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Bibliothek => Mikro-Know-How => Thema gestartet von: peter-h in März 22, 2012, 22:46:58 NACHMITTAGS

Titel: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 22, 2012, 22:46:58 NACHMITTAGS
Liebe Kenner der Materie,

an meinem Junior hört und fühlt sich die Drehung des Revolvers immer rauher an. Hat schon jemand den Revolver zerlegt und auf was muß ich ganz besonders achten?
Vorab schon ein Dank !

Grüße
Peter
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 22, 2012, 22:59:30 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

habe meinen Revolver am Standard-Junior erst gestern zerlegt, gereinigt und neu gefettet, da er mir nun doch zu schwer ging.
Worauf du zunächst besonders achten mußt ist, daß die Konterschraube von der Lagerschraube ein Linksgewinde hat.
Wenn die gelöst ist läßt sich die Lagerschraube herausdrehen und es werden die ersten 12 Kugeln sichtbar.
Die Revolverscheibe kann nun auch abgenommen werden, dazu aber diese mit den Bohrungen nach unten drehen, sonst fallen diverse Kugeln raus, es empfielt sich das über einer Auffangschale (Kuchenblech) zu machen.
Dabei läßt sich vielleicht auch schon erkennen, warum der Revolver so rauh läuft: Entweder ist das Käfigblech zerrissen oder es ist bereits Sand zwischen den Kugeln. Eine detailierte Anleitung wird es hier auch irgendwo geben, wie man im einzelnen vorgeht.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: -JS- in März 22, 2012, 23:02:52 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
schau mal hier:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4007.msg25495#msg25495
Ist zwar nicht direkt der Junior-Revolver, aber das Prinzip ist das gleiche.
Und: es ist immer wieder hervorzuheben und Bernd wies auch schon darauf hin
und es kann wirklich nicht oft genug wiederholt werden:
Die erste zentrale und sichtbare große Schlitzschraube an CZ-Revolvern (West) hat linkes
Gewinde.
Also bitte zuschrauben beim Aufdrehen  ;D
Wenn Du sie nämlich versuchst wie sonst üblich gegen den Uhrzeigersinn zu öffnen,
gilt alsbald der alte Werzeugmacherspruch:
'Nach Fest kommt Lose.'
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 22, 2012, 23:17:45 NACHMITTAGS
Danke Bernd und Joachim,

das waren ja Blitzantworten und genau das habe ich auch gesucht. Die Anleitung von Klaus ist sehr hilfreich und so wird dann bei mir hoffentlich auch bald wieder ein sanfter Lauf möglich sein. Gerade die Warnung vor dem Linksgewinde ist ungemein wichtig !

Viele Grüße
Peter

Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: -JS- in März 22, 2012, 23:24:32 NACHMITTAGS
Noch etwas:
a) unbedingt die 'Herrmann'sche Angstwanne' benutzen  ;D
(die Kugeln sind fies und können auf glatten Böden **furchtbar** weit rollen...)
b) das von Bernd empfohlene Kuchenblech würde ich lieber nicht nehmen;
die Kugeln sind fies und können auf Metall ganz wunderbare Weitsprünge machen...
c) zur Rückfettung ist Nadellager-Fett prima geeignet.
Gruß
Joachim
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: TPL in März 22, 2012, 23:27:37 NACHMITTAGS
Lieber Peter,
auch beim Zusammenbau ist dieses Linksgewinde wichtig: mit dem Anziehen der Lagerschraube wird ja der Druck des Revolvers auf die Aufnahme reguliert und theoretisch muss man dann nur noch mit der Konterschraube diese Position fixieren. Dabei verstellt sich aber gerne auch die Lagerschraube wieder in Richtung "locker" ::). Um das zu verhindern ist eine behelfsmäßige Fixierung der Lagerschraube (Zirkel, Pinzette) hilfreich.

Ansonsten kann ich Bernd und Joachim nur zustimmen: auch ich verwende die "Angstwanne".

