Hallo,
Ich sehe zunehmend dass viele auf LED umsteigen. Welchen Vorteil bietet LED gegenüber einer Halogen Leuchte? Mir geht es weniger um die Lebensdauer oder den Preis, sondern vielmehr um die Leistungsqualität, Farbtemperatur etc.
Danke schon mal im Voraus!
Hallo!
Ganz knapp:
Vorteile der LED gegenüber Halogen:
- längere Lebensdauer
- geringere Wärmestrahlung
- hohe Lichtleistung
- konstante Farbtemepertur bei unterschiedlichen Helligkeiten
Nachteile der LED gegenüber der Halogen:
- kein komplettes Sonnenlichtspektrum
Dieser Nachteil ist eigentlich auch der einzige Nachteil. Er betrifft aber auch noch die weissen LEDs der neuesten Generationen. Die Farbtemperatur ist heute relativ frei wählbar, sogar ein halogen- oder glühlampenartiges gelblich-warmes Weißlicht ist kein problem. Nichts desto trotz fehlen den weissen LEDs einfach Farben im Spektrum. Ohne den direkten Vergleich zu Halogen bemerkt man es kaum, im direkten Vergleich fällt aber deutlich auf, dass bei gefärbten Objekten ( Pfanzenschnitte, tierische histolog. Präparate ) die Farben deutlich weniger "lebhaft", insgesamt oft etwas "fahler" wirken und man einfach "weniger Farben" sieht bzw. diese etwas verfälscht wiedergegeben werden.
Das ist auch der Gund, warum ( meines Wissens, evtl. belehert uns Herr Jülich eines Besseren ) Pathologen weiterhin Halogen bevorzugen.
Auch ich sehe daher (noch) keinen Grund, von einer ausreichend hellen ( z.B. 100 W ) Halogenleuchte auf LED umzuschwenken.
Anders sieht es aus, wenn man ein altes Mikroskop mit "Glühlampenfunzel" oder 10 W Halogen auf LED umbaut - da geht die Sonne auf!
Letztlich muss bei der Entscheidung Halogen vs. LED jeder seine eigene Abwägung treffen.
Herzliche Güße
Peter
Hallo Peter,
Bin selbst in der Pathologie tätig und wir verwenden ausschließlich Halogen Lampen, hatte deshalb noch nicht die Möglichkeit zwischen LED und Halogen selbst zu vergleichen. Deine Antwort war aber diesbezüglich sehr hilfreich. Vielen Dank!
Noch einen schönen Abend!
Lieber Peter Voigt,
ich habe einmal nachgesehen, von den an Pathologen, Dermopathologen und Onkologen ausgelieferten Zeiss Axio Scope.A1 oder Imager war ein einziges mit einem LED-Stativ ausgerüstet, es wird auch nicht viel anders, wenn man die anderen Fachrichtungen einmal kontrolliert, HAl wird klar bevorzugt.
Wo sich mehr getan hat, ist die Auflichtfluoreszenz, da greifen etwa 1 von 4 Medizinern inzwischen zur LED-Lösung.
Mediziner sind halt vorsichtige Leute.
Werner Jülich
Hallo
wie schaut es eigentlich betreffend Netzhautschäden aus, wenn man ein altes Mikroskop auf LED umrüsten möchte?? Wenn man starke LEDs kauft wird auf diese Gefahr hingewiesen ( z.b Conrad Elektronik). Bei konventionellen Leuchtmitteln scheint es kein Thema zu sein.
Natürlich ist eine Schädigung der Augen auch bei konventionellen Leuchtmitteln möglich. Betrachten sie einmal die spektrale Verteilung einer großen Halogenlampe.
Darauf wird aber bei der Einweisung hingewiesen, konkret: das IR-Sperrfilter nicht auszubauen.
Ich kann mir Fälle vorstellen, in denen Amateure da etwas leichtsinniger sind. Daher der Hinweis.
Werner Jülich
Hallo.
Ich wollte keinen neuen Thread aufmachen. Aber vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen, daß Halogenbeleuchtungen zumindest für lebende Objekte negativ sein könn(t)en. Nach dem Putzen meines CZ West Standard 14 wollte ich meine Bemühungen überprüfen. Mangels Objekt griff ich kurzerhand zu einer durchsichtigen Plastiktüte mit Aufschrift. Nach recht kurzer Zeit schmolz das Plastik unter dem Mikroskop dahin und die Schrift zerfloß.
https://www.youtube.com/watch?v=T8SeXflWRVk
Nun frage Ich mich. Das kann doch z.B. für Plankton nicht gesund sein, wenn die Tierchen langsam gekocht werden? Müsste nicht jedes Mikroskop mit Halogenbeleuchtung unbedingt einen entsprechenden Filter besitzen?
