Hallo,
ich habe ein Stromproblem, und da es hier ja auch geballte Elektronikkopetenz gibt, frage ich einmal nach: Ein 12 V-Gleichstromlüfter (der meinen mikroskopischern Arbeistplatz belüften soll, damit es nicht ot ist ;) ) zieht bei 12 V 2 Ampere Strom (gemessen). Offenbar in Reihe war dort ein Drehpoti(?) "Rheostat" zur stufenlosen Regelung geschaltet, der sein Leben ausgehaucht hat. Leider wurde das Teil entsorgt (nicht von mir), es waren aber keinerlei Angaben aufgedruckt.
Nun versuche ich zu egründen, welches Bauteil von Conrad ich hier als Ersatz benötige.
Beim Googlen zu diesem Thema stieß ich auf folgenden Beitrag in einem "Boot-Forum" (s.u.).
1) Meine konkreten Fragen: Welche Bauteil (Poti, Drehwiderstand oder was auch immer) mit welchen daten benötige ich?
2) Stimmt die Rechnung in u.a. Post, insbesondere diese Aussage:
ZitatWenn ich mich richtig erinnere, passiert nun was Hässliches: Da die 9,2 W nur an einem Viertel des Potiwiderstandsdrahtes anfallen, wird dieser Teil so belastet, als wären am ganzen Poti 4 * 9,2 also fast 40 W anliegen.
Wenn Du das Poti z.B. auf 1% regelst, fallen am Poti nur noch 0,8 Watt an, aber eben am letzten 1% des Drahtes, so dass das ganze Poti für ca 90 Watt ausgelegt sein muss!!!
Hier der ganze Text:
ZitatOh, Grundlagen E-Technik!!! Mal sehen ob ich das zu nächtlichen Stunde noch kann:
Also: z.B. bei SVB bekommst Du Lüfter mit 12V/2,5A bis 12V/3,5A.
Ich nehme mal den Lüfter mit 12 V / 3,5 A (42 Watt)
Mit R=U/I hat also so ein Lüfter 12/3,5 = 3,4 Ohm
Nehmen wir mal an, wir kaufen das hier von Conrads: Best.-Nr.: 449806 - 62 für 23 euro ,,TT Electronics AB Hochlast-Draht-Drehwiderstand Linear 6.8 Ω 30 W"
Motor und Poti in Reihe und Poti voll aufgedreht
Dann fliessen noch 12V/(3,4+6,8) ohm = 1,17 Ampere.
Der Lüfter hat noch 4 V, am Poti liegen 8V, fallen also am Poti 8*1,17 = ca 10 W Leistung ab. Das Ding kann 30 W -> Scheinbar alles im grünen Bereich.
Also drehen wir das Poti auf 25% runter: also auf 1,7 Ohm.
Gesamtwiderstand 5,1 Ohm: Es fliessen also 2,35 A
Der Lüfter hat jetzt 8 V, Also fallen dort 8*2,35 = 18,4 W an.
Am Poti liegen 4V. Also fallen dort 4*2,35 = 9,2 W an.
Wenn ich mich richtig erinnere, passiert nun was Hässliches: Da die 9,2 W nur an einem Viertel des Potiwiderstandsdrahtes anfallen, wird dieser Teil so belastet, als wären am ganzen Poti 4 * 9,2 also fast 40 W anliegen.
Wenn Du das Poti z.B. auf 1% regelst, fallen am Poti nur noch 0,8 Watt an, aber eben am letzten 1% des Drahtes, so dass das ganze Poti für ca 90 Watt ausgelegt sein muss!!!
Ich weiß nicht, woher Du die Idee mit dem Poti hast, aber ich glaube, das ist keine so Gute!!!
Wenn Du wirklich regeln willst, musst Du wohl eine kl Spannungssteuerung kaufen oder bauen (gibt es auch bei Conrad – kostet m.W. auch weniger als 23 Euro und wird nicht heiß!!!).
Falls es nicht ums regeln geht, nimmst Du z.B. das hier
ATE Electronics 12 W Hochlast-Drahtwiderstand RB10/1-1R0-J Draht 1.0 Ω 12 W 5 % Best.-Nr.: 420247 - 62
Widerstand 1 Ohm -> in Reihe also Gesamt 4,4 ohm also 12/4,4 = 2,77 A.
Am Widerstand bleiben 12*1/4,4 = 2,7 V mal 2,7 A = 7,36 W.
Der kann 12 W – passt also und kostet nur 4 Euro statt der 23 für das Poti.
