Hallo!
Ebenfalls eine Rarität in Europa: das Mikroskop des Rechtmediziners Quincy. In den Staaten ist es wohl recht verbreitet oder verbreitet gewesen.
Hier ein recht umfangreiche Website dazu - ein wahre Fundgrube!
Spencer / American Optical ( die später auch zum dem großen Konglomerat Reichert/Leica/Bausch u. Lomb und und und... gehörten.
http://www.xmission.com/~psneeley/Personal/Microscope.htm
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
vielen Dank für den Link - ein AO Series 10 mit Diskussionsbrücke habe ich mir vor Jahren im Angedenken an den Beinahe-Kollegen Quincy (der ist ja eigentlich Rechtsmediziner und nicht Pathologe) gekauft.
Erwähnenswert ist vielleicht, dass diese Mikroskope eine unendliche Tubuslänge haben, was eine Voraussetzung für den ungewöhnlichen Fokussiermechanismus ist, bei dem weder der Tubus noch der Tisch sondern der Revolver gehoben oder gesenkt wird. Die schrullge Form gibt dem Mikroskop dazu einen gewissen ästhetischen Charme.
Absolut unbekannt sind diese Mikroskope in Europa allerdings auch nicht, da z.B. das MicroStar IV unter dem Label Reichert-Jung mit allerdings nur mäßigem Erfolg verkauft wurde, andere Modelle wurden nach Bildung des Leica-Großkonzerns mit dem Firmenlogo "Leica" geadelt.
Herzliche Grüße,
Florian
Lieber Florian,
in diesen Jahren gab es offenbar ein wildes Mischmasch der Markennamen und miteinander kombinierten Technologien in dem Leica/Reichert/BauschundLomb/AO-Spencer/Wild-Konglomerat. Den ungewöhnlichen Fokussierungsmechanismus haben auch das ATC 2000, ein Leica-gelabeltes Kursmikroskop wie auch das unter dem Markennamen Reichert verkaufte "Diastar". Manchmal hat man den Eindruck, dass hier immer wieder verschiedene Komponenten der ehemalig selbstständigen Hersteller miteinander "gekreuzt" wurden. So sieht man dem Diastar-Stativ seine Reichert-Gene deutlich an, jedoch mit der Fokussierungstechnologie von AO/Spencer.
Schade, dass man über diese ganzen Ent- und Verwicklungen nur wenig im Zusammenhang erfahren kann.
Herzliche Grüße
Peter
PS: Noch ein nicht ganz uninteressanter Link:
http://www.martinmicroscope.com
ZitatErwähnenswert ist vielleicht, dass diese Mikroskope eine unendliche Tubuslänge haben, was eine Voraussetzung für den ungewöhnlichen Fokussiermechanismus ist, bei dem weder der Tubus noch der Tisch sondern der Revolver gehoben oder gesenkt wird.
Das verstehe ich nicht ganz.
Theoretisch schon, aber das Zeiss KM hat doch auch diese Art der Fokussierung, und das noch 160mm Tubuslänge.
Oder funktioniert das dort anders?
Gruß
Robert
Lieber Robert,
zum KM kann ich leider nichts Gescheites beisteuern, zumal ich bis eben nicht wusste, dass auch bei diesem über den Revolver fokussiert wird.
Beim AO sind die Objektive jedenfalls als unendlich markiert, und das Bild wird entsprechend beim Fokussieren auch nicht größer oder kleiner.
Herzliche Grüße,
Florian