Hallo.
Mein erster Eintrag hier im Forum und gleich eine Frage.
Ich arbeite an einem Zeiss Axio Scope A1 mit normaler Grundausstattung für Hellfeld (relevante Daten stehen weiter unten). Das Bild im Okular ist wunderbar klar und eben. Wenn ich jedoch ein Foto zur Dokumentation machen möchte, dann unterscheidet sich das Foto dramatisch vom Eindruck den ich über das Okular bekomme. Normal ist sicherlich, dass die Schärfentiefe am Kamerabild geringer erscheint. Jedoch scheint auch die Schärfe (bzw. Kantenkontrast) geringer zu sein. Beides ist noch nicht weiter wild. Kontrast lässt sich per Software anheben, Schärfentiefe per Stacking ausgleichen.
Jedoch kommen auch noch teils starke Farbsäume (vermutlich chromatische Aberrationen) dazu. Diese stören im Bild recht stark und ich wundere mich, woher diese stammen. Diese optischen Fehler lassen sich per Software natürlich nicht korrigieren und sind auf dem Endbild (Bildschirmansicht und Ausdruck) manchmal sehr deutlich erkennbar. Daher frage ich mich, woher diese Farbsäume kommen, was da der Auslöser ist. Sind diese Farbsäume für das N-Achroplan schlichtweg "normal", oder gibt es anderswo im System einen optischen "Flaschenhals", der diese störenden Farbsäume hervorruft?
Denkbar sind natürlich alle Komponenten, die im Mikroskop so drin stecken. Ich habe unten mal eine Liste zusammengestellt. Könnte eventuell die Kamera auch zu hoch auflösen? 21 Megapixel sind ja schon eine Menge. Allerdings sollte das ja eigentlich gar keinen Einfluss auf einen etwa 6cm großen Ausdruck haben... Und, bevor solche Fragen aufkommen, den Einfluss der Aperturblende ist mir geläufig. :)
Wie auch immer. Meine Frage ans Forum: Welche der genutzten Komponenten hat wohl den größten Einfluss? :?: Und welche Komponente lohnt sich am ehesten zu ersetzen (zu "upgraden"), um diese Farbsäume zu reduzieren? :?: Ich würde auf's Objektiv tippen, aber ich warte besser Eure Meinung dazu ab.
Nun möchte ich noch ein "extremes" Beispielfoto mit dem 40x zeigen. Ich fotografiere meist Pflanzenzellen und keine Diatomeen (es diente dazu eine Diatomeen-Testplatte). Dennoch sind an den Zellwänden dort natürlich auch Farbsäume zu erkennen wenn auch nicht so stark sichtbar (Beispiel 2). Weitere Beispiele kann ich im Moment aus rechtlichen Gründen nicht liefern, kann aber gerne welche anfertigen.
Bild 1: Diatomee Bildschirmansicht (entspricht ungefähr einem Ausdruck)
Bild 2: Diatomee 100% Ansicht (nur um das Problem zu zeigen)
Bild 3: Pflanzenzellen Bildschirmansicht
Bild 4: Pflanzenzellen 100% Ansicht (um das Problem zu zeigen)
Flaschenhals? Objektiv (N-Achroplan 40x/0.65), Kondensor (0,9/1,25 H, a=0,8mm), Fototubus (30°/23 (50:50)), Kameraaufsatz (Zeiss-Adapter), Kamera (Canon 5Dmk2), oder ein Bedienfehler am Zeiss Axio Scope A1?
PS: Manchmal ist der Ton gegenüber Forums-Neulingen hier etwas harsch. Nur soviel zu meiner Person: Ich habe ein paar Jahre Erfahrungen mit Mikroskopie (überwiegend Hellfeld) und schon an so ein oder anderen Modell gesessen. Bitte also ein netter Umgang. :)
Viele Grüße.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73123_40230270.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73123_38828337.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73123_48457980.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73123_40620134.jpg)
Hallo Andreas,
willkommen im Forum.
Ich hoffe ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster - es gibt qualifiziertere Forumsteilnehmer bezüglich Deiner Frage. Aber ich würde sagen die Farbsäume sind normal bei der verwendeten Objektiv-Klasse (Achroplan). Diese fallen gerade bei Diatomeen-Fotos einem gleich ins Auge.
Das Blattzellenfoto finde ich etwas unscharf, dies kann aber unterschiedliche Gründe haben: stimmt die Parfokalität zwischen Okularen und Fotoausgang (ist bei dem System anzunehmen), Schichtdicke des Präparates (ist wahrscheinlich der Grund), Deckglasdichte (Abweichung von 0,17mm?).
Gleich eine Gegenfrage, da ich darüber in der Objektiv-Zeiss-Broschüre darüber nichts gefunden habe: wofür steht das "N"?
Viele Grüße
Gerald
Hallo!
Schau Dir mal die beiden Diatomeenbilder in diesem Posting an:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=8965.msg63239#msg63239
Es zeigt eine Diatomee, aufgenommen mit einem N-Plan ( Planachromat ) und einem Planapochromaten von Leica bei identischer Kameraadaption. Auch hier siehst Du deutliche Farbfehler beim einfacher korrigierten Planachromaten ( der, wie ich vermute, von der Qualitätsstufe etwa dem N-Achroplan entsprechen dürfte ).
Am Anfang meiner Mikroskopikerkarriere habe ich mal sogar den fehlenden "Grünstich" bei einem hochkorrigierten Objektiv als "Fehler", angesehen ich wunderte mich, wieso dieses Objektiv das vermeintliche Chlorophyll in einer alten Algenprobe nicht darstellen könne. Ernsthaft! Bislang hatte ich den "Grünschimmer" an den Algenfäden für Chlorophyll gehalten, tatsächlich waren es Farbartefakte.
Ich vermute auch, dass die Ursache der Farbfehler das Objektiv ist. Bei Diatomeen fallen diese Artefakte immer sehr stark auf, bei Pflanzenschnitten eher nicht so. Ich finde auch, dass Du mit der Qualität des Pflanzenpräparates zu hart ins Gericht gehst.
Damit musst Du vermutlich leben - oder gaaaanz tief in die Tsche greifen und Plan-Neofluare oder gar Plan-Apochromate kaufen.
Übrigens:
ZitatPS: Manchmal ist der Ton gegenüber Forums-Neulingen hier etwas harsch.
.....aber niemals bei Leuten wie Dir, die sich -
nachdem sie sich Gedanken gemacht haben - ein Problem vernünftig darstellen und formulieren!!! Leider findet man das eher selten so....
Barsch wird der Ton nur bei Fragestellern, denen man jeden Wurm einzeln aus der Nase ziehen muss und die trotz viel Geduld und vieler Hilfestellungen schlicht beratungsresistent sind. Der Thread, den ich oben zitiert habe, ist übrigens ein schönes Beispiel dafür, wie einem irgendwann trotz besten Willens der Geduldsfaden reißen kann.. ;)
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Andreas F.,
ob ich duzen soll oder darf, kann ich nicht ersehen, daher "klassisch".
Vorrede: wer hier so detailliert und profund sein Problem darlegt, ist noch nie überheblich oder arrogant abgefertigt worden.
