Hallo an alle,
ich habe letztens einige Proben mit Sanden bekommen, auf Objektträgern in Ringen montiert.
Nun sind die Proben aber sehr reichlich befüllt und ich will sie auseinzeln.
Allein was dann damit?
Gibt es solche Ringe irgendwo, gibt es runde Deckgläser, wie heißt das korrekt?
Ich habe leider bisher nichts finden können, vermutlich weil ich nicht weiß nach was ich (und wo) suchen muß.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84968_32117670.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84968_41756063.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84968_34277008.jpg)
sieht irgendwie selbstklebend aus.
Oder gibts eine viel bessere Methode?
Schon mal Danke für Eure Hilfe
Ulrich
Hallo Ulrich,
die Ringe erinnern mich spontan an Unterlegscheiben. Wenn's die nicht sind, könnte man sie oder Fiberglasdichtungsringe mit auszuwählendem Durchmesser und Dicke sicherlich gut nehmen. Müsste man wahrscheinlich nur in einem separaten Arbeitsgang erstmal aufkleben.
liebe Grüße
Udo Maerz
Hallo Ulrich,
was da noch am nächsten käme wären die Krantz-Zellen.
http://www.krantz-online.de/de/online-shop/___product/101/___showCat/18/___pageid/16/krantz-zellen.html
Vielleicht hilft das weiter ?
Lieben Gruß
Lothar
Hallo
Die "Krantz"-Zellen sind eigentlich "Franke"-Zellen Und sind nur bedingt zu empfehlen. Und wenn der Preis 23.-/Stück ist, dann ist das Wahnsinn.
Die Plastikabdeckung ist in Kürze matt und läd sich auch noch elektrostatisch auf, was das Untersuchungsgut hin und her springen lässt.
Hier weitere Formen. Googeln unter "Franke"-Zellen bringt einen weiter!
http://www.foraminifera.eu/microslidesde.html
da ist auch noch ein schöner Beitrag:
http://www.steinkern.de/index.php?option=com_content&task=view&id=559&Itemid=38
Hallo Ulrich,
die Frankezellen kosten pro 50 Stück 23,50.
Klaus Hat recht, die Plastik-Deckgläser laden sich elektrostatisch auf.
Wenn Du Dir selbst so ähnliches herstellen willst wie in Deinen Bildern gezeigt:
Solche Ringe gibst in jedem Baumarkt als Dichtungsringe für Sanitär
Runde Deckgläser findest Du hier http://www.biologie-bedarf.de
Viele Grüße
Herbert
Guten Morgen lieber Klaus,
entschuldige, ich hatte auf die Detailseite verlinkt. Hier kann man aber sehen, daß der Preis für 50 Stück gilt:
http://www.krantz-online.de/de/___showCat/18/produkte.html
Ein Anruf bei der Firma ergab, daß die Abdeckung mittels antistatischer Folie erfolgt und nicht mit Glas, wie ich vermutete und wie man das aus der Beschreibung herauslesen könnte.
Gruß Lothar
werde gerade darauf hingewiesen, daß das meiste eben geschriebene schon von Herbert kam. Aber ich lass es mal so stehen
Hallo zusammen!
Es stimmt leider: die von Krantz angebotenen Franke-Zellen haben relativ weiche Kunststoff-Abdeckungen und die sind keineswegs antistatisch! Technisch gesehen mögen das Folien sein, aber bei den Dimensionen (ca. 1,8 X 2,5 cm) verhalten die sich eher wie Plättchen. Ich habe die zwar auch benutzt, aber die aufwändige Vorbehandlung gegen statische Aufladung, das leichte Zerkratzen der Abdeckungen und die scheußlichen, linierten Selbstklebe-Etiketten sind wohl eher etwas für die sofortige Archivierung als für die dauerhafte Benutzung.
Es gab bis vor etwa 15 Jahren noch einen italienischen Anbieter, der Zellen im englischen Format aus Bakelit hergestellt hat. Die waren zwar nicht gerade Schnäppchen, aber dafür gab es keine Probleme durch statische Aufladung oder mit irgendwelchen Ritzen, etc. Die waren schlichtweg perfekt. Außerdem hatten die die nötige "Erdenschwere", um nicht von einem starken Luftzug weggeweht zu werden.
Ich fürchte, hier - wie bei anderen Artikeln auch - haben der Preis und die sehr überschaubare Gruppe der Abnehmer zum Verschwinden der guten Produkte geführt und Platz für einen günstigeren, aber ziemlich faulen Kompromiss gemacht.