Nimmste zwei mit und probierst aus, wie schnell der Lüfter dann noch rennt.
Viel Spass
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
Willst du eine Heizung oder einen Lüfter?!?
Einen regelbaren Vor-Widerstand hat man in den 60er Jahren verwendet ... Heute macht man das mit einem Netzteil, Konstant-Strom einstellen und der regelt dann bei Überstrom automatisch die Spannung runter. Natürlich kannst auch Du die Spannung manuell runter regeln. Der Vorteil, das sind moderne Regler die Du auch im Sommer verwenden kannst ohne die Hitze noch zusätzlich anzuheben. Am günstigsten gibt es so etwas in Form eines Labornetzteils ...
Achtung: um den Netzteil nicht überzubelasten würde ich 2/3 Leistungsreserve spendieren, bei Dauerbetrieb sollte man unter 50% der 10 Minutenleistung bleiben ...
Wenn Du trotz dem die Wärmequelle bevorzugst, bei der Firma RS-Elektronik haben die Hochleistungs-Widerstände der unterschiedlichsten Leistungsklassen, auch verstellbare. Du musst einen Endanschluss mit dem Schleifer verbinden (kurzschliessen) damit es funktioniert ...
:-)
Gerhard
Hallo Peter,
ZitatWenn Du das Poti z.B. auf 1% regelst, fallen am Poti nur noch 0,8 Watt an, aber eben am letzten 1% des Drahtes, so dass das ganze Poti für ca 90 Watt ausgelegt sein muss!!!
Nein, das ist falsch.
Wenn das Poti 6,8 Ohm hat, dann ist 1% gleich 0,068 Ohm. Wenn Du das Poti wirklich in Reihe (also als Vorwiderstand) schaltest, wird jetzt der Strom praktisch nur durch den Lüfter bestimmt, also 2 A. Leistung am Poti ist dann 2A * 2A * 0,0068 Ohm oder 30 mW.
Am anderen Ende (100%) ist der Gesamtwiderstand 6,8 + 3,4 = 10,2 Ohm, es fließen 1,18 A, Leistung am Poti 1,18A * 1,18A * 6,8 Ohm = 9,4 W.
Gruß
Alfred
Hallo Peter,
schau mal hier:
http://www.atx-netzteil.de/pwm_mit_ne555.htm
Die dort in Schaltung 2 gezeigte auf NE555 und BUZ11 basierende Regelung ist zwar schon ein
bisschen betagt, dafür aber preiswert und z.B. als Motorsteuerung sehr raumsparend
zusammenzulöten.
Viele Grüße
Joachim
Hallo Peter,
wo kommen die 12 V Gleichspannung für den Lüfter her? Irgendein Netzteil muss ja schon da sein, oder? Da würde ich eher die 230V Seite dimmen, als eine Heitzung auf der Niederspannungsseite einzubauen. Oder nimmst eines der alten regelbaren Leitz-Netzteile, die mangels Stabilisierung keiner mehr braucht...
Gruss,
Stefan
Zitat von: Rawfoto in April 06, 2012, 19:54:08 NACHMITTAGS
Hallo Peter
Willst du eine Heizung oder einen Lüfter?!?
Einen regelbaren Vor-Widerstand hat man in den 60er Jahren verwendet :-)
Gerhard
;D Exakt aus diesen Jahren stammt der Lüfter!!! Und es kann ruhig "originalgetreu" sein. Weßt Du denn, welche Daten ein passender verstellbarer Hochleistungswiderstand haben müßte?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
O.k., dann bin ich mal ehrlich: :-* Und unser Moderator liest ja jetzt bestimmt bei dem langweiligen Elektronikthread nicht mehr mit ;)
Es ist nicht für die Mikroskopie :-[. Ein Bekannter zeigte mir einen alten "Heater" aus einem englischen 60er-Jahre Auto, bei dem das Kühlwasser einfach durch einen Wärmetauscher fließt und durch diesen mit einem Ventilator Luft geblasen wird. Er bat mich, diesem einmal "auszumessen", aber mehr als Spannung und ermittelte Stromstärke konnte ich ihm auch nicht mitteilen. Dieser Ventilator wurde mit der Bordspannung 12 V = angetrieben. Und in der Tat war früher (ein vermutlich als Zusatzheizung fungierender ;) ) Drehwiderstand in Reihe geschaltet. Es gibt auf dem Oldtimermarkt noch wohl passende Hochleistungswiderstände in England, die sind sind aber recht teuer (angefangen bei 38 Pfund + Versand). Nun suchten wir nach einer preiswerteren Lösung aus dem Conrad-Sortiment....
Aber ich fürchte ein passender Hochleistungswidestand wird hier uach nicht so viel preiswerter. Weiß denn jemand, welche Daten der genau haben müsste?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter -
trotz eines verrutschten Kommas (ich komme auf etwa 0,3 W) hat Alfred natürlich recht. Nach der Milchmädchenrechnung am Anfang würde die virtuelle Belastung des Rheostaten zwar auf 30 Watt kommen - aber das ist natürlich Unsinn, denn die erzeugten 0,3 Watt werden in diesem Fall (12 V, max. 2 A, 24W-Rheostat) von z.B. zwei restlichen Drahtwindungen mühelos in den Keramikkörper abgeleitet.
Fazit: Du kommst mit dem Teil für 24 € von Conrad bestens aus! Ist allerdings nicht billiger als eine elektronische Stromregelung.
Gruß
Rolf
Zitat von: reblaus in April 06, 2012, 21:43:22 NACHMITTAGS
Hallo Peter -
trotz eines verrutschten Kommas (ich komme auf etwa 0,3 W) hat Alfred natürlich recht. Nach der Milchmädchenrechnung am Anfang würde die virtuelle Belastung des Rheostaten zwar auf 30 Watt kommen - aber das ist natürlich Unsinn, denn die erzeugten 0,3 Watt werden in diesem Fall (12 V, max. 2 A, 24W-Rheostat) von z.B. zwei restlichen Drahtwindungen mühelos in den Keramikkörper abgeleitet.
Fazit: Du kommst mit dem Teil für 24 € von Conrad bestens aus! Ist allerdings nicht billiger als eine elektronische Stromregelung.
Gruß
Rolf
Hallo Rolf,
das 23-EUR-Teil stammt aus der Antwort eines Postings aus einem Bootsforum, es ist nicht die Anwtwort auf
meine Frage ( ich hatte in dem Bootsforum gar keine Frage gestellt, sondern war nur "googlemäßig" auf diese Passage gestoßen ).
Die gehen von einem Lüfter bis 3,5 A aus.
"Mein" Lüfter zieht bei 12 V 2,0 A.
Kannst Du mir sagen, welcher Drehwiderstand aus dieser Liste (http://www.conrad.de/ce/de/search/?search=tt+hochlast&initial=true&s_po=0&s_ps=50&s_of0=&s_oa0=true&s_of1=&s_oa1=true) genau geeignet wäre?
Wieviel Ohm, wieviel Watt?Hezrliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
ganz ehrlich, ich würde nicht die Verheizungs-Methode nehmen. Besser wäre da ein Drehzahlsteller. Das kann man sich für ein paar Euro selber bauen, oder auch fertig kaufen. Dann kann man sich auch die Rechnerei sparen. Gibts z.B. bei Conrad für 25,95€ http://www.conrad.de/ce/de/product/190219/5-A-DREHZAHLSTELLER-BAUSTEIN oder auch billiger vom Chinesen: http://www.ebay.de/itm/12V-24V-3A-DC-Motor-Drehzahlsteller-Regler-Kontroller-/250849727130
Viele Grüße
Michael
Hallo Peter,
ich denke, die Hochrechnung der Leistung von der letzten Windung auf das ganze Poti ist nicht gerechtfertigt. Wärmemäßig kann man das ganze Bauteil doch als Einheit betrachten - dann ist es egal, ob die Verlustwärme verteilt auf das ganze Poti verheizt wird oder nur auf einem Teil des Widerstandsdrahtes. Das heißt, man braucht die großen Monster garnicht, die einige hier ausgerechnet haben. Leider habe ich den aktuellen Conrad-Katalog nicht zur Hand, ich kann deshalb hier nichts konkret empfehlen.
Da fällt mir ein, die einfache Schaltung Lüftermotor und Vorwiderstand kann die Heizleistung im Auto drosseln, aber nicht auf Null bringen. Ist da noch ein getrennter Ausschalter vorgesehen oder war der etwa mit dem alten Poti kombiniert? Dann müsste man ihn ggf. nachrüsten.
Herzliche Mikro- und elektrische Grüße, Sigi
Zitat von: Michael W. in April 06, 2012, 22:01:25 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
ganz ehrlich, ich würde nicht die Verheizungs-Methode nehmen. Besser wäre da ein Drehzahlsteller. Das kann man sich für ein paar Euro selber bauen, oder auch fertig kaufen. Dann kann man sich auch die Rechnerei sparen. Gibts z.B. bei Conrad für 25,95€ http://www.conrad.de/ce/de/product/190219/5-A-DREHZAHLSTELLER-BAUSTEIN oder auch billiger vom Chinesen: http://www.ebay.de/itm/12V-24V-3A-DC-Motor-Drehzahlsteller-Regler-Kontroller-/250849727130
Viele Grüße
Michael
Hallo Michael,
wohl war - aber das Teil stammt aus einem Oldtimer und es sollte wohl mehr oder weniger originalgetreu bleiben...und original war wohl dieses Teil (http://www.ebay.de/itm/Adjustable-Heater-Switch-Rheostat-for-Austin-Morris-Mini-Mk1-1959-67-/390381046677?pt=UK_CarsParts_Vehicles_CarParts_SM&hash=item5ae4860b95) verbaut.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
Habe gerade im fast 5000 Seiten dicken RS-Katalog gesucht, die einen haben max 2W, die wuerde ich nicht einbauen. Es gibt dort am anderen Ende nur die Rheostat/Draht-Potentiometer Serie RT, die halten 25 Watt aus. So ein Teil kostet 32.-- Euro ohne Steuer ... Bestellnummer 170-310, Bezeichnung RT25LAS-10R
Einen Vorwiderstand zu setzen macht auch keinen Sinn, damit wuerdest Du nie auf die volle Leistung kommen ...
Ich wuerde eine 10 Watt Drahtversion verbauen, die zu finden ist aber sicher nicht einfach ...
:-)
Gerhard
Also, liebe Helfer, Resümee:
Besser gleich das richtig passende Originalteil kaufen, weil es vermutlich bei Conrad und Co. auch nicht soooooo viel billiger wird....
Herzliche Grüße und vielen Dank für die Hilfe
Peter
Hallo Peter,
ein Versuchsergebnis mußt Du uns aber noch verraten.
Ab welcher Spannung -von 12V abwärts gemessen- bleibt der Lüfter stehen. 12V/2A sagen ja nichts über die Drehzahlkennline Deines Lüfters aus.
Theorie:
Ein 6Ω Widerstand in Reihe reduziert die Spannung am Lüfter auf 6V und durch den Gesamtwiderstand von 12Ω ( 6Ω Lüfter + 6Ω Poti ) fließen ein Ampere durch den Lüfter. Er sollte sich jetzt mit !einem Viertel! seiner Nenndrehzahl bewegen.
Vielleicht macht er es, vielleicht auch nicht.
Ist der Lüfter so im Fahrzeug verbaut, dass der Fahrtwind einen Einfluss auf die Drehzahl nimmt, sieht die Sache wieder anders aus.
Grüße
Frank
Hallo Peter -
das Originalteil heißt " ... switch", also ist der Schalter mit verbaut und man wird nicht um den 40 € sauren Apfel herumkommen - es sei denn, am Armaturenbrett soll ein 12 mm Loch für einen kräftigen Schalter gebohrt werden.
Ansonsten habe ich mich in letzer Zeit aus anderen Gründen mit Leistungs-Drehwiderständen beschäftigt und da scheint momentan diese Serie um 24 € (u.a. von Conrad) das einzig brauchbare zu sein und für die 2 A des Lüfters leistungsmäßig völlig ausreichend.
RS-Electronics scheint mir leider in Auswahl und Qualität der Teile nicht mehr das zu sein, was es mal war - andererseits - wer braucht im Zeitalter der elektronischem Regler schließlich noch diese Heizkörper?
Gruß
Rolf
Zitatch habe ein Stromproblem, und da es hier ja auch geballte Elektronikkopetenz gibt, frage ich einmal nach: Ein 12 V-Gleichstromlüfter (der meinen mikroskopischern Arbeistplatz belüften soll, damit es nicht ot ist Zwinkernd ) zieht bei 12 V 2 Ampere Strom (gemessen).
Ohne alles weitere bislang gelesen zu haben: Dreht sich der Propeller vom Lüfterrad überhaupt noch bei der Stromaufnahme oder muß erstmal ein Tropfen Öl in die Lager, weil die inzwischen ausgetrocknet sind und die Achse festgebacken ist?
Lieber Peter,
und ob ich das gelesen habe, allerdings erst jetzt :D.
Na, ja dann macht mal weiter - hilft der Volksbildung und der eine oder andere Tipp hilft vielleicht auch zur Modernisierung einer antiken Mikroskop-Beleuchtung.
In dem Sinne: schöne Ostern,
Detlef
Lieber Peter, liebe Ohm/Watt/Ampère-Diskutanten.
Zunächst geht es ja ganz seicht los, eine Problem aus der Ohm'schen Ecke wird tiefgründig diskutiert, durchgerechnet, neu (und richtig) durchgerechnet, es werden Alternativen vorgeschlagen, in Antwort #6 wird auch der primäre Grund für die vorgestellte Problemstellung genannt
Zitat38 Pfund + Versand
Zitatsind sind aber recht teuer
Und in Antwort #11 wird dann "Butter bei die Fische" getan
Zitataber das Teil stammt aus einem Oldtimer und es sollte wohl mehr oder weniger originalgetreu bleiben
Mit ebay-Nr. 390381046677 wird ein beschalteter Poti vorgestellt, Kosten GBP 34,99 (Eur 42,40), zuzüglich Versand GBP 8,99 (Eur 10,89), in Summe also 53,29 Eur.
Dieser Poti (auch Rheostat genannt) ist / war verbaut in einem altehrwürdigen Morris Mk1 aus dem Zeitbereich 1959 bis 1967, und die genannte Preisstellung wird für ein fabrikneues Ersatzteil aufgerufen.
Aha.
Eine 'einigermaßen' passende Alternative von Conrad wird mit einem Preis von 24 Eur benannt, auch hier kommt Versand hinzu, macht komplett dann ca. 29 Eur.
Die Preisdifferenz beläuft sich somit auf 24,29 Eur, also in Etwa der Gegenwert eines Restaurantsbesuches mit recht übersichtlicher Bestellung.
Und: Es ist eben nicht das Originalteil.
Resümee:
Da steht also ein Austin Morris Mini Mk1 (1959 - 1967) als gehegtes und gepflegtes Schmuckstück und glänzt vor sich hin, liebevoll unter Verschleiß ungezählter Arbeitsstunden aufgemöbelt und angehübscht, mit Sicherheit auch das eine oder andere absolut schweineteure Ersatzteil nach Wochen der Findung von Eigenrechtfertigungen eingebaut oder angeschafft und sich anschließend diebisch darüber gefreut, es letztendlich doch getan zu haben, eben weil es nunmal superg... aussieht.
OT??
Das finde ich nun gar nicht.
Man ersetze "Austin Morris Mini Mk1" beispielsweise durch 'Zeiss Standard WL, schwarz".
Der Rest des obigen Satzes kann dann ganz locker als genau so gültig durchgewunken werden.
Ebenso wie die Tatsache, daß manchmal 53,29 Eur resp. differentielle 24,29 Eur zu teuer werden können, obschon eine verbaubare Alternative zwar vielleicht günstiger, aber eben nicht original ist und demzufolge irgendwie gebastelt und nicht so superg... aussieht.
Wie war das?
Sammler sind so ;D
Ich wünsche dem Forum ein friedvolles Osterfest.
Joachim
Hallo Joachim
Du hast einfach nur Recht :-)
Der Gesamtwert des Schmuckstuecks wurde mit so einer Aktion einfach nach unten gedrueckt. In Wien haben wier eine liebevolle Bezeichnung fuer Menschen mit einem derartigen Bestreben => Schnorrer :-))
Was ja noch gar nicht diskudiert wurde, der Fremdteil hat sicher nicht die gleichen Abmessungen wie das Orginal! Damit ist der Frefel noch viiiel groesser ...
:-)
Gerhard
Ps: erst diese Woche habe ich in der Bucht eine Olympus RFCA-Auflichteinheit als Leiche guenstig erstanden. Bei der Untersuchung der Ursache habe ich gestaunt, da hat doch tatsaechlich einer M5 Gewinde in M3 Gewinde geschnitten, also Aufbohren, Gewinde schneiden und die Loecher mit der Handbohrmaschine hineinnudeln ...
Ob die M5 Schrauben billiger waren?
Da die Schrauben in dem zu gross gebohrtem Loch nicht wirklich gehalten haben bin ich guenstig zu drei Einsautzen, dem 7. HBO-Lampenhaus und vor allem der Wechselmechanik gekommen ...
Hallo,
ja, ja, - ist ja gut! Zur Entschuldigung kann ich nur sagen: Ist nicht mein Morris (wenn ich neben den Mikroskopen auch noch mit Oldtimern anfinge...na dann: Gute Nacht!). Aber ich wurde halt mit der "Problemlösung" beauftragt. Vermutlich muß man dem Besitzer zu Gute halten, dass sich all diese "kleinen Teile" auf Dauer ganz schön summieren und er bei dem "Poti" vermutlich davon ausging, dass es sich eher um einen "Centartikel" handle. Er hat von Elektronik eher wenig Ahnung und vermutlich die ganze Potis, die es ja auch für wenige EUR gibt, im Auge gehabt. Und mein Bekannter hat nicht nur dieses Hobby - er sammelt alte Spielzeuge, Modelleisenbahner ist er auch..... :-
Aber ich denke auch: Hätte es eine Lösung für vielleicht 10 EUR gegeben, wäre das ja auch eine Überlegung gewesen, wenn es halbwegs gepaßt hätte. Aber bei der Differenz von 24 EUR lohnt sich kein "Gefrickel", ich werde ihm also raten, sich das Originalteil zu besorgen.
Ihr wißt ja, dass ich mikroskopisch auch eher der "Sammlerfraktion" angehöre. Besitzer eines oder zweier "Gebrauchsmikroskope" ohne Sammeltrieb können natürlich auch nie verstehen, wieso auch ich z.B. immer nach preiswerten Lösungen suche und mir viele Dinge (z.B. fertige Adapter für 500 EUR bei einer Fotoadaption) zu teuer sind. Das ist natürlich anders, wenn man sich nur "das eine" Arbeitsgerät gut ausbauen möchte. Der "Sammler" kämpft dagegen immer auf 50 Baustellen gleichzeitig.
Hier für die eifrigen Mitdiskutanten als "Belohnung" dann auch abschließend ein Bild des Corpus delicti:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89732_57313510.jpg)
Herzliche Grüße
und frohe Eiersuche!
Peter
Zitat von: Peter V. in April 07, 2012, 10:20:24 VORMITTAG
Hallo,
...
Ihr wißt ja, dass ich mikroskopisch auch eher der "Sammlerfraktion" angehöre. Besitzer eines oder zweier "Gebrauchsmikroskope" ohne Sammeltrieb können natürlich auch nie verstehen, wieso auch ich z.B. immer nach preiswerten Lösungen suche und mir viele Dinge (z.B. fertige Adapter für 500 EUR bei einer Fotoadaption) zu teuer sind. Das ist natürlich anders, wenn man sich nur "das eine" Arbeitsgerät gut ausbauen möchte. Der "Sammler" kämpft dagegen immer auf 50 Baustellen gleichzeitig.
Hier für die eifrigen Mitdiskutanten als "Belohnung" dann auch abschließend ein Bild des Corpus delicti:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89743_42791705.jpg)
Herzliche Grüße
und frohe Eiersuche!
Peter
Das ist aber eine schöne Fotoadaption, die du uns da zeigst. Ist die für eine COOLpix gegen einen HOTspot? ;D
Danke fürs Zeigen! 8)
Lieber Bernd,
Du enttäuscht mich!!!
Ich dachte, Du kennst alles von Zeiss!?
Ich habe das Teil mal von der Rückseite fotografiert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/89751_59262998.jpg)
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
wenn ich es nicht besser wüßte, dann würde ich sagen, es handelt sich hierbei um den Lichtmodulator für das Mikroskop-Photometer von der Lampenanschlußseite gesehen :D
Schöne Grüße
Bernd
Nee, nee, lieber Bernd,
Ventilator? Heizmantel?
Ich denke eher, daß wohltemperierte Photonen einfach wesentlich konstantere Flugbahnen haben ;D ;D
Viele Grüße
Joachim
[quote ajavascript:void(0);uthor=-JS- link=topic=12064.msg89755#msg89755 date=1333796392]
Nee, nee, lieber Bernd,
Ventilator? Heizmantel?
Ich denke eher, daß wohltemperierte Photonen einfach wesentlich konstantere Flugbahnen haben ;D ;D
Viele Grüße
Joachim
[/quote]
Nachdem sie durch den Ventilatorflügel püriert wurden? ??? ;D
Dann nutzen wir die Temperierung doch lieber fürs Refraktometer, lieber Joachim. ;D ;D
Beste Grüße
Bernd
Hallo,
man weiss es ja...aber irgendwie ist man doch manchmal überrascht: Da lese ich mir gerade auf der "Spiegel-Online"-Seite das umstrittene Gedicht von Günther Grass durch, als ich plötzlich bemerke, dass da ganz still und heimlich in einem kleinen Fenster Werbung für "Drahtdrehwiderstände" und "Drehzahlsteller" herunterscrollt......
Herzliche Grüße
Peter