Viel Erfolg,
Thomas
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 22, 2012, 23:45:50 NACHMITTAGS
Zitat von: -JS- in März 22, 2012, 23:24:32 NACHMITTAGS
Noch etwas:
a) unbedingt die 'Herrmann'sche Angstwanne' benutzen  ;D
(die Kugeln sind fies und können auf glatten Böden **furchtbar** weit rollen...)
b) das von Bernd empfohlene Kuchenblech würde ich lieber nicht nehmen;
die Kugeln sind fies und können auf Metall ganz wunderbare Weitsprünge machen...

c) zur Rückfettung ist Nadellager-Fett prima geeignet.
Gruß
Joachim

Das dürfte sich in Grenzen halten, solange an den Kugeln noch das alte klebrige Fett haftet. ;D

Weiterhin kann ich nur empfehlen, die beiden Schrauben für die Feder der Rastkugel nicht zu lösen, da dieses
a) nicht nötig ist und
b) unnötige Justage spart.

Und nochwas:
Bevor man die Lagerschraube löst, ist es doch ratsam, den ganzen Revolver vom Stativhals abzunehmen. Ansonnten wird die Montage doch recht unbequem. ;)
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: -JS- in März 23, 2012, 00:43:23 VORMITTAG
ZitatUnd nochwas:
Bevor man die Lagerschraube löst, ist es doch ratsam, den ganzen Revolver vom Stativhals abzunehmen. Ansonnten wird die Montage doch recht unbequem.  ;)
Lieber Bernd,
Dein Vorschlag ist hervorragend,
folgen leider zwei Warn-ABER's:
ABER 1) Die Stirnlochschraube, welche den Tubuskopf am Stativ festhält, ist zumeist teutsch-brachial 'festgeknallt' und es bedarf mit Sicherheit eines genau passenden Schlüssels sowie einer zum Überwinden des vorliegenden Anzugsdrehmoments geeigneten Hebelmimik hierfür.
ABER 2) Ich habe schon Zeiss-Tubuskopfbefestigungen ohne Zentrierstifte vorgefunden. In einem solchen Fall würde ich dringend von einer Demontage abraten, da eine Rückjustierung des Kopfes ohne das geeignete Instrumentarium schlicht und ergreifend unmöglich ist.
Gruß
Joachim
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Klaus Herrmann in März 23, 2012, 08:40:20 VORMITTAG
Lieber Peter,

soll ich meinen verstellbaren Spezialschlüssel mitbringen morgen?

Wenn der Tubuskopf verstiftet ist, dann sollte man ihn abbauen, wenn nicht gilt die Warnung von Joachim - es sei denn du kannst autokollimieren.
Manche Tubuskopfschrauben sind mit einer Spezialschraube (Stirnloch-) festgeknallt, das Werkzeug dafür habe ich. Zeig noch schnell ein Bild von diese Schraube!
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 23, 2012, 09:38:33 VORMITTAG
Lieber Joachim,

ZitatDein Vorschlag ist hervorragend,
ach was?

ZitatABER 1) Die Stirnlochschraube, welche den Tubuskopf am Stativ festhält, ist zumeist teutsch-brachial 'festgeknallt' und es bedarf mit Sicherheit eines genau passenden Schlüssels sowie einer zum Überwinden des vorliegenden Anzugsdrehmoments geeigneten Hebelmimik hierfür.
In der Tat, die ist sehr fest angezogen, zum Lösen braucht man ein spezielles Werkzeug, das ich mir angefertigt habe. Für den Hebel sorgt ein ordinärer 15er Ringschlüssel. Funktioniert eigentlich genauso wie der Schlüssel für die Stirnlochmuttern an den Triebkästen, den ich dir mal überlassen habe, damit du stolz die Demomtage vorführen konntest. ;D

ZitatABER 2) Ich habe schon Zeiss-Tubuskopfbefestigungen ohne Zentrierstifte vorgefunden. In einem solchen Fall würde ich dringend von einer Demontage abraten, da eine Rückjustierung des Kopfes ohne das geeignete Instrumentarium schlicht und ergreifend unmöglich ist.
Gruß
Aber aber, wer wird denn da gleich wieder Angst gekommen trotz Herrmann'scher Angstwanne? ;D Schon den Trick mit dem OT-Stapel vergessen? ;)

