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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Kurt Wirz in April 03, 2012, 19:53:14 NACHMITTAGS

Titel: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 03, 2012, 19:53:14 NACHMITTAGS
Hallo
Ich lese beflissen die Beiträge hier und habe auch schon einiges gelernt.
Es gibt aber auch (viele) Beiträge, die für mich "noch" nicht
nachvollziehbar sind.
Und so habe ich eine Frage.
Ich fotografiere seit einiger Zeit mit Zeiss Luminare (63, 40, 25mm), die ich
vor mein 105mm Makro Foto Objektiv montiere und erhalte dadurch eine
Erhöhung der Auflösung um 10-20%.
CA im Bildrand werden dadurch nicht nennenswert höher,
so bleibt auch die für Luminare typische Randschärfe erhalten.
Lange habe ich diese Kombination nicht ausprobiert, da es laut
meiner wagen Vorstellung von "Optik" ein Murks ist.

Meine Vermutung:
Luminare sind Objektive die Linsen mit einem niedrigen Brechungsindex enthalten,
somit weniger CA und somit auch weniger Linsen zur Korrektur.
Aufgefallen ist mir, wenn ich den Auszug zwischen Kamera und Optik (Luminar und 105mm)
erhöhe, nimmt die Vergrösserung nur minimal zu.
Könnte es sein, dass diese Kombination eine bessere Auflösung (Zeichnung) erzielt,
weil das Licht senkrechter auf den Chip auftrifft, wie wenn ich ein Luminar
ohne 105mm (als Zwischenoptik) verwende???

Oder kann mir jemand erklären, weshalb sich die Auflösung erhöht?

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: wilfried48 in April 03, 2012, 21:19:41 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

ist der Abbildungsmassstab in beiden Fällen gleich ?

viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 03, 2012, 21:51:07 NACHMITTAGS
Hallo Kurt

Also jetzt verstehe ich gerade die Welt nicht mehr, bei den Unendlichobjektiven - Nikon CF 5x, 10x und 20x verstehe ich das ja - mein 100er Canon ist die Tubuslins ...

Hmmm, die Luminare, Photare sind eigentlich auch eher den Unendlichobjektiven zuzuordnen ...

Vor ueber 30 Jahren habe ich ein Photar 50 in Retrostellung getestet, das hat funktioniert! In Normalstellung habe ich so etwas noch nicht getestet ...

Die Dinger sind nicht symetrisch aufgebaut, daher sollte die Retrostellung noch einmal eine Qualitaetssteigerung bringen ... ==> digital habe ich das noch nicht versucht ... Mist, den Klemmadapter von damals habe ich nicht mehr, die haben ja kein Filtergewinde ...

Damals gabs ja noch kein Stacking ...

Ich brauche mehr Zeit fuer Tests :-))

Danke fuer die Anregung, wenn Du mit Tests in Retrostellung schnetter bist lass es mich bitte wissen ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 03, 2012, 22:34:39 NACHMITTAGS
Hallo Wilfried
Ja, beide Abbildungsmasstäbe sind gleich!
Die Luminare sind für grosse Bildformate konstruiert z.B. 6x6cm Negativ Film und grösser.
Es gibt einen Bereich der empfohlen wird:
Zeiss Luminar 100mm, 1:6.3 (2:1, möglich von 1:1 – 5:1)
Zeiss Luminar 63mm/0.11, 1:4.5 (3:1, möglich von 2:1 – 10:1)
Zeiss Luminar 40mm/0.12, 1:4.5 (5:1, möglich von 4:1 – 16:1)
Zeiss Luminar 25mm/0.15, 1:3.5 (10:1, möglich von 6:1 – 25:1)
Zeiss Luminar 16 mm/0.2, 1:2.5 (16:1, möglich von 10:1 – 40:1)

Beim Luminar 25mm habe ich bei einem Abbildungsmasstab von 7:1 eine Erhöhung der Auflösung (LP/BH)
von + 40%.
Bis jetzt, ohne 105mm Objektiv hatte ich beim Luminar 25mm bei 7:1 400 LP/mm.
Mit dem 105mm Objektiv sind es 560 LP/mm.
Der Arbeitsabstand verringert sich etwa um 40%.
Diese Auflösung geht bis in die Ecken.

Die meissten Linien auf die Bildbreite oder Höhe hat das Luminar 25mm bei
etwa 8:1, das entspricht einer Distanz von etwa 210mm von Objektivanschluss Ebene
bis zur Chipebene.

Vielen Dank für dein Interesse.

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 03, 2012, 22:43:24 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard
Luminar = unendlich Objektiv???
Das befremdet mich.
Erhöht man den Auszug, dann nimmt die Vergrösserung stark zu.

Luminar 25mm, Distanz von Bildebene bis Objektiv:
4:1 = 115mm
5:1 = 140mm
7:1 = 180mm
10:1 = 270mm
15:1 = 380mm

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 03, 2012, 23:01:07 NACHMITTAGS
Hmm Kurt

Verwirrt bin ich auch, du hast mit dem Auszug natuerlich recht ...

Aber wieso funktionierts dann?!?

Nach hinten sind die Objektive auf die Filmebene gerechnet, der Bezug geht in Richtung des optimalen Abbildungsbereich ...

Es sind eindeutig asymmetrische Objektive ...

Grosses Raetsel ... Da hilt nur ein Test am Wochenende, wie bist Du nur auf die Idee gekommen ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 03, 2012, 23:07:28 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard
Man verzeihe mir, ich bin ein "Idiot".
Nur weil ich den passenden Adapter habe und nirgens,
auch an der Arbeitsstelle kein unendlich Objektiv gefunden habe,
habe ich, wenn ich schon den Adapter habe, aus purem Frust ein Luminar
drauf geschraubt, obwohl ich wusste, dass das nix bringt.

Na ja, eine Üersprungshandlung zum Idioten??

Jetzt bin ich nicht mehr gefrustet!

Das Luminar ist ganz nahe bei der vordersten Linse des 105mm Fotoobjektivs montiert.
Erhöhe ich diese Distanz ein wenig, dann wird der Abbildungsmasstab kleiner, also von 7:1 auf z.B. 6:1.

Mein Aufbau:
Zeiss Luminar25mm
Adapter dür Luminar mit Filtergewinde 52mm Durchmesser für Nikon
AF MIKRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D
Balgen, ganz Zusammen = 45mm
Nikon D7000

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 03, 2012, 23:40:59 NACHMITTAGS
Hallo Kurt

Also ich wuerde eher genial dazu sagen :-))

Wie gross ist bei Deiner Kombination der ausgeleuchtete Bildkreis ...

Gute Nacht :-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 03, 2012, 23:44:05 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard
Das weiss ich nicht,
jedoch habe ich noch keine sichtbare Vignettierung (Abdunkelung in den Ecken).

Pfus guet

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 04, 2012, 02:16:55 VORMITTAG
Hallo Kurt, hallo Gerhard,
Eure Idee, Mikroskop-Objektive oder Luminare zusammen mit einem Makro-Objektiv der 100mm-Klasse zu kombinieren, finde ich nach wie vor faszinierend.
Kurt kombiniert ein Luminar (z.B. mit Brennweite 25mm) mit einem Makro der Brennweite 105 mm, und das, wie er sagt, mit sehr geringem Abstand voneinander.
Er macht eigentlich damit nichts anderes, als dass er seinem Makro eine 'Lesebrille' verpasst, ähnlich der früher üblichen Vorgehensweise, für 'Nahaufnahmen' eine Vorsatzlinse auf die Kamera-Optik zu schrauben und damit die Brennweite und auch die Aufnahmeentfernung zu verkürzen. Seine Frage
Zitatkann mir jemand erklären, weshalb sich die Auflösung erhöht?
möchte ich mit nachstehenden Überlegungen zu beantworten versuchen und diese Antworten gleichzeitig zur Diskussion stellen:

Zunächst ein bisschen Optik:
Die Gesamtbrennweite zusammengesetzter Sammellinsen setzt sich aus den Reziproken der Einzelbrennweiten zusammen. Vereinfacht ausgedrückt
1/fGes. = 1/f1 + 1/f2 +... 1/fn
Im Beispiel oben (sowohl Luminar als auch Makro als 'einfache Linse' angenommen):
1/25 + 1/105 = 0,0400 + 0,0095 = 0,0495
fGes. = 1/0,0495 = 20,192 mm

Kurt fotografiert bei der Kombination Makro 105mm plus Luminar 25mm demzufolge nicht mehr mit 25 mm Brennweite, sondern nur noch mit rd. 20,2 mm.
Der Auszug (=Abstand des Luminars vom Chip) setzt sich ganz grob zusammen aus der Länge des Makro-Objektives (angenommen 95 mm) plus Balgen (45mm) und dem Auflagemaß der Kamera (ca. 45mm).
So erhalten wir die zu betrachtende Konstellation von 20,2 mm Brennweite plus ca. 185 mm Auszug.
In der Tabelle, die Kurt für das Luminar 25mm zusammengestellt hat, finden wir bei 185 mm Auszug einen Maßstab von 7:1 für das 25mm Luminar im Alleineinsatz.
Die wegen der Kombination mit dem Makro 105mm verkürzte Brennweite von 20,2 mm bringt in grober Näherung demzufolge ca. 23 % mehr an Vergrößerung.
Soweit zu den Fakten, die sich rein rechnerisch aus der Kombination ergeben.

Betrachtet man nun noch den für die Luminare im Alleineinsatz berechneten Bildkreis (er war für Formate bis 6 x 6 cm ausreichend) mit einem Durchmesser von 8,5 cm, so läßt sich die Verbesserung der Auflösung zum einen dadurch erklären, daß der Einsatz des 105mm Makro-Objektives nur einen kleinen Teil dieses Bildkreises (mit einem Durchmesser 4,33 *20,2 / 25 = 3,5 cm) erfaßt. Die 4,33 cm Bildkreisdurchmesser sind errechnet aus Vollformat 2,4 x 3,6 cm (Pythagoras lässt grüßen..), bei APS-C findet dann nochmals eine Reduktion um den Divisor 1,6 statt.
Eine Rand-Vignettierung ist übrigens auf keinen Fall zu befürchten, und wenn, dann ist sie mit Sicherheit nicht auf das Luminar zurückzuführen, sondern z.B. auf ein zu stark abgeblendetes zwischengesetztes Makro-Objektiv.
Die Verbesserung der Auflösung ist zum Anderen darauf zurückzuführen, daß das zusätzlich verwendete Makroobjektiv die Randstrahlen des Luminars ausgrenzt und nur die in der Nähe der optischen Achse verlaufenden Strahlen auf den Chip durchreicht. So liegt eine Begrenzung auf den optischen 'Sahnehäubchenbereich' des Luminars und damit auf Lichtstrahlen mit kleinerem Einfallswinkel sowie geringeren Aberrationen wie Streuungen, Beeinflussung durch Oberflächeneffekte vor.
Womit auch Kurt's Frage
ZitatKönnte es sein, dass diese Kombination eine bessere Auflösung (Zeichnung) erzielt,
weil das Licht senkrechter auf den Chip auftrifft, wie wenn ich ein Luminar ohne 105mm (als Zwischenoptik) verwende???
zumindest aus meinem Blickwinkel klar bejaht werden kann.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 04, 2012, 06:21:09 VORMITTAG
Guten Morgen

Danke Joachim fuer die Grundlagen, die decken sich zum Grossteil mit Testergebnissen der Vergangenheit und den realen Bildern von Kurt.

Ich habe ja ein langes Wochenende vor mir und werde einen Test mit den Leitz Photaren 12,5, 25 und 50 machen, natuerlich am Canon 1:2,8/100mm L IS. Ich habe dieses Objektiv nur noch nie am Balgen oder mit Zwischenring eingesetzt. Ich habe aber natuerlich alles zur Verfuegung ...

Wenn ich das irgendwie zeitlich hinbekomme will ich am Abend zumindest ein Livbild sehen, worauf ich schon total gespannt bin ....

Bin schon sehr gespannt wie das im Vergleich mit den Nikon unendlich Mikroskopobjektiven ausfaellt, dort komme ich ja mit der 7D gut zurecht, bei der 1D Mark IV verliere ich schon deutlich Flaeche beim 10x durch den Beschnitt und Vollformat bedeutet einen extremen Ausschnitt zu benoetigen ...

Eigentlich wollte ich ja meine Olympus UV-FL 10x, 20x und 40x, alles Endlichobjektive fuer ohne Deckglas am Balgen testen, ojeoje, die Zeit wird mir schon wieder zu wenig ....

Na Mal schauen wie weit ich komme ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 04, 2012, 07:12:43 VORMITTAG
Guten Morgen, Gerhard,
guten Morgen, Kurt.
Die für mich oberallerwichtigste Frage habe ich noch vergessen, zu stellen.
Wo bekommt man her / wer stellt her / wo kann man 'besorgen' / wo liegt
unbeobachtet herum:
eine Anschlußplatte mit zentrischem RMS-Gewinde und aussenliegendem
Außengewinde, passend zum Filtergewinde des Canon 100/f:2,8 Makro (67mm)?
Das in das RMS-Gewinde eingeschraubte Lupenobjektiv sollte zudem möglichst dicht
an der Frontlinse des Canon EF 100mm 2,8 L IS positioniert sein, ohne diese
jedoch direkt zu 'knutschen'...
In einem anderen Thread wurde die diesbezüglich aus Chinesien erhältliche Ware
ja nun gerade nicht mit Lob überhäuft.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 04, 2012, 07:58:32 VORMITTAG
Guten Morgen

Die Frage habe ich mir auch gestellt und dann hat es ein Wochenende in der Werkstadt bedeutet, das was eine echte Qual das Teil zu fertigen. Zwei Gewinde, die Frontlinse kommt nach vorne (bombiert), innen werden Lichtschutzrillen gebraucht ...

Dann gibt es noch die Aufgabe ein Einzelstuech schwarzeloxieren zu lassen, konkret mattschwarz ...

Mein Problem des letzten Jahres, hunderte Stunden mit mechanischen Arbeiten und kaum Zeit hinterm Mikroskop ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 04, 2012, 09:21:14 VORMITTAG
Guten Morgen, Gerhard.
Oha...
ZitatZwei Gewinde, die Frontlinse kommt nach vorne (bombiert), innen werden Lichtschutzrillen gebraucht ...
Danke für den indirekten Tipp.
Allein das Dengeln wäre Abschreckung genung  >:(.
Ich werde dann wohl auf die Suche gehen nach jemandem, der mir ein Adapterringelchen aus schwarzem POM fertigt mit
Aussengewinde 67 mm und Innengewinde T2 (M42 x 0.75).
Grund: Eine Platte mit Innengewinde RMS und Außengewinde T2 gibt es schon, schön mit innerwärtigen feinen Rillen,
sauber tiefmatt geschwärzt.
Kann man direkt kaufen  ;D
Wofür? Solch eine Platte passt - z.B. mit montiertem Photar, Luminar oder anderen -aren - in einen sonst linsenlosen
Compur-Verschluß, der wiederum an ein gutes, altes Hasselblad-Balgengerät...Es ist immer gut, wenn mal ein eingefleischter
Hassi-Freak Familienmitglied war  ;D
Danke nochmal für den (indirekten) Tipp.
Viele Grüße
Joachim


Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: wilfried48 in April 04, 2012, 12:02:24 NACHMITTAGS
Hallo,

was mich immer wieder wundert ist, warum man gerade mit einem Makroobjektiv die besten Ergebnisse
erzielen soll.

Ich habe mal gelernt, das das besondere an einem Makroobjektiv gegenüber einem Normalobjektiv ist,
dass es auf kleine Objektabstände korrigiert ist während das Normalobjektiv auf unendlich korrigiert ist.

In der Anordnung Mikroskopobjektiv mit ICS Optik und Kameraobjektiv als Tubuslinse muss das Makro aber
doch auf unendlich fokussiert sein. Ist es dann wirklich besser als ein Normalobjektiv ?

Gruss
Wilfried
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 04, 2012, 14:20:37 NACHMITTAGS
Hallo Wilfried,
kleine Richtigstellung: die Macro Optik wird zusammen mit dem Luminar nicht in der Einstellung 'Unendlich" verwendet.
in einem anderen Thread
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11992.msg89049#msg89049
schreibt Gerhard über sein Canon EOS 100/1:2.8 Macro
Zitatich arbeite in der 1:2 Stellung des Objektives, da erhalte ich eine bessere Auflösung wie auf 1 : 1 oder unendlich
und in diesem Thread schreibt Kurt
ZitatAF MIKRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D / Balgen, ganz zusammen = 45mm
Sicher würden beide aufgeführten Anwendungsformen auch mit einem auf 'Unendlich' gerechneten Foto-Objektiv mit 100mm Brennweite und entsprechenden Zwischenringen / Balgen einigermaßen funktionieren, aber speziell für nahe Abstände gerechnete Macro-Objektive wie z.B. das Mikro Nikkor oder das Canon EOS 100/1:2.8 Macro haben den Vorteil gut auskorrigierter Bilddarstellung in eben diesem Abstandsbereich.
Dies als Versuch einer Erklärung.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 04, 2012, 20:44:20 NACHMITTAGS
Guten Abend

Einen 1. kurzen Test habe ich gerade hinter mich gebracht, schaut vielversprechend aus ...