Zu den Fotos: die sind eigentlich über jede Kritik erhaben und entsprechen dem, was man bei der Ausstattung erwarten kann. Ich frage: könnte es sein, dass Sie an die Fotos kritischer herangehen, als an das Bild im Mikroskop? Farbsäume sind das nicht. Das sind Farben, die durch Brechung im Objekt entstehen. Im Fall der Diatomeen entstehen die durch die Lichtbrechung an den SiO2-Strukturen. Bei dem Moos-Blättchen gleicher Effekt an den Zellwänden. Dazu muss noch angemerkt sein, dass die Achroplane sehr gute, kontrastreich arbeitende Objektive sind, deren sekundäres Spektrum aber nicht oder nicht stark reduziert ist. erheblich besser wäre das Ergebnis mit Plan-Neofluaren oder Plan-Apochromaten. Aaber, die muss man bezahlen können.
Ich gebe bezüglich des Moos-Fotos meinem Freund Gerald recht, dass man eventuell noch etwas erreichen könnte, wenn die Parfokalität optimiert würde: mit der Dioptrien-Kontrolle an den Okularen spielen, bzw. Fokusserien anfertigen. Aber das ist Fein-Tuning. Das schaffen Sie!
Herzliche Grüße
Detlef
Also ein "Du" wäre mir ganz lieb. Das schafft gleich eine bessere Atmosphäre. Was aber nicht heißen soll das fehlender Respekt da wäre. ;)
Erstmal vorneweg: Vom Axio Scope erwarte ich natürlich schon die besten Ergebnisse schließlich ist das die Königsklasse bei Zeiss momentan. Da sollten die Komponenten schon aufeinander abgestimmt sein und Abweichungen in der Parfokalität nicht auftreten. Ein "Upgrade" ist wohl nicht so das Problem, nur dass ich meinem Geldgeber die Investition auch gut begründen können muss. ;D
Die beiden Beispiele habe ich mit Bedacht ausgewählt. Bei der Diatomee stimmt der Kontrast, aber die Farbsäume sind sehr stark. Beim Moosblättchen fehlt der Kontrast, aber die Farbsäume sind wegen der Strukturen nicht so stark ausgeprägt. Das sich Licht an Strukturen unterschiedlich beugt ist mir auch schon in den Sinn gekommen (schließlich wird das bei bestimmten Kontrastverfahren ja auch zunutze gemacht). Allerdings habe ich es an anderen Mikroskopen bisher so stark noch nicht gesehen (wenn man mal die günstigen Routinemikroskope außen vor lässt). Aber zumindest an dem älteren Nikon im anderen Labor sind auch Fluare dran (genaue Bezeichnung müsste ich dann nachschauen) und dort ist das Bild besser (also mit weniger Farbsäumen). Aber das ist auch nicht vornehmlich für Pflanzenpräparate gedacht.
Als Deckglas habe ich nur die Standard verwendet. Hochpräzise mit 0,17mm nicht. Diese sollen ja eigentlich für diese Objektivklasse noch gar nicht nötig sein.
Wenn man im (wirklich informativen) Zeiss-Shop sich über die ganzen Objektive informiert, so gibt es auch eine Angabe zur Farbkorrektur. Bei den N-Achroplans gibt es da zwei Sterne, bei den EC-Neofluaren schon 4 Sterne. Aber darunter kann ich mir schwer etwas vorstellen.
Das andere Posting ist ja sehr umfangreich. Da gibt es auch wirklich schöne Beispiele. Im Moment bin ich aber etwas verwirrt und erschlagen von den ganzen Informationen. Im 40x-Bereich ist ein "Upgrade" auf Apochromaten schon eine große Investition. Ich fürchte aber, dass sich ein Upgrade auf ein Neofluar vielleicht in der Qualität nur geringfügig bemerkbar macht. Was sagen da Eure Erfahrungen?
Mit den kleineren Vergrößerungen bin ich übrigens relativ zufrieden.
Hallo,
hier als Vergleich mit Einschränkungen ein Bild mit einem alten Zeiss PlanApo
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73138_32731013.jpg)
Grüße
Peter
Ein Axio Scope.A1 mit N-Achroplanen ist solider Standard, mehr nicht, was aber für sehr viele Anwendungen auch ausreicht, Mikroskope müssen wirtschaftlich sein.
Man kann die Farbsäume minimieren durch den Einsatz der EC Plan-Neofluare und fast völlig vermeiden durch den Einsatz von Planapochromaten. Da diese Objektive jedoch höhere Aperturen haben, muß man zwingend auf die passende Deckglasdicke achten.
Soweit zur Technik.
Zur Sicherheit wäre noch zu Prüfen, ob das Axio Scope wirklich in Ordnung ist, da kann es auf Kleinigkeiten ankommen, Anwender tun manchmal die wunderlichsten Dinge.
Können Sie einmal ein Objektmikrometer fotografieren? dazu noch eine Aufnahme mit einem anderen Objektiv?
Werner Jülich
Noch ein Satz zu Ihrer Einschätzung, ein Imager ist noch oberhalb vom Scope angesiedelt, auch optisch.
Vielen Dank für die Antworten und die Bildbeispiele bisher! :)
Ursprünglich war das Axio Scope auch als Routine-Mikroskop mit Fotografie-Einrichtung gedacht. Aber mit der Zeit ergeben sich halt andere Ansprüche und Verwendungszwecke. So kann man schnell an die Grenzen kommen.
Ich werde morgen mal weitere Beispiele machen und einmal sämtliche Komponenten auf Fehleinstellung prüfen (irgendwelche Tipps?). Vielleicht können wir so noch etwas mehr heraus holen.
Meine Vermutung ist, das Scope ist OK und Sie verlangen zuviel.
Wenn nicht, sind Ihre Möglichkeiten begrenzt und da sollte der Service dran.
Werner Jülich
Hallo!
ich antworte nochmal, obgleich es natürlich hier jetzt wesentlich Kompetentere gibt ( z.B. Herr Jülich ).
Nur soviel von mir:
@ Herrn Jülich: Andreas schrieb ja auch nur "Königsklasse" - Der Imager ist eben die "Kaiserklasse" ;)
Ansonsten:
1) Das Stativ mag Königklasse sein, aber ein Stativ ist nicht mehr als...ein Stativ! Und wenn sich daran "Durchschnittsoptik" befindet, bekommt man auch nur Durchschnittsqualität.
2) Qualitätsstufe 2 oder 4....was soll man sich darunter vorstellen? Kann man nicht - und deshlab kann ich nur das wiederholen, was auch die japanische Rentnerin vor geraumer Zeit einfach nicht begreifen wollte: Das muss man einfach "mit eigenen Augen" sehen! Sprich, man muss die Objektive selbst vergleichen. Was der Eine kaum sieht, ist für den Anderen ein "Riesenunterschied". Und wenn Du für ein Institut anfragst, dürfte es seitens Zeiss sicher irgendeine Möglichkeit geben, so etwas einmal selbst zu testen.