Schöne Grüße
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 23, 2012, 09:41:53 VORMITTAG
Liebe Ratgeber,

allen herzlichen Dank für die sehr hilfreichen Tipps. Es wird also eine ruhige Hand und gute Werkzeuge brauchen, aber ich bin sehr zuversichtlich. Ein Werkzeug für die Stirnlochschraube habe ich noch nicht, aber auch hier sehe ich keine große Hürde. Sicherheitshalber werde ich mir aber noch eine kleine Zentrieeinrichtung fertigen, damit die Flucht auch nachher noch stimmt. Verstiftet ist der Kopf ja.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/88580_57451179.jpg)

Viele Grüße
Peter

Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 23, 2012, 10:12:59 VORMITTAG
Hallo Peter,

ZitatSicherheitshalber werde ich mir aber noch eine kleine Zentrieeinrichtung fertigen, damit die Flucht auch nachher noch stimmt. Verstiftet ist der Kopf ja.

Wofür? Der Revolver wird gar nicht anders dranpassen.

Aber es läßt sich diese Arbeit auch ohne das Abnehmen des Revolvers durchführen.
Die 60 Kugeln werden in den Drehteller eingelegt, dieser dann angesetzt und die 12 Kugeln für das Innenlager legt man dann eben ein, wenn das Stativ einen Kopfstand macht. Das habe ich sogar schon so beim grauen Standard gemacht. Und die Rastkugel mit Fett anheften, damit sie nicht wegfallen kann.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Klaus Herrmann in März 23, 2012, 10:34:43 VORMITTAG
Lieber Peter,

damit habe ich bisher alle Tubusköpfe abgekriegt. Werkzeug ist schon eingepackt! Wenn du das Junior mitbringst und den passenden Schraubenzieher für die Linksschraube...

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/88591_35531388.jpg)


(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/88591_47500771.jpg)
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 23, 2012, 11:40:07 VORMITTAG
Danke Klaus,

Junior ist eingepackt und am Nachmittag können wir den Versuch starten. Bis dahin soll es noch durchhalten. Hauptsache ist der Stirnlochschlüssel. Vor dem Rest habe keine Angst und auch Werkzeuge. Wir wollen in Würzburg nicht nach 60 Kugeln suchen  ;D

Viele Grüße
Peter
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 23, 2012, 11:47:58 VORMITTAG
Lieber Klaus,

ZitatWerkzeug ist schon eingepackt!
Und nicht den verstellbaren Strangulator mit dem Hebelarm vergessen, falls der Revolver doch zu zu schwergängig ist. ;)
Die Lagerschraube läßt sich auch ohne das Linke Werkzeug lösen und vor allem wieder festziehen. Damit hat man nämlich nicht das nötige Feingefühl, um den richtigen Punkt zwischen Rollen und den Losen zu finden. Die Laufbahnen sind relativ weich, es bilden sich schnell Dellen (Zellulite), wenn die Lagerschraube zu fest angezogen wird.
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: TPL in März 23, 2012, 12:08:12 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Herrmann in März 23, 2012, 10:34:43 VORMITTAG(...) und den passenden Schraubenzieher für die Linksschraube ...

Ist das einer dieser berühmten Linksschraubendreher, die man in der gleichen Abteilung bekommt wie den Wolkenschieber und die Gewichte für die Wasserwaage ;D?

Schönes Wochenende und viel Erfolg beim Schrauben,
Thomas
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Herne in März 23, 2012, 14:08:30 NACHMITTAGS
Hallo Thomas,
ja, ganz recht. Und ausserdem gibt´s dort auch W-Lan-Kabel, Nockenwellenbeleuchtungen und, im Austausch, verchromte Zündfunken.
Seelenachsen, Gefechtsfeldverdunklungsmaschinen und Ufniksauser führt man in der Abteilung Wehrtechnik.
Und die Sportabteilung führt Volleyball-Schläger  ;D

m.f.G.
Herbert

Stimmt es eigentlich, daß man zum Schneiden von Linksgewinden den Gewindeschneider nur umgedreht verwenden muss?  ???
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 23, 2012, 14:10:00 NACHMITTAGS
Lieber Thomas,

den Kupfermagneten hast vergessen und zur Sicherheit bringe ich noch das runde Dreikantrohr mit. Getriebesand ist ja schon vorhanden.