Es wurde das Photar 25mm mit dem Eigenbauadapter RMS auf 67mm und dem 100er Makro mit 50mm Zwischenring an der 7D eingesetzt ...

Lothar bezeichnet seine Aufnahmeeinheit liebevoll als Photomat, also ich bin mal so frech und beschreibe mein Aufnahmesystem auch als Photomat, damit ist der vollautomatische Aufnahmebetrieb im Stacking moeglich. Die Daten landen auf der SSD meines Macbook Pro, Schrittsteuerung ueber Stackshot Steuergeraet und Zerene Stacker ...

Das Livebild zeigt bei der Unendlicheinstellung des 100ers den besten Kontrast ...
Des Photar auf 4 abgeblendet ...

Die Belichtungseinstellung hat ueberhaupt nicht funktioniert, 2,5 Lichtwerte ueberbelichtet, das ist mir schon Jahre nicht mehr geglueckt ...

Die Bildserie ist damit zum Kuebeln, aber ein erster Eindruck war mir trotzdem moeglich ...

Der Kontrast schaut sehr gut aus, auf der 7D sensorgroesse gibt es keinen Qualitaetsabfall ...

Der Aufnahmeabstand ist halb so gross wie beim Nikon CF 10x, mit 16mm aber immer noch recht gut ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 05, 2012, 14:26:36 NACHMITTAGS
Liebe Luminarbegeisterte,

man lernt immer gerne dazu, aber es verwirrt mich doch sehr, dass nun Luminare in Kombination mit anderen, fremden Optiksystemen verwendet werden. Also habe ich zur Sicherheit doch den Michel 1962 herangezogen. Ich kann in keiner Zeile dort etwas von einer Kombination lesen. Sicher hat nicht jeder im Forum den Michel direkt zur Hand und so habe ich mir erlaubt 2 Seiten hier lesbar zu machen.
http://www.mikroskopie-ph.de/Michel-148.jpg

http://www.mikroskopie-ph.de/Michel-152.jpg

Die Luminare sind also nicht für unendlich gerechnet und auch nicht für eine weitere Kombination. Aber wie lautet der berüchtigte Satz  >:( ein Bild gibts immer  ;D
Sollte man nicht auch darüber nachdenken, für welchen Bildkreis diese Objektive und zu welcher Zeit sie gerechnet und gebaut wurden? Welche Korngröße hatten die Filme zu dieser Zeit  :o , was haben heutige Sensoren für Pixelgrößen  ::)

Weiter gutes pröbeln !
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 05, 2012, 17:50:07 NACHMITTAGS
Hallo Peter
So geht es mir auch, denn dazulernen ist interessant.
Und wenn auch im Michel steht ... ,
fällt mir der Kiefer herunter, wenn ich
die Auflösung und Detailzeichnung dieser
Kombination sehe.
Die Bilder werden sehr gut!
Beim Luminar 63mm erhöht sich bei mir die
Auflösung auf 150%.
Anbei zwei Bilder 3.6:1 mit Luminar 63mm mit AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D
Kamera Nikon D7000
Es sind 1000 Pixel Breite Ausschnitte, also Pixelmässig 1:1

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89631_49511529.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89631_16706803.jpg)

Das nächste Bild ist unbeschnitten, also das volle Bild
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/89631_29749761.jpg)

Gut Stack

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: reblaus in April 05, 2012, 19:41:59 NACHMITTAGS
Hallo Peter -

immerhin wurden die Luminare 40 und 25 in einer irislosen Version auch zur Mikroprojektion ohne weitere Zwischenoptik eingesetzt, also praktisch für unendlich.

Gruß

Rolf
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 05, 2012, 23:47:01 NACHMITTAGS
Lieber Kurt,

Kompliment ich verneige mich ehrfürchtig. Das ist doch mal wieder ein Anreiz zum Weiterpröbeln.  Neben der Aufnahmequalität meine ich aber sagen zu dürfen, daß solche Aufnahmen aus viel mehr Bildern bei entsprechend kleinerem Abstand gestackt sind. Um feinere Inkremente steuern zu können habe ich gestern den notwendigen Schrittmotor plus Zahnriemenräder bestellt. Eine polierte SiC-Kugel bekomme ich auch um die Antriebswelle punktförmig zu lagern.

Nun mal eine neugierige Frage: Ich habe da alte Zeiss Tessare in f 50 und 70 mm. Sollte doch wenigstens "pröbelnswert" sein ? Als Objektiv dahinter müßte ich 135 mm nehmen. Das vermeintliche 105.er entpuppte sich auch als 135.er so daß ich jetzt deren drei habe. Das Sigma 105 mm 1:2,8 DG Macro dürfte ja wegen der inherenten Sonnenblende mit etwa 25 mm Abstand ungeeignet sein ? Oder wie weit sind die ersten Linsen der beiden Objektive voneinander weg ? Entschuldige bitte die lästig vielen Fragen.

Schönen Abend

Lothar





Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 06, 2012, 07:12:44 VORMITTAG
Guten Morgen Lothar

Du kannst die Werte nicht wirklich uebernehmen wenn Du eines der beiden Objektive tauscht ...

Trotzdem meine Daten mit dem Canon 100er L IS:

Mit den Nikon CF Auflicht Mikroskopobjektiven bin ich unter 1mm Abstand, bei den Photaren bin ich auf fast 3mm.

Ich muss eine Dichtung als Distanzstueck verwenden um den selben Adapter einsetzen zu koennen ...

Beim Nikon Vorsatz bin ich bei 1:2 am Fokusring, beim Photar auf unendlich ...

Achung, bei den Photaren kenne ich 3 unterschiedliche Generationen, da die unterschiedlichen optischen Aufbau haben erwarte ich auch da unterschiedliche Ergebnisse ...

Am Balgen habe ich da Vergleiche angestellt, das 4:50 der letzten Generation ist viel kontrastreicher wie das 2,8:50 aus der vorletzten. Die beiden haben auch unterschiedliche Gewinde. RMS zu 38mm Metrisches Feingewinde ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 06, 2012, 13:19:18 NACHMITTAGS
Lieber Gerhard,

danke für die Hinweise.  Ein Osterwochenende mit Nieselwetter und Kälte ist ja prädestiniert da mal  intensiver zu "pröbeln". Vor mir liegt schon eine Hand voll Step up- und down Ringe und das SIGMA 105 DG Macro trägt bereits das NIKON CE Plan 5X/0.15 mitten im Gesicht und wird zunächst einfach mal auf das eingefahrene Balgengerät gestellt um ausprobiert zu werden. Mir kam jetzt auch eine Idee, wie ich mir ein planes Auflichttarget machen kann.

Der Schritt von der Schneeflocke zum 316L-Gewebe sollte es möglich machen. Ein Lackabdruck vom Metallgitter klingt vielversprechend. das Gewebe hat eine Maschenweite von 0,104 mm bei einer Drahtstärke von 0,065 mm. Selbst wenn da nur die Überkreuzungen der Drähte abgebildet werden, dürfte das ausreichen um Fotos zu beurteilen. Nun ja weg vom theoretisieren und angepackt !

Lieben Gruß

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 06, 2012, 16:39:11 NACHMITTAGS
Hallo Lothar

Wir haben das selbe Wetter in Wien ...

Anbei ein erster realer Test:

Übersicht:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89672_29954408.jpg)

Das Bild wurde mit der 7D und Stackshot über Zerene Stacker aufgenommen. Im RAW-Konverter war die gesamte Schärfung ausgeschalten, im Photoshop wurde das Ergebnis leicht geschärft, sonst aber nicht behandelt! Die Stacking-Fehler in der Kontur sind deutlich sichtbar, es ist ein unbearbeitetes Bild!!! Der Stack besteht aus 70 Bilder, es wurden die im Phase One RAW-Konverter unbearbeiteten Bilder entwickelt und im Zerene mit der Methode P-MAX berechnet ==> die einzige Änderung, ich habe die Bildreihenfolge festgelegt (er wollte die andere Richtung) ...

Anbei noch zwei Ausschnitte da man ja bei dieser Bildgröße nicht viel sieht ...

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89672_20171187.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89672_21712321.jpg)

Was man erkennen kann, Kurt hat recht, das gilt auch für CANON!!!

Der Auszug hinter dem EF 1:2,8/100 mm L IS beträgt exakt 50mm, Einstellung auf Unendlich, Offenblende
Die Blende am Leitz Photar 1:2/25 mm ist auf 4 abgeblendet (dort hat es meiner Erfahrung nach bei diesem Abbildungsmassstab die beste Qualität)
Beleuchtung: Schott Fostec Kaltlichtleuchte, 2 Lichtleiter. Strichlicht, mit Lichtdom, symmetrische Beleuchtung ...

==> und dieses Ergebnis motiviert mich zu weiteren Tests :-))

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 06, 2012, 23:36:22 NACHMITTAGS
Guten Abend Gerhard,

da ich mit dem 135.er weniger Vorbau habe, und das eingefahrene Balgengerät nur 34 mm dick ist, habe ich mal ganz frech ein 20.er unendlich aus der NPL Serie reingeschraubt und siehe da ,das geht auch. Ich habe kein so fotogenes Körnchen erwischt, es schlecht beleuchtet, ja sogar den Diffusor vergessen. Dann dem Getriebemotor das Zahnrad gemopst und von Hand 53 Zähnchen weitergedreht. Dann habe ich noch den Stack in 6 Gruppen aufgeteilt und die Ausgabebilder noch einmal gestackt. Ein klein wenig klarer scheint das zu werden, weil so der Vordergrundeffekt etwas vermieden wird.

Leitz NPL 20X/0.35 mit REVUENON SPEZIAL 1:2,8  135 mm dahinter auf unendlich mit ca. 40 mm Abstand
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89713_1113537.jpg)

weiterbearbeitet und einen künstlichen Hintergrund aus einem Polbild dahinter ist etwa so wie: Reim dich oder ich fress dich. ;D Also ein Schnellschuss, damit es nicht so aussieht, als hätte ich meinen Mittagsschlaf bis vorhin ausgedehnt. Dementsprechend auch schlecht freigestellt.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89713_45655034.jpg)

Lieben Gruß nach Wien

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: reblaus in April 07, 2012, 11:46:10 VORMITTAG
Hallo -

mit ebenfalls heruntergeklappter Kinnlade möchte ich als Besitzer eines EOS 100 Macro und zweier irisloser Luminare noch eine naive Frage stellen bevor ich mich in die Bastelarbeit stürze:

Das 100 Macro diene in Stellung 1:2 als "Tubuslinse": Hat dessen Abblenden hier den gleichen Effekt wie am Luminar oder würde es nur zum Vignettieren führen? D.h. kann ich die fehlende Irisblende der Luminare damit kompensieren?

Ich weiß dass man das halt ausprobieren muss - aber eine erste Einschätzung durch talentierte Optiker wäre hilfreich!

Vielen Dank

Rolf


Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 07, 2012, 12:06:33 NACHMITTAGS
Hallo Rolf
Ich bin kein talentierter Optiker!

Beim Luminar habe ich die Blende ganz geöffnet (Stellung 1).
Das 105mm Objektiv steht auf 1:1, da dann die vorderste Linse
am wenigsten durch das Objektivgehäuse überlappt wird.
Somit ist die Distanz zwischen 105mm und Luminar am geringsten.
Die Blende des 105mm ist ganz offen oder maximal bis f=8 abgeblendet,
ob ganz offen oder f=8 zeigt bei mir keinen Unterschied.

An den talentierten Optiker habe ich ebenfalls eine Frage:
Ich fabuliere mal vor mich hin und möchte fragen, ob mein
Gedankengang etwas auf sich hat.
Verwendet man zum Zeiss Luminar25 noch das 105mm,
dann ist das Bild um eine Blende heller, wie wenn man bei gleichem
Abbildungsmassstab nur das Luminar verwendet.

Ein Blenden-Wert kleiner (heller),
bei gleichem Abbildungsmassstab, bedeutet auch eine
geringere Schärfentiefe und somit eine höhere Auflösung.
Oder
Eine höhere Numerische Apertur (heller),
bei gleicher Vergrösserung, bedeutet auch eine
geringere Schärfentiefe und somit eine höhere Auflösung.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 07, 2012, 12:07:35 NACHMITTAGS
Hallo Rolf

Die Antwort ist nein ...

:-)

Gerhard

PS: 1:2 ist bei mir mit Nikon CF Auflicht-Mikroskop-Objektiven und NICHT mit dem Photar!!! Wenn du nicht die L IS Ausführung hast schaut die Welt wieder total anders aus ==> das Objektiv hat konstruktionsbedingt in der Mitte eine schlechtere Qualität wie im Drittel, da ist man einen Kompromiss eingegangen der dir bei dieser Anwendung nicht gerade Recht sein kann ...
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 07, 2012, 13:08:21 NACHMITTAGS
Hallo Rolf,
falls Du Deine Luminare dennoch abblenden möchtest, kann das auch mittels Lochblende, auf die hintere
Linse gelegt und mit zwei dünnen Streifen Doppelklebeband auf der Linsenfassung gesichert, geschehen.
Die Blenden können sehr einfach mittels normalem Korkbohrersatz aus schwarzem Tonkarton hergestellt
werden.
Wer noch weniger Lichtstreuung haben möchte und etwas mutig ist, kann auch 500er Feinschmirgelpapier
nehmen. Letzteren Tipp habe ich aus dem Astro-Volk bekommen.
Viel Spaß beim österlichen Basteln.
Neidgrüne Grüße
Joachim
PS: Grund für Grün: Was nutzt es, wenn ein Makro 100/2.8 L IS rumsteht, Luminare auch, aber kein Adapter
M67-RMS da ist...
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 07, 2012, 13:53:53 NACHMITTAGS
Hallo die Luminaristen,

und solche die es noch werden wollen, würde ich beinahe sagen wollen.

Nur meine ich, daß andere Objektive als "Lupe" auch verwendbar sind, wie die Spezialisten vormachen. So habe ich heute mit dem NIKON CE Plan 5X/0.15 und mit dem Leitz NPL Fluotar 10X/0.22 erfolgreich das 135.er 1:2,8 eingesetzt. Beim Nikon 5.er habe ich auch mal mit meinem Kleberabdruck Lack war mir zu fummelig (Ungeduld) von einem Stück 316L-Gewebe die Abbildungsleistung in Abhängigkeit vom Auszug angetestet und festgestellt, daß ich mit ganz eingefahrenem Balg etwas daneben liege. Leichte Unschärfe in den Ecken, welche bei einem Auszug von 10mm schon weniger wird. Das gibt aber eine Versuchsserie für sich. Wobei ich für mich persönlich sage, meine Ameise oder was auch immer wird ohnehin in Scheibchen geschnitten und in der Bildmitte liegen. Also "Objektivfehler" mit PS und mit Stacking verschwinden lassen kann zur Gewohnheit werden. Ich stelle mit einem gewissen Grad des Entzückens fest, daß der Hinweis auf Verwendung von Kameraobjektiven als Tubuslinse für meine Bedürfnisse mit 3 Sternen zu belohnen ist und sage da auch ganz artig DANKE !

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89764_13863815.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89764_31545541.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89764_18298783.jpg)
Ob das letzte wirklich zu den Sämereien zählt? (Sieht eher nach Holz aus ) Die kamen alle aus einer Tüte namens "Blumen-und Kräuterpracht"

So ich meine ohne mich loben zu wollen, die Geschichte hat durch die guten Tips und Erfahrungen eine kleine Steigerung erfahren.

@ Hallo Rolf,

bei mir führt die Verwendung der Blende im oberen Objektiv sofort zu Vignettierung und ich meine da hat Joachim eben schon den richtigen Tip gegeben. Ich habe hier verschiedene Unterlagsscheiben liegen, welche ich mit Mausgrau matt gesprüht habe. Da man aber nicht mehr als drei Dinge gleichzeitig ändern soll, ;D sind diese nur selten im Einsatz.

Beste Grüße aus dem nieselnden Rupertiwinkel

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 07, 2012, 20:07:39 NACHMITTAGS
Hallo Lothar

Das sieht doch schon deutlich besser aus, die Versuche lohnen ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 07, 2012, 23:05:03 NACHMITTAGS
Ja Gerhard meine ich auch.

Habe heute Nachmittag die tote Fliege hervorgeholt um mal zu sehen wie das aussieht, wenn man nicht gerade überkreuzte Beine vor sich hat. Ist so gut geworden, daß es mich etwas ärgert, den Kopf nicht mit ins Bild genommen zu haben. Insgesamt 173 Einzelfotos. Das gezeigte Bild ist lediglich verkleinert für das Forum. Noch keinerlei Nacharbeit.

Nikon CE Plan 5X/0.15 ---> Balgen ---> REVUENON SPECIAL 1:2,8 135 mm ---> MEX-5
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89819_62122335.jpg)

Gruß nach Wien

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kay Hoerster in April 07, 2012, 23:09:07 NACHMITTAGS
Zitat von: Lothar Gutjahr in April 07, 2012, 23:05:03 NACHMITTAGS

Nikon CE Plan 5X/0.15 ---> Balgen ---> REVUENON SPECIAL 1:2,8 135 mm ---> MEX-5

Hallo Lothar, kurze Frage: Ist die Reihenfolge des Aufbaus tatsächlich wie angegeben, also Nikon am Balgen und beides dann vor dem 135er? Wie groß ist dann der Balgenauszug? Kannst Du mal ein Bild vom Aufbau zeigen?