3) Du bezeichnest die Pflanzenfotos als "flau". Das liegt sicher zum Teil auch an der Kamera. Da das aber fast immer so ist, werden sicherlich gut 99% aller geschossenen Mikrofotos nachbearbeitet. Ich kenne hier im Forum eigentlich nur zwei Leute, von denen es einer nur "sehr sanft" und der andere kategorisch gar nicht macht. Aber zwei oder drei Klicks in PS und Dein Foto wäre tadellos. Ich meine, dass Dein Pflanzenfoto genau so ist, wie man es von einem durchschnittlich guten unbearbeiteten Mikrofoto erwartet.
4) Mich wundert es nicht, wenn ein älteren Nikon mit sehr guter Optik bessere Ergebnisse liefert als ein neueres Axio Scope von Zeiss mit "Durchschnittsoptik".
Nikon ist zwar wenig verbreitet ( in Europ und Deutschland kaum mehr erwähnenswert ), aber es gibt Stimmen, dass die Nikon-Optik die Beste war/ist, die gebaut wurde. Aber wie schon bei VHS und Betamax: Das evtl. Bessere setzt sich nicht immer durch.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Andreas,
willkommen im Club!
Du führst dich als "Neuer" angenehm anders ein, wie mancher andere, der hier nach einigem Ping-Pong dann doch ruppig behandelt wurde, weil nicht belehrbar, oder schlicht schwer von Begriff, das bringt dann auch besonnene Fachleute auf die Palme!
Bei dir ist die Gefahr gering ;)
Ich setze mal voraus, dass die Fotoadaption original Zeiss ist und mit Kameraassistenten herausgesucht?
Wenn sonst alles ok ist, dann können es nur die Objektive sein, wie auch Werner Jülich vermutet.
ZitatIch fürchte aber, dass sich ein Upgrade auf ein Neofluar vielleicht in der Qualität nur geringfügig bemerkbar macht. Was sagen da Eure Erfahrungen?
Das bezweifle ich. Ich hatte gerade von Leica unendliche N-PL mit Planfluotaren und Planapos verglichen - da gehen einem die Augen auf!
Bei Zeiss-unendlich habe ich nur die PlanNeos und PlanApos, die sehr gut sind, aber selbst noch nie ein Achro-Plan gehabt, deshalb kann ich da nichts dazu sagen.
Aber warum gehst du nicht ganz pragmatisch vor und lässt dir ein Vorführ Plan-Neo geben um gegeneinander zu testen. Dann kannst du mit den Ergebnissen auch deinen Finanzjongleur überzeugen. ;)
Hallo Andreas,
erst mal herzlichen Glückwunsch zu dem schönen Axio Scope A1 ;D
Du hast die Kamera mit einem T2-Olympus an dem Zeiss Adapter angeflanscht. Diese Adapterringe sind in ihrer Dicke nicht so präzise gefertigt, wie unsere Optik das gern hätte. Deswegen heisst parfokal nur "in etwa parfokal" - Du musst die Parfokalität mit dem von Dir benutzen T2 Adapter präzise einstellen.
Dazu gehst Du einfach wie folgt vor: benutze einen Computer, schliesse die Canon 5dMk2 an. Benutze ein Objektmikrometer oder eine wirklich ganz dünne Probe. Stelle für die Kamera mittels der Vergrösserungsfunktion Deines Live-Views auf dem Computer scharf. Dann blicke durch die Okulare und verändere die Schärfe über die Dioptrien Einstellung der Okulare. Einstellung, bei der beides perfekt passt, aufschreiben!
Wenn Du danach etwas im Okular scharf hast, ist es auch in der Canon scharf.
Die N-Achroplane sind zwar nicht so auskorrigiert wie ein Plan Neofluar oder ein Plan-Apochromat, aber immer noch sehr gute Objektive - und eben vollkommen unkritisch, was Schichtdichte etc. angeht. Die Tatsache, dass Du im Okular besser siehst als auf dem Bild, entlastet sofort Deine Objektive zu Lasten anderer Faktoren.
Ich benutze auch ein Axio Scope A1, eine Canon 5DMk2 und habe u.A. auch N-Achroplane. Wenn alles scharf ist, dann geben auch die N-Achroplane ein sehr gutes Bild.
Herzliche Grüsse
Eckhard
ZitatWenn alles scharf ist, dann geben auch die N-Achroplane ein sehr gutes Bild.
Ich hatte aber verstanden, das die Parfokalität nicht das eigentliche Problem ist, sondern die Farbsäume, die man auf dem Bild oft besser sieht, als im Okular. Also der Vergleichstest würde klären!
Guten Morgen,
Zitat von: KlausIch hatte aber verstanden, das die Parfokalität nicht das eigentliche Problem ist, sondern die Farbsäume, die man auf dem Bild oft besser sieht, als im Okular.
Im Titel steht: Farbsäume auf Fotos aber
nicht im Okular.
Zitat von: AndreasDa sollten die Komponenten schon aufeinander abgestimmt sein und Abweichungen in der Parfokalität nicht auftreten.
Diese Aussage lässt mich glauben, dass die Parfokalität nicht präzise justiert wurde sondern einfach "angenommen" wurde.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Hallo!
Wenn es nicht nur ein subjektiver Endruck ist und die Farbsäume beim Blick durch das Okular tatsächlich
nicht vorhanden sind, sondern nur auf den Fotos - dann steht Andreas vermutlich vor einem ähnlichen Problem wie ich seinerzeit hier:
Zitathttp://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4785.msg31937#msg31937
Damals hat sich auch nie eine Erklärung für das Phänomen gefunden..... :-\
Mich würde allerdings auch sehr ein Foto eines Objektmikrometers mit Andreas' Setup interessieren.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo und lieber Peter,
schaut Euch doch die Fotos an. Das sind doch nicht die typischen Farbsäume auf Grund einer chromatischen Aberration. Die äußern sich doch dadurch dass eine scharfe kontrastreiche Kante in Regenbogenfarben leuchtet und zwar geschichtet, außen rot und innen blau oder umgekehrt. Das ist hier doch nicht der Fall und deshalb ist es auch mit Deinem damaligen Problem nicht vergleichbar.
Hier beobachten wir Farbspiele in den Objektstrukturen, die mit einem höher korrigierten Objektiv zumindest zum großen Teil verschwinden müssten.
Königsklasse hin oder her: Achroplane sind gute Achromate, nicht mehr, nicht weniger.
Herzliche Grüße
Detlef
Lieber Detlef,
Ich persönlich glaube ( aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen ) auch, dass es einfach ein "Problem" der Objektivklasse ist ( und Andreas vermutlich das Foto wirklich kritischer betrachtet als das Okularbild ) oder der Sensor der Digicam wirklich "empfindlicher" dafür ist als unser Auge(?).
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Eckhard,
ZitatDiese Aussage lässt mich glauben, dass die Parfokalität nicht präzise justiert wurde sondern einfach "angenommen" wurde.
Ich hatte ja schon gefragt, aber noch keine Antwort erhalten:
ist die Adaption original CZ und ist sie konform mit dem Vorschlag von CZ für diese Kamera?[/b]
Wenn das so ist, dann sollte Parfokalität kein Thema sein.