Schönes Wochenende
Peter
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: -JS- in März 23, 2012, 14:19:08 NACHMITTAGS
Lieber Thomas,
wenn man aber in der Werkzeugabteilung eines Kaufhauses die Azubine nach Auswahl einer Schlichtfeile fragt,
wo denn bitte die Hefte zu finden sind, bekommt man als - mit Überzeugung und fester Stimme vorgetragener -
Antwort 'In der Schreibwarenabteilung'...
.
In diesem Sinne: Schönes, sonniges Wochenende !
Joachim
PS: was, bitte, ist
ZitatUfniksauser
???
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 23, 2012, 14:30:54 NACHMITTAGS
ZitatWasserwaage
???
ZitatSchlichtfeile
??? ???

Wollt ihr etwa die Wasserwaage auf die Schwalbenfläche vom Revolver legen und daran rumfeilen, wenn die Fläche nicht in der Waage ist?  :o
Ab ins Kabuff mit euch!  ::)
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: -JS- in März 23, 2012, 15:41:39 NACHMITTAGS
Lieber Bernd,
Zitatdie Wasserwaage auf die Schwalbenfläche vom Revolver legen und daran rumfeilen, wenn die Fläche nicht in der Waage ist
danke, dass Du diesen genialen Einfall noch rechtzeitig hattest.
Das wäre sonst vor dem Event in WÜ wohl kaum noch zu packen gewesen.
Allerdings - wegen der erhöhten Anforderung an die "Präzission", wie Klaus ja schon mal sagte - sollten die Gewichte für die
Wasserwaage auf keinen Fall vergessen werden - und das Heft auch nicht. Schlichtfeilen ohne Heft pieksen gar fürchterlich.
Danke, Bernd.
:D
Joachim
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 23, 2012, 16:20:15 NACHMITTAGS
Lieber Joachim,

ZitatAllerdings - wegen der erhöhten Anforderung an die "Präzission", wie Klaus ja schon mal sagte - sollten die Gewichte für die
Wasserwaage auf keinen Fall vergessen werden -
Warum? Wasser kann man doch sicherlich auch dort aus der Leitung zapfen. Ein Liter wiegt ein Kilo. Wo ist da das Problem?

Zitatund das Heft auch nicht. Schlichtfeilen ohne Heft pieksen gar fürchterlich.
Aber nur wenn die Griffe daran fehlen.

Beste Grüße
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: beamish in März 23, 2012, 18:55:07 NACHMITTAGS
Zitat von: -JS- in März 23, 2012, 15:41:39 NACHMITTAGS
Schlichtfeilen ohne Heft pieksen gar fürchterlich.

Man kann aus dem Heft auch eine Tüte drehen:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/88641_43978276.jpg)

dann werden die Späne gleich aufgefangen....

Spanende Grüße

Martin

Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: -JS- in März 23, 2012, 19:39:18 NACHMITTAGS
@ Martin,
ZitatMan kann aus dem Heft auch eine Tüte drehen, dann werden die Späne gleich aufgefangen....
eine ausnehmend *gute* Idee, das muss ich unbedingt noch nach WÜ übermitteln  ;D ;D
@ Bernd,
ZitatAber nur wenn die Griffe daran fehlen.
Ach ja?
Und wie hessen die Griffe bei Feilen noch mal schnell?
'Schulheft 16 Blatt lin.' sicher nicht ;D
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 23, 2012, 21:51:14 NACHMITTAGS
Zitat von: -JS- in März 23, 2012, 19:39:18 NACHMITTAGS
...
@ Bernd,
ZitatAber nur wenn die Griffe daran fehlen.
Ach ja?
Und wie hessen die Griffe bei Feilen noch mal schnell?
'Schulheft 16 Blatt lin.' sicher nicht ;D
Viele Grüße
Joachim
Zusammengerollte Lappen!
;D   :P  ;D
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: -JS- in März 23, 2012, 23:06:28 NACHMITTAGS
Bernd,
ZitatZusammengerollte Lappen
sooo kalt ist das doch zur Zeit wirklich nicht mehr...
;D
blaues_Band_flatternde_Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Klaus Herrmann in März 24, 2012, 00:11:48 VORMITTAG
ZitatStimmt es eigentlich, daß man zum Schneiden von Linksgewinden den Gewindeschneider nur umgedreht verwenden muss? 