Dank und Gruß Kay
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 07, 2012, 23:31:32 NACHMITTAGS
Guten Abend Kay,

Das Balgengerät war etwa 10 mm ausgefahren und trägt 34 mm auf. Also etwa 45 mm Abstand. Ich will noch bis nach den Feiertagen warten, bis der Antrieb umgebaut ist. dann kommen Fotos davon. Den Abstand nicht al Heiligtum betrachten. da will ich extra mal mal schauen, bei welchem Abstand das am randschärfsten zeichnet. Auch sind Adapter in der Post um mal das Objektiv direkt vor das Fotoobjektiv zu setzen. Da ich in Fotoobjektiven "schwimme" werde ich auch andere Brennweiten mal testen.

Ostergrüße

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothman in April 08, 2012, 12:11:11 NACHMITTAGS
Zitat von: Kurt Wirz in April 07, 2012, 12:06:33 NACHMITTAGS
Beim Luminar habe ich die Blende ganz geöffnet (Stellung 1).
Das 105mm Objektiv steht auf 1:1, da dann die vorderste Linse
am wenigsten durch das Objektivgehäuse überlappt wird.
Somit ist die Distanz zwischen 105mm und Luminar am geringsten.
Die Blende des 105mm ist ganz offen oder maximal bis f=8 abgeblendet,
ob ganz offen oder f=8 zeigt bei mir keinen Unterschied.

Könnte man es so erklären, dass durch den Einsatz des Makrobjektives einfach ein größeres Bildfeld des Luminars erfasst wird und auf den APS-C Chip "komprimiert" wird, daher mehr Licht und mehr Auflösung? Also quai die 6x6 cm auf z.B. 3x3cm abgebildet werden.
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Stuessi in April 08, 2012, 12:24:52 NACHMITTAGS
Meine Vermutung:
Durch die Kombination wird die Brennweite verkleinert, während die Objektivöffnung sich nicht ändert: die effektive Blende wird größer, damit auch das Auflösungsvermögen.

Gruß,
Stuessi
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: wilfried48 in April 08, 2012, 14:48:13 NACHMITTAGS
Hallo,

das Auflösungsvermögen eines Objektivs ist nach Abbe vom objektseitigen Aperturwinkel abhängig (d= lambda/sin Aperturwinkel), der von der Objektivfrontlinse noch erfasst wird. Durch die Kombination Luminar und 100 er Makroobjektiv, wird die Brennweite, des Luminars von 25 mm auf ca. 20 mm verkürzt, wie schon mehrfach erwähnt wurde. Daher muss bei gleichem Abbildungsmassstab der Arbeitsabstand kleiner sein und somit bei gleichem Frontlinsendurchmesser der erfasste Aperturwinkel grösser werden. Somit wird auch das Auflösungsvermögen grösser.
Mich wundert nur dass die Korrektur des Luminars das mitmacht.
Aber wenn Kurt das auch an seinem planaren Zeiss Testgitterobjekt gemessen hat, ist das wohl untadelig richtig und eröffnet einen neuen besseren Umgang mit den alten hervorragenden Luminaren, egal was im Michel steht.

viele Grüsse
Wilfried


Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 08, 2012, 17:00:22 NACHMITTAGS
Hallo Wilfried

Zu dem Ergebnis bin ich Heute beim Mittagessen, Italiener mit 1/8 Rotwein auch gekommen ==> ich habe also einen Denkfehler gemacht, man darf auf keinen Fall abblenden da das die Apertur wieder nach unten treibt ...

Übrigens, die letzten Leitz Photare sind um einige Jahre jünger wie die im Michl beschriebenen Luminate, die letzte Version muss so um die 85-86 berechnet worden sein (Aussage eines ehemaligen Entwicklers der Objektiv-Konstruktion von Leitz) ...

Die Verkürzung des Aufnahmeabstands kann ich wunderbar nachvollziehen, die Überlegungen mit der Brennweiten-Verkürzung können aus meiner Sicht als erwiesen erachtet werden. Ich habe bisher nur mit zwei Stufen abgeblendeten Photar getestet ==> sehr schlecht, es geht also noch weit besser wie in meinen Beispiel-Bildern ersichtlich, zumindest nach der Theorie ...

Ich werde spätestens morgen eine neue Testserie machen und einstellen ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 08, 2012, 17:05:15 NACHMITTAGS
Auf den direkten Vergleich zum Einsatz einer Vorsatzlinse in Zusammenhang mit zugeordneten Berechnungen sowie einer
groben Einschätzung der Erhöhung des Auflösungsvermögens wurde bereits in Antwort #9 eingegangen.

Ferner bleibt es fraglich, ob eine "preiswerte Vorsatzlinse" in der Größenordnung von 40 dpt
(f = 2,5 cm) mit gleich guter Korrektur wie Luminare oder ähnlich aufgebaute Lupenobjektive
kommerziell erhältlich sein wird.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 08, 2012, 20:31:06 NACHMITTAGS
Hallo Safari
Das 105mm Objektiv vergrössert nicht (Stellung 1:1),
das Luminar vergrössert ca. 7x!
Dass nun das Luminar lediglich eine Vorsatzlinse sein soll,
die 7 x Vergrössert, leuchtet mir nicht ein.
Vor allem auch darum nicht, weil die Vorsatzlinse (Luminar) in dieser Kombination
eine höhere Auflösung brint wie das eigentliche Objektiv (105mm) und
ebenfalls eine höhere Auflösung, wie wenn es alleine verwendet wird.
Ich wusste bis jetzt auch nicht, dass man Vorsatzlinsen alleine
verwenden kann.
Ich bin kein Optiker und frage deshalb etwas provokativ,
du mögest mir dies verzeihen.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 08, 2012, 21:40:07 NACHMITTAGS
Hallo Safari
Vielen Dank für deine Antwort.
Ich verstehe sie, doch dabei geht mir noch eine weitere Frage durch den Kopf.
Meine weiteren Äusserungen sind Fragen!

Zur Zeit der analogen Fotografie, der Zeit der Luminare, war die Bearbeitung der Bilder
sehr aufwendig und in der Makro- Mikroskopie war in erster Linie
Kontarast erwünscht,
mit diffuser Feinzeichnung konnte man keine aussagekräftige Bilder herstellen.
Etwas mehr Kontrast erzeugt das Gefühl von schärfer und (dumme "logische" Folgerung),
mehr Detailzeichnung.
Kontrast, Deconvolution und "hervorzaubern" von Details ist Heute
keine grosse digitale Anstrengung mehr.
Somit müssen die modernen Objektive nicht mehr so hart zeichnen.
Nun die eigentliche optische Frage.
Hat ein weichzeichnendes Objektiv eine höhere Auflösung, wie
ein kontrasthartes Objektiv?

Könnte es sein, dass die Luminar -105mm Objektiv Kombination
zu einer weichzeichnenden optischen Einheit wird?

Denn es ist mir ebenfalls aufgefallen, dass in den schwarzen
Haaren, die das Luminar alleine, als schwarze breite Fläche ohne
Zeichnung zeigt,
die Kombination aber eine gut erkennbare Zeichnung in den Haaren (Längsstreifen)
zu Tage bringt und die schwarzen Haare etwas schmaler sind.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 08, 2012, 22:56:41 NACHMITTAGS
Hallo Safari

Ich hatte so einen Vorsatzlinsensatz - Elpro - zu meinem Leitz 100er Makro, die Kombination habe ich gerne in Verwendung und ist erst verkauft worden wie das 100er IS L von Canon auf den Markt gekommen ist. Ich habe damals das Leitz, das Zeiss und das Canon verglichen. Den besten Kontrast und den geringsten Abfall an Qualitaet hatte das Canon ...

Den Elpro habe ich am Canon getestet, das war ein Reinfall.

Es passt also nicht jede Vorsatzlinse ...

Den Test mit der offenen Blende habe ich in der Zwischenzeit fotografiert, die Ueberlegung mit der Apertur stimmt. Es gibt eine bessere Aufloesung ... Die einzelnen RAWs schauen gut aus, der Versuch mit absolut ungeschaerften RAWs sind mit Zerene und Helicon schief gegangen. Ein Versuch mit den ersten 19 von 169 Bildern mit unterschiedlichen Korrekture bzw. Einstellungen zeigt eindeutigen Bedarf an im RAW-Konverter zur Vorschaerfung. Jetzt geht das Spiel los wie viel ...

Morgen gehts dann weiter ...

Da Kurt und ich unterschiedliche Kombinationen einsetzen bin ich schon sehr gespannt wie nahe sich die Ergebnisse kommen!

Gute Nacht :-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: wilfried48 in April 08, 2012, 23:01:52 NACHMITTAGS
Zitat von: Safari in April 08, 2012, 22:13:18 NACHMITTAGS
Mein Problem ist, ich kann keine vernünftige Aussage über die optische Leistung der Objektive treffen, weil ich weder die dazu notwendigen Geräte, noch das notwendige Wissen habe. Wirklich brauchbare Antworten habe ich hier im Forum leider auch nicht gefunden.

Hallo Safari,

dem ersten Satz stimme ich voll zu.

Dem zweiten Satz kann ich nicht zustimmen, oder ist die Antwort die Kurt in diesem Faden gegeben hat etwa nicht brauchbar ?
Bei den 7:1 Makroaufnahmen mit dem Luminar 25mm am 100er Makro fällt mir wirklich auch die Kinnlade runter und die gemessenen 560 Linienpaare/mm müssen von modernen Objektiven erst mal getoppt werden.
Ich habe jedenfalls noch nichts Vergleichbares gesehen. Und eine Vorsatzlinse mit 40 Dioptrien mit dieser Leistung kannst du sowieso vergessen.

viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 08, 2012, 23:12:28 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard
Im zusammenhang mit meinen vergleichsaufnahmen bin ich über die
unterschiedliche Qualität der RAW Converter gestolpert.
Ich fotografiere mit Nikon und verwendete immer den
Nikon RAW Converter in ViewNX 2.
Jetzt habe ich den RAW Converter von Adobe in Photoshop
verglichen und fest gestellt, dass die "Auflösung" des Adobe
RAW Converters höher ist!!!

Hallo Wilfried
Alle meine Angaben betreffend Auflösung LP/mm oder LP/BH oder
Linien/mm oder Linien/Bildhöhe Breite usw. sind keine mit der Norm gemessenen Werte
und deshalb nicht mit Norm Werten vergleichbar.
Ich messe immer gleich und kann somit INTERN vergleichen!

Gut mess

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 08, 2012, 23:53:14 NACHMITTAGS
Hallo Safari
Ich vermute, dass man bei einem etwa 2:1 Bild mit 1200x870 Pixeln
die tatsächliche Auflösung der original Aufnahme
(Olympus E 510, 3648x2736 Pixel) nicht beurteilen kann.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 09, 2012, 08:52:48 VORMITTAG
Guten Morgen Kurt

Das mit den RAW-Konvertern kann ich nur bestätigen, ich habe 4 unterschiedliche im Einsatz ...

Die besten Details in den Lichtern - die Anforderung trifft ja auf die meisten Mikrofotos zu - liefert nach wie vor das Produkt von Phase One ==> Capture One Pro

Das ist im Ausdruck auch noch deutlich von den Betrachtern zu erkennen. Auch bei den Stacking-Programmen haben wir leider dieses Phänomen, eigentlich sollte Zerene mit meinem Blaumohn besser zurecht kommen, möglicherweise haben die bei Helicon mit dem lezten Update die Welt auf den Kopf gestellt ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 09, 2012, 10:13:07 VORMITTAG
Guten Morgen in die Star-Stackingwelt,

hier meine neugierige Frage: bringt das wirklich noch einmal einen Qualitätsschub, das Kompressionsverfahren RAW zu nutzen und das alles noch mal selbst zu machen, was die Kamera sonst für mich erledigt?
Ich nutze schon immer nur das jpg-Format und müßte mich erst mal mit dem RAW auseinandersetzen um damit zu arbeiten. Ist das wirklich nochmal ein ersichtliches i-Tüpfelchen ?

Danke für eure Meinung

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: wilfried48 in April 09, 2012, 10:42:37 VORMITTAG
Zitat von: Safari in April 08, 2012, 23:55:33 NACHMITTAGS
Zitat von: Kurt Wirz in April 08, 2012, 23:53:14 NACHMITTAGS
Hallo Safari
Ich vermute, dass man bei einem etwa 2:1 Bild mit 1200x870 Pixeln
die tatsächliche Auflösung der original Aufnahme
(Olympus E 510, 3648x2736 Pixel) nicht beurteilen kann.

Gut Licht

Kurt
Kurt, das kann ich aber bei fast allen Bildern in den Foren nicht.

Hallo Safari,

aber bei den Bildern oben wo Kurt den 1:1 Pixelausschnitt  (1 Bildschirmpixel entspricht 1 Kamerapixel) zeigt schon.

Wenn du das bei diesem Bild mit der Billig - Vorsatzlinse machst (natürlich mit dem Originalbild) würdest du sehen, dass zum Luminar doch eine kleine Welt klafft, die den Preisunterschied rechtfertigt.

viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 09, 2012, 11:45:15 VORMITTAG
Hallo Lothar

JPG wird eingesetzt wo es auf Qualität nicht ankommt, Reportagefotografie und Erinnerungsfotos ...

Wo es um Qualität geht wird RAW eingesetzt, höherer Kontrastumfang, bessere Farbigkeit, die volle Kontrollmöglichkeit ...

Aber eines ist natürlich schon zu bedenken, was hilft das beste Instrument wenn man es nicht spielen kann. Was ich damit sagen will, im digitalen Workflow wird jede Menge Qualität liegen gelassen und das Problem sitzt vor dem PC/MAC ...

Man kommt aber sehr schnell in die Gänge wenn man sich damit auseinandersetzt ... ==> also nur Mut, auch wenn die ersten Ergebnisse möglicherweise schlechter sind ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 09, 2012, 12:35:31 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,

hast Du 2 Beispiele ( JPG und RAW ) wo wir hier auch nach dem Durchjubeln durchs Internet auf dem Bildschirm den Unterschied erkennen können? Oder macht es keinen Sinn, wenn wir keine kalibrierten Monitore haben?

Grüße in den Süden
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: treinisch in April 09, 2012, 13:13:05 NACHMITTAGS
Hallo Lothar,

hier (http://froknowsphoto.com/raw-vs-jpeg-side-by-side-comparison/) kannst Du Dir ein paar Alltags-Beispiele RAW / JPEG anschauen.

Viele Grüße

Timm
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: reblaus in April 09, 2012, 14:18:37 NACHMITTAGS
Hallo Timm -

Danke für den Link! Er wird mir helfen endlich meine Trägheit zu überwinden ...

Gruß

Rolf
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 09, 2012, 15:01:50 NACHMITTAGS
Lieber Timm,

da schließe ich mich Rolf an und sage auch vielen Dank !
Vor dem Mittagsschläfchen habe ich bereits die Kamera auf RAW + jpg umgestellt. Ist ja bei 16 GB Chips kein Luxus mehr.

Da bin ich mal gespannt, was ich da die letzten 12 Jahre verpasst habe.

Schönen "Machmittag" noch

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 09, 2012, 16:35:23 NACHMITTAGS
Hallo
Ich habe inzwischen versucht, in etwa vergleichbare Aufnahmen herzustellen.
Ich habe lediglich die Blitzdauer korrigiert,
da ja das Luminar alleine etwas dunkler ist.
Zusätzlich habe ich noch ein altes (ca. 30 Jahre) 105mm Objektiv
von Nikon dazugenommen.
Die Auflösung mit dem AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D
ist am höchsten, jedoch auch am flausten.
Das 30Jahre alte 105mm Nikkor löst nicht so fein auf,
doch ist der Kontrast etwas stärker.
Das Luminar alleine, löst nicht so hoch auf,
jedoch ist es am kontrastreichsten mit sauberen Kanten.

Ich mag das Flaue AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D,
da ich jederzeit den Kontrast etwas mit der Verarbeitung
erhöhen kann.

Die Bilder sind keine Stacks.
Es sind Pixelmässig 1:1 Ausschnitte,
die hier gezeigten 1000 Pixel Bildbreite sind ein Ausschnitt von der Original Bildhöhe mit 3264Pixel.

Die Distanz zwischen Luminar und vorderster Linse der 105mm Objektive ist unterschiedlich,
der Abbildungsmassstab ändert sich dadurch nicht.
Distanz zwischen Frontlinse 105mm bis Auflagefläche Luminar:
AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D = 17mm
Micro-NIKKOR 105mm 1:4 = 22mm

Vielleicht bringen diese Bilder etwas Licht in die Sache.