Aber bei der Fehlersuche hat sich die Kombination von Theorie und Test eigentlich immer bewährt. Deshalb nochmal mein Vorschlag: mal ein PlanNeo 40 dagegen testen! Ich würde sogar leihweise eines zur Verfügung stellen. Aber nur, wenn die Adaption original CZ ist!
Hallo!
Hier nochmal ein "quick and dirty"-Vergleich an einem 160 mm-System ( Orthoplan, CP 995 via Periplan 10x/18 Brille adaptiert, Leitz 40 Achromat LE ( vermutlich eine Art "Semiplan" ) vs. Leitz 40 PL Apo:
Meines Erachtens sind es die gleichen Effekte wie bei Andreas:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73183_59737877.jpg)
Ich habe hier an einem Axiostar nur einen Phasen-CP-Achromaten. Immehin unendliche Zeiss-Optik, zwar Phase, aber von der Korrekturlasse dürfte es etwa dem N-Achroplan entsprechen ( was sagen die Zeiss-Kenner dazu? ).
Und wenn ich genau schaue, sehe ich dort exakt die gleichen Farbfehler wie Andreas auch!
Ich persönlich bin mir - wie Detlef - ziemlich sicher, dass die Farbfehler einfach typische Effekte des Objektivs sind.
Hezrliche Grüße
Peter
ZitatIch persönlich bin mir - wie Detlef* - ziemlich sicher, dass die Farbfehler einfach typische Effekte des Objektivs sind.
* und Klaus.... lieber Peter ;) ;)
Qualität hat halt seinen Preis! Fällt mir immer auf, wenn ich das Holzofen-Sauerteigbrot vom Biobäcker kaufe. Schmeckt einfach köstlich gegenüber dem Turbobrot vom Supi-Markt :D
Hallo Klaus,
dazu gab es vor ein paar Wochen im Fernsehen einen tollen Beitrag.
Einige Damen und Herren durften Äpfel verkosten und kamen zu dem Urteil, das die als Bio deklarierten Apfelhälften besser schmeckten.
Mir als altem Chauvinisten hat besonders gut gefallen, dass die Herren in Ihrem Urteil durchaus schwankend, die Damen eindeutig pro Bio waren.
Geschmack ist halt ein komplexes Ding, was natürlich kein Argument pro Fabrikbrot sein sollte.
Soviel zu diesem Thema.
Werner Jülich
Hallo zusammen,
in den Apochromaten stecken wenigstens mehr Linsen, in den Bioäpfeln von meiner Mutter zumindest mehr Würmer (das erhöht wenigstens den Proteingehalt). ;D
Peters V. Vergleichsfotos zeigen recht gut, dass die Farbkorrektur der Apochromate kaum noch Restfehler erkennen lässt. Tatsache ist aber auch, das dieser Fehler
1. sehr vom Objekt abhängt und je nach Anwendung absolut unkritisch sein kann
und
2. im digitalen Foto durch eine simple Nachbearbeitung zum Verschwinden gebracht werden kann.
Durch Beugungs- und Brechungsphänomene an entsprechenden Präparaten (versucht das z.B. mal an dicken Insektenteilen!) wird man immer Farbverzeichnungen erzeugen können, auch wenn moderne Apochromate Farbkorrekturen sogar z.T. außerhalb des sichtbaren Lichts aufweisen (z.B. Nikon Planapochomat 60x).
Herzliche Grüße,
Florian
Hallo.
Ich denke wir sind schon ein großes Stück weiter gekommen. Vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen. :)
Zu den Farbsöumen: Die sind im Okular natürlich auch sichtbar, aber längst nicht so kritisch und störend wie auf dem gemachten Foto. Daher vermutete ich ja eingangs das es womöglich auch die Kamera sein könnte. Ich habe leider keine andere Kamera zur Verfügung. Was die Beleuchtung angeht: Halogen (50W wenn mich nicht alles täuscht).
@ Peter V.: Du schreibst, dass das mit der Unschärfe an der Kamera liegen könnte. Wie kann man sich das vorstellen? Wäre eine kompakte Kamera evtl. besser? Ich habe schon probiert, etwaige Unschärfen durch Spiegelschlag, etc. durch Vorauslösung und Hochklappen des Spiegels (bei LiveView ja automatsch der Fall) zu minimieren.
@ Eckhard: Du schreibst das du auch N-Achroplane an einem Axio Scope verwendest. Wenn du zufällig ein 40x/0.65 hast wäre eine Vergleichsbild toll. So kann ich einschätzen, ob's an mir liegt, einem verstellten Mikroskop (wenn mehrere Leute daran arbeiten kann das schon passieren) oder etwas mit der Optik nicht stimmt (bezweifle ich aber). Falls das Mikroskop verstellt sein sollte, dann lass ich da sowieso den Service ran.
Nun zu meinen Bildern des Objektmikrometers. Da ist ein "no-name" Mikrometer, also kein originaler von Zeiss. Was anderes habe ich nicht gefunden. Ich habe versucht, die Linien genau zu treffen. Wenn ich ein Stückchen davor bin, so verändert sich die Färbe von schwarz nach lila/pink. Fokussiere ich dahinter, so verändert sich die Farbe ins Grünliche. Ich denke das ist normal und hängt mit Lichtbeugung im Objektiv zusammen, welches diese chromatischen Aberrationen nicht ausreichend durch Korrekturlinsen korrigiert? (Ich lass mich da gerne belehren!) Jedenfalls habe ich versucht, genau die Mitte zu treffen, also das die Striche weder pink, noch grün ausschauen. Soweit schaut erstmal alles ganz gut aus. Allerdings ist eine Pflanzen-Probe ja nie so komplett eben wie der Maßstab. Einzelne Strukturen sind immer Bruchteile von µm davor oder dahinter. Und diese erscheinen dann eben lila/grün gefärbt. Mein Kollege meinte das dieses Phänomen auch bei Foto-Objektiven auftritt, die eine hohe Ausgangsöffnung haben. Also habe ich ein wenig im Internet gesucht und einen Testchart dafür gefunden. Das habe ich mit einem älteren 100mm/2,0 Makro-Objektiv für Canon mal ausprobiert und da gibt es auch diese Farbsäume zu erkennen (wenngleich nicht so stark). Diese verschwinden aber wenn ich auf 2,8 abblende. Ich vermute das es sich hier um den gleichen optischen Effekt handelt. Nur erklären kann ich mir das nicht so ganz warum beim Abblenden auf 2,8 diese Farbränder weniger werden.
Bild 1: N-Achroplan 10x/0,25 bei optimaler Aperturblende
Bild 2: N-Achroplan 20x/0,45 bei optimaler Aperturblende
Bild 3: N-Achroplan 40x/0,65 bei optimaler Aperturblende
Bild 4: 100mm Makro mit Canon-Kamera und Testchart
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73196_33333861.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73196_24511035.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73196_65428343.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73196_65316387.jpg)
Hallo Andreas,
Ich habe ein 20x und ein 40x N-Achroplan Phasenkontrast Objektiv. Als 20x hab ich auch das EC-Plan Neofluar und den Plan-Apochromaten. Ich werde mal ein paar Vergleichsaufnahmen machen.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Hallo!
