Hallo,
hoffe hier einen Rat zu bekommen.
Ich benötige ein Auflichtmikroskop ( Mettalurgie ) wie z.B. ein Bresser MTL-201 und die Möglichkeit die gesehenen Dinge auch zu fotografieren ( DSLR oder zur Not auch Kompakte ).
Hat jemand einen Tipp ob das genannte Mikroskop dafür ( für die Fotografie ) überhaupt geeignet ist, weil es ja ein Bino ist. Wie ist eine kamera adaptierbar ?
Oder hat jemand einen ganz anderen Tipp für mich.
Brauche es um Korrosionserscheinungen an Metallen und auch fehlerhafte Metallgüsse zu dokumentieren.
Bin dankbar für einen Rat von Experten, um auch nicht zu viel Geld zu verschießen.
Das genannte MTL 201 wäre für mich die preisliche Obergrenze. Vielleicht geht ja auch noch was darunter, wenn die Qualität nicht leidet.
Vielen Dank im Voraus.
Volvitur
Nehmen Sie Ihre Proben und vereinbaren Sie Vorführtermine, danach können Sie entscheiden, ob das von Ihnen aus Preisgründen ausgewählte Mikroskop geeignet ist.
Alternativ zum Kauf kann man Untersuchungen auch extern durchführen lassen. Das hat zwei Vorteile, Sie können gute Technik und Kompetenz erwarten, und man kauft keine Bäckerei, wenn man nur ein paar Brötchen braucht.
Werner Jülich
Hallo,
wenn ich das richtig verstanden habe, soll keine Metallografie betrieben werden, sondern Oberflächenveränderungen aller Art dokumentiert werden. Dazu reicht dann so ein Bino, wenn man es als Trino wählt. Das bischen Komfort für einen Fotoaufsatz sollte man sich gönnen. Als Beleuchtung würde ich der Flexibilität halber zwei LED-Leuchten JANSJÖ ( ikea) daneben stellen. Wenn "Trino" das Budget sprengt, einfach ein teures Zeiss oder Leitz als Gebrauchtgerät nehmen. Mein persönlicher Ansatz wäre ein Einzeltubus mit einer Coolpix 5000 drauf, welche das Vorschaubild gleich auf einen Videomonitor bringt. Ob da überhaupt ein Objektivrevolver drann sein muss ? Vermutlich läßt sich mit einem einzigen wenig vergrößernden Objektiv das meiste erschlagen.
Ich denke aber zu sehr als bastelnder Rentner. Nur mal als Idee.
Jetzt noch schnell ein frohes Neues, ich fahre jetzt herunter, wir sind eingeladen.
Lieben Gruß Lothar
Hallo Volvitur,
da sie Rat wegen eines Auflichtmikroskops wollen nehme ich an dass sie noch keine Erfahrung
mit der Auflichtmikroskopie haben.
Wollen sie richtige Metallografie machen also an polierten bzw. geätzten Schliffen, dann müssen
sie auch bedenken dass man auch hierzu eine nicht ganz billige Präparationsausrüstung und vor allem Erfahrung braucht.
Ansonten wäre vielleicht ein gutes Stereomikroskopie auch keine schlechte Lösung.
Also ich würde zu Beginn, wie schon von Herrn Jülich empfohlen, meine Proben nehmen und zu einem
Dienstleister gehen. Ein guter Dienstleister diskutiert mit ihnen auch die Proben live vor Ort, dann können
sie abschätzen welche Ausrüstung sie speziell in ihrem Fall benötigen und ob es sich rentiert zu investieren
oder es lieber weiterhin Dienstleistung machen zu lassen.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo,
ist Volvitur auch ein Schreibfehler, wie Mettalurgie und gemeint ist eigentlich Politur?
Um einen vernünftigen Rat geben zu können sollte man schon etwas mehr zum genauen Einsatzzweck wissen.
Korrosionserscheinungen und Gußfehler ist etwas allgemein. Sind das wirklich metallographische Proben (polierte geätzte Schliffe?)
Auf jeden Fall muss das Instrument Hell-/ Dunkel-Feld und Polarisation haben. Ob eine DSLR oder kompakte Digitalkamera genommen wird ist erst mal eine Preisfrage. Ich mache solche Untersuchungen seit Jahren und verwende nur Kompaktkameras. Und bis heute waren alle Kunden zufrieden.
Für solche Untersuchungen ist die Kombination Stereomikroskop mit Auflichtmikroskop eigentlich ein Muss!
Der Rat sich mal einen Experten in der Nähe auszusuchen und danach zu entscheiden ist zur Vermeidung von Fehlkäufen goldrichtig!
Hallo und ein gutes neues Jahr.
Ich arbeite sehr viel mit Auflicht. Mein Gebiet sind Insekten, Mineralien und Steine.
Ihre metallurgischen Untersuchungen in Richtung Rissprüfung und Gussfehler sind ein
eigenes Sachgebiet welches eine ganz andere Ausrüstung erfordert.
Um ein gutes Stereomikroskop werden Sie kaum herum kommen. Eine Ausrüstung für
Anschliff oder Dünnschliff ist erforderlich (wenn nicht schon vorhanden) und dann benötigen
Sie , wenn es ins "Eingemachte" gehen soll ein gutes Durchlichtmikroskop, das entsprechend
ausgerüstet ist.
Ferner ist bei einer ordentlichen fotografischen Dokumentation zu bedenken, dass Sie
ein Stacking-Programm und einen schnellen Rechner für die Bildbearbeitung benötigen.
Ein Nachbearbeiten der gestackten Rohbilder ist ebenso erforderlich, wenn was "Gescheites"
dabei herauskommen soll. Man muss auch daran denken dass eine Probe unter dem Mikroskop
ausgerichtet und fixiert werden muss. Das geht auch nicht immer mit einem Kügelchen aus
Knete vom Kinderzimmer.
Wie meine Vorredner kann ich nur empfehlen, sich ein genaues "Pflichtenheft" zu erstellen
was genau gemacht werden soll und was nicht.
Die alten Hasen wie Klaus und Wilfried wissen ganz genau warum sie exakt hinterfragen.
Sie haben sicherlich alle Ihr Lehrgeld bezahlt. (was hätte man damit alles machen können) ;)
So ein Entscheidungsprozess ist nicht so einfach, besonders wenn die Begeisterung für eine
Sache die Emotionen hoch leben lässt.
Sollte es bei Ihren Projekten aber nur um die saubere Dokumentation gehen, würde ich diese
Arbeiten, wie von Herrn Jülich vorgeschlagen, an ein Fachlabor geben.
Viele Grüße
Horst-Dieter
Ein fohes Neues Jahr wünsche ich Allen.
Vielen Dank für die zahlreichen Tipps. In Kombination bin ich schon wieder ein Stück weitergekommen. Irgendwie hat jeder eine schlüssige Information für mich gehabt, die ich jetzt in Ruhr überdenken kann.
richtig:" Mettalurgie" ist natürlich falsch geschrieben ;) wobei Volvitur richtig ist aber der Vergleich zu Politur hat was :D
Volvitur