Hallo Herbert. Nein die Fachleute in der Dreherei haben mir gesagt, dass sie die Drehbank beim Schneiden nur links rum laufen lassen!  ;D
Titel: Re: Zeiss Junior Revolte
Beitrag von: Nomarski in März 24, 2012, 11:08:42 VORMITTAG
Zitat von: Klaus Herrmann in März 24, 2012, 00:11:48 VORMITTAG
ZitatStimmt es eigentlich, daß man zum Schneiden von Linksgewinden den Gewindeschneider nur umgedreht verwenden muss?  

Hallo Herbert. Nein die Fachleute in der Dreherei haben mir gesagt, dass sie die Drehbank beim Schneiden nur links rum laufen lassen!  ;D
Hallo Klaus,

was drehen diese Leute eigentlich? Däumchen?  ;D ;D ;D
Die Richtung des Vorschubes muß gewechselt werden!
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 24, 2012, 23:00:15 NACHMITTAGS
Hallo Bernd,

da gibt es vermutlich doch große Unterschiede bei den Drehbänken. Rechtsgewinde muß ich auf 1200 - 1500 U/min stellen, bei Linksgewinde so um 500 - 800 U/min und ohne Gewinde genau auf 1000 U/min. Ist stufenlos ! So kann ich von Zoll bis Metrisch die Gewinde ruck zuck bearbeiten. Gibt natürlich auch mal Ausschuß  :o

Gute Nacht die Drehfraktion
Peter
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 25, 2012, 00:33:45 VORMITTAG
Hallo Peter,

das wundert mich ehrlich gesagt nicht, daß dann die Stähle wegknacken. Man fängt ja beim Mikroskopieren auch nicht mit dem 100er Öl-Objektiv an, wenn man gerade ein neues Präparat eingespannt hat.

Gute Nacht
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 25, 2012, 10:44:36 VORMITTAG
Guten Morgen Bernd,

bist Du so ängstlich und fängst mit so kleiner Vergrößerung an ?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/88749_38116552.jpg)

Aber nun sind wir vom Thema weit entfernt  ::)
Ich habe nun das richtige Zeiss-Schrauben-Tubuskopf-Werkzeug um den Kopf vom Stativ zu lösen und den Kugelregen leichter bewältigen zu können, aber leider ist diese Schraube sehr störrisch und ich weiche nun erst mal mit WD40 ein.

Dann sehen wir weiter.
Schönen Sonntag
Peter
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 25, 2012, 11:35:24 VORMITTAG
Morgen Peter,

ZitatAber nun sind wir vom Thema weit entfernt  Augen rollen
Bei dem Objektiv machen wir aber gerne mal eine Ausnahme. ;)
Bombastische Eigenvergrößerung, Apertur und damit das Auflösungsvermögen hält sich dagegen leider in Grenzen, weil eben auch ein Trockensystem. Wo setzt man denn sowas ein?

ZitatIch habe nun das richtige Zeiss-Schrauben-Tubuskopf-Werkzeug um den Kopf vom Stativ zu lösen und den Kugelregen leichter bewältigen zu können, aber leider ist diese Schraube sehr störrisch und ich weiche nun erst mal mit WD40 ein.
Ich wollte den armen Klaus nicht schon wieder zwiebeln, aber als ich das Werkzeug sah, hatte ich doch gewisse Bedenken wegen der Festigkeit. Was man da braucht ist sowas wie eine stabile Nuß aus dem Knarrenkasten für die Autoschlosser. Aber wie ich schon sagte, kann der Revolver notfalls auch dranbleiben, wenn man zuerst die 12 Kugeln aus dem Innenlager nimmt (Stativ im Kopfstand) und danach es umdreht und vorsichtig den Teller abnimmt. Die meisten Kugeln werden im Teller haften, ein paar noch am Tellerhalter. Mache es in einer Plastiktüte oder in einem Eimer, so werden die Kugeln nicht weit fallen können. :D

Frohes Schaffen
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 25, 2012, 15:50:34 NACHMITTAGS
Hallo Bernd,

nun endlich ist dank guter Einspannung und dem richtigen Werkzeug mit Zusatz einer Verlängerungsstang (Hebelwirkung) diese Stirnlochmutter ganz leicht aufgegengen. 2 Tage WD40 haben sicher auch beigetragen. Eine M8 hatte ich nicht vermutet!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/88766_54404523.jpg)

Nächste Herausforderung ist aber das Linksgewinde.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/88766_15992946.jpg)

Wie spannt man dieses Teil ohne Beschädigung ein  ??? Bisher verweigert es jeden Versuch mit einem Schraubenzieher.
Mal wieder guter Rat teuer.