Gut Licht

Kurt

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89939_59107968.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89939_7507620.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89939_39376985.jpg)
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: cle in April 09, 2012, 18:07:34 NACHMITTAGS
Brian Johnston beschreibt in Miscape, wie man mit mehreren Nahlinsen photografiert

http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/artoct05/bjmacro.html

MfG    Claus
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 09, 2012, 18:08:19 NACHMITTAGS
Hallo Safari
Es ist das Zeiss Auflösungstest-Objekt 3000.
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9645.15

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Stuessi in April 09, 2012, 18:17:30 NACHMITTAGS
Zitat von: Lothar Gutjahr in April 09, 2012, 10:13:07 VORMITTAG
... bringt das wirklich noch einmal einen Qualitätsschub, das Kompressionsverfahren RAW zu nutzen und das alles noch mal selbst zu machen, was die Kamera sonst für mich erledigt?
...
Hallo Lothar,

in vielen Fällen sind die jpg-Bilder, wie sie aus der Kamera kommen, vollkommen ausreichend. Wenn man aber z.B. in einem bestimmten Tonwertbereich eine Kontraststeigerung erreichen will, hat man im RAW-file mehr Abstufungen. Ich will mal an einem extremen Beispiel demonstrieren, was man evtl. verschenkt.
Aus dem Bild eines Graukeils

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89948_3843681.jpg)

habe ich 15% des hellsten Bereichs kopiert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89948_23373221.jpg)

Wende ichauf diesen Ausschnitt die automatische Tonwertkorrektur an, erhalte ich diese Ergebnis:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89948_18777973.jpg)

Die Anwendung der Tonwertkorrektur während der RAW-Entwicklung auf den gleichen Bildausschnitt erzeugt aber dieses Ergebnis:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89948_31699403.jpg)

Gruß,
Stuessi
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: ethrilas in April 09, 2012, 19:02:24 NACHMITTAGS
Hallo Safari,
sag ihr doch einfach: es handelt sich um eine "Diamant"Platte.... Das wird dem Preis eher gerecht.  :D
Gruß
Steffen
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 09, 2012, 19:03:52 NACHMITTAGS
Hallo Stuessi,

da sieht man jetzt im Detail, wo die Abstufungen in der Farbe hinter der Katze herkamen. Danke für deine Arbeit, die du dir gemacht hast. Ich habe mich jetzt schon geärgert, daß ich RAW+jpg gewählt habe. Die Auflistung abwechselnd TAW und JPG ist nervend und ich werde schleunigst ganz auf RAW umstellen. Habe gerade für einen Stack 243 Bildern gemacht und da kommt keine Freude auf jedes zweite in ein separates Directory zu kopieren bevor es weitergeht. Mag ja sein, daß der PC-Freak das mit drei Klicks erledigt. Mir fehlt da die Routine. Bei RAW haut der ja auch 14,368 MB Dateien auf die Platte, da muß man schon etwas aufpassen, was aufhebenswert ist.
Jetzt werde ich versuchen mich in diese neue Welt einzuarbeiten. Danke noch einmal an alle die bei der Entscheidung geholfen haben.

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: reblaus in April 09, 2012, 19:10:41 NACHMITTAGS
Hallo Kurt -

nochmals Dank für die Mühen mit diesen Fotos - als Nebeneffekt dieses Zwirns sehe ich jetzt endlich mit eigenen Augen, warum früher ein Tessar nicht als besonders gut auflösend aber als besonders kontrastreich galt und so schöne Dias machte.

Gruß

Rolf
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 09, 2012, 19:32:21 NACHMITTAGS
Hallo Safari
Die "Unendliche Geschichte".
Auf der stochernden Suche nach geeigneten Objektiven,
habe ich schon einiges mehr im Objektivkauf in den Sand gesetzt.
Jetzt gehe ich etwas gezielter um und spare dadurch Geld.
Dennoch habe ich mir über Ostern im grossen Markt einige und
meine ersten unendlich Objektive besorgt, um mich einzuarbeiten.
Carl Zeiss Jena Mikroskopobjektiv Planachromat 6,3x/0,12 ∞/-, für 34.- Euro
Nikon CF Plan 10x/0.30 infinity/0 BD DIC, für 147.- Euro
Carl Zeiss Jena Mikroskopobjektiv Auflicht Planachromat 12,5x/0,25 ∞/0, für 30.- Euro

Diese Objektive verlangen von mir wieder viel Zeit, diese Zeit ist ein Mehrfaches wert wie die Objektive.
Es würde sich mehr rentieren, wenn ich neben der Arbeit, Zeitungen vertragen gehen würde,
aber dazu bin ich zu faul (ich stehe nur ungern um 4:00 Uhr in der Früh auf).

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 09, 2012, 20:42:09 NACHMITTAGS
Hallo Safari

Am besten legst Du ihr einen Diamanten daneben und sagst ihr sie kann sich entscheiden welches der beiden sie bekommt und was fuer dich dann ueberbleibt ... Das Glas ist dir sicher .-))

Liebe Gruesse

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Bachianer in April 11, 2012, 13:52:55 NACHMITTAGS
Hallo Foto-Experten,

die Diskussion hier zeigt mir das ich anscheinend überhaupt keine Ahnung von der Fotografie habe...

Hätte da mal eine Frage zu Kurts Testfotos!

Wenn ich mir die drei Fotos so anschaue erscheint mir doch das erste Foto mit dem Luminar als schärfstes Bild, damit müsste doch auch die Auflösung am höchsten sein und der Kontrast auch ???
Sollte ich mich zwischen diesen drei Linsen entscheiden ohne zu Wissen welche Testfoto von welchen Objektiv stammt würde ich die erste Linse nehmen!
Die beiden anderen Fotos würde ich eher als flau und unscharf bezeichnen!
Wieso dann eigentlich nicht einfach "nur" mit dem Luminar fotografieren?

Fragende Grüße,
Andreas

P.S. Das Bild von der Fliege ist bombastisch gut...

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 11, 2012, 14:42:17 NACHMITTAGS
Lieber Andreas,

da geht es dir ähnlich wie mir. Nur habe ich inzwischen gelernt, daß man den Kontrast, Helligkeit und so fort jederzeit  per Bildverarbeitung aufpeppen kann. Wo du darauf achten mußt bei den gezeigten Aufnahmen ist daher, bei welchem Foto kann ich noch über 400 hinaus Linienpaare unterscheiden. Das ist es was zählt, wenn es um die Auflösung geht. Auch ein Nachschärfen ist bekanntlich kein Problem, wenn die Substanz dazu vorhanden ist.
Meine mittlerweile dazu gewachsene Meinung.

Gruß Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Bachianer in April 11, 2012, 15:06:40 NACHMITTAGS
Zitat von: Lothar Gutjahr in April 11, 2012, 14:42:17 NACHMITTAGS
Lieber Andreas,

da geht es dir ähnlich wie mir. Nur habe ich inzwischen gelernt, daß man den Kontrast, Helligkeit und so fort jederzeit  per Bildverarbeitung aufpeppen kann. Wo du darauf achten mußt bei den gezeigten Aufnahmen ist daher, bei welchem Foto kann ich noch über 400 hinaus Linienpaare unterscheiden. Das ist es was zählt, wenn es um die Auflösung geht. Auch ein Nachschärfen ist bekanntlich kein Problem, wenn die Substanz dazu vorhanden ist.
Meine mittlerweile dazu gewachsene Meinung.

Gruß Lothar

Lieber Lothar,

soweit so gut, aber warum soll man per Bildberarbeit etwas herausholen was im ersten Bild schon alles da ist ???

Nachschärfen, Kontrast u.s.w. kann man natürlich im Nachhinein bearbeiten aber wozu wenn das Original schon soweit passt?

Immer noch fragende Grüße,
Andreas
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 11, 2012, 15:22:09 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

danke für die 3 Beispiele. Sicher ist es schwer und auch mit einigen Fehlern behaftet, will man nun die beste Version herausfiltern. Ich verlasse mich dann immer auf die Auswertung des Kontrasts nach Michelson.
So erhalte ich bei den 360 Linien :
1. Bild = 0,085
2. Bild = 0,043
3. Bild = 0,189

Diese Wertung hat erst einmal nichts mit der Auflösung zu tun !

Bei den 250 Linien sieht es wieder anders aus.
1. Bild = 0,238
2. Bild = 0,044
3. Bild = 0,112

Mit Arbeit und viel Unsicherheit könnte man nun eine MTF Kurve der 3 Beispiele zauber  ;D
Gruß
Peter


Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 11, 2012, 16:27:11 NACHMITTAGS
Lieber Andreas und natürlich alle Anderen

Du musst zwischen die Striche schauen und dich nicht vom Kontrast der Linien blenden lassen, das ist das Geheimnis an den von Kurt gezeigten Bildern ...

Wobei natürlich Auflösung nicht alles ist, das ist richtig und sicher ist, was nicht da ist kann im Workflow nicht herausgearbeitet werden. Was mir jetzt so durch den Kopf geht ist, wie viel Auflösung verliere ich wieder in der Bildbearbeitung und ist dieser Anteil bei der reinen Balgen/Objektiv-Kombination gleich. Das bei Kurts Bilder viel überbleibt und die Ergebnisse absolut beeindruckend sind steht ja ausser Zweifel ...

Ich bin da gerade ob meiner Tests in den letzten Tagen verunsichert, die Stacking-Software ist der erste Killer der Auflösung. Eine Rauschunterdrückung, die Gradations-Kurve, die Sättigung, das Schärfen, usw. weitere Befehle die Auflösung vernichten ... Das ganze ist jetzt natürlich auch noch eine Frage der Ausgabegröße ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 11, 2012, 16:28:23 NACHMITTAGS
Noch eine Frage an wissende Luminarexperten.

Bin ich richtig informiert, dass die Luminare reine Achromate, also keine Apochromate sind?
Falls JA, dann sollte doch ein neuer gerechnetes Apoobjektiv für 2:1 bis 10:1 (z.B. Vergrößerungsobjektiv von Schneider oder Rodenstock) eine schärfere, aber in der Hauptsache auch kontrastreichere Abbildung ermöglichen.

Falls dieser Gedankengang stimmt, dann kommt die nächste Frage, warum ich für ein altes Luminar (ca. 30 Jahre) bis zu 500.- Euro zahlen soll, wo es die angesprochenen Apos für 150.- bis 200.- Euro gibt.

Grübel grübel ......
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 11, 2012, 20:10:57 NACHMITTAGS
Hallo Safari,

Bei Deinen Worten
.... Bei den Preisen der Luminare sehe ich gewisse Ähnlichkeiten mit Einschlaglupen.
Konnte ich nur noch lachen  ;D JA, da ist eine Ähnlichkeit zu sehen ! Es wird hoffentlich nicht mehr lange dauern und ich kann mit einem Apo einen Vergleich machen. Allerdings fürchte ich jetzt schon um mein Leben, wenn ein Luminar dann schlechter weg kommt  :o
Ein ganz anderer Versuch (den ich hier nicht einbringe) zeigte auch mit einem Leitz/Leica Summicron gegenüber anderen 50mm Objektiven keinen signifikanten Vorteil - NEIN - auch bei ganz kritischer Betrachtung und Auswertung !
Wann wurden die Leica M-Objektive gerechnet ? 1970 ? manche auch früher. Was kann man heute und welche neue Gläser gibt es? Welche Korngröße hatte der Film 1970 und was sind die Pixelgrößen heute ?
Meine vielen schöne alten Canon FD Objektive sind nur noch Briefbeschwerer. Für gute Digitalkameras zeigen sie unbarmherzig ihre Schwächen. So ist das nach 20 , 30 oder mehr Jahren eben.

Peter


Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 11, 2012, 22:07:30 NACHMITTAGS
Hallo
Hier nun Bilder die etwas Licht bringen sollen.
Ich habe die flaueste, aber höchst auflösende Variante der Objektive gewählt:
Zeiss Luminar 25mm mit AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D, dies im Massstab von 7,3:1.
Die Bilder habe ich bearbeitet, so wie es zur analogen Zeit noch nicht möglich war.
Es ist ein unbeschnittenes Bild und ein Ausschnitt, der Pixelmässig 1:1, tausend Pixelbreite
des Originals in 1000 Pixeln zeigt.
Das Luminar 25mm schneidet nach meiner Meinung, mit Hilfe des 105mm Objektiv sehr gut ab!

Zu bedenken ist:
Die Messwerte der Auflösung der Objektive enden da, wo bei Linien (s/w) weniger
wie 10% Kontrast gemessen wird.
(habe ich als Vorlage ein Bild, das nur 10% Kontrast aufweist, dann kann ich, wenn es in RAW ist
mit digitaler Bearbeitung ein aussagekräftiges Bild herstellen, ohne dass ich irgend etwas dazu Dichte.)
Wähle ich eine DIGITALE Kamera, die gerade noch diese 10% des Objektives auflöst, dann habe ich 10% verschenkt!
Wähle ich eine Digitale Kamera die eine z.B. 4 Mal so hohe Auflösung hat (natürlich im RAW Format),
dann erfasse ich diese letzten 10% ebenfalls zum Teil noch.
Konzentriere ich mich bei der digitalen Bearbeitung auf diese leicht und minim anwesenden 10%,
dann kann ich da noch einiges an Auflösung und Information herausholen.
(Schon zur analogen Zeit, konnte man bei einem feinkörnigen 25 ASA Film mehr herausholen wie bei einem 200 ASA Film!).
Diese 10% Schwelle des Kontrastes als Mass zur Beurteilung der Qualität unterschiedlicher Objektive ist o.k.,
ein Vergleich ist damit möglich.
Die Folgerung daraus, dass darunter nichts mehr zu sehen ist, war zur analogen Zeit einigermassen zutreffend.
Heute kann man aber durch Bearbeitung auch noch aus diesen 10% sichtbare wahrhaftige Information gewinnen.
Es ist also falsch, wenn das Auflösungsvermögen der Kamera bei 10% Auflösung der Optik aufhört.

Objektive sind analog und haben somit in den Messwerten kontinuierlich verlaufende Kurven, die langsam abfallen.
Bei digitalen Messgeräten (Kameras) fällt die Kurve der Auflösung ab einem gewissen Wert steil ab!.
In diesem Sinne macht eine höher auflösende digitale Kamera einen hohen Sinn.

Sichtbar, da in der digitalen Fotografie ohne weiteres und einfach vergleichbar, wird der Charakter eines Objektives.
(Analoge Vergleichsaufnahmen waren sehr umständlich und für einen Hobby Fotografen fast nicht machbar.)
Die digitale Fotografie erlaubt mit wenig Aufwand Vergleiche zwischen Objektiven zu machen, es ist heute einfacher
deren Charakter festzuhalten und zu vergleichen.

Die hier gezeigten Schmetterlingsschuppen sind sehr kontrastreich (im Gegensatz zu einem Fischembryo in der Eihülle),
deshalb ist ein anderer Charakter der Optik erwünscht, die Kombination Zeiss Luminar mit AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D
mit ihrer Flauheit eignet sich sehr dazu, denn Kontrast ist vom Objekt her schon genügend vorhanden.

Ich hoffe, man kann meine Gedankengänge in etwa nachvollziehen.

Gut Licht

Kurt

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90170_42252217.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90170_54619305.jpg)


Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 11, 2012, 22:18:15 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
Deine Frage
ZitatWelche Korngröße hatte der Film 1970 und was sind die Pixelgrößen heute ?
hattest Du - wenn auch in leicht abgewandelter Form - schon einmal in diesen thread gestellt.
Sicher hast Du die entsprechenden Daten präsent, und so wäre es zweifellos für die Leserschaft
hochinteressant, wenn Du z.B. die 'Pixelgröße' z.B. eines früher ja recht üblichen 17°DIN-Analog-Filmes
einem heutigen Vollformat-Sensor (24x36mm) mit sagen wir mal 18Mio Pixeln gegenüberstellen
könntest. Vielen Dank im Voraus dafür.
Dein Gedanke, daß ein Apo-Rodagon bessere Ergebnisse zeigen kann, klingt recht logisch, wenn
man das Alter und die optische Ausführung der Luminare betrachtet.
Meine Frage wäre aber, ob man die Apo-Rodagone für einen Vergleichstest nun in Umkehrfassung
einsetzen müsste? Also Hinterlinse dem Objekt zugewandt, die ursprüngliche Frontlinse der
Zwischenoptik (wenn eingesetzt) oder (am Balgenauszug) auf den Chip gerichtet?
Rodenstock spezifiziert ja die Leistung seiner Objektive für den Einsatz am Vergrößerungsapparat,
für das hier im thread behandelte Thema liegt ja in optischer Hinsicht das genaue Gegenteil vor.
Als Ausnahme wäre evtl. das Apo-Rodagon D (1:4 / 75mm) zu bewerten, aber das hat 'nur' eine
Spezifikation für den Maßstab 1:1, vielleicht irre ich da auch ?
Viele Grüße
Joachim


Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 11, 2012, 23:24:53 NACHMITTAGS
Hallo Joachim,

was soll ich zur Korngröße viel schreiben. Steht doch in allen Varianten im Netz. Was waren wir glücklich als es von Kodak den Technical Pan 2415 oder im 6x6 Format 6415 gab. Endlich mit feinem Korn ~ 5 - 10µm. Vorher aber bis über 20µm !
Und für die Astronomie habe ich den Film vor der Belichtung noch hypersensibilisiert - in reinem Wasserstoff unter 2 - 3 bar bei 60°C ! Das waren Zeiten  ;D

Oder wer es fein wollte den alten AGFA Ortho25. Heute (2012 !!!) den schönen ADOX CMS20 (zig mal besser als Ortho25)
Aber was sind die Pixelgrößen der Digitalen im Jahr 2012 ?  2 x 2 µm keine Seltenheit.

Das Apo Rodagon ist ein Vergrößerungsobjektiv.
http://www.rodenstock-photo.com/de/main/products/lenses-for-enlarging-and-ccd/apo-rodagon-n/
es sollte somit in Retrostellung (auch wenn es symmetrisch gebaut ist) eingesetzt werden, d.h. ich werde es so betreiben. Oder wie ist der bestimmungsgemäße Gebrauch ?