Liebe Grüße Jorrit.
Zitat von: the_playstation in August 12, 2014, 23:05:01 NACHMITTAGS
Nun frage Ich mich. Das kann doch z.B. für Plankton nicht gesund sein, wenn die Tierchen langsam gekocht werden? Müsste nicht jedes Mikroskop mit Halogenbeleuchtung unbedingt einen entsprechenden Filter besitzen?
plankton is ja zum glück wassergekühlt ;)
und es is auch gut möglich das deine plastikfolie extrem viel wärmestrahlung absorbiert hat (da gibts durchaus durchsichtige kunststoffe die da nix durchlassen)
mich hats aber irrsinnig gefreut das ich seit meinem led-umbau kaum noch wasser nachtropfen musss ;)
Hallo erstmal,
als "Traditionalist, welcher nur Halogen einsetzt habe ich alle Geräte mit Sperrfiltern ausgerüstet; seitdem gibts auch bei Plankton keine Probleme (mit der Netzhaut auch nicht :-) )
Grüße
Wolfgang
Hallo zusammen,
die Wärmeentwicklung meiner 75 Watt Halogenbeleuchtung am Leitz Panphot habe ich einmal mit dem Finger im Brennpunkt des Hellfeldkondensors überprüft. Es war dort so heiß, dass ich mir fast eine Brandblase geholt habe.
Seitdem betreibe ich das Mikroskop nur noch mit einem IR-Sperrfilter, der sich beim Mikroskopieren ordentlich aufwärmt.
Viele Grüße
Detlef
Danke Detlef, Wolfgang und smashIt.
Ich denke auch, daß man unbedingt IR-Sperrfilter verbauen sollte. Und die Farbtemperaturverschiebung könnte man durch Graufilter beheben.
Ehrlich gesagt war mir der Sinn von Graufiltern am Anfang etwas unverständlich. Die Folie hatte Ich mit Edding bemalt, damit der Effekt besser zur Geltung kommt.
Liebe Grüße an Alle, Jorrit.
Hallo.
Vieleicht ein Mißverständnis. Wenn Ich die Helligkeit per Graufilter runterregel, muß Ich Sie nicht über den Strom (Poti) der Glühlampe regeln, was eine Drift der Farbtemperatur zur Folge hätte. Von daher hilft der Graufilter, die Farbtemperatur konstant zu halten.
Liebe Grüße Jorrit.
Zitat von: the_playstation in August 13, 2014, 18:19:31 NACHMITTAGSUnd die Farbtemperaturverschiebung könnte man durch Graufilter beheben.
ZitatVieleicht ein Mißverständnis.
Ich halte das nicht für ein Missverständnis (mit vier "s"): Eine Farbtemperaturverschiebung kann man durch Graufilter in keinem Fall beheben. Das ist kein Missverständnis, sondern dummes Zeug.
Wir hatten gerade erst eine intensive Diskussion um sprachliche Form, Schönheit und INHALT. In den Wind gesprochen? (Zitat: Gunther Chmela)
Entgeisterte Grüße
Thomas
Zitat
Und die Farbtemperaturverschiebung könnte man durch Graufilter beheben.
Doch, Jorrit hat absolut recht.
Will man bei einer gegebenen Halogenbeleuchtung die Helligkeit verringern, so kann man:
a) Die Spannung reduzieren, was zu einer Verschiebung der Farbtemperatur fuehrt
b) Einen Graufilter einsetzen, der im besten Fall die Farbtemperatur unveraendert laesst.
Also
Zitat von: the_playstation in August 13, 2014, 18:19:31 NACHMITTAGS
Das Problem der Farbtemperaturverschiebung bei Halogenbeleuchtung könnte man durch Nutzung eines Graufilters loesen.