Sonntagsgrüße
Peter
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Klaus Herrmann in März 25, 2012, 16:11:35 NACHMITTAGS
Hallo Peter:

sieht stark danach aus, als ob sie verklebt war. Obwohl der originale Stirnlochschlüssel von CZ ziemlich breite Griffe hat muss man dann noch verlängern.

Aber die Linksschraube (die in der Mitte!!!) war bei mir noch nie verklebt. In WD 40 baden!

Ich hab so eine Gummischlinge mit Griff um solche Teile sanft, aber kräftig zu halten - gibts in Baumärkten. Im Schraubstock würde ich nicht einspannen. Und dann gibt es so Dosendeckel-Halter im Küchenzubehör-Handel um festsitzende Dosendeckel zu öffnen. Da muss man aber was dazwischen legen.
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: -JS- in März 25, 2012, 16:25:09 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
Du kannst auch den Revolver gegenüberliegend mit zwei nicht mehr brauchbaren
Objektiven bestücken und das gesamte Teil dann mit der zu lösenden Schraube nach oben
zwischen zwei Weichholzleisten einspannen.
Für die Linksgewinde-Schraube empfiehlt es sich, einen Schraubendreher mit
8mm Klingenbreite  und Sechskant auf die Breite des Schlitzes zurückzuschleifen und
anschließend einen passenden (Ring-, Gabel-) Schlüssel beim Lösen als zusätzlichen Hebel
zu verwenden, dabei langsam und vorsichtig drehen.
Viele Grüße
Joachim

Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 25, 2012, 17:06:27 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

nachdem du nun erfolgreich die Strirnlochschraube mit dem geliehenen Werkzeug vom Klaus gelöst hast, leihst du dir nun am besten den Schraubendreher vom Joachim mit der richtigen Klingenbreite, um den Schraubenkopf beim Lösen möglichst nicht zu beschädigen.
Bei meinem Junior-Revolver hatte die mittlere Schraube auch ziemlich fest gesessen, aber es geht auch ohne den Fats mit den zwei unbrauchbaren Objektiven. Man lege den Revolver mit der Ringfläche auf den Tisch und löse die Schraube durch Rechtsrehung unter kräftigem Druck. Abstützen ist also erlaubt, allerdings nicht unbedingt mit 2 Tonnen Presskraft ::). Abrutschen wäre auch nicht so gut...
Und das Baden in WD40 ist zu teuer, es reicht, wenn du den Schraubenkopf mit dem Zeug einpinselst.
Da die Oberfläche der Zentralschraube relativ groß ist, ist sie halt mit der Lagerschraube fest verbacken.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 26, 2012, 23:06:06 NACHMITTAGS
Liebe hilfsbereite Mikroskopiker,

ich beende jetzt die Vorstellung, denn wenn trotz gut gemeinter Ratschläge die Zentralschraube mit dem Linksgewinde nicht aufgehen will, so lasse ich lieber das Geräusch, bevor ein nächstes Junior angeschafft werden muß. Ein vermurkster Revolver macht keinen Sinn ! Einzelteile fürs Junior sind sicher auch für kleine Goldbarren schwer zu bekommen. Danke allen Rat gebenden Foristen.

Gute Nacht
Peter
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 26, 2012, 23:26:45 NACHMITTAGS
ZitatEinzelteile fürs Junior sind sicher auch für kleine Goldbarren schwer zu bekommen.

Wie du meinst, Peter. Aber die Revolver der größeren Standards würden sogar auch dranpassen. ;)

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: reblaus in März 27, 2012, 00:16:34 VORMITTAG
Hallo Peter -

schick mir deinen Goldbarren, den Stirnlochschlüssel und den Schraubenzieher für Linksgewinde und du kriegst ein ganzes Junior mit geschmeidig gleitendem und exakt rastenden Vier- oder Dreifachrevolver!