Wenn ich mit die Objektmikrometerbilder so anschaue, sind sie m.E. tadellos bzw. genau so, wie ich sie erwarten würde. Da ist mit Sicherheit nichts am Mikroskop verstellt. Sie sind auch genau so "scharf", wie ich es erwarten würde. Das von Dir geschilderte Verhalten bei Fokussieren der Striche ist übrigens normal.
Das alles vorweg.
Zitat@ Peter V.: Du schreibst, dass das mit der Unschärfe an der Kamera liegen könnte. Wie kann man sich das vorstellen? Wäre eine kompakte Kamera evtl. besser? Ich habe schon probiert, etwaige Unschärfen durch Spiegelschlag, etc. durch Vorauslösung und Hochklappen des Spiegels (bei LiveView ja automatsch der Fall) zu minimieren.
Die Objektmikrometerbilder beweisen doch, dass Du kein "Schärfeproblem" hast! Ich denke, Du erwartet zuviel! Bitte bedenk, dass unser Auge ( oder Gehirn ) sich beim Blick durch das Okular einige Dinge "schön rechnet". Kein Rohbild, gleich welcher Kamera, ist von sich aus so brillant, knackig und scharf wie man es beim Blick durch das Okular erlebt. Man darf einfach nicht den Fehler machen, das Ergebnis des Kamerabildes allein am visuellen Eindruck beim Blick durch das Okular messen zu wollen. Da hat das Rohfoto niemals "Schnitte".
Und auch ein Pflanzenschnitt etc. sieht eben auf einem unbearbeiteten Rohbild so aus, wie es halt bei Dir aussieht. Ob es schärfer ging, weiss ich nicht. Ob Deine Kamera 100% parfokal ist, weiss ich auch nicht. Vermutlich klannst Du das nur mit letzter Sicherheit testen, wenn Du mal das Kamerabild auf einen größeren Fernseher oder via USB/Computer auf einen Monitor leitest, dort die Schärfe optimierst und nachschaust, ob es bei dieser Position dann auch beim Blick durch das Okular scharf ist.
Wenn Du aber die Fokussierung des Objektmikrometers durch das Okular durchgeführt und dann diese Bilder aufgenommen hast, gehe ich davon aus, dass Parfokalität gegeben ist. Denn diese Bilder sind ja m.E. in Ordnung.
Glaub mir: Die ganzen wirklich knackscharfen und kontrastreichen Bilder hier im Forum sind das Ergebnis einer mehr oder weniger aufwändigen Bildnachbearbeitung mit Kontrastanhebung, Erhöhen der Farbsättigung, Nachschärfen etc. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel.
Mein persönliches Fazit lautet: Dein gesamtes System ist o.k., vermutlich auch -soweit beurteilbar - die Parfokalität. Die Farbfehler lassen sich nur durch Verwendung höher korrigierter Objektive ( Plan-Neos, Planapos ) ausmerzen.
Herzliche Grüße
Peter
Danke für die Bilder.
Sie zeigen, dass das Mikroskop bzgl. der Bildqualität in Ordnung ist.
Unterschiede zwischen Auge und Kamera halte ich für normal, da spielen sowohl die eingebauten Japaner eine Rolle als auch der Monitor usw.
Werner Jülich
Gut. Da bin ich schon einmal beruhigt. Also ist es in diesem Falle wohl eher meine subjektiv bessere (vielleicht auch "gewohntere") Wahrnehmung über das Okular was diesen Unterschied ausmacht. Also kann ich alle Komponenten außer der Objektive erst einmal ausschließen. Das ist schön. :)
Kommen wir nun zum Faktor Verbesserung: Vergleichsbilder unterschiedlicher Objektive interessieren mich natürlich brennend, zumal im Speziellen mir es um das fertige Foto (also dem Bild zur Dokumentation) geht und weniger um das Bild im Okular (das ist natürlich auch wichtig, aber momentan bin ich ja zufrieden damit). Nur mit dem Foto-Bild des 40x/0.65 N-Achroplan bin ich unzufrieden. Der Rest ist eigentlich ausreichend.
Ich werde mich auf jeden Fall informieren und versuchen, Probe-Objektive zukommen zu lassen. Ich denke, in der näheren Auswahl stehen das 40x EC-Plan-Neofluar, 40x Plan-Apochromat oder das 63x EC-Plan Neofluar (ohne Immersion). Ersteres ist noch relativ "günstig" während ich mir dort nicht 100%ig sicher sein kann das ich einen großen Qualitätsschub an der Kamera erlebe. Die anderen beiden sind schon eine Investition und müssen reichlich gut begründet sein. Das 63x ist wohl noch am ehesten als Ergänzung dem Geldgeber zu erklären. ;)
Wei auch immer. Ihr habt mir bisher sehr geholfen und über weitere Diskussion zum Thema Farbsäume (gerne auch theoretische/optische Gründe) freue ich mich natürlich sehr.
Hallo Andreas,
an Deiner Stelle würde ich noch in eine ganz andere Richtung denken: z.B. das Objektiv i LCI Plan-Neofluar 25x/0,8 Imm Korr DIC M27. Das ist ein Immersionsobjektiv mit der sagenhaften NA von 0,8, das heißt, Du bekommst im mittleren Vergrößerungsbereich ein knackig scharfes Bild. Eigentlich ein Objektiv, das (fast) alle Probleme erschlägt.
In die gleiche Richtung geht das Objektiv LD LCI Plan-Apochromat 25x/0,8 Imm Korr DIC, halt noch ein wenig besser und teuerer.
Dieses Objektiv Plan-Apochromat 20x/0,8 ist ein Trockenobjektiv mit sonst gleichen Daten und mit 2,8 k€ recht preiswert.
Von 63x Trockenobjektiven rate ich ab, es sei denn die Präparate lassen keine Immersion zu.
Lass Dich in diese Richtungen einmal von Jülich oder einem Zeiss-Spezialisten beraten.
Viel Erfolg,
Detlef
Hallo Peter,
Zitataber es gibt Stimmen, dass die Nikon-Optik die Beste war/ist, die gebaut wurde.
Wo hast du das gehört? Ich habe wirklich keine Erfahrungen mit Nikon, finde es aber interressant. Welche Objektiv Reihe? Auf unseren Marktplatz gibt es nur einem Modell das immer wieder angeboten wird, das Nikon SE mit die Schwarzen Achromate. Beste Grüsse,
Rolf
Detlef: Für die Proben die ich untersuche empfiehlt sich i.d.R. keine Immersion. Außerdem muss es möglichst schnell gehen. (Daran kann ich leider nichts ändern. Manchmal zählt einfach nur der Durchsatz. Ist leider so.) Da sind Trocken-Objektive doch deutlich besser.
Warum rätst du von 63x Objektiven ohne Immersion ab?