Für den Bereich von 2:1 bis sicher 10:1 erhoffe ich mir ein sehr gutes Ergebnis. Um die Mätzchen der hoch gelobten Kameraprozessoren sicher auszuschalten wird eine Industriekamera ohne jede Schönung eingesetzt.
Nun warte ich auf die Lieferung, dann an die Drehbank für den Adapter und danach sehen wir weiter.

Mehr kann ich nicht berichten.
Gruß
Peter

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 11, 2012, 23:35:21 NACHMITTAGS
Hallo Joachim,

kann man denn die tatsächliche Auflösung eines Filmes am einzelnen Korn festmachen und mit Pixeln vergleichen?  Man hat doch von Linien pro mm gesprochen und um so mehr je feinkörniger der Film war. Wenn es nicht reichte, hat man weniger belichtet und dafür kräftiger/länger entwickelt. Die Pixel auf meinem chip habe ich soeben mit 5 x 5 µm errechnet, was fast etwas grob erscheint. Das Objektiv muß also Objekte von 1µm genügend vergrößern um das auf dem chip so abzubilden, daß eine Linie von mehreren Pixeln erwischt wird. Daraus könnte man ableiten, die Kameraauflösung wächst mit zunehmender Vergrößerung des Objektives. Mir ist das fast zu mühseelig das durchzudenken, aber es übt,grins. Ab wann besteht die Gefahr, daß ich meine Linienpaare pro Millimeter fehlinterpretiere, weil die Pixel zu grob werden und daraus falsche Schlüsse aus dem zu testenden Objektiv ziehe? Oder mache ich da schon den ersten Denkfehler ?

Wenn ich mal von dem 1000 pixel Ausschnitt von Kurt ausgehe, wären das bei mir auf dem chip 5 mm und etwa 4 pixel pro Linie für die Strukturen auf den Schuppen, wenn man das mal als Linien ansieht. Ja wenn ich bei meiner überschlägigen Rechnerei keinen gravierenden Denkfehler mache entsprächen die Linen der Schuppen etwa 200 Linien pro mm. Also gefährlich nahe als Fehlerquelle. Wenn schon, muß ich also auch die maximale Pixelzahl bei der Bildgröße wählen um da überhaupt etwas sehen zu können. ( ein digitales Kästchen gleich einem Pixel )

Sorry, falls ich damit Verwirrung stifte.

Gruß Lothar

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 12, 2012, 00:38:07 VORMITTAG
Hallo Lothar,
zu Zeiten der silberhalogenhaltigen Filme war das doch so:
a) schwarzer Strich - 'kein Licht' - helle Stelle im Negativ.
b) sehr dünner schwarzer Strich, paarweise, mit ebenso dünner heller Linie dazwischen:
'kein Licht' (helle Stelle) - Licht (dunkle Stelle) - 'kein Licht' (helle Stelle) im Negativ.
Mit dem guten alten von Peter schon benannten Agfa Ortho 25 waren maximal 3-5 µm
Auflösung drin, diese aber leider nur auf dem Film. Wurde Derartiges anschließend auf Papier
ausvergrößert, kam automatisch Matsch zustande, weil die Papiergradation (egal, welche
Kniffe verwendet wurden) nicht an die Abbildungsleistung des Films heranreichten. Allenfalls
die (mühsame) Herstellung eines S/W-Dias konnte das zeigen, was beabsichtigt war.
Selbstverständlich kann man die Auflösung des analogen Films nicht an der Ausdehnung eines
einzelnen 'Korns' festmachen, es sind hier die Bereiche zu betrachten, die z.B. in den
Schatten (=helle Bereiche im Negativ) noch Zeichnung / Strukturen zeigen, welche nach dem
Umkehrprozeß auf das Fotopapier noch sichtbar gemacht werden können resp. konnten.
Oftmals haben die Grenzen der Papiergradationen dann zu recht unflätigen Äusserungen
in der DUKA geführt  ;D ;D
Aber das war ja 'gestern'.
Heute geht es darum, wie Du schon sagtest, daß Hell-Dunkel-Differenzen vom Chip unverfälscht
so erfaßt werden, daß sich ebenso unverfälscht ein möglichst exaktes Abbild der Realität
ergibt. Genau hier stehe ich - mit Verlaub - ein wenig auf dem Schlauch. Die von Kurt gezeigten
Meßbilder lassen noch eine Auflösung erkennen, ohne Frage. Sie sind nicht sonderlich kontrastreich,
das wurde auch schon gesagt. Aber:
Es wurde auch gesagt, dass 'man damit etwas machen könne'.
Stimmt ja auch. Entsprechende Bilder hat Kurt sehr eindrucksvoll gezeigt.
Meine unteren Mundwerkzeuge klappen jedenfalls immer wieder herunter, wenn ich mir den Beitrag
#18 dieses threads anschaue ... und ich kann es (um ganz ehrlich zu sein) nicht oft genug tun.
Ich meine, daß der Beweis vollbracht ist, Möglichkeiten auszuschöpfen, die vielleicht auf ein
wenig ungewöhnlichen Pfaden erreicht wurden. Sicher kann diese Geschichte noch mit modernerer
Optik getoppt werden, das steht ausser Frage (müsste aber dennoch bewiesen werden).
Wie so oft bleibt nun ein 'Abwarten'.
Ohne nun in die Tiefe der optischen Physik gehen zu wollen oder die Hintergründe zur Entstehung
der Bilder #18 zu zerreden (was beides zumindest mir ohnehin nicht zusteht), möchte ich an dieser Stelle
ganz gern noch einmal meine Bewunderung für diese Wahnsinnsaufnahmen von Kurt zum Ausdruck bringen.
Viele Grüße
Joachim






Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 13, 2012, 00:25:08 VORMITTAG
Hallo Joachim,

ja Kurts Bilder sind einfach Spitze da gibt es keine Frage. Heute kam hier das Leitz NPL Fluotar 50X/0,85 an und zu meiner besonderen Freude ist es ein Exemplar ohne Deckglas und somit auch als Objektiv für den "Makromaten" sozusagen als maximal machbare Vergrößerung geeignet. Ich habe damit mal auf dem Chip eines 68000 Prozessors herumgestochert und festgestellt, daß es zum Rand hin kräftig unscharf wird. Das ist aber zum Stacken nicht das Problem, zumal ja die ebenfalls heute eingetrudelte DxO Optics Pro 7 so etwas beim "Entwickeln" der RAW Bilder wegrechnen kann.

Das ist mal ein etwa 1000 Pixel Ausschnitt aus der 6800.er Oberfläche. Hier sieht man auch schön die glitzernden Stellen, die beim Stacken für Fehler sorgen würden. Die tausend Pixel entsprechen ziemlich genau 100 µm Hier ist auch noch keine CA weggerechnet.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90251_23264094.jpg)


@ alle,

Mit dem 1:2,8 135.er Festwertobjektiv beginnt bei dem NPL 50 auch eine deutliche Vignetierung, wenn 80mm Auszug überschritten werden (APS-Sensor der NEX-5) Das Sigma Macro 105 mm zeigt mit diesem Objektiv über den gesamten Verstellbereich nur einen eingeschränkten Bildkreis. Um also in den Genuss dieses erweiterten Öffnungswinkels zu kommen bleibt nur das Experimentieren mit den vorhandenenen Objektiven.

Das nur mal als kleiner Zwischenbericht

Gruß Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 13, 2012, 10:03:41 VORMITTAG
Dumm gefragt  ???

und wie schlecht ist dann diese einfache Aufnahme?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90265_49584532.jpg)

Ohne jede Bastelarbeit, einfach nur genommen was Olympus angeboten hat.
Olympus Stativ BH-2 mit Auflichteinheit UMA mit LWD MSPlan 20/0,40 , Ausschnitt aus einem 5 MP Bild. Kein Stack , Einzelbild !
Kein Polfilter zur Unterdrückung von Reflexionen, Auflicht ohne Zusätze.

Durch das LWD Objektiv ist die Apertur verringert und damit auch Auflösung verloren. Der Arbeitsabstand aber 7mm !

Gruß
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: wilfried48 in April 13, 2012, 16:22:50 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

natürlich ist das eine Superaufnahme und da sieht man den Unterschied von der Pröblei zur Profiausrüstung wo das Objektiv zur Tubuslinse passt.

Ich habe mal das Zeiss Auflösungstestobjekt im Vergleich mit dem Olympus Auflichtmikroskop und dem Objektiv LMPlanFl 20x/0.40 ,also dem Nachfolgeobjektiv von deinem LWD MS Plan, fotographiert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90307_65122748.jpg)
Man sieht also dass man das Luminar locker um einen Faktor 2 toppen kann.

Mit dem Auge im Okular konnte ich sogar 1600 Linien/mm auflösen wovon die Canon 600 D gerade mal 1250 Linien /mm übrig lässt.

Und das bei einem Arbeitsabstand von 12,1 mm !

Das LMPLFl 10x/.30 macht mit der Canon 600 D übrigens 800 Linienpaare/mm und visuell 1100 Linienpaare/mm
bei einem Arbeitsabstand von 21 mm !


viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 13, 2012, 17:39:26 NACHMITTAGS
Hallo Wilfried
Mit dem Nikon CFN PLAN 10/0.30 160/0.17
komme ich bei Auflicht auf 1000LP/mm.

Mir ging es hier aber darum, den Luminar Besitzern zu zeigen, dass es ev. eine
kostengünstige Kombination gibt, die eine höhere Auflösung bringt.

Dein LMPLFl 10x/.30 zeichnet sicher mehr Zeilen in Durchlicht und geköhlert.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 13, 2012, 20:28:40 NACHMITTAGS
Hallo Safari

Mit Deiner Aussage "alle Kameras" liegst Du falsch, z.B. Hasselblad H oder im KB eine Variante der neuen Nikon sind da anders aufgebaut ...

Das ist auch der Grund warum meine in die Jahre gekommene Hasselblad H2D 22 immer noch bessere Ergebnisse liefert wie die neue Canon 5 D Mark III ...

:-)

Gerhard

Ps: weiters gibt es die Moeglichkeit diese Filter ausbauen, bzw. Austauschen zu lassen ...
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 13, 2012, 21:30:55 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

dafür sind dir die Luminarbesitzer und solche wie ich, die es gerne wären und mit Ersatzlösungen herumpröbeln auch dankbar.

ZitatMir ging es hier aber darum, den Luminar Besitzern zu zeigen, dass es ev. eine
kostengünstige Kombination gibt, die eine höhere Auflösung bringt.

Und dann Wilfried:

Zitatda sieht man den Unterschied von der Pröblei zur Profiausrüstung wo das Objektiv zur Tubuslinse passt.

Auch hier sehen wir also eine "Zweiklassengesellschaft". Leute die Zugang zu 1000 € targets haben oder gar besitzen und überdies auch noch Objektive, ihr Eigen nennen die für den Normalverbraucher in die Kategorie: " die Trauben hängen viel zu hoch" gehören.

Auf der anderen Seite die bastelnden Rentner und sonstige Bedürftige mit einem Optiksammelsurium vom Flohmarkt und aus ebay zusammengekauft.

Daß ein Unendlichobjektiv in einem Eigenbau nicht immer die passende Tubuslinse vorfindet ist dann vorprogrammiert. Aber der dazu gerade erst  erfundene "Tubuslinsenrevolver" von A - Z wird dank des Inputs, da ein Fotoobjektiv hinzusetzen - Kurt sei Dank - obsolet. Zumindest bin ich persönlich es fürs erste damit zufrieden und kann weiter basteln. Entschuldigung pröbeln meinte ich natürlich.Leider habe ich nicht die Möglichkeit so ein Zeisstarget einzusetzen und der 68000 µ-Prozessor ist mit einer satten Quarzschicht geschützt und taugt von daher nicht dazu, so schöne Fotos zu erzielen wie Peter da von einem ungeschützten chip zeigt. Aber hier werde ich auch noch einen Weg finden um etwas adequates aufzutun. Vielleicht ein altes Beugungsgitter aus dem ausgeschlachteten Atomspektrometer mittels Hollographie verkleinern ? Ich muß mal schauen, was die heutigen Holofilme an Auflösung bringen. Die 79 Linien pro Millimeter wären 5 : 1 verkleinert immerhin 395 Linien/mm. Denkpause.

Sorry die Antwort habe ich vergessen abzusenden. ( shit happens)

Gruß Lothar

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Frank D. in April 13, 2012, 21:43:14 NACHMITTAGS
Zitat von: Lothar Gutjahr in April 13, 2012, 21:30:55 NACHMITTAGS
...
dafür sind dir die Luminarbesitzer und solche wie ich, die es gerne wären und mit Ersatzlösungen herumpröbeln auch dankbar.

....



Hallo Lothar,

ich hätte zwei anzubieten: 16mm 1:1,25 und 25mm 1:3,5.

Zwar nicht günstig, aber bei weitem auch nicht der Preis, den Peter genannt hatte.

Herzliche Grüße
Frank
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 14, 2012, 09:20:44 VORMITTAG
Guten Morgen

Für mich geht gerade ein Aspekt verloren ==> warum teste ich mit Photaren oder Mikroskopobjektiven vor anderen Objektiven, es ist nicht weil ich die zu hohen Trauben nicht habe oder sie mir nicht leisten will ...

Es geht mir um eine universelle Einsetzbarkeit, teilweise on location ...

Beim Mikroskop schaue ich immer von oben nach unten, das kann ich teilweise (vor allem bei lebenden Fliegen, Spinnen, Schmetterlingen, ...) nicht brauchen. Genau dort kommt mein Bedarf her. Ein Mikroskopobjektiv am 100er Makro ist universell, ja handlich von der Seite, ja aus jeder Position problemlos einzusetzen. Das Balgengerät ist da schon wesentlich unhandlicher und das Mikroskop nicht einsetzbar ...

Das zweite Kriterium ist der Aufnahmeabstand, bei den von mir getesteten Kombinationen komme ich auf 6 bis 1,5cm (freier Abstand zwischen Objekt und vorderster Teil des Objektivs), zugegeben, bei lebenden Objekten schon eine Herausforderung. Wenn ich da mit meinen FL1, FL2 oder S-Plan APO 4 heran rücke liege ich deutlich unter diesen Werten ...

Das letzten Kriterium ist der Abbildungsmaßstab, mit dem 1,67 Projektiv und dem FL1 komme ich durch die diversen Tubuslängen und deren Faktoren in der Praxis (gemessen mit der Messskala am Objektträger) nicht unter 10:1 ...

Mein Ziel ist es daher oberhalb des Einsatzbereiches meines Canon 1:2,8/65 MPL Lupenobjektiv ==> dieses erzielt seine optimale Qualität im Bereich zwischen 1,5:1 und 3,5:1 eine transportable und aus allen Perspektiven einsetzbare Alternative zu finden! Und genau da komme ich mit den Photaren schon einen deutlichen Schritt weiter und das beweisen ja auch die Fotos von Kurt mehr als deutlich ...

Die Photare sind dem Canon Lupenobjektiv (Objektivrechnung aus diesem Jahrtausend) ab 3:1 deutlich überlegen und wenn ich Kurts Bilder sehe trifft das auch auf die Luminare zu, auch wenn ihre Berechnungen um Jahrzehnte älter sind. Vor allem ihr Buket ist durch deutlich mehr Blendlamellen im Unschärfebereich um Lichtjahre besser ...

Mir ist auch keine Lösung bekannt die meinen Kriterien entspricht und käuflich erworben werden kann ==> daher bin ich gezwungen weiter nach der besten, realisierbaren Lösung zu suchen ...

Natürlich kann ich ein Mikroskop im Auto einsetzen, es am Bordnetz betreiben und Dauerlicht oder Blitzlicht einsetzen. Damit decke ich aber nicht die Zielnische ab um die es mir eigentlich geht ...

Das Stemi mit Fototubus ist da leider auch keine Alternative, der einzige Vorteil ist, ich komme unter die 10:1, bei der Auflösung bin ich aber mit meiner Kombination besser dran (verglichen mit meinem Wild M3).

Liebe Grüße :-)

Gerhard

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: cle in April 15, 2012, 14:44:08 NACHMITTAGS
Im Canon Traumflieger Forum ist eine interessante Beschreibung für Retroadapter

http://www.traumflieger.de/desktop/retroadapter/retroadapter.php

http://www.traumflieger.de/objektivtest/retro/supermakro_mit_dem_kitobjektiv2.php

MfG Claus
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 15, 2012, 21:40:26 NACHMITTAGS
Ein Hallo an alle Beteilgten und Interessierten
Betreffend: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv

In einem anderen Forum habe ich von einem Mitglied
folgende Erklärung erhalten, ich bedanke mich auch hier
für seine dienliche Antwort:
-
Bei einer Kombination aus 2 Objektiven verändert sich ja die Brennweite, sie wird kürzer.
Bei gleichem Auszug bekommt man eine höhere Vergrößerung und damit auch eine bessere Auflösung,
die Beugungsunschärfe steigt ja nicht an, da die effektive Blende gleich bleibt.
Ändert man den Auszug so, dass man wieder den gleichen Abbildungsmaßstab bekommt,
wird das Bild heller, die effektive Blende ist größer und damit wird auch die maximal
mögliche Auflösung besser als mit einem Objektiv alleine.
Voraussetzung ist natürlich, daß die Optik mitspielt und in der Kombination nicht schlechter wird.
-
Ich bitte, diese Überlegung mal durch die Köpfe gehen zu lassen und
eventuelle Kommentare und Ergänzungen zu äussern.

