderen DF-Aufnahmen wird das deutlich; man muß nur hinschauen.
Der Hauptnutzen des Heine-Systems ist heute sicher nicht in der wissenschaftlichen Anwendung zu sehen: Das ist ein sehr schönes Spielzeug für primär ästhetisch orientierte Bilder. In meinem Begeleittext zu den Fotos habe ich auch schon darauf hingewiesen.
Der Aufwand bei der Anwendung scheint mir, im Vergleich mit klassischen DF- und Phaco-Kondensatoren wesentlich geringer - Einmal die Grundeinstellung richtig vornehmen und los geht´s: Keine erneute Montage, wenn man mal das Verfahren wechseln will und daher auch keine neuen Einstell- und Zentriervorgänge. Als Phaco eingesetzt kann man damit die Halo-Erscheinungen stufenlos soweit reduzieren, wie es die Erkennbarkeit von Phasenobjekten ermöglicht. Ähnliches gilt auch für die DF-Anwendung, hier lassen sich Überstrahlungen minimieren. Fest ausgelegte System bieten solches prinzipiell nicht. Am wenigsten sinnvoll ist der Einsatz im Hellfeld, das können andere besser.
Im Übrigen : Auch andere Phaco-, DF- oder DIC-Systeme fressen ordentlich Licht.
@ Peter-H:
Die Diatomeen-Fotos sind prima, die Effekte lassen sich recht deutlich erkennen. Danke für´s zeigen. Die Filme schaue ich mir morgen an; bis dahin wird sogar unser Snail-Mail-Netz sie geladen haben. ;)
Mit freundlichem Gruß
Herbert
Liebe Heine-Freunde,
ein großer Vorzug des Heine-Kondensors ist seine Verwendbarkeit mit allen erdenklichen Phasen-Objektiven. Rolf hatte das schon angemerkt. Das liegt nicht nur am variablen Durchmesser des Lichtringes, sondern auch an dessen günstiger Breite.
Damit lässt sich der Heine-Kondensor auch prima an anderen Stativen und mit den dort "heimischen" Objektiven einsetzen. Peters Pläne hatte ich (besser: Bernd) in anderer Form (http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=3567.0) schon mal an meinem OPTON Junior umgesetzt. Die Ergebnisse fand ich sehr beeindruckend!
Vergessen sollte man aber nicht, was Herbert nannte: im gewöhnlichen Hellfeld hat dieser Kondensor Grenzen, da ihm eine Blende fehlt. Andererseits kann man mit kaum einem Zubehör leichter 'allseitig schiefe Beleuchtung' (RFB, COL, annular lighting) erzeugen und den Effekt optimieren.
Herzliche Grüße, Thomas
Liebe Heine-Enthusiasten,
o.k., vielleicht hält sich meine Begeisterung in Grenzen, weil ich die COL generell nicht so prickelnd finde ( ist natürlich alles Geschmacksache!!! ). Was der Heine sicherlich gut ( und besser ) kann als die zentrale DF Blende im Revolverkondensor, ist das Dunkelfeld. Das ist beim Heine wirklich auch bei hochaperturigen Objektiven ( 40er Planapo ) knackig schwarz. Und natürlich ist die Variabilität des Lichtrings eine nette Sache. Dafür fehlt dem Heine die Fähigkeit, gutes Schieflicht zu erzeugen ( logischerwesie ).
Wollte ihn ja auch gar nicht schlechter reden als er ist...... ;)
Herzliche Grüße
Peter
Hallo zusammen,
na ja, zugegeben: Ein eierlegendes Wollmilschschwein ist auch der Heine-Kondensor nicht. ;)
Aber Spaß macht er und das ist die Hauptsache.
Herzliche Grüße
Herbert
Hallo,
Peter Höbel hat es schon schön gezeigt ( schöner als ich jetzt ), aber ich habe hier noch einmal zwei Beispiele, an denen man sieht, wie gut das Dunkelfeld mit dem Heine ist. Einmal mit Mundchleimhautzellen, ein weiteres Mal mit Diatomeen. Am Ende des Diatomeen-Videos habe ich den Objektträger etwas bewegt, damit man sieht, dass der etwas "helle" Hintergrund nur Schmutz auf dem OT ist.
Die Videoqualität an sich ist natürlich nicht berauschend, denn an mein Orthoplan habe ich nur eine Coolpix 995 adaptiert, die nur Videos in einfachster Qualität aufnehmen kann.
Der Heinkondensor wurde von der Phako-Stellung ( Überdeckung der Ringe ) bis zur maximalen Höhe "hochgefahren". Objektiv: Leitz 40 NPL PHACO ( 170 mm ).
http://s260.photobucket.com/albums/ii15/liebelken/?action=view¤t=DSCN9999.mp4
http://s260.photobucket.com/albums/ii15/liebelken/?action=view¤t=DSCN9998.mp4
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
Danke für Bilder und Film, war für mich sehr interessant :-))
Gerhard
Lieber Thomas,
nach Deiner Nachricht habe ich versucht den Heine an ein Standard 16 zu bekommen, aber Pech. Es geht nicht! Da stört der Hilfslinsenträger, da stört der schwarze Justierring vom Heine, also ohne großen Umbau keine Chance. Demnach nur am OPTON Junior möglich. Sicher für weitere Wildwuchsbastler eine wichtige Information.
Viele Grüße
Peter