Hallo Andreas,
ich mag 63x-Trockenobjektive nicht, weil sie sehr kritisch gegenüber falscher Deckglasdicke bzw. Schichtdicke des Objektes sind. Da Du aber offenbar ein ganz bestimmtes Projekt bearbeitest, wirst Du am besten beurteilen können, wie relevant mein Einwand ist. Aus dem Bauch heraus und ohne Dein spezifisches Projekt zu kennen, würde ich eines dieser hochaperturigen 25x-Trockenobjektive nehmen, am besten in Kombination mit einem Optovar (Vergrößerungswechsler); damit hättest Du alle Optionen für schnellen Durchsatz und gute Auflösung.
Detlef
Hallo!
Gibt es eigentlich für das AxioScope ein Optovar?
@Andreas: Wenn es kein Geheimnis ist, verrat uns doch mal, was genau Du fotografierst und welche Vergrößerung Du dafür benötigst. Vielleicht können wir Dir dann ja besser raten.
In der Tat sind die trockenen 63er bei Vielen nicht sehr beliebt, die Gründe hat Detlef ja schon gesagt. Der Arbeitsabstand ist nicht nur serh gering, auch der Bereich, in elchem fokussiert werden kann, ist klein. Bei etwas "sdickeren" Objekten kommt man da schnell an Grenzen, evtl. kann man tiefere Ebenen gar nicht mehr fokussieren. Es gibt eben kein eierlegendes Wollmilchobjektiv. Immersion ist auch nicht für "schnell gehen". Vermutlich würde ein 40er Neofluar das Richtige für Dich sein.
@ rhamvossen: Natürlich gibt es von Nikon nicht nur das kleine Kursmikroskop SE!! Nikon hat eine große Unendlichreihe genau wie Olympus und Zeiss mit mindestens ebensolchen Preisen, gerade Nikon tummelt sich im Highendsektor und Hochpreissegment. Seltsamerweise haben sie in Deutschland ( und vermutlich Europa insgesamt ) einfach kein "standing". Viele wissen ja noch hier noch nicht einmal um die Existenz von Nikon im Mikroskopbau. Auch zur "schwarzen" Ära gab es schon schöne Nikon-Mikroskope, z.B. diesen Klassiker: http://www.classicoptics.com/polarized-light/nikon/nikonpol.jpg Hier in der biologischen Version: http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.microscopyu.com/museum/images/modelsketrinoc.jpg&imgrefurl=http://www.microscopyu.com/museum/modelske.html&usg=__eYowFgYsSxes00if5Ds8PK3Hzoc=&h=390&w=344&sz=21&hl=de&start=8&zoom=1&tbnid=7vTSg9Xf14M_KM:&tbnh=150&tbnw=132&ei=BZFzToGLGsbKsgaPleidCw&prev=/search%3Fq%3Dold%2Bnikon%2Bmicroscope%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN%26biw%3D982%26bih%3D544%26tbm%3Disch&um=1&itbs=1&biw=982&bih=544&iact=rc&dur=796&page=2&ndsp=10&ved=1t:429,r:3,s:8&tx=68&ty=97
Diese Seite gibt auch einen schönen Überblick über die vrschiedenen Nikon-Mikroskope http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.microscopyu.com/museum/images/modelsketrinoc.jpg&imgrefurl=http://www.microscopyu.com/museum/modelske.html&usg=__eYowFgYsSxes00if5Ds8PK3Hzoc=&h=390&w=344&sz=21&hl=de&start=8&zoom=1&tbnid=7vTSg9Xf14M_KM:&tbnh=150&tbnw=132&ei=BZFzToGLGsbKsgaPleidCw&prev=/search%3Fq%3Dold%2Bnikon%2Bmicroscope%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DN%26biw%3D982%26bih%3D544%26tbm%3Disch&um=1&itbs=1&biw=982&bih=544&iact=rc&dur=796&page=2&ndsp=10&ved=1t:429,r:3,s:8&tx=68&ty=97
Und auch in den letzten 160mm-Jahren produzierte Nikon hervorragende hochwertige und voll ausbaubare Mikroskope incl. DIK, Fluoreszenz und allem Pipapo. ( Labophot, Optiphot ). Nikon ist meines Wissens die einzige Firma, die bereits ( chormatisch, nicht bezüglich Planheit ) voll auskorrigierte Endlichoptik gebaut hat, sodass man bei z.B. der Adaption einer DSLR zumindest bzgl. der Farbkorrektur keine kompensierende Zwischenoptik benötigt.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
ZitatGibt es eigentlich für das AxioScope ein Optovar?
Es gibt Vergrösserungswechsler - aber nur für den Kameraport oder als Reflektormodul. Letzteres kann dann nur ohne ein anderes Reflektormodul benutzt werden - DIC etc. geht dann nicht.
Ich habe 2 verschiedene Okularsätze. Normalerweise sind die 10x Okulare drin, wenn ich mehr erkennen will, werden einfach 16x Okulare eingesetzt. Das ist zwar nicht so komfortabel wie ein Optovar, geht aber auch.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Es gibt zwei Varianten der Nachvergrößerung.
- Optovarmodule im Reflektorrevolver, hier kann es zu Kollisionen mit anderen Modulen kommen.
- Tubuslinsen verschiedener Vergrößerung im Tubuslinsenrevolver.
Und nicht zu vergessen die für diesen Zweck durchaus brauchbaren Okulare mit höheren Vergrößerungen.
Man hat beim Axio Scope.A1 die Wahl.
Werner Jülich
@ Peter V
ZitatNatürlich gibt es von Nikon nicht nur das kleine Kursmikroskop SE!!
Das war mir natürlich klar. Es fällt mir nur auf das auf der Gebrauchsmarkt die Nikon Mikroskope nicht häufig sind. Das über den ganz korrigierten Objektive war mir auch bekannt. Ich war nur neugerig ob diese Objektive wirklich das beste von das beste sein sollte, und ob es um einen speziellen Objektiv Reihe ging. Lohnt es sich zum Beispiel um mit diese völlig korrigierten Objektive zu arbeiten in die Fotografie, also ohne Okular zu arbeiten? Und brauchen die einfache schwarzen Achromate von das SE auch keinen Okular Korrektion? Beste Grüsse,
Rolf
Zitat von: Andreas F. in September 16, 2011, 12:56:17 NACHMITTAGS
Mein Kollege meinte das dieses Phänomen auch bei Foto-Objektiven auftritt, die eine hohe Ausgangsöffnung haben. Also habe ich ein wenig im Internet gesucht und einen Testchart dafür gefunden. Das habe ich mit einem älteren 100mm/2,0 Makro-Objektiv für Canon mal ausprobiert und da gibt es auch diese Farbsäume zu erkennen (wenngleich nicht so stark). Diese verschwinden aber wenn ich auf 2,8 abblende. Ich vermute das es sich hier um den gleichen optischen Effekt handelt. Nur erklären kann ich mir das nicht so ganz warum beim Abblenden auf 2,8 diese Farbränder weniger werden.
