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Bibliothek => Mikro-Know-How => Thema gestartet von: belay68 in Mai 02, 2012, 10:10:25 VORMITTAG

Titel: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: belay68 in Mai 02, 2012, 10:10:25 VORMITTAG
Hallo liebe Stackingbegeisterte,

seit geraumer Zeit verfolge ich die für mich sehr beeindruckenden Beschreibungen und Tipps zum Erstellen von Stackingbildern z.B. von Insekten.
Sehr aufschlussreich war für mich unter anderem der Hinweis von peter-h, der hier seine Adaption eines Rodagon 2,8 50mm an seine Canon Spiegelreflexkamera mit Zwischenringen und Adaptern vorgestellt hat. Ich würde diesen Aufbau für meine Nikon D300 und ein Rodagon APO N 50mm 2,8 in Betracht ziehen. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, wie ich es schaffen kann, reproduzierbare Schritte beim "Durchwandern" des zu fotografierenden Objektes zu erreichen. So wie ich es verstanden habe, muss das Objektiv - bzw. das Objekt ja in µm-Schritten bewegt werden, die sich auch noch überlappen sollen, damit die Stacking-Software eine Chance hat, die einzelnen Schärfenebenen lückenlos zu verrechnen. Gibt es einen Makro-Schlitten, der das leisten kann oder ist es ratsam, ein Mikroskopstativ zu verwenden? Wie erreiche ich eine definierte Schrittweite ?

Eventuell hat ja jemand ein paar Tipps für mich - ich würde mich sehr freuen.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Mai 02, 2012, 10:43:44 VORMITTAG
Hallo Bernd,

das ist wie so oft eine Geldfrage. Ich als bastelnder Rentner baue mir so etwas selbst. Wenn ich noch im Berufsleben stünde hätte ich mir sicherlich den "Stackshot" samt Steuerung gekauft. Das mit den Schrittchen im µ-Bereich gilt für stark vergrößerte Mikroskopaufnahmen. Bei Insektem mit einem Makroobjektiv dürften auch Schritte im Millimeterbereich reichen. Ich experimentiere derzeit mit "Videostacking": Ob es den Begriff schon gibt, habe ich nicht geprüft. Ich meine damit den automatisch gesteuerten kontinuierlichen Antrieb der Vorrichtung bei gleichzeiitiger Aufnahme einer Filmfolge mit 25 Bildern pro Sekunde.

Diese sehe ich mir mit dem Videoschnittprogramm an und schneide den interessanten Bereich aus um den dann als "Video aus Einzelbildern" zu exportieren. Das sind dann Bitmaps, die man direkt der Stackingsoftware füttern kann. Hierbei entstehen dan schnell hohe Einzelbildmengen, die dann über den Verstellweg der Achse leicht die Schrittweite bestimmen lassen.

Sei es wie es will, ich werde auch versuchen etwas Übung zu entwickeln, mit der Kamera im Makrobereich und der "Videomöglichkeit" Sequenzen eines Objektes aufzuzeichnen, die ganz einfach durch "Draufhalten" und etwas hin oder Zurückbewegen der Kamera, die notwendigen Einzelbilder zu erzeugen. das sollte mit etwas Übung auch frei Hand möglich sein. Ein Stativ etwas wegzudrücken ist dann auch noch denkbar. Sicherlich ist da der "Stackshot" auch die bessere Wahl; aber mit materialmäßig eher mit expeditionsähnlichen Ausflügen gekoppelt.

Also hier mal die kommerzielle Möglichkeit: http://www.cognisys-inc.com/stackshot/stackshot.php

Meine ersten Versuche habe ich mit einem alten "Russenleitz-Stativ" gemacht, bei dem ich den Feintrieb auf die eine Seite gedreht habe um dann mit dem Grobtrieb die Anfangsposition zu bestimmen und dann gleichmäßige Inkremente am Feintrieb weiterzudrehen und jedesmal die Kamera mit der Fernbedienung auszulösen. Das wegdriften nach unten durch das Gewicht der Kamera habe ich mit einer auf der Grobtriebspindel plazierten Wäscheklammer verhindert. Angebohrt und mit zwei kleinen Spackschräubchen verschraubt bildet die Holzklammer eine einstellbare Bremse.