Vielen Dank und gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 17, 2012, 08:51:52 VORMITTAG
Liebe Makroskopiker,

ich möchte hier einen kleinen Versuch zeigen, der im Prinzip ein für jedermann vorhandenes 'Target' abbildet.
Es ist die 'Kirchenfensterseite' eines 20-Euro-Scheins.
Mit der mir zur Verfügung stehenden Ausrüstung (EOS 5MkII, Zwischenringe 60mm, Canon Makro 100 L IS, davor gesetztes Zeiss-Winkel Luminar 1:4.5/40mm mit nötigem 'Angstabstand' zur Frontlinse des Makro-Objektivs, Beleuchtung 1x Jansjö) wurden folgende Aufnahmen hergestellt:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90535_13452656.jpg)
a1) Ausschnitt 1000x1000 Pixel aus der 'Null' der Zahl 20 oberhalb der Kichenfenster

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90535_14687998.jpg)
a2) Ganzes Bild von a1) 5600 x 3750 Pixel


(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90535_65337010.jpg)
b1) Ausschnitt 1000x1000 Pixel aus der linken kleinen Rosette des linken Kirchenfensters

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90535_61571734.jpg)
b2) Ganzes Bild von b1) 5600 x 3750 Pixel

Die gezeigten Beispiele erheben nun keinesfalls den Anspruch, das Non-Plus-Ultra der zur Zeit möglichen fotografischen Technik zu sein, allein das eingesetzte Primärobjektiv ist ja weit mehr als 50 Jahre alt, aber darauf kommt es zunächst einmal gar nicht an.
Ich möchte ganz gern vorschlagen, daß nun möglichst viele Mitleser mit der ihnen zur Verfügung stehenden Ausrüstung das gleiche 'Target' abbilden.
Es wäre dabei gut, wenn vergleichbare Ausschnitte gezeigt werden könnten, um einmal konkrete Vergleichsmöglichkeiten zwischen den unterschiedlich verwendeten Techniken zu erhalten.
Dankeschön im Voraus.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 17, 2012, 11:23:47 VORMITTAG
Hallo Joachim,

na dann darf das Forum abstimmen wer den 1. Preis bekommt  ;D ;D ;D

Von meinem Taschengeld den letzten Schein gesucht und versucht was mit einfachen Mitteln und einer kleinen Kamera Canon 450D - kein Vollformat  >:( - zu holen ist. Nur ein Objektiv Apo Rodagon 50/2,8 in Retrostellung ! Aufbau mit vielen Zwischenringen, Beleuchtung mit 2 LEDs , Einzelbild. Vielleicht geht mit etwas mehr Mühe auch ein Tick besser.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90540_41413147.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90540_20217433.jpg)

Viel Freude beim Vergleich.
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 17, 2012, 11:26:33 VORMITTAG
Guten Morgen Joachim,

zunächst mal auch der Ausschnitt aus der linken Rosette. Zu mehr reicht es nicht, da ungeduldig auf die 70 kg Zeiss, die gerade angekommen sind.

Wie man sieht, sollte man das Stück auschneiden und aufkleben oder unter Deckglas arbeiten. Es gibt Höhenunterschiede.

Objektiv Nikon CE Plan 5X/0.15 mechanisch bedingt 45 mm Abstand zum 135 mm Objektiv an der Sony NEX-5 ( Schnellschuss unbearbeitet so ausgeschnitten nicht verkleinert aus JPEG, nicht RAW)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/90541_66350812.jpg)

Was mir dabei auffällt, ist das Problem unterschiedlicher Druckqualität.

Gruß Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 18, 2012, 09:54:12 VORMITTAG
Guten Morgen allerseits,

Nun noch ein Versuch mit dem Leitz NPL Fluotar 10X/0.22 links im Kirchenfenster in der kleinen Rosette.
Hier ist zu sagen, daß zum Rand hin Unschärfe und CA anwächst. Aufbau wie zuvor, jedoch mit etwa 90 mm
zwischen 135.er Objektiv und NPL


Dies ist eine Zone von 25% der Fläche des Fotos auf 1000 pixel verkleinert
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90601_31132759.jpg)


Das ist ein Ausschnitt unverkleinert aus der Bildmitte des Originals
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90601_1374711.jpg)

Gruß Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 18, 2012, 18:47:36 NACHMITTAGS
Hallo Joachim
Ich verwendete die Kombination:
Nikon D7000, 45mm Balgen, AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2,8 D, und Luminar 40mm.
Bei dem Euroschein ist die Schärfe auf den linken drei Kreisen,
(ich habe leider (?) keinen sauber ausgerichteten Tisch,
dies benötige ich bei meinen Fotos nicht).
Bei dem Schweizer Zehnernötli ist die Schärfe in der Mitte.

Beim Betrachten wird man fest stellen, dass die Euro Scheine,
je nach Druckerei oder Jahr des Druckes sich extrem unterscheiden.
Brauch man immer den selben Schein, spielt dies bei Vergleichen keine Rolle.
Möchte man aber wie hier Vergleiche mit unterschiedlichen Scheinen anstellen,
wird es problematisch.
Ich vermute, dass die Schweizer Noten einheitlicher im Druck sind und
empfehle deshalb, wie könnte es anders sein, für Vergleiche (ausser Haus)
Schweizer Noten zu verwenden.

Hier nun meine Bilder

Gut Licht

Kurt

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90638_36041010.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/90638_40333047.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90638_1286430.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90638_52743664.jpg)
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Winfried Todt in April 18, 2012, 19:33:13 NACHMITTAGS
Hallo Joachim,
hier mein bescheidener Beitrag:
Auflicht, Leitz Ortholux I, Leitz Summar f=12cm, Canon EOS 10D
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90641_15006601.jpg)
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 18, 2012, 19:57:47 NACHMITTAGS
Hallo Winfried,

wie macht man verwacklungsfreie Aufnahmen mit der 10D ? Habe ich auch, aber der Verschuß donnert doch gewaltig.
Entweder über 1s belichten oder mit Blitz ? Was für ein Summar war das denn? 12cm/4,5 ? Mit langem Balgen?

Gruß
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Winfried Todt in April 18, 2012, 20:52:35 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
es ist das Summar 12cm 1:4,5 auf unendlich korrigiert. Einen Balgen benutze ich nicht und einen Blitz für Makroaufnahmen habe ich auch noch nicht. Als Beleuchtung dient mir eine Zeiss Mikroskopleuchte. Ich benutze einen elektrischen Fernauslöser und habe mit dem Verschluss keine Probleme.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90659_41462059.jpg)



Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 18, 2012, 21:09:36 NACHMITTAGS
Lieber Winfried,

das sieht ja nach der Mutter aller Photomikroskope aus. Ich hatte mich schon gewundert, wie ein Summar an ein Ortholux kommt.

Da bin ich ja mal gespannt was du da wirklich hast. Oder gab es diese Variante unter dem Namen Ortholux ? Was haben die Objektive für einen Einschraubdurchmesser ?

Schönen Abend

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Winfried Todt in April 18, 2012, 21:42:22 NACHMITTAGS
Hallo Lothar,
es handelt sich bei dem Foto um das Leitz Panphot, bzw. um eine Anpassung. Den Balgen mit der Plattenkameraeinheit habe ich abgebaut. Ich kann mit dieser Einheit eine maximale Entfernung zum Objekt von ca. 60cm erreichen.
Das Leitz-Objektiv hat folgende Daten:

Manufacturer     Type      FocalLenght   Aperture   ApertureRange      Magnification   Mount
E. Leitz, Wetzlar   Summar   120               4.5   2/4/6/12/24/48/96   0.2 ... 4   M36x0,75
{ Quelle: http://www.macrolenses.de/objektive.php  }
Mit einem Adapter auf RMS-Gewinde wir das Objektiv an den normalen Objektiv-Revolver geschraubt.
Der Objektiv-Revolver und der Fotoadapter lassen sich mit wenigen Handgriffen auch an das Ortholux I montieren. Die Einheiten sind gegeneinander tauschbar.
Viele Grüße
Winfried
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90665_22222845.jpg)
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 18, 2012, 21:53:10 NACHMITTAGS
Lieber Winfried,

vielen Dank fürs Zeigen. Jetzt sieht das Ortholux schon vertrauter aus. Danke auch für den Link zu der Macroobjektiv-Übersicht. Habe ich mir gleich ein Lesezeichen gesetzt.

Schönen Abend

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in April 19, 2012, 19:08:45 NACHMITTAGS
Back to Joachim-topic,

schwarz mit braunem Ring kam heute das Nikon Plan 2  0.05   160/- mit der Post aus USA. Also gleich mal ohne das 135.er in das Makromatgestell geschraubt und fotografiert.
Das sind von der Kamera gelieferte jpg unbeschnitten. Lediglich auf 1000 Pixel Breite gebracht.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90737_41834681.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90737_37500349.jpg)

Hier sehe ich erstmalig bis in die Ecken ein einigermaßen sauberes Bild. "Das Objektiv heißt wohl Plan, weil es einen geringen Arbeitsabstand mit auf den Plan bringt".
Das wird wohl das richtige Objektiv für den unteren Vergrößerungsbereich werden.

Gruß Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 20, 2012, 22:39:11 NACHMITTAGS
Liebe Stack- und Auflösungsbegeisterte,

HDD (Horst-Dieter) hat sich freundlicherweise bereit erklärt, mit seiner Ausrüstung
an dem vorgeschlagenen kleinen Test mit dem 'Zwanni' teilzunehmen.
Eine ausführliche Beschreibung der eingesetzten Geräte wird hier gezeigt:
http://www.mikroskopie-bonn.de/bibliothek/mikroskopische_technik/index.html#a1412
Einige mit dieser Anlage erstellte Bilder sind im Forum hier zu finden:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11825.msg87518#msg87518

Horst-Dieter hat mich gebeten, da er gerade zeitlich sehr eingebunden ist, seine Bilder
hier im Forum via Photobucket zu präsentieren, und schreibt dazu:

Zitat(...)
Ich hatte heute einen 15 Stunden Tag. Es war heftig. Aber ich habe Dir neugierdehalber
soeben ein paar Bilder gemacht. Sie sind lediglich mit Photoscape heruntergerechnet.
Ein Bild hat im Original 7 bis 10 Mb. Genau so sehen bei mir die Rohbilder aus, bevor
sie zum Stacken gehen. Objektiv ist das 2,5/ 0,08 und das 10 / 0,22 vom Zeiss Standard gewesen. Camera EOS 550 D.Belichtungszeit 1 / 13 sec.
Die mittlere Reihe mit dem runden Ornament müsste schon gestackt werden bevor man
sie über den gesamten Bereich scharf abbilden könnte. Allerding käme mit dem
4 er Epiplan noch eine ganze Menge mehr, aber dazu bin ich heute zu müde.
Du kannst die Bilder gerne ins Forum stellen. Ich selbst komme leider nicht dazu,
da ich übers Wochenende nicht zu Hause bin.
Herzliche Grüße
Horst-Dieter

Hier nun die Bilder von Horst-Dieter.
In der Legende ist das jeweils für die Aufnahme verwendete Objektiv benannt.

Teil 1: Unbearbeitete Bilder

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90864_15619155.jpg)
Bild HDD 6614, Obj. 2,5

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90864_36405595.jpg)
Bild HDD 6622, Obj. 10

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90864_16234388.jpg)
Bild HDD 6642, Obj. 2,5


Teil 2: Von Horst-Dieter mit Photoscape bearbeitete Bilder

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90864_61630144.jpg)
Bild HDD 6614, Obj. 2,5 und Nachbearbeitung mit Photoscape

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90864_43807943.jpg)
Bild HDD 6622, Obj. 10 und Nachbearbeitung mit Photoscape

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90864_51295227.jpg)
Bild HDD 6642, Obj. 2,5 und Nachbearbeitung mit Photoscape


Ich möchte mich bei Horst-Dieter für die Erstellung sowie die Überlassung seiner Bilder
zur Verwendung in diesem "Zwirn" ganz herzlich bedanken.

Viele Grüße, Joachim
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Johannes Kropiunig in April 21, 2012, 16:00:48 NACHMITTAGS
Hallo,

auch ich habe mich am Kirchenfenster des 20€ Scheins versucht.
Allerdings habe ich dazu lediglich das EF-S 18-55 mm Objektiv meiner EOS 1000D in Retrostellung benutzt.

Hier mal das verwendete "Gerät" (Hust), und damit ich nicht in ein Makrofotografie Forum verband werde mit einem Zeiss Plan obenauf ;D
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90914_34202272.jpg)

und das unbearbeitete Ergebnis:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90914_60115898.jpg)

1000x1000 Pixel Ausschnitt:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/90914_5259929.jpg)

Sicher wäre mit einem Diffusor noch ein wenig mehr herauszuholen.
Übrigens ist der Retroadapter aus einem Kameragehäusedeckel und dem Gewindeteil einer Close-Up Makrolinse mit Hilfe von Uhu Endfest 300 selbst zusammen gebaut.

LG
Johannes

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Johannes Kropiunig in April 21, 2012, 21:26:09 NACHMITTAGS
Hallo

Ich habe noch ein Bild mit der oben gezeigten Vorrichtung gemacht.

Wildblumensamen:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90945_48832725.jpg)
Stack mit CombineZP aus 13 Bildern.

Vielleicht kann ja auch jemand sagen welche Blumen das mal werden, bis auf den Mohn, den kenne ich inzwischen.  ;D
Auf der Packung steht nur "Formelmischung".

LG
Johannes
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 21, 2012, 22:13:06 NACHMITTAGS
Hallo Johannes
Was meinst du mit:
Ich habe noch ein Bild mit der oben gezeigten Vorrichtung gemacht.
EF-S 18-55 mm Objektiv meiner EOS 1000D in Retrostellung?

Mohnsamen sind auf dem Bild keine zu sehen!
Mohnsamen sehen so aus:
http://www.focus-stacking.ch/html/neu_77.html

Die schwarzen Samen sind Nigella = Schwarzkümmel, Jungfer im Grünen.
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11953.0

Auf der Linken Seite, gestreift nach Oben ist vermutlich ein Fenchelsamen,
siehe: http://www.focus-stacking.ch/html/gewuerze_13.html

Die anderen Samen kenne ich nicht.

Gut Licht

Kurt

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Heiko in April 21, 2012, 22:18:37 NACHMITTAGS
Hallo Johannes,

die Schwarzen, siehe hier: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11916.0

Gruß, Heiko
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Johannes Kropiunig in April 21, 2012, 22:33:06 NACHMITTAGS
Hallo
ZitatHallo Johannes
Was meinst du mit:
Ich habe noch ein Bild mit der oben gezeigten Vorrichtung gemacht.
EF-S 18-55 mm Objektiv meiner EOS 1000D in Retrostellung?
Richtig

Das mit den Mohnsamen ist jetzt aber echt ein wenig peinlich nach dem die hier so oft gezeigt wurden. ::)
Damit es hier nicht völlig OT wird mache ich morgen ein paar neue Fotos und stelle sie unter "Bestimmungshilfe" rein, auch weil noch andere Samen in der Packung sind.

Vielen Dank für die Bestimmung.
LG
Johannes
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in April 22, 2012, 19:17:22 NACHMITTAGS
Liebe ForumskollegInnen

Anbei meine Version des 20.-- Euro Scheins:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/91025_30590265.jpg)

Kein Stack, also eine Fokusschicht, aber ein PAN aus 25 Einzelbildern, aufgenommen mit dem Photar 50mm bei Blende 4 und dem Abbildungsmaßstab von 3:1

Und da kommt noch der Ausschnitt:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/91025_46241322.jpg)

:-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 26, 2012, 22:42:05 NACHMITTAGS
Liebe Makrofreunde,

noch ein kleines Beispiel einer einstufigen Anordnung. Nahe am Maßstab 1:1 mit einem Rodenstock Rodagon 105mm/5,6.
In Retrostellung , abgeblendet auf 8 und nicht das Objektiv, sondern die Kamera bestimmt die Auflösungsgrenze.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91302_6494098.jpg)

Die Canon 450D hat Pixel mit 5,2 x 5,2 µm. Nach einer exakten Bildanalyse ist diese Grenze durch die Pixelgröße sowohl in Bildmitte wie auch am Bildrand erreicht. Das Objektiv ist selbst bei Maßstab 1:1 praktisch verzeichnungsfrei, keine Spur von CVD und liefert absolute plane Bilder. In der Bucht für Bruchteile des Preises eines Luminars zu ergattern. Was will man mehr?