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: -JS- in März 27, 2012, 02:04:58 VORMITTAG
Lieber Rolf, lieber Berd.
der Peter hat sicher schon sein gefrustetes Haupt zum stress-erschöpftem Schlaf gebettet.
Ich fände es nun mehr als kollegial, pragmatische Hilfe anzubieten als schnöde Goldgier zu äussern
(Rolf, pfui und aus!!, schämen se säch  ;D)  oder Ideen wie
Zitatdie Revolver der größeren Standards würden sogar auch dranpassen
zu zelebrieren. Bernd, das hilft dem Peter nun auch nicht wirklich weiter, auch wenn ich
Deiner Meinung nach sicher wieder mal herum-moralapostele  ;).
Es gilt, eine schnöde, festgebackene und seit fast 40 Jahren festsitzende Linksgewindeschraube
zu lösen. WD40 hat offensichtlich nicht geholfen, und wir können wohl davon ausgehen, dass
unser Peter weiss, wie man eine Linksgewindeschraube zu lösen hat.
Dennoch sei zur Vorsicht noch einmal an dieser Stelle klar gestellt: Solch eine Linksgewinde-Schraube ist
nur zu lösen, indem man sie IM UHRZEIGERSINN, also rechtsherum, dreht.
Nachdem diese Klarstellung erfogt ist (und es möge sich bitte niemand wegen der vorgetragenen Plattitüden
hinsichtlich links/rechts auf die Kravatte getrampelt fühlen, es ist lediglich eine Klarstellung), möchte ich
noch folgende Vorschläge machen:
a) Der Schraubenkopf ist recht groß und kann natürlich im Laufe der Jahrzehnte an seiner Unterseite
sich mit der Planfläche der nachfolgenden Lagerschraube inniglich verbunden haben. Hier wäre
z.B. eine feine punktuelle Erwärmung mittels Mini-Lötgerät vom Baumarkt anzudenken, nicht gerade
bis leicht-Kirschrotfärbung, aber eben doch ausreichend, um die offensichtlich vorhandene Kalt-
verschweissung der Oberflächen thermisch zu zerstören. Eine hierbei eventuelle wärmebedingte Verfärbung
('Anlaufen') der widrigen zentralen Linksgewindeschraube liesse sich mit 800er oder 1000er Nass-
Schmirgel und hochtourigem Dremel in Minuten später mühelos wieder blank polieren.
b) Die genau umgekehrte Methode habe ich von einem Feinmechanikermeister lernen dürfen.
Der sperrte nämlich festgebackene Schrauben für 2 Stunden in die Tiefkühltruhe ein ( minus 18 °C)
taute die gesamte Angelegenheit anschliessend mit leicht fächelnder Flamme aus einem Labor-Bunsen-
Brenner auf und setzte nach Erscheinen der ersten kleinen Kondesations-Wassertröpfchen sehr beherzt
und kräftig, aber langsam stetig das passend zurecht gemachte Werkzeug an: KNIIIIRRRSCH... und die
Schraube war lose.
Fazit 1:
Wär doch gelacht, wenn wir dem sicher inzwischen in Frust-Schlaf gesunkenen Peter nicht irgendwie
helfen könnten.
Fazit 2:
Mich würd's ganz ehrlich diebisch freuen...
Gute Nacht und danke für's Zulesen.
Joachim


Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: BergerN in März 27, 2012, 08:35:43 VORMITTAG
Liebe Kollegen der festgebackenen Schrauben,
die Vorschläge der termischen Verformng kann ich nur unterstützen; es spricht auch nichts gegen mehrmalige Versuche, bei nachfügender Applikation von Kriechmitteln, entsprechend der Verdunstung.

Bei einem alten Zeiss Refraktor hat eine ähnliche Operation, mit Messingteilen, ein halbes Jahr gedauert. Dabei dürfte es sich also um Kaltverscheißung mit zusätzlicher Korrosion gehandelt haben.