Hallo Andreas,
Auch ich bin neu hier in dem Forum! Ich sah eben Deinen Beitrag und las erstmal eine Weile die Komentare zu Deiner Ausgangsfrage. Ich bin sehr mit Fotografie bewandert und kenne mich daher mit Optik etwas aus. Was Du im o.g. Zitat beschreibst, ist ein oft vorkommendes Problem in der Fotografie, selbst bei sehr hochwertigen Objektiven, gerade bei den "fast lenses", also Objektiven mit weiter Oeffnung. Mein Canon 85 mm f1.8 zeigt auch haeufig chromatische Aberrationen bei Blendenzahlen f1.8 bis f2.0. Wenn Du ein solches Objektiv auf f2.8 schliesst, also eine Blendenstopp/stufe wie bei Deinem Makro, werden die einfallenden Lichtbuendel nicht mehr so stark gebogen an den Raendern wie bei offener Blende. Heutzutage kann man diese violetten Aberrationen ganz einfach vermeiden mit der Nachbearbeitung in DPP (Canons freier Digital Professional Pro Software) oder anderen Bildbearbeitungsprogrammen.
Ich sehe diese chromatischen Aberrationen auch bei meinen Microplanobjektiven, insbesondere bei hoeheren Vergroesserungen. Ich empfehle Dir, einfach in einem Bildbearbeitungsprogramm diese chromatischen Aberrationen automatisch in einem Schritt zu entfernen.
Nochmal zurueck zur Fotografie: heutzutage werden sehr teure Objektive, gerade im Weitwinkelbereich und mit kleiner Blendenzahl so konstruiert, dass man die Vorderlinse mehrfach beschichtet, z.T. mit Nanomaterialien. Diese beugen das Licht da bereits in einer Weise, dass diese Aberrationen fast komplett vermieden werden im Bild.
Hallo Microflash,
Sie schreiben, Zitat:
"Nochmal zurueck zur Fotografie: heutzutage werden sehr teure Objektive, gerade im Weitwinkelbereich und mit kleiner Blendenzahl so konstruiert, dass man die Vorderlinse mehrfach beschichtet, z.T. mit Nanomaterialien. Diese beugen das Licht da bereits in einer Weise, dass diese Aberrationen fast komplett vermieden werden im Bild."
Dieser Zusammenhang ist mir nicht klar, können Sie dazu mal eine Literaturstelle nennen?
Danke.
Werner Jülich
Ob ich wirklich Optovarmodule im Reflektorrevolver einsetzen kann, da zweifle ich ein wenig dran. Das geht vermutlich so ohne weiteres nicht. Da ist sicherlich ein Großteil des Tubus auszutauschen, da wir nur die Grundvariante ohne Revolver hier haben.
Die zweite Möglichkeit, Tubuslinsen verschiedener Vergrößerung im Tubuslinsenrevolver einzusetzen, ist da um einiges einfacher und auch kostensparender. Doch ich muss gestehen, dass ich im Zeiss-Webshop nichts finde. ??? Oder gibt es dafür Dritthersteller? Ich kenne das noch von einem anderen Mikroskop, wo man solche Linsen (ich nenne die einfach mal "Vergrößerungslinsen") nach Bedarf in den Strahlengang zum Okular einschieben konnte und statt 10x, 20x erreichen konnte. Sowas macht aber nur Sinn wenn es qualitativ hochwertig ist. Für die Schärfe/Kontrast wird das vermutlich auch nicht förderlich sein?
Zu den Objektiven: Vielen Dank für den Tipp mit dem 63x und dem geringen Abstand! Das habe ich glatt übersehen. Genau das könnte tatsächlich zum Problem werden. Ich bearbeite hier im Moment Proben von Kulturpflanzen mit Krankheiten. Ein Stängelquerschnitt reicht oft schon aus (2,5x-5x). Aber für bestimmte Pilzkrankheiten benötigt man 40x, um erkennen zu können, um was es sich genau handelt. Mehr möchte ich hier jedoch nicht sagen, schließlich ist das Forum offen und jeder kann mitlesen. :)
Optovare.
Werden in den Reflektorrevolver 4x/6x oder den Reflektorschieber 2x eingesetzt. Funktionieren logischerweise dann und nur dann, wenn nicht gleichzeitig ein anderes Modul benötigt wird, weil z.B. Auflichtkontrastverfahren genutzt werden.
Sind verfügbar in den Größen 1,25x/1,6x/2,5x und logischerwesie nur für Durchlicht.
Können bei Ihrem Axio Scope.A1 eingesetzt werden, es sollte eine Bedienungsanleitung vorhanden sein, zugegeben unsportlich aber wer will der kann.
Tubuslinsen.
Serienmäßig wird die, ich sollte genauer schreiben, eine Tubuslinse mit dem Vergrößerungsfaktor 1x geliefert.
Alternativ sind für den Imager/bzw. das Axio Scope.A1 verschiedene Tubuslinsen lieferbar zusätzlich zu der vorhandenen mit Vergrößerungsfaktoren 1,25/1,56/2,5/4,0x
Tubuslinsen können natürlich auch bei Auflichtbeleuchtung verwendet werden.
Aber! Hier gibt es Einschränkungen bei der Auswahl der Binotuben, es können nur 5 oder 6 von verfügbaren > 10 Binotuben verwendet werden, das soltte man vorher klären. Es können keine 10x/25 Okulare verwendet werden.
Es gibt einen Tubuslinsenrevolver 3fach.
Wie bereits von Dr. Kramer und anderen vorgeschlagen, sollten Sie einmal über das 20x/0,80 PlanApo nachdenken. Dieses Objektiv ist nicht so teuer und es ist inzwischen nicht nur bei uns das meistverkaufte 20er Objektiv am Scope und am Imager.
Dann und nur dann rechtfertigt sich auch der Einsatz ihrer Kamera, die in Kombination mit Ihrer aktuellen Ausstattung monströs überdimensioniert ist.
Werner Jülich
Zeiss Partner / Gold Status
Hallo Andreas,
meine Erfahrung beschränkt sich auf die Endlich-Optik. Ich mikroskopiere sehr viel Pflanzenmaterial und hier bringen die Objektive 10x, 16x, 20x und 25x vom Typ Neofluar wirklich eine eindrückliche Leistung. Ich würde das oben empfohlene Objektiv unbedingt für deinen Anwendungsbereich testen.
@ Alle:
Nikon Mikroskope mit Endlich-Optik kenne ich persönlich. Sie sind grundsolide gebaut. Die Optik (noch vor der 45mm Zeit!) gibt ein sehr gutes und angenehmes Bild. Nikon baut hervorragende Mess-Mikroskope. Die Angebote von Nikon ( Fotografie, Mikroskopie) sind in der Schweiz eher im oberen Preisbereich zu finden.
Gruss Arnold Büschlen
Hallo.
Der Grund warum wir eine Spiegelreflexkamera am Mikroskop einsetzen ist einfach der, dass diese ursprünglich für Makro-Aufnahmen angeschafft wurde und nachträglich das Mikroskop darauf umgerüstet wurde, damit man für mehrere Zwecke nur eine Kamera einzusetzen braucht.
Ich muss zugeben, dass die Variante mit Plan-Apochromaten 20x/0,80 sehr elegant ist. Mit 2,5x-Modul käme ich dann auch auf ungefähr 50x, was mir sehr zusagt, da 40x mir oft ein Stückchen zu wenig sind.