Gut Licht
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in April 27, 2012, 23:11:30 NACHMITTAGS
Liebe Makroskopiker.
Damit ich nun nicht wie von Johannes in
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=12046.msg90914#msg90914
gemenetekelt, ebenfalls eventuell ins Makro-Foto-Forum gechasst werde, habe ich mittels Epiplan 4/0.1, Stativ Standard WL, geradem Phototubus, Okular S-KPL 10x/20 Br, Optik f=63mm (Zeiss 47 60 29) und Canon 5DMkII, Beleuchtung 2x Jansjö folgenden Versuch gestartet:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91385_7942656.jpg)

Das Bild (eines, kein Stack, Vollformat) zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem 'Zwanni', diesmal die 'Brückenseite', und dort die Spiegelung des zweiten Brückenbogens von links. Der Grund für den Wechsel der Schein-Seite ist der deutlich dünnere Farbauftrag auf dessen Rückseite. Das Kirchenfenster ist ohne Stacking für das Epiplan (und / sowie für meine Geduld) mit seinem recht voluminösen Farbauftrag deutlich grenzwertig, was die räumliche Schärfeleistung dieser Optik betrifft.
Ich gebe gern zu, damit hinsichtlich des Themas dieses threads völlig OT zu sein (es ging ja und geht immer noch um die Kopplung eines Makroobjektives für DSLR's mit einem Luminar oder äquivalenten RMS-Objektiven für den extremen Nahbereich), aber ich habe mir aus sehr berufenem Munde sagen lassen müssen, dass die Randunschärfen in meinen Bildern vom Zwanni am Anfang des Versuches für sehr viele Zwecke ungeeignet sein dürften. Und damit also nach meinem Verständnis wohl bestenfalls in die Tonne gehören.

Dennoch: Der kleine Test hat sehr viel Spaß gebracht und bietet Gelegenheit für jeden Interessierten, sich ein eigenes Bild zur Leistungsfähigkeit seiner Ausrüstung in Bezug auf die eigenen Anforderungen ein Bild zu machen. Allen bis hier Beteiligten ein herzliches Dankeschön für's Mitmachen verbunden mit dem Wunsch, hier vielleicht noch weitere Anregungen, Tipps, Tricks und Bilder vorgestellt zu bekommen, die helfen, mehr über das angesprochene und überaus spannende Thema zu erfahren.

Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 28, 2012, 10:14:25 VORMITTAG
Hallo
Um einigermassen zu verstehen, wie der Strahlenverlauf bei der Kombination mit einem Luminar das vor einem 105mm Fotoobjektiv montiert ist verläuft, habe ich die Distanz zwischen Luminar und 105mm Objektiv verändert.
In folgendem Versuch ist die Distanz des 105mm Objektives zur Bildebene immer gleich (90mm)!
Weiters, steht das Bild aufrecht und Seitenrichtig, genau so, wie wenn ich ein normales Fotoobjektiv aufsetze, also NICHT auf dem Kopf.
Ist das Luminar 25mm ganz nah (Auflagefläche Luminar bis Frontlinse des 105mm Objektiv = 7mm) vor der Frontlinse des 105mm Objektives erhalte ich einen Abbildungsmassstab von etwa 8:1 (Bildausschnitt in Realität etwa 3mm Breite, auf der Filmebene = 23.6mm)).

Erhöhe ich nun die Distanz zwischen Luminar und der Frontlinse des 105mm Objektives geschieht Folgendes, das ich nicht richtig verstehe.
Distanz Luminar zu 105mm Objektiv Frontlinse / Abbildungsmassstab / Bildbreite in Realität (mm):
7mm / 8:1 / 2.9mm
12mm / 7.3:1 / 3.2mm
32mm / 6.6:1 / 5.9mm
42mm / 5.5:1 / 4.3mm
47mm / 4.7:1 /5 mm
67mm / 3.9:1 / 6 mm
Je höher die Distanz, umso weniger vergrössert die Kombination.
ab 32mm erkennt man eine Randabschattung und bei 67mm ist das Bild eine Kreisfläche mit schwarzen Ränder.

Je weiter ich die Distanz erhöhe umso kleiner wird die Vergrösserung, ich folgere daraus, dass der Brennpunkt (des Luminars) extrem weit weg ist, also einiges über 67mm!?

Gehe ich mit dem Luminar 25mm (ohne 105mm Objektiv) an die Sonne (Objektiv Frontlinse Richtung Sonne) und halte es vor ein Stück Papier, so dass ein Brennpunkt sichtbar wird, dann ist der kleinste Punkt ("Brennpunkt") bei einer Distanz (Objektiv Auflagefläche zu Papier) bei 12mm.

Das ganze erstaunt mein bescheidenes optisches Verständnis.

Nun zur Distanz zwischen der Kombination und der Filmebene,
hier scheine ich alles zu verstehen. Erhöht man die Distanz zwischen der Kombination (105mm Objektiv mit vorgesetztem Luminar) und der Bildebene, dann erhöht sich der Abbildungsmassstab und die Bildbreite in Realität wird immer kleiner.

Vielen Dank, für's Lesen und Erklären

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in April 28, 2012, 11:00:33 VORMITTAG
Hallo Kurt,

leider bin ich heute zu faul um Deine Versuchsreihe durchzurechnen  ;D Frühjahrsmüdigkeit  ;D
Die einfachste Version wäre natürlich, wenn das Basisobjektiv (105mm) auf unendlich gestellt würde. Das Luminar könnte man dann als 1. Objektiv (für unendlich)  betrachten und das 105mm Objektiv wäre die Tubuslinse. Der Strahlenverlauf zwischen beiden Objektiven also weder divergent noch konvergent.
Nun wird sich bei Veränderung des Abstands Luminar zu Basisobjektiv der Vergrößerungsfaktor nicht ändern und konstant bei 25mm/105mm = 4,2 bleiben.

Im Fall einer Naheinstellung (konvergenter Strahlenverlauf) darf man vereinfacht das Luminar als Vorsatzlinse Betrachten. Der Einfluß des Luminars wird mit zunehmender Entfernung vom Basisobjektiv immer geringer.

OT/ den Sinn der Kombination habe ich bis heute nicht verstanden ; muß ich auch nicht  ??? /OT

Ob mein kleiner Erklärungsversuch etwas Licht gebracht hat ?

Gruß
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in April 28, 2012, 11:08:44 VORMITTAG
Hallo Peter
Ja, ein wenig Licht ist sichtbar, vielen Dank.

Besitzt man eine Fotoausrüstung mit einem 105mm Makro Objektiv und zusätzlich ein Luminar (25mm),
dann kann man mit dieser Kombination im Bereich einer Vergrösserung von z.B. 6:1 bis 8:1 beim
Luminar 25mm eine Erhöhung der Auflösung von etwa 30% erzielen.
Is doch was, oder?

Eine Eigenschaft der Luminare, die sehr gut für die Fotografie geeignet ist, ist dass sie keinen starken
Abfall der Auflösung im Randbereich haben. Ihre Auflösung in der Bildmitte wird von Mikroskop
Objektiven übertroffen, jedoch sind diese im Randbereich schlechter wie die Luminare!
Kann man nun die allgemeine Auflösung der Luminare etwas erhöhen, dann ist dies für die Fotografie
ein Gewinn.
In der Auflichtfotografie mit Stacken ist ebenfalls dienlich, dass diese Kombination etwas weicher zeichnet,
der Kontrast ist nicht mehr so hart.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Johannes Kropiunig in Mai 01, 2012, 13:43:11 NACHMITTAGS
Hallo

Um mal die Grenzen meiner primitiven Ausrüstung zu testen habe ich mir aus einer Taschenlampe,Papier und einem kleinen Brett mit Loch eine einfache Durchlichteinheit gebaut.
Das Ganze sieht dann so aus:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91664_38303021.jpg)

Das Objekt sollte hier bekannt und auch von vielen im Besitz sein.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91664_26920002.jpg)

Ein 1000x250 Pixel großer Ausschnitt aus dem Original:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91664_29978277.jpg)

An den Bildern wurde nur ein wenig die Helligkeit und der Kontrast verändert.
Für die Konstruktion, doch gar nicht mal so schlecht.

Jetzt bin ich mal gespannt wie ein Objektmikrometer, mit dem Aufbau um den es hier eigentlich geht, aussehen würde.

LG
Johannes
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: wilfried48 in Mai 01, 2012, 14:57:06 NACHMITTAGS
Hallo Johannes,

an einem Objektmikrometer kann man den Unterschied zu der Lösung von Kurt mit dem 25 mm Luminar sicher nicht sehen,
denn es hat ja nur 100 Linienpaare/mm und Kurt hat 500 Linienpaare/mm am Zeiss Testobjekt gezeigt.

Aber ich habe mal vergleichsweise das Zeiss Testobjekt und die Canon 600D mit dem mitgelieferten Normalobjektiv in Retrostellung gelegt
und man kann knapp 300 Linienpaare/mm auflösen.

Für 600 Euro ist das eine super Makrolösung !

viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Johannes Kropiunig in Mai 01, 2012, 15:20:45 NACHMITTAGS
Hallo

Da ich leider nicht über ein geeignetes Testobjekt verfüge und auch Anfänger in diesen Dingen bin.
Kann man anhand meiner Bilder die Auflösung abschätzen ?

LG
Johannes
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: -JS- in Mai 01, 2012, 18:18:23 NACHMITTAGS
Hallo Johannes,
Zur (groben !!) Abschätzung einer Auflösung aus Deinen Strichplattenergebnissen habe ich einmal Deine zweite Abbildung kopiert und in s/w konvertiert. Wie aus den neu eingezeichneten Strichen in der Mitte der Strichplatte ersichtlich, 'passt' bei der vorgefundenen Strichstärke jeweils genau eine zusätzliche zwischen zwei bereits vorhandene Linien, d.h. im gegebenen Fall kann nach der gezeigten grafischen Lösung von einer möglichen Auflösung von ca. 200 Linienpaaren pro Millimeter ausgegangen werden:  

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91677_21149814.jpg)

Dies ist in Etwa doppelt so viel wie die Maße Deiner Strichplatte hergeben (Wilfried sagte es bereits: 100 Lp/mm). Nimmt man nun noch für Deine Platte eine kleinere Strichbreite an, und ferner, daß diese kleinere Strichbreite von Deiner Ausrüstung auch abgebildet werden kann, kommt man in der Größenordnung ebenfalls auf das von Wilfried bereits genannte Resultat von 300 Lp/mm.
Aber das ist nun wirklich Pi mal (Daumen plus Anzahl der großen Zehen)   ;D
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Johannes Kropiunig in Mai 01, 2012, 18:31:40 NACHMITTAGS
Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.

Wenn ich also jetzt €/Linienpaare rechne sieht es jetzt für meines so aus.
300€ (EOS 1000D mit Objektiv im Angebot,aber neu)/ca. 250Linienpaare= ca. 1,20€ pro Linienpaar.

Wilfrieds Version
600€/300 Linienpaare=2Euro pro Linienpaar.

Ihr seht schon auf was ich hinaus will.

LG
Johannes
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in Mai 01, 2012, 18:40:15 NACHMITTAGS
Hallo Johannes,

zur besseren Abschätzung habe ich den Intensitätsverlauf auf Pixelebene ausgewertet.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91683_52249329.jpg)

Da die Flanken sehr steil verlaufen und fast keine Farbverschiebungen erkennbar sind, dürften wohl 300 L/mm möglich sein. Dann aber mit eingeschränktem Kontrast.

Gruß
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in Mai 05, 2012, 13:16:46 NACHMITTAGS
Hallo
Ich bedanke mich für die zahlreichen Antworten und Hinweise.
"Abschliessend" zeige ich Vergleichsaufnahmen einer Fliege.
Das Augenmerk richte ich auf die Längsstreifen der langen Haare und die Zeichnung der feinen kurzen Haare zwischen Facettenauge und Punktaugen.
Verwendet man das Luminar 63mm alleine, beträgt die Arbeitsdistanz (Abstand zwischen Luminar Frontlinse und Fliege) etwa 65mm, bei Verwendung mit dem 105mm Objetiv mit Luminar 63mm sinkt die Arbeitsdistanz auf 20mm.
Die Ausleuchtung unterscheidet sich deshalb signifikant.

Ich zeige die Übersicht,  Luminar 63mm mit 105mm Nikon Objektiv
und zwei 1:1 Ausschnitte (1'000 Pixel sind 1'000Pixel) mit und ohne zusätzlichem 105mm Objektiv.
Die Bilder sind gestackt, jedoch nicht bearbeitet.

Übersicht:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91994_4119085.jpg)


Luminar 63mm alleine (ohne 105mm)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91994_34664795.jpg)


Lunimar 63mm mit 105mm Fotoobjektiv
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91994_11970469.jpg)

Gut Stack

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Mai 05, 2012, 18:36:49 NACHMITTAGS
Lieber Kurt,

vielen Dank für deine erneute "Pionierarbeit". Zeigen doch die beiden Ausschnitte gleich die Bedeutsamkeit der Beleuchtung für die Stacking-Software auf und man darf sich von daher nicht auf ein und das selbe Haar in der Abbildung kaprizieren. So schafft der unterschieddliche Einfallswinkel des Lichtes ganz andere Voraussetzungen, welche sogar mittels dem Vordergrundefekt ein Haar scheinbar hinter einem anderen platziert.

Aber generell ist das Bild mit dem 105.er dank etwas angestiegener Auflösung klarer. Ich sage nur Oberfläche des Auges. Mit Nacharbeit dürfte das vermutlich angleichbar sein. Sehr schön kommt das auch auf der Schulter der Fliege zum tragen, wo einfach feinere Strukturen ersichtlich sind.

Die Frage, die sich mir dabei stellt ist nun die, könnte man im Mikroskop ähnliches erreichen, wenn man die Tubuslinse entfernt und durch ein kleines Objektiv ähnlicher Art ersetzt ? Die Tubuslinse des Orthoplanrevolvers hatte ich bereits im "Makromat" eingebaut um mit unendlich korrigierten Objektiven Verbesserungen zu erzielen. Sie bringt aber nicht annähernd das was das 135.er Objektiv bewirkt. Nun wird man mir mangels Nachweis mittels passendem Target sagen müssen, das ist alles subjektiv. Aber um so mehr erfreuen mich deine Untersuchungen und Ergebnisse. Nochmals ein herzliches Dankeschön !

Gruß Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in Mai 05, 2012, 23:10:57 NACHMITTAGS
Hallo Lothar
Vielen Dank für deine anerkennenden Worte.
Ich denke nicht, dass man von diesem Zufallstreffer eine
allgemein gültige Regel erstellen kann.
Es zeigt allerdings, dass ein in optischen Gesetzen fast blindes Huhn
durch Pröbeln eine Steigerung der Abbildungsleistung erzielen
kann, es ist ein Glücksfall!
Versuche kann man natürlich mit anderen Kombinationen ebenfalls anstellen,
sie sind auch für mich ein lehrreicher Teilbereich meines Hobbys.

Gut Stack

Kurt

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Stuessi in Mai 06, 2012, 20:27:27 NACHMITTAGS
Hallo liebe Makroskopiker!

Die tollen Ergebnisse von Kurt haben mich veranlasst, nach einer Objektivkombination zu suchen, mit der eine Auflösung von ca. 500 Lp/mm möglich ist.
An der Sony NEX-5N habe ich mit Adapter ein altes MC 200mm/4 (50 €) in Unendlichstellung und davor ein 8mm-Kinozoomobjektiv Angenieux 9-36mm/1,4 (50€) in Retrostellung befestigt.
Zum Testen musste noch ein Chip dran glauben. In dessen Reststücken fand ich ein Linienmuster mit 550 Lp/mm.
Hier die Ergebnisse,
1. 36mm (5,5:1)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/92143_31638842.jpg)

2. 20mm (10:1)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/92143_22124144.jpg)
die Linien mit 550 Lp/mm in Bildmitte werden getrennt, wie dieser Ausschnitt zeigt:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/92143_34674690.jpg)

3. 9mm (22:1)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/92143_12376170.jpg)
ein 100% Crop:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/92143_37660936.jpg)
und ein Vergleich mit einer Mikroskopaufnahme der gleichen Stelle mit einem Leitz 50/0,85 Objektiv (aus mehreren Bildern mit Helicon focus erzeugt)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/92143_594534.jpg)

Viele Grüße,
Stuessi
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Mai 06, 2012, 22:18:30 NACHMITTAGS
Prima, prima Stuessi,

man sieht, der eingeschlagene Trend bringt immer wieder Überraschungen. Ich war heute in Freilassing auf dem Flohmarkt und habe einer Salzburgerin die leider nur noch ihrer Meinung nach "schäbigen Überreste" in einem Karton Fotoutensilien ihres Vaters für 12 Euro abgekauft. Ein eingestaubtes russisches Helios-44-2 für M 42, ein RONDO Schmalfilmfotovorsatz in Lederköcher, ein Revue Dia Duplikator und ein Eumicron Eumig Wien waren die interessantesten Teile, die man mir übrig gelassen hat. RONDO mit T2 Gewinde könnte eventuell anstatt Film auch ein Objektträger vorgesetzt bekommen und wäre vom Aufbau her dann nur für Durchlicht geeignet. Den Diavorsatz kann man komplett auseinanderschrauben und es bleibt eine Art Lupenobjektiv mit M 42 Anschluss übrig, der aber noch zu testen ist. (Es darf also wieder mal regnen ) ;D

Das Helios scheint etwas verbastelt oder hat von Anfang an einen Montagfehler. So wie es aussieht ist die Blende verkehrt herum montiert; sie ist bei 2 etwa auf dem Wert 5,6 und öffnet dan bei 5,6 ganz.  Das Eumicron ist ein Einschraubvorsatz für ein Normalobjektiv und macht dann vermutlich Weitwinkel daraus.