Also, was 50 Jahre gebraucht hat, um zusammenzuwachsen, wird manchmal auch seine Zeit brauchen, bis es wieder getrennt ist.
Ganz so, wie im echten leben  :)
Und manchmal geht es mit einem kräftigen Ruck auch besseer als langsam: kleine, harte, nicht deformierende Schläge sind da eher wirksam.
Sogar Ultraschallbäder können helfen. (Machen zB Trompetenbauer so, um festsitzende Stimmzüge zu lösen.)


lieben Gruß, und viel Erfolg,
Nick
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 27, 2012, 09:41:52 VORMITTAG
Lieber Joachim,

ob deine Methode an Peters Revolver wirkt, wird wohl erst der Versuch zeigen, nicht umsonst heißt es Versuch macht kluch. ;) Jedoch sollten vor der thermischen Behandlung alle Objektive, egal ob noch brauchbar oder schon unbrauchbar, besser ausgeschraubt sein. Sonst macht es am Ende nicht nur
ZitatKNIIIIRRRSCH
, sondern es klimpert dann auch noch ein wenig. Aber dies nur als ergänzender Hinweis zu deinen Ausführungen bezüglich der Richtung, wie die Schraube zu lösen ist. ;D
Wenn der Schraubenkopf nun erstmal neben dem Revolver liegt und das Gewinde noch drinsteckt, nützen andere Methoden auch nichts mehr.

Schöne Grüße
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: reblaus in März 27, 2012, 10:01:15 VORMITTAG
Lieber Joachim -

Auri sacra fames - wie schon der Pirat bei Asterix sagt! Vielleicht müsste ich mal ein eine Selbsthilfegruppe gehen!

Ansonsten ist die Liste der billigen Ratschläge noch ganz unvollständig. Festsitzende Schlitzschrauben kann man z.B. noch behandeln indem man den Schraubenzieher hinten kräftig draufschlägt. Natürlich nur bei Exemplaren mit durchs Heft gehender Klinge  ;D.

Viele Grüße

Rolf



Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 27, 2012, 11:55:30 VORMITTAG
Danke , danke , danke !

Nun habe ich so viele gute Vorschläge und Ratschläge, dass ich wohl bis Weihnachten brauch um das umzusetzen. Das schöne Junior ist zum Glück nicht mein einziges Mikroskop und so kann ich mir auch die Zeit lassen. Nochmals Dank für die Tipps und vielleicht bringt der Osterhase die Erleuchtung  ;D

Einen Vorschlag habe ich vermißt.
Die Zentralschraube in das Dreibackenfutter der Drehbank einspannen (sind sicher 1,5mm) , den Revolverkopf mit einer Hand festhalten und mit der 2. Hand den Motor - hoffentlich in richtigem Drehsinn - einschalten.  ::) ::) ::)
Vorher aber den Notarzt zur Erstversorgung zur Seite bitten.

In diesem Sinne  ;D Gruß
Peter
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: Nomarski in März 27, 2012, 12:04:51 NACHMITTAGS
ZitatEinen Vorschlag habe ich vermißt.
Die Zentralschraube in das Dreibackenfutter der Drehbank einspannen (sind sicher 1,5mm) , den Revolverkopf mit einer Hand festhalten und mit der 2. Hand den Motor - hoffentlich in richtigem Drehsinn - einschalten.    
Vorher aber den Notarzt zur Erstversorgung zur Seite bitten.


Sowas macht man mit der Spanzange, die die Kräfte besser übertragen kann und außerdem ohne Motor einschalten. Das gilt übrigens auch für das Gewindeschneiden.
Und das hätte ich auch als nächstes Vorgehen vorgeschlagen, wenn der Schlitz der Schraube schon soweit verorgelt ist, daß leine Schraubenzieherklinge mehr vernünftig greifen kann. Man kennt das ja von überdrehten Kreuzschlitzschrauben. ;)

Hier nochmal zur besseren Verständlichkeit:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/88883_36851358.jpg)

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Zeiss Junior Revolverprobleme
Beitrag von: peter-h in März 27, 2012, 14:06:31 NACHMITTAGS
Hallo Bernd,

ich hatte ja versucht meinen Text mit smilies zu entschärfen.

1. Gewinde schneide ich nicht mit eingeschaltetem Motor (es gibt wenige Ausnahmen - gaaaaanz langsam)
2. Das 3 Backenfutter ist in vielen Fällen sehr hilfreich. Aber immer ohne Motor !

Das Thema ist erst mal für mich beendet, denn es gibt auch noch andere Baustellen. Diese Schraube wird schon noch nachgeben.

Grüße
Peter