Hallo Mikroskopiker,
neben meinem Mikro steht ein Behälter mit Spüliwasser, in der alle ´abfälligen´ Proben mit Schwung zum Baden genötigt werden. Wenn ich Deckgläser später herausfische, zerbrechen sie meiner Meinung leichter als wenn ich sie in trockener Umgebung händle. Kann das sein?
Gruß - EFH
Das kann sein, Wasser hat den größeren Widerstand als Luft und wenn man dann etwas Druck aufbaut.
Werner Jülich
Liebe Deckglasrecycler,
ein wichtige Frage! Erschreckend, dass dieses Gebiet noch nicht hinreichend erforscht wurde. Evtl. ein Betätigungsfeld für eine Fachhochschule? ;D
Herzliche Grüße
Peter
ZitatWasser hat den größeren Widerstand als Luft und wenn man dann etwas Druck aufbaut.
Hallo Herr Jülich,
solche Gedanken kamen mir noch gar nicht, aber Ihre Argumentation leuchtet ein. Mein Gott, was lernt man noch zu bedenken, bevor man als Dummkopf stirbt. ;D
Gruß - EFH
Hallo Herr Nowak,
etwas "philosophische" Betrachtungsweise: Beim Zerbrechen von Glas entsteht neue Glas-Oberfläche. Deren Bildung erfordert Arbeit gegen die Kohäsionskräfte des Glases. Diese Arbeit wird aber verringert, wenn Ihre Bildung nicht in Luft, sondern unter gleichzeitiger Benetzung durch Wasser erfolgt. Die dann zur Wirkung kommenden Adhäsionskräfte Wasser - Glas begünstigen aber den Vorgang, zumindest teilweise.
Dennoch mit Mephisto: "Grau, lieber Freund, ist alle Theorie; doch grün des Lebens goldner Baum" (wobei Letzteres ja auch einen Widerspruch grün = golden enthält).
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
ZitatDiese Arbeit wird aber verringert, wenn Ihre Bildung nicht in Luft, sondern unter gleichzeitiger Benetzung durch Wasser erfolgt.
Herr Husemann, Sie erschecken mich! ;D
Gruß - EFH
Hallo Herr Nowak,
es erschreckt mich, daß ich Sie durch ein großes I an falscher Stelle so erschreckt habe! ;D ;D ;D
Schreckfreie Mikrogrüsse
H. Husemann
Zitates erschreckt mich, daß ich Sie durch ein großes I an falscher Stelle so erschreckt habe!
Nun gut, Herr Husemann, aber das ging an mir (fast) vorbei.
Gruß EFH
Hallo,
das ist den alten Glasern und Glasbläsern lange bekannt. Unsere Institutsglasbläser haben Glasrohre immer mit dem Widiamesser angeritzt, mit Spucke feuchtem Finger kurz über den Ritz und dann beide Daumen auf der dem Ritz gegenüber liegenden Seite angesetzt und mit leichem Zug gebrochen.
Habs selber oft genug gemacht, es geht! Das Wasser schwächt wohl die Bindungskräfte in der verletzten Glasoberfläche und das fördert die Rissausbreitung.
ZitatWasser schwächt wohl die Bindungskräfte in der verletzten Glasoberfläche und das fördert die Rissausbreitung.
Ach, wie tröstlich. Vielen Dank, Klaus. Ich hatte schon befürchtet, daß neben meiner Sehleistung auch noch die Fühlsensorik Seit´ an Seit´ marschiert. ;D
Gruß - EFH
Worauf wartet ihr denn noch? Ran ans Rheinbergblendenschnibbeln!
Safari:
ZitatUnter Wasser kann man Glas recht leicht mit einer Schere schneiden.
Diese Botschaft hört´ ich auch schon. Kann sie jemand bestätigen oder hat andere Erfahrungen gemacht?
Gruß - EFH
Hallo Glaser-Meister
Zitat: Unter Wasser kann man Glas recht leicht mit einer Schere schneiden.
Das wissen noch die alten Hasen, früher gab es in jedem Haushalt das gute alte Wasserglas.
Das ließ sich ausgezeichnet mit der Schere schneiden, es bestand jedoch keine Anlaß dazu,
denn es wurde zum Einlegen der Eier verwendet.
Viele Grüße
Herbert
Das Glasschneiden mit einer Blechschere oder einer Beißzange unter Wasser geht tatsächlich besser als ursprünglich erwartet.
Ein Anritzen des Beginns ist empfehlenswert.
Kann aber auch schiefgehen, wenn innere Spannungen im Weg sind.
Der Grund neben der Hilfe durch die H2O-Moleküle auch die Schwingungsdämpfung des Wassers.
(Fliesen brechen beim Bearbeiten ja auch nicht so leicht, wenn man sie zum Dämpfen auf Sand legt oder sie hineinsteckt)
Wer ein Deckglas erfolgreich aus Wasser holen will, darf nicht zappeln und darf es nur langsam bewegen.
Viele Grüße - Werner
ZitatWer ein Deckglas erfolgreich aus Wasser holen will, darf nicht zappeln und darf es nur langsam bewegen.
Hallo Werner,
ich fische ja gaaanz langsam, zart und vorsichtig nach einem OT bzw. DG, schon wegen möglicher Schnittverletzung. Meist merke ich trotzdem nicht, wenn dabei ein DG zerbricht. Außerhalb des Wassers spürt man es sofort, auch ohne Hinsehen. Aber das passiert sehr selten. Das war eigentlich der Grund der Anfrage.
Gruß - EFH
Bricht ein Glasbehältnis dann auch leichter wenn es mit Wasser gefüllt ist ?
Grüße
Philipp
ZitatBricht ein Glasbehältnis dann auch leichter wenn es mit Wasser gefüllt ist ?
Das festzustellen wäre nicht sooo schwierig. Ein konstanter Klöppelimpuls an den Außenrand des Behältnis´ brächte Erleuchtung. ;D Allerdings ware der Parameter `unter Wasser´ (Druck innen/außen gleich) nicht erfüllt.
Gruß - EFH
??? Hmm.. mir geht ein Licht auf. Ich dachte immer man baut keine Schiffe aus Glas um die Privatsphäre der Fahrgäste zu schützen. ;D