Nun ist mir aber eines aufgefallen, was dem NEX-Besitzer schon mal sehr entgegen kommt, wenn es um Abbildungsleistung von Objektiven geht und das ist das "MF-assist". Diese Fokusierhilfe bei manueller Einstellung vergrößert so ungemein, daß man beim Scharfstellen schon sehen kann wohin die Reise geht. Wenn dabei keine Schärfe mehr erreichbar ist, so liegt das am Objektiv.

Zum Abschluss die Frage: um welche Chipgeneration handelt es sich bei deinem "Opfer" ?

Einen schönen Abend

Lothar
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in Mai 06, 2012, 22:46:32 NACHMITTAGS
Hallo Stuessi
Vielen Dank für deinen Vergleich.
Er zeigt nach meinem Verständnis klar, dass man nich nur nach
LP/mm beurteilen kann. So ist es ja auch üblich, die Abbildungsleistung
noch mit weiteren Messungen zu dokumentieren.
Aufschlussreich finde ich die Messwerte bei Digital Kameras der DL (Dead Leaves) Messung.
Hier zeigt sich oft, dass trotz hoher Werte bei LP/mm
die Zeichnung mangelhaft ist.
Da ich Striche nur zu Testzwecken fotografiere, ist für mich schlussendlich
vorwiegend wichtig, wie sich diese Kombination bei meinen Aufnahmen bewährt.
Um dennoch etwas Freude an der kostengünstigen Kombination zu haben,
zeige ich einen Stack eines Wespenkopf 5:1 mit der Kombination:
Luminar 40mm auf Filtergewinde von AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D.

Gut Licht

Kurt

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/92176_19474958.jpg)
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in Mai 06, 2012, 23:15:15 NACHMITTAGS
Hallo Kurt

Ein absolut ueberzeugendes Bild, super ausgeleuchtet ...

Liebe Gruesse :-)

Gerhard
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Günther Langer in Mai 06, 2012, 23:27:44 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

das kann auch irgendein Monster sein: Die Ozellen das recht freundliche Gesicht, die Augen muskelbepackte Arme oder so... ;D

Ein tolles Bild und wie Gerhard bemerkte: Super ausgeleuchtet! Womit und wie eigentlich?


Viele späte Grüße

Günther L.

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Mai 06, 2012, 23:33:23 NACHMITTAGS
Da schließe ich mich an.

Wenn mir meine Erinnerung keinen Streich spielt reicht dieses Gesicht völlig aus, um die Art zu bestimmen.

Gruß Lothar


Edit: Nachtrag. Es handelt sich dem Gesichtsmuster nach um Vespula vulgaris.
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Hügelheini in Oktober 29, 2012, 09:37:48 VORMITTAG
Habe diesen blog mit Interesse verfolgt.

Mein bisheriger Anwendungsfall ist Sony Nex 7, Balgen und diverse Luminare (16,25,40,63).
Das ganze an einem Motorstativ von CZ, wie es beim Discovery V12 bzw. V20 verwendet wird. Mit Fernauslösung der Kamera und Verstellen des z-Inkrement per joystick verwackelt da nichts mehr beim Stacken.
Das Luminar 16 mm nehme ich wegen des geringen Arbeitsabstands nicht gerne, lieber nehme ich das 25er und mache einen Ausschnitt was bei 24 Mp gut geht. Bei maximaler Auszuglänge des Balgen komme ich mit dem Luminar 25 mm auf eine Bildbreite von 2,2 mm.
Ich fotografiere damit Minerale.
Bei Mineralen hat man aufgrund der Beschaffenheit der Proben oft das Problem des Verdeckens beim Stacking, wie es auch bei den Borsten im Vergleich des 63er mit und ohne das Micro-Nikkor 105 mm gut zu beobachten ist. Da ist dann das 16er Luminar deutlich schwieriger, weil die Abschattungen als Artefakt im Bild gut zu sehen sind, viel deutliocher als beim Luminar 25 mm.

Ich bin gerade dabei, den Setup wie beschrieben zu beschaffen, mir fehlt nur noch der Ring 52 Filtergewinde auf RMS, das gibts bei Ebay aus Shanghai für 12 Dollar zu kaufen. Dauert halt...Dann bin ich mal gespannt wie der Kontrast in diesem Fall wird und wie Helicon damit klarkommt.

Nun meine Frage: Mit dem Micro Nikkor 55 mm müsste man in Kombination mit dem Luminar 25 mm rechnerisch auf eine Brennweite von knapp 17 mm kommen, hat immer noch einen besseren Arbeitsabstand als mit dem Luminar 16 mm und aufgrund des Strahlengangs nicht das beschriebene verschärfte Verdeckproblem beim Stacking. Oder habe ich da was übersehen?

Vielen Dank für Kommentare

Stephan


Nachtrag: Nikkor 55 mm mit Luminar 25 mm als Vorsatzlinse vignettiert. Damit keine Lösung.
Das 105 mm 1:2,8 liefert auch bei mir die bessere Auflösung und die leicht höhere Vergrößerung. Bildbreite bei Vollauszug Balgen ist bei 1,6 mm.
Dagegen ist das Luminar 25 mm beim Nikkor 105 mm 1:4 weiter weg von der Frontlinse und die Vergrößerung damit etwa gleich wie beim Luminar only. Auch läuft dieses Objektiv der Schwerkraft folgend von selbst los und muß fixiert werden.

Somit ist das Nikkor 105 mm 1:2,8 eine echte Verbesserung. Vielen Dank für den Tipp.

Stephan

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in März 24, 2014, 21:41:36 NACHMITTAGS
Liebe Mikroskopiker

Nach all den dienlichen und zahlreichen Beteiligungen an diesem Beitrag möchte ich nun abschliessen und meine inzwischen längeren Erfahrungen in der Praxis mitteilen.
Es ist ein Schuss ins Leere!

Es ist sehr schwierig, verlässliche Vergleiche anzustellen, oft ist es so, dass das Schlechtere, bessere Bedingungen hatte wie das Bessere, in etwa so wie im täglichen Leben. Voller Begeisterung radelt man auf dem falschen Weg.
Oft geht man dann schweigend in sich. Hier fühle ich mich aber allen Beteiligten gegenüber einer Antwort schuldig, mindestens eine, aus meiner Sicht.

Es ist mir inzwischen gelungen, für mich akzeptabel vergleichbare Bilder her zu stellen.

Mikroskop Objektiv, NIKON CFN, PLAN 10/0.30, 160/0.17
ZEISS Luminar 16mm, Apertur 0.2
ZEISS Luminar 25mm an AF MICRO NIKKOR, 105mm, 1:2.8 D

Zuerst ein Bild in der Übersicht
Dann folgen die alles sagenden Ausschnitte, die nach meiner inzwischen einjährigen Erfahrung einigermassen relevant sind.
Es handelt sich um Stacks, die weiter nicht bearbeitet wurden.
Abbildungsmassstab 10:1, Stackschritte 0.0025mm.

Das folgende Bild ist die Übersicht. Alle folgenden Ausschnitte stammen aus Bildern dieses Ausschnittes.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/147478_47904210.jpg)

Das folgende Bild ist ein Ausschnitt: ZEISS Luminar 25mm an AF MICRO NIKKOR, 105mm, 1:2.8 D
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/147478_27625324.jpg)

Das folgende Bild ist ein Ausschnitt: ZEISS Luminar 16mm, Apertur 0.2
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/147478_15504047.jpg)

Das folgende Bild ist ein Ausschnitt: Mikroskop Objektiv, NIKON CFN, PLAN 10/0.30, 160/0.17
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/147478_36778830.jpg)

Vielen Dank für eure Kommentare, ich habe dabei viel gelernt.

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: beamish in März 24, 2014, 22:21:32 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

ganz verstehe ich deine Bilder nicht. Die Übersicht ist ja ganz sicher ein Stack (mit einem krassen Artefakt, bei dem ein Fühler "durch" den Rüssel geht). Sind die drei anderen Aufnahmen auch Stacks oder zeigen sie mit jeweils einer Aufnahme die Schärfentiefe der jeweiligen Objektive?

Herzlich
Martin
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in März 24, 2014, 22:50:56 NACHMITTAGS
Hallo Martin

Mit den unterschiedlichen Objektiven und der Kombination von Luminar 16 mm mit dem Nikon 105mm habe ich entsprechend dem Übersichtsbild, gleichgrosse Bilder angefertigt.
Darunter sieht man jeweilige Ausschnitte dieser Bilder.
Artefakte sind beim Stacken logisch und somit üblich.
Es geht bei dem Vergleich um die unterschiedliche Auflösung.

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: beamish in März 24, 2014, 23:01:02 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

danke für die Aufklärung! D.h. auch die Detailaufnahmen sind Stacks, die mit jeweils den gleichen Schrittweiten ausgeführt wurden? Da sind die Unterschiede schon beeindruckend. Aber letztlich geht das doch vielleicht auf meine Anfangsvermutung der unterschiedlichen Schärfentiefe der Objektive zurück, oder?

Grüße
Martin
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in März 24, 2014, 23:13:43 NACHMITTAGS
Hallo Martin

Mmmmh, natürlich ist die Tiefenschärfe unterschiedlich,
sie beträgt beim Nikon 10/0.3 0.0061mm und wurde mit Stackschritten von 0.0025mm etwa 2.5 Mal abgedeckt. Dies ist somit die schlechteste Abdeckung.
Beim Luminar 16mm mit einer Apertur von 0.2 beträgt die Tiefenschärfe 0.0138mm und ist mit Stackschritten von 0.0025mm somit mit 5.5 Bildern abgedeckt, was zu klareren Bildern führen muss.
Trotz mehreren Bildern innerhalb der Schärfentiefe sind aber die Bilder mit dem Luminar 16mm und der Kombination schlechter aufgelöst, wie mit dem Nikon 10/0.3 Mikroskop Objektiv.

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in März 24, 2014, 23:17:26 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

ist das letzte Bild NUR , wie beschriftet
Mikroskop Objektiv, NIKON CFN, PLAN 10/0.30, 160/0.17  mit dem Nikon gemacht, oder auch in einer Kombination mit ..... X ?
Luminar 25 mit einem NIKKOR schockt mich nicht, denn (ich wiederhole mich zum X-ten Mal) die Luminare sind keine unendlich Objektive, oder Zeiss hat in allen Schriften nur Mist geschrieben. Selbst der große Michel hat nie eine Kombination eines Luminars mit einer weiteren Optik beschrieben. Aber diese Kombis sind nicht aus der Welt zu schaffen  ;D

Gute Nacht
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Klaus Henkel in März 24, 2014, 23:40:55 NACHMITTAGS
Zitat von: peter-h in März 24, 2014, 23:17:26 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

ist das letzte Bild NUR , wie beschriftet
Mikroskop Objektiv, NIKON CFN, PLAN 10/0.30, 160/0.17  mit dem Nikon gemacht, oder auch in einer Kombination mit ..... X ?
Luminar 25 mit einem NIKKOR schockt mich nicht, denn (ich wiederhole mich zum X-ten Mal) die Luminare sind keine unendlich Objektive, oder Zeiss hat in allen Schriften nur Mist geschrieben. Selbst der große Michel hat nie eine Kombination eines Luminars mit einer weiteren Optik beschrieben. Aber diese Kombis sind nicht aus der Welt zu schaffen  ;D

Peter

Das ist etwa so, als würde man ein leichtes Rennauto vor einen Ackerschlepper spannen und dann staunen, warum das Gespann nicht auf Tempo kommt ...!
KH
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Rawfoto in März 25, 2014, 05:44:40 VORMITTAG
Guten Morgen

Ich lese gerade die letzten Beitraege, die von Kurt, Peter und KH und verstehe die Beitraege der letzten beiden nicht!

Grund, Kurt gibt ja an wie die Bilder entstanden sind und bei den letzten beiden ist keine Rede von einer Zwischenoptik, das trifft nur fuer das erste Bild zu!

Daher interpretiere ich, beim zweiten Bild war das Luminar am Balgen und beim dritten das 10x Mikroskopobjektiv.

Die Ergebnisse decken sich auch mit meinen Tests, wobei Kurt die Endlichversion des 10x und ich die Unendlichversion des 10x Nikon CF Mikroskopobjektivs vorziehe. Die Qualitaet des dritten Bildes kann noch geringfuegig verbessert werden indem an der Stelle von 2,5 Ueberschneidungen in der Schaerfentiefe (der Zerstreuungskreis wird ja immer groesser wenn man von Zentrum der Schaerfentiefe in Richtung Rand rueckt (also die Kernschaerfenebene verlaesst). Ab einer Fuenfachueberschneidung gibt das keine Verbesserung mehr!

Eine zweite Art das Ergebnis noch zu verbessern ist das 100% Entwicklungsergebnis aus dem RAW-Konverter zu verkleinern (Qualitaetsfaktor), bei einem Qualitaetsfaktor von zwei, also einer Verkleinerung auf die halbe Flaeche bekommt man die Besten Ergebnisse ...

Auch ich bin zu dem Ergebnis gekommen das das Luminat in Verbindung mit einer Zwischenoptik ( Canon EF 2,8/100 L und 3,5/180 L ) die schlechtesten Ergebnisse liefert ...

Die NA laesst gruessen und die ist bei den beiden 10 x CF Nikon Mikroskopobjektiven besser wie bei dem getesteten Luminar und damit hat man einfach die bessere Aufloesung in der Theorie und in der Praxis!

Liebe Gruesse

Gerhard

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in März 25, 2014, 12:44:45 NACHMITTAGS
Liebe Auflöser,

da nun das Nikon angesprochen wurde und ich aus der CF-Reihe ein Nikon M Plan 10/0,25 DIC 210/0 habe, wollte ich an einer Testplatte doch die Auflösung sehen.
Kombination :
M Plan 10/0,25 , da für 210mm Tubus gerechnet wurde mit Zwischenstücken (Ofenrohren ohne Optik) der Abstand bis zum Canon 450D Chip entsprechend eingehalten. Nikon Okulare haben eine Abgleichlänge von 10mm und so wurde auch dieser Abstand berücksichtigt.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/147507_48217883.jpg)

Da die Pixelgröße der Kamera bei 5,2µm liegt, ist die Auflösungsgrenze also nicht nur vom Objektiv, sondern auch der Kamera begrenzt. Ich denke, dass mit Testplatten eine klarere Aussage über eine gesamte fotografische Anordnung gemacht werden kann.

Gruß
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in März 25, 2014, 13:28:40 NACHMITTAGS
Hallo Safari,

bevor ich viel schreibe, schau in der Mikrofibel Seite 35 und 54 nach. Dort sind Erklärungen und Zeichnungen dazu.

Gruß
Peter
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in März 25, 2014, 20:21:00 NACHMITTAGS
Hallo

Ich verwende als Beispiel das NIKON M Plan 20/0.4 LWD, 210/0.
Laut Datenblatt:
http://www.optotek.net/Microscope_Inventory/Objective_Lenses/Optotek____Nikon_Objectives/optotek____nikon_objectives.html
es ist PART NO: 78729 und besitzt eine Arbeitsdistanz von 6mm, das Objektiv misst von Anschlussebene bis Frontlinse 39mm. Dies ergibt eine Abgleichlänge von 45mm.
Da ich einen Balgen verwende kann ich den Auszug stufenlos einstellen. Ich verwende keine Zwischenlinse!
Bei 6mm Arbeitsdistanz erhalte ich in der Kamera ein scharfes Bild, wenn die Distanz (eingestellt mit dem Balgen) von Objektivanschluss bis Film (Chip) Ebene 210mm beträgt.
Dies entspricht der auf dem Objektiv beschrifteten mechanischen Tubuslänge.

Ist das übereinstimmend mit der Theorie?
Oder bin, oder habe ich mich vermessen?

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: peter-h in März 26, 2014, 11:01:14 VORMITTAG
Hallo Kurt,

Du willst es ja genau wissen. Also muß ich eine Copyrightverletzung begehen und entnehme aus der Mikrofibel ein Bild.  :o
(werde hoffentlich nicht aus dem Forum geworfen, aber mein Hinweis auf die Mikrofibel blieb erfolglos)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/147552_36589206.jpg) Bild Seite 54

tmech ist die immer angegebene mechanische Tubuslänge.
AlOk ist die Okularabgleichlänge.
Das Bild entsteht also in einer Entfernung von Af bis Ze (Zwischenbildebene) = tmech - AlOk !
Das sind für das Nikon M Plan 210/0 dann nicht 210 sondern 200mm.

Gruß
Peter

P.S. danke an Herrn K.Henkel für die gute Darstellung.

Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Kurt Wirz in März 26, 2014, 15:43:38 NACHMITTAGS
Hallo Peter

Vielen Dank für den Hinweis.
Ich werde es erneut ausmessen und hoffentlich dieses Mal exakter.

Kurt
Titel: Re: Zeiss Luminar mit 105mm Fotoobjektiv
Beitrag von: Klaus Henkel in Oktober 15, 2015, 23:29:33 NACHMITTAGS
Zitat von: Safari in März 26, 2014, 14:14:27 NACHMITTAGS
Zitat von: peter-h in März 26, 2014, 11:01:14 VORMITTAG
... aber mein Hinweis auf die Mikrofibel blieb erfolglos)

Nein, blieb er nicht. Ich habe die Passagen in der Mikrofibel gelesen, wusste aber nicht das ich es hier explizit bestätigen muss.


Lieber Herr Hö!

Es gereicht mir immer zur Ehre, von Ihnen zitiert zu werden!

Ihr KH