Beste Grüße, Thomas
Moin,
neben der Lösung mit Fiberringen und runden Deckgläsern sind die besten Zellen m.E.
die Ryckzellen, zwar teuer, aber an den jeweiligen Bedarf optimal anzupassen.
http://www.richter-fossilien-reisen.de/vergroesserungen/ima3/pics_ima3/Werkzeug/RyckTyp.jpg
Grüsse in die Runde
CMB
Hallo Ulrich
ich habe ca 10 Ringe aus Messing von Durchmesser 10 mm bis 15 mm welche von 0,5 mm bis etwas dicker sind und als Reste beim Innenausdrehen abfallen.
Kannst Du haben, wenn Du diese willst, mir Deine Adresse zukommen läßt und sie gegen Nachnahme annimmst.
Grüße
Gerd
Hallo alle,
Danke
Die Krantzzellen hatte ich schon und für diesen Zweck als unbrauchbar aussortiert, wegen der Aufladung und dann ist halt auch kein Durchlicht möglich
Die Ryckzellen sind super, habe ich auch einige, trotz des Preis, aber wiederum kein Durchlicht
Da ich aber nun weiß, daß es runde Deckgläser gibt, kann ich mit dem basteln anfangen.
@ Gerd: gut gemeint, aber ich brauchte ohnehin mehr. Vielleicht freut sich ein anderer.
Viele Grüße
Ulrich
Moin,
Kleiner Nachtrag: wenn man die Ryckzellen in Teilen kauft, kann man sie auch durchlichttauglich machen, einfach den Metallboden durch einen Objektträger austauschen, den Rest wie gehabt.
Grüsse in die Runde
CMB
Wie wäre es wenn man Pertinax Platten kauft und die Aussparungen einfach selber bohrt? Das Ganze zwischen zwei Deckgläser und fertig. Oder habe ich hier etwas übersehen? Pertinax dürfte sich nicht statisch aufladen, das es erstens für Leiterplatten benutzt wurde und zweitens wohl nahezu identisch mit Bakelit ist. Was sagen unsere Chemicker dazu?
Es ist auch unter dem Namen Hartpapier bekannt und sollte beim gut sortierten technischen Bedarfshandel zu bekommen sein.
Bastian
Lieber Bastian,
die Vorschlag ist praktisch und sicher gut, man könnte sogar Stapel bohren so wie das tapfere Schneiderlein. :D
Aber nach denen schreist du vergeblich:
ZitatChemicker
die gibt es nicht! ;D :P
:o :-X
Hallo Ulrich,
ich hoffe, Du hast die Ringe im Baumarkt bekommen.
Nun interessiert mich schon, was stellst Du mit den Sandproben alles an?
Viele Grüße
Herbert
Hallo Herbert,
ich haben versuchsweise Sand mit UV Kleber auf einen Objektträger geklebt und dann bis auf 30 µm heruntergeschliffen. Tauchbad in Roti- Histol und Einbettung in Entellan.
Loctite UV Kleber sind modifizierte Acrylharze, die bei Auftreffen von starkem UV-Licht in kürzester Zeit (5–30 Sekunden) aushärten. Aufgrund der schnellen Verarbeitungszeiten, des günstigen Brechungsindexes (n = 1,53) und der extremen Haftfähigkeit sind sie zur Herstellung von Dünnschliffen bestens geeignet. Da es sich um ein Einkomponentenmaterial handelt, entfällt das sonst übliche Vormischen.
80er Schleifpulver – Siliziumcarbid zum groben Vorschleifen und 800er Schleifpulver – Siliziumcarbid zum Feinstschleifen.
Hier zwei Fotos im polarisierten Licht, gekreuzte Polarisatoren.
Bild 01
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/85150_44446995.jpg)
Bild 02
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/85150_10387502.jpg)
Gruß
Hans-Jürgen
Zitat von: Herbert Dietrich in Februar 10, 2012, 10:50:08 VORMITTAG
Hallo Ulrich,
ich hoffe, Du hast die Ringe im Baumarkt bekommen.
Nun interessiert mich schon, was stellst Du mit den Sandproben alles an?
Viele Grüße
Herbert
zum ersten: ja, habe alles bekommen und schon einige Träger gebastelt, warte aber noch auf die runden Deckgläser.
zum zweiten: was ich damit anstelle? - erstmal aufheben ;), anschauen :), mal sehen was noch, an schleifen habe ich noch nicht gedacht.
Grüße
Ulrich