Wie auch immer. Nun habe ich viele Möglichkeiten mit eigenen Vor- und Nachteilen. Zuhause habe ich nur das englische Manual. Eine letzte Frage dazu noch, bevor das hier in ein Verkaufsgespräch mündet (wofür das die falsche Stelle ist und zweitens auch noch etwas zu früh): Welches der beiden Varianten (Optovar vs. Tubuslinse) ist qualitativ besser? Oder gibt sich das nichts? Im Zeiss-Shop steht, dass der Tubuslinsenwechsler nur für Kameras mit einer Sensordiagonale von 11mm funktioniert. Das würde dann ja für eine Spiegelreflex schon einmal ausfallen?
Viele Grüße und vielen Dank für die tolle Beratung hier!
Zitat von: Werner Jülich in September 17, 2011, 07:52:10 VORMITTAG
Hallo Microflash,
Sie schreiben, Zitat:
"Nochmal zurueck zur Fotografie: heutzutage werden sehr teure Objektive, gerade im Weitwinkelbereich und mit kleiner Blendenzahl so konstruiert, dass man die Vorderlinse mehrfach beschichtet, z.T. mit Nanomaterialien. Diese beugen das Licht da bereits in einer Weise, dass diese Aberrationen fast komplett vermieden werden im Bild."
Dieser Zusammenhang ist mir nicht klar, können Sie dazu mal eine Literaturstelle nennen?
Danke.
Werner Jülich
Hallo Werner,
Gerne, die Informationen sind natuerlich im Detail nicht oeffentlich zugaenglich, aber man findet z.T. brauchbare Presseinformationen darueber, sowohl Canon als auch Nikon (und sicherlich auch andere Objektivhersteller) nutzen mittlerweile diese Technologie:
http://imaging.nikon.com/history/scenes/20/
Mit besten Gruessen,
Martin
Hallo,
ich habe heute Nachmittag ein paar Vergleichsbilder gemacht. Mir ging es darum, die Farbwiedergabe und die chromatische Aberration zu vergleichen. Sicherlich gibt es professionellere Testverfahren und bessere Motive aber ich denke, das Ergebnis ist trotzdem interessant - obwohl der Archomat sogar noch ein Phasenkontrastobjektiv ist.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73302_41180329.jpg)
N-Achroplan Phase 20x
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73302_10671899.jpg)
N-Achroplan Phase 20x, Crop
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73302_34894685.jpg)
EC Plan Neofluar 20x
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73302_21395978.jpg)
EC Plan Neofluar 20x, Crop
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73302_4819873.jpg)
Plan Apochromat 20x
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73302_63397067.jpg)
Plan Apochromat 20x, Crop
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73302_49142938.jpg)
N-Achroplan
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73302_1594567.jpg)
EC Plan Neofluar
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73302_65377266.jpg)
Plan Apochromat
Nachbearbeitung: Helligkeit angehoben bei N-Achroplan und EC Plan Neofluar zum Ausgleich der unterschiedlichen numerischen Aperturen, identischer Weissabgleich.
Sicherlich zeigt der Diatomeen Test die Überlegenheit der höherwertigen Objektive. Aber Abbildungsfehler, wie die von Andreas gezeigten, sind nicht vorhanden.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Hallo Eckhard.
Vielen Dank für die Fotos. Ich habe die Diatomeenplatte jetzt einmal zum Vergleich mit meinem N-Achroplan 20x fotografiert. Und da sind diese Farbsäume stärker zu sehen als bei dir. Liegt's noch doch am Mikroskop oder am Präparat? ???
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73444_1238279.jpg)
N-Achroplan 20x/0,45
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/73444_50769462.jpg)
100% Ansicht
PS: Werde die nächsten Tage mal zwei oder drei Kostenvoranschläge machen. Entweder die Lösung mit 20x Apochromat und Optovar (Tubuslinse geht vermutlich nicht, da müsste ich noch den Service anrufen ???), oder ein 40x Neofluar/Apochromat ohne zusätzliche Linsen.
PPS: Sehr toll wie mir hier geholfen wurde und wieviel Mühe ihr Euch gemacht habt!
Hallo Andreas,
ich freue mich schon auf den nächsten Thread: Farbsäume beim Apochromaten ;D ;D ;D
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: die von Dir gezeigten Farbsäume werden nicht durch das Objektiv verursacht. Ich kann Dir nur empfehlen, erst Dein Problem zu lösen und dann nach einer Verbesserung Ausschau zu halten.
Was steht denn für eine Nummer auf dem Zeiss Kamera Adapter? Kannst Du davon mal ein Foto machen? Du hast einen anderen Fehler in Deiner optischen Kette. Ich kann das nicht durch das Betrachten des Bildes erkennen. Aber wenn Du mir Deine Nummer als private Mitteilung schickst, rufe ich Dich an und wir gehen die Einstellungen des Mikroskops, von der Lampe bis zum Kameraadapter, mal zusammen durch.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Hallo Eckhard.
Vielen Dank für das Angebot. Aber für sowas ist der Service da. Den werde ich mal anrufen und dann sollen die jemanden vorbei schicken. Schließlich wird für sowas auch gezahlt. Adapter sind die Standard: Also 60N-T2, T2-T2 2,5x SLR (darunter steht vermutlich die Seriennummer (beginnt mit 42xxxx)) und schließlich T2-Canon.
Könnte das auch am Kondensor liegen? Im Mikroskop ist nur der normale drin und kein achromatischer.
Viele Grüße
Hallo Andreas,
das muss die 42 61 16 sein. Und das ist nicht die Seriennummer, sonder die Teile Nummer bei Zeiss.
ZitatKönnte das auch am Kondensor liegen? Im Mikroskop ist nur der normale drin und kein achromatischer.
Ich denke nicht. Melde Dich doch mal und sag uns, was der Zeiss Service gesagt hat.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Hallo Eckhard.
Ich hatte ganz vergessen, das Fazit zu liefern. Das hole ich nun mal nach.
Die Farbsäume sind schlichtweg "normal" für N-Achroplans. Hinzu kommt das wir da eine 5D mark II adaptiert haben, die gnadenlos alle Details auflöst. Solche Details sind über das Okular gar nicht erkennbar, dort sieht man ja nur eine extrem verkleinerte Version wenn man das mal mit der 100%-Ansicht eines 21 Megapixel-Bildes vergleicht. Was 8 Megapixel Ausgabegröße angeht (das ist momentan der Standard bei Drucken in Zeitschriften), so soll das auch nicht viel schlimmer sein als mit einer Kompaktkamera, die allerdings nicht so hoch auflösende Bilder mit so viel Schärfe bringt. Ein Flaschenhals könnte der T2-Adapter sein (Teilenummer 426116). Da müsste man dann auf Dritthersteller ausweichen, da Zeiss nur die eine Version anbietet. Ob die besser sind weiß ich allerdings nicht, da unser Service nur Zeiss-Komponenten anbietet. (Das ist aber bald hinfällig da ich mich evtl. selbständig mache und das Mikroskop mitnehme.)
Der Kondensor ist's jedenfalls nicht. Den habe ich vor kurzem ausgetauscht. Und da gibt es (außer an den Ecken) kaum Unterschiede.