(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/83823_41377226.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net/view/mikrometer2nhu6ro0dq.jpg)
Liebe Kenner optischer Gerätschaften,
das abgebildete Mikrometer unterscheidet sich von anderen mir bekannten Exemplaren dieser Gattung.
Gab es einen spezielleren Verwendungszweck bzw. wie ist die Beschriftung zu interpretieren?
Viele Grüße,
Heiko
ist kein Objektmikrometer sondern ein Zählkammer für Blutkörperchen.
fg
Bernd
Hallo,
Das ist ja auch kein Objektmikrometer, sondern eine Zählkammer zum Auszählen von z.B. Zellen pro Volumen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Neubauer-Z%C3%A4hlkammer
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Heiko,
das habe ich auch noch nie gesehen. Aber das Wort Depth läßt darauf schließen, daß man sich da einen Überblick zur Z-Achse verschaffen kann. Ich habe das neulich mal mit einem zuvor ausgemessenen Höhenunterschied zu einem Deckglas gemacht. So habe ich am Antrieb der Feineinstellung hin und hergedreht bis abwechselnd Hintergrund OT und Deckglas scharf war und die Anzahl der Umdrehungen notiert. Dann habe ich die am Feintrieb nicht vorhandene Skala so berechnet, daß sie pro Strich einem Abstand von 5 µ entspricht und für das verwendete Objektiv dann mit dem Filzschreiber so angebracht.
So wird man mit der von dir gezeigten Stufe in ähnlicher Weise eine Höhenverstellung eineichen können.
Liebe Spezialisten, wenn ich da ganz daneben liege, bitte erklären und ich schließe mich dem Fragesteller an. ;D
Gruß Lothar
Nachtrag, da haben wir den Salat. Gibt es eine Methode zur Eichung der Z-Achse ?
Hallo,
bei der Kammer benötigt man den Z-Trieb nicht zur Messung.
Nach Aulegen des Deckglases auf zwei Stege hat die vertiefte Kammer in der Mitte eine definierte Tiefe und somit entspricht jedes Quadrat einem defnierten Volumen, in welchem man die Zielobjekte ( meist Zellen ) auszählt.
Somit erhält man eine Konzentrationsangabe ( Zellen/Mikroliter )
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Lothar!
Die Eichung bzw Messung der Z-Achse erfolgt am besten mit einem Feintaster.
Einen Meßuhrhalter neben den Tisch stellen und den Feintasterhebel auf den Tisch anlegen.
Mechanische Feintaster haben einen Meßweg von meist 1 mm bei 1 µm Auflösung, das sollte genügen.
Genauigkeitsfanatiker nehmen ein Interferometer und besaufen sich dann wegen der Ungenauigkeit
des Antriebs ihres teuren Spielzeugs...
Viele Grüße - Werner (auch Rentner)
Guten Morgen Werner,
"stackst du schon oder fotografierst du noch" ;D Mir ging es hauptsächlich darum.
An der "großen Kuckmaschine" habe ich für den µ-Bereich einen Piezzotranslator. Der gibt die Abstände vor. An meinem kleinen "Fotomikroskop" wo ich von Hand den Tubus verfahre stellte sich das Problem und da hatte ich den Abstand eines Deckglases als Referenz genommen. Aber die Idee mit der Meßuhr ist gut. Die muß ich mir nur aus der Spielwiese wegholen. Steht da herum und harrt der Dinge. Es geht ja nur darum, zu wissen was man tut, wenn man schrittchenweise am Feintrieb dreht. Ach ja, und ob sich etwas tut.
Einen schönen Tag
Lothar
Hallo, Heiko.
Um wieder auf Deine Frage zurück zu kommen: Natürlich handelt es sich, wie die ersten Antworten zeigen, um eine Zählkammer für Blutzellen, wie sie noch in vielen medizinischen Labors benutzt wird. Allerdings sind derartige Zählkammern für z. B. die quantitative Erfassung von Plankton wg. größerer Individuen nach meinen Erfahrungen nicht geeignet. Damit ist klar: die Verwendungsmöglichkeiten sind außerhalb der Quantifizierung von Blutzellen eingeschränkt.
Objektmikrometer werden oft preisgünstig bei eBay angeboten.
Gruß
Holger
Hallo,
herzlichen Dank für die erteilten Auskünfte.
Viele Grüße,
Heiko