P.S.: Falsche Aussprache dagegen kann tödlich sein. https://www.youtube.com/watch?v=c3y0CD2CoCs
Zitat von: JB in August 14, 2014, 02:33:30 VORMITTAG
Will man bei einer gegebenen Halogenbeleuchtung die Helligkeit verringern, so kann man:
nicht nur halogen
auch weisse leds haben eine verschiebung ins gelbe wenn man sie über den strom regelt
Hallo,
es geht um sprachliche Korrektheit:
"Eine Farbtemperaturverschiebung kann man durch Graufilter in keinem Fall beheben. Das ist kein Missverständnis, sondern dummes Zeug."
Hier hat Thomas recht: Wird eine Halogenbeleuchtung gedimmt, um die Helligkeit zu reduzieren, ist eine Farbtemperaturverschiebung bereits eingetreten. Diese wird durch ein Graufilter nachträglich nicht "geheilt" bzw. behoben. Gott Lob verkraftet die menschliche Kommunikation auch solche sprachlichen Verzerrungen und Inkorrektheiten.
Gruß
Peter
Hallo,
vielleicht sollten wir das Forum umbenennen und ein Sprach-Forum daraus machen?
Jorrit hat sich tatsächlich nur sehr schlecht ausgedrückt, nach dem ersten Aufbrausen kommt man schon darauf, was er eigentlich sagen wollte.
Da alle gerade Korithen kacken: Wer sich mal die Filterkurven von Graufiltern ansieht wird feststellen, dass Graufilter sehr wohl eine Farbkorrektur vornehmen. Leider sind weder Schott- noch Hoya-Filter wirklich "grau" im physikalischem Sinne.
Gruss,
Stefan
Hallo Stefan,
habe mich auch schon gewundert, Mikroskopie scheint z.Z. von Germanistik und Erbsenzählerei abgelöst worden zu sein. Das derzeit übliche Korrigieren und Analysieren bestimmter Beiträge nervt (zumindest mich).
Auch ich nutze Graufilter, um Farbtemperaturunterschiede zu mildern und weil meine LED beim 2,5er Objektiv schlicht zu hell ist und sich nicht weit genug dimmen lässt.
PS:
Ich bin kein Smartphone-Nutzer, musste aber in den vergangenen Tagen erkennen, dass es (für mich) fast unmöglich ist, mit den Dingern einen korrekten Text zu schreiben, denn meine Pranken sind zu groß für diese Minitastaturen.
Wer gutes Deutsch lesen möchte, sollte sich vielleicht besser ein Mikroskopie-Buch oder "Die Zeit" kaufen.
Wenn dort dann Fehler entdeckt werden, schreibt ihr dann an die Redaktion? Oder werden diese Fehler in dem teuer bezahlten Produkt dann hingenommen? (Ich nehme sie hin, spiele aber auch nicht den Deutschlehrer)
Hallo an Alle.
Danke JB.
Peter:
"geheilt" kann und muß eine Farbtemperaturverschiebung sicherlich nicht werden.
Mich wundert es, daß sich Niemand über das Wort "regeln" im Kontext mit Graufiltern aufgeregt hat. Ich frage mich ernsthaft, ob dieses Forum ein Mikroskopie-Forum ist?
Des lieben Friedens um die sprachliche Auslegung wegen:
Die Nutzung von Graufiltern kann den Gebrauch der Regelung für die Helligkeit verhindern, die eine Farbtemperaturänderung zur Folge hätte.
Jorrit:
ZitatUnd die Farbtemperaturverschiebung könnte man durch Graufilter beheben.
"beheben" ist sicherlich falsch gewesen. "verhindern" schon besser.
Ich hoffe, es konnte trotzdem Jeder ruhig schlafen.
LG Jorrit
jetzt darf sich jeder der streithähne aussucchen was auf ihn zutrifft ;)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/155014_19585714.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/155014_53582798.jpg)
Hallo Jorrit,
wenn wir schon beim Erbsen zählen sind (es geht jetzt nicht um Rechtschreibung, da sollte jeder seine Fehler machen dürfen):
Du verwendest den Fachbegriff "regeln" schon wieder im falschen Zusammenhang. Nach dem grandiosen Satz
ZitatWenn Ich die Helligkeit per Graufilter runterregel, muß Ich Sie nicht über den Strom (Poti) der Glühlampe regeln
folgt trotz Deiner scheinbaren Einsicht nur wenig besser
ZitatDie Nutzung von Graufiltern kann den Gebrauch der Regelung für die Helligkeit verhindern, die eine Farbtemperaturänderung zur Folge hätte.