Für weiter Fragen gerne zu haben grüßt

Lothar
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: -JS- in Mai 02, 2012, 11:10:41 VORMITTAG
Hallo Bernd,
für gelegentliches Anfertigen von Stacks bei fester Positionierung des Aufnahmegerätes z.B. an einem Reprostativ kann natürlich auch das Objekt in kleinen Schritten bewegt werden. Es gibt hier im Forum einen Artikel für eine relativ einfache Lösung einer Objektbewegung für stacking-Zwecke:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6160.msg41912#msg41912
Die fertige Konstruktion des Hubtischchens ist ganz am Ende dieses Artikels dargestellt. Bitte mal 'hinhangeln'.
Selbstverständlich kann an Stelle der für den Hubtisch verwendeten Mikrometerschraube z.B. auch ein Schrittmotor mit entsprechendem Getriebe zum Einsatz kommen. So etwas hat Alfred ('Jens Jö') schon einmal beschrieben (Schrittmotor aus einem alten Floppy-Laufwerk, glaube ich), aber ich kann den Artikel auf die Schnelle leider nicht finden.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Mai 02, 2012, 11:56:06 VORMITTAG
Hallo Joachim,

ich habe hier noch ein angefangenes Projektchen in der Warteschleife. Ein großes Lautsprecherchassis wurde mit der Flex oberhalb der Zentrierung des Tauchspulsystems getrennt und die Membrane entfernt. Mit einer Spannung von 0 bis 5 Volt kann man nun etwa 8 bis 10 mm heben und wenn man die Spannung umpolt um den gleichen Betrag in die andere Richtung bewegen. Da das Umpolen bei Null Volt erfolgt, sollte auch kein Ruck erzeugt werden um insgesamt knapp 20 mm Verfahrweg zur Verfügung zu haben.

Das hatte ich für ein Bino gedacht, wovon mir aber keines mehr zur Verfügung steht. Das einzige Problem ist eine saubere Spannungsverstellung. Man wird feststellen, daß so manches Labornetzteil ruckelt, weil das Poti unsauber läuft, ja kleinste Aussetzer macht.  Mit einem 10 Umdrehungspoti und oder einer Spreizung mit einem zweiten am Regler, kann dann sehr genau gefahren werden.

Das nur mal als Anregung

Gruß Lothar
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: belay68 in Mai 02, 2012, 21:51:46 NACHMITTAGS
Hallo Joachim, hallo Lothar,

danke für eure Rückmeldungen. Ich habe mir eure links angesehen - genial, was man alles konstruieren kann  ;D
Leider bin ich bastlerisch nicht besonders erfolgreich...
Der "Stackshot" scheint wohl eine Premiumlösung zu sein. Ich dachte eher für den Anfang (wie gesagt, es sollen vorwiegend Insekten "gestackt" werden) an einen Makroschlitten.
Kann jemand an dieser Stelle vielleicht eine Empfehlung abgeben - oder hat jemand sowas sogar zum Abgeben?
Ich habe ein recht stabiles Manfrotto-Stativ mit Kugelkopf - darauf könne ich ja evtl. mit einem Makroschlitten aufbauen.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Rawfoto in Mai 02, 2012, 22:19:15 NACHMITTAGS
Hallo Bernd

Einstellschlitten gibt es viele und die weniger bekannten bekommt man in der Bucht recht guenstig, das alte Rollei gibt es immer wieder unter 50.- Euro. Alte Nofovlex gibt es auch immer wieder um das Geld. Ein Balgengeraet auf einen Einstellschlitten ist eine Alternative, da musst Du sber Hand anlegen ...

Wenn Du einen neuen kaufen willst und in der Spitzenklasse zuschlagen willt Really Right Staff bietet die Loesung ...

Mein letzter Umbau ist eine gebrauchte Miktojustiereinheit aus der Mechanotronik, spitze klein und ca 4cm Verfahrensweg mit 100 Schritten pro mm mit einer Mikrometerschraube ...

Deine Idee den Trieb eines alten Mikroskop habe ich auch realisiert, ein Olympus BH abzusaegen ist eine topp Loesung um Euro 60.-- Auch das ist in der Lupenfotografie eine spitzen Loesung ...

Fