Nachdem ja nun fast jeder einen "Fotoautomaten" sein eigen nennt, habe ich mir nun auch einen gebaut.
Ein Schrittmotor aus einer alten Floppy per VB6 Programm an der parallelen Druckerschnittstelle liefert (ohne weiteres Getriebe) 500 Nanometer Z-Vorschub per Schritt. Für Auflicht unter dem 4x und 10x schien mir dies ausreichend.
Als erstes Testobjekt hatte ich das Auge einer Florfliege erkoren und manuell mit dem 4x Objektiv eine Stacktiefe von 200 Mikrometern ermittelt.
Eingestellt 200 Aufnahmen a 1 um, Start und : Pustekuchen !
Nach einigen (5 ... 8) brauchbaren Aufnahmen kommt ein Sprung in der Größe: für das Stackprogramm ein echtes Problem.
Ok, hatte ich gedacht, bei einer solchen Fliege darf man im Raum nicht mal atmen.
Versuch wiederholt mit einer M1 Schraube: gleiches Ergebnis. -> die bewegt man durch Atmen aber nicht . . .
Problemlösung: man muß an der Kamera den Autofocus abschalten !!!
Mea culpa
Alfred
Guten Morgen lieber Alfred,
das klingt ja vielversprechend. Da freuen wir uns jetzt schon darauf, mal so einer "glutäugigen" Ungarin in das Auge zu schauen.
Ja der Fehlermöglichkeiten sind wahrlich genug beim Stacken. Ich kämpfe die ganze Zeit gegen winzige Unschärfen bei den Aufnahmen und bin wegen dem Verschluss der Kamera beziehungsweise wegen dessen Vibrationen schon dazu übergegangen mit Lichtentzug die Belichtungszeiten in den Sekundenbereich zu bringen. Es zeigte sich aber, daß die halbe Sekunde in etwa das Optimum darstellte, weil darüber hinaus sehe ich bei starker Vergrößerung wie gestern mit einem 50 x fach Objektiv plus Lupe in der Preview die Plattenzugriffe des Rechners als Vibrationen im Bild. Der steht zwar ein Meter davon entfernt aber auf der selben Platte. Ich werde daher hier etwas umbauen und den "Makromaten" in das Wandregal verbannen um von Tisch und Fußboden ganz unabhängig zu werden. Ja so ein Aufbau ist auch ein empfindliches Seismometer.
Viel Spaß bei deinen Experimenten
Lothar
Hallo Alfred
und von der Belichtungsautomatik solltest Du Dich dann auch gleich verabschieden, unterschiedlich helle Bilder will das Stacking-Programm auch nicht wirklich ==> selbst ist der Mann :-))
Liebe Stacking-Grüße aus Wien
Gerhard
@Lothar:
ZitatJa so ein Aufbau ist auch ein empfindliches Seismometer.
Wegen stabiler Beleuchtung wäre es auch schön, wenn sich nicht die Probe sondern das Objektiv bewegte.
Aber dann wäre die Vibrationsstabilität endgültig zu Teufel. Alternativ die Leuchten am Tisch festmachen ?
@Gerhard:
vielen Dank für den Tipp: das wäre der nächste Reinfall gewesen . . .
Gruß
Alfred
Hallo Alfred
Bis max 3:1 bewege ich das Objektiv, darueber das Objekt ...
Spiegelvorausloesung mit Ruhezeit vor der eigentlichen Ausloesung ist die Vermeidungsstrategie ...
:-)
Gerhard
@Lothar:
Du irrst leider.
Nem *glutäugiges" magyar lány,
...
ale česky !
;D
@ Alfred:
Bei einem kleinen Objekt-Fokussierweg (< / = 2mm) musst Du die Lampen nicht unbedingt
starr am Tisch befestigen, wenn Du zum Ausleuchten eine halbierte, hohle
Styrodur-Kugel (Bastelgeschäft) nimmst, die an geeigneter Stelle eine Öffnung
für Deine Optik aufweist.
Eine dramatische Änderung der Lichtführung ist bei einer auf diese Weise erreichten diffusen
Objektbeleuchtung und gleichzeitigen kurzen Fokussierwegen kaum zu befürchten.
Viele Grüße
Joachim
Hallo Joachim,
ja, das wird mein nächster Schritt: Styroporkugel oder Tischtennisball.
Das schirmt gleichzeitig ein bißchen gegen Atem und Zugluft ab (kein Scherz, diese Florfliegen bleiben sonst nicht ruhig).
LG
Alfred
Hallo Alfred,
ich gehe mal davon aus, dass Deine Florfliegen nur mehr noch körperlich vorhanden
und deren Insektenseelen längst auf der Fahrt über den Hades sind ?
Dann gehe ich weiter davon aus, dass Du (noch) die sog. Rock'n'roll-Klammern
kennst, die - wer es denn leiden mochte - als Verzierung am Hemdkragen
getragen wurden?
Vom Format wie normale Wäscheklammern aussehend, auch mit Spannfeder,
aber aus farbigem PVC gefertigt und sehr viel kleiner...matt schwarz lackiert,
leisten sie in der Macro-Welt unendlich gute Dienste (wenn man sie denn noch
hat) :D
Die Ameisenleute setzen (wenn sie keine Nadeln nehmen) ihre tlw. ja auch nicht
übermässig großen Objekte z,B. auf winzige Töpfchen von normalem Bienenhonig,
der lässt sich sehr fein dosieren (Stecknadelspitze) und klebt nach Wochen noch ...
Viele Grüße
Joachim
Hallo Joachim,
die Rock'n'roll-Klämmerchen haben den Zeitsprung leider nicht geschafft, einige Vinylplatten sehr wohl: Elvis, Jerry Lee Lewis, Fats Domino, . . .
Ich benutze Zahnstocher mit einem Tröpfchen Papierkleber, die auf der anderen Seite in Wäscheklammern stecken. Nach dem Mikroskopieren nehme ich den Zahnstocher aus der Klammer, stecke ihn in den Kunststoffstopfen eines Reagenzröhrchens , - und das Objekt ist aufgehoben:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90359_41348378.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90359_17561922.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/90359_48950176.jpg)
LG
Alfred
Hallo zusammen,
dies ist keine Ungarin (wie Lothar behauptet), sondern eine waschechte Tschechin, aber die Augen sind schon beeindruckend . . .
Hier also meine geliebte Florfliege:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91313_56151142.jpg)
Bresser PL10/0,25, WF10*20/Br, Butterbrotpapier als Diffusor, 2 * Jansjö, Canon A520IS per USB mit PSRemote, 87 Aufnahmen im Abstand von 10um, ZS, keine weitere Bearbeitung
und ihr linkes Auge:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91313_20495486.jpg)
Bresser PL20/0,40, WF10*20/Br, Butterbrotpapier als Diffusor, 2 * Jansjö, Canon A520IS per USB mit PSRemote, 55 Aufnahmen im Abstand von 2um, ZS, keine weitere Bearbeitung
LG
Alfred