die Helligkeit wird in fast allen Beleuchtungssystemen nicht geregelt sondern nur gestellt. Da solltest Du dich mal über die einschlägigen Fachbegriffe informieren. ;)
Hubert
Hallo Hubert,
nachdem wir den Wagnerschen Beckmesser rehabilitiert haben, darf ich dann auch (noch) mal:
Generell würde man alltagssprachlich eher nicht davon sprechen, "die Helligkeit von Beleuchtigungssystemen zu stellen"; es gibt die "Schalterstellung" und mit einem Schalter stellt man den Strom an oder aus bzw. dimmt ihn und stellt damit die Helligkeit von Beleuchtungssystemen ein. Bei einem Graufilter würde ich davon sprechen, dass er die Helligkeit eines Beleuchtungssystems dämpft.
So oder so wissen wir ab meistens, was andere uns sagen wollen.
Weiterhin gutes, erfolgreiches Beckmessern
Peter
Hallo Peter,
vollkommen richtig, alltagsprachlich wird weniger von stellen gesprochen. Es gibt ja auch entsprechende Begriffe wie dimmen u.a. Aber regeln ist nun mal ein spezieller Fachbegriff, der zumindest von "Fachleuten" richtig verwendet werden sollte.
Hubert
jetzt darf ich aber auch mal :D
Zitat von: Lupus in August 14, 2014, 13:46:17 NACHMITTAGS
Aber regeln ist nun mal ein spezieller Fachbegriff, der zumindest von "Fachleuten" richtig verwendet werden sollte.
das mikroskop liefert licht
das auge setzt es in ein elektro-chemisches signal um
das gehirn vergleicht dieses signal mit einem internen sollwert
und entsprechend der differenz dreht/schiebt die hand danach am poti
worauf das mirkoskop eine neue lichtmenge ins auge wirft
muss ich dir den regelkreis aufzeichnen?
Hallo, liebe Leute,
ich diskutiere auch gerne über Sprache, Rechtschreibung etc. - allerdings eher im Allgemeinen und nicht an konkreten Beispielen unserer Foristen!!! Und bitte im Cafe.
Im Alltagsdeutsch erlaubt sich (fast ;)) jeder von uns mehr oder weniger große sprachliche Unkorrektheiten und vielleicht auch mal den einen oder anderen Rechtschreibfehler.
Beiträge von anderen Nutzern - mit denen man aus vermutlich anderen Gründen nicht so "grün" ist - darauf hin zu sezieren, halte ich für ungehörig! Insofern muss ich Hugo Halfmann absolut Recht geben. Gerne können wir uns hier fachlich auseinandersetzen, aber nach Life-of-Brian-Manier ("Er hat Jehova gesagt! Steinigt ihn") nach der fälschlichen Verwendung des Wortes "regeln" zu suchen oder beispielsweise einen "Schraubenzieher" als klassisches Beispiel einer solchen Unkorrektheit anzumerken, halt ich für inadäquat. Ich habe selbst keine Lust, mir bei einem Posting jedes Wort auf die Goldwaage legen zu lassen!!!
Sicher gibt es Grenzen der "Sprachverhunzung", die nur schwer kommentarlos zu ertragen sind. Was allerdings die letzten Threads, in denen so etwas angemäkelt wurde, betrifft, sehe ich diese Grenzen bei Weitem nicht erreicht.
Ich möchte Euch - und hiermit ausdrücklich in meiner Rolle als einer der Moderatoren dieses Forums! - bitten, diese Diskussionen zu beenden, Euch wieder auf das eigentliche Thema dieses Forums zu konzentrieren und unser Forum nicht zu einem germanistischen Korinthenk....-Forum mutieren zu lassen.
Herzliche Grüße
Peter
Danke, Peter!
Hallo Peter,
Vielleicht eine dumme Frage, bitte nicht lachen,
aber vielleicht gibt es ja auch den Begriff bei uns in Ö nicht ?
Aber was sind Korinthenk ?
???
Norbert
Hallo Norbert,
ZitatAber was sind Korinthenk ?
Lass mich das mal so erklären: Wenn man lange genug "Korinthenk", ist irgendwann die Schlucht zug´sch.....
Alles klar? ;D
Guy
... warum denn nicht Klartext? - nicht alle kennen den Ausdruck.
Siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Korinthenkacker
Der Begriff ist nicht beleidigend.
Gruß - Werner
Hallo Werner
Danke, nun ist es Klar. :D, ich kannte den Ausdruck echt nicht.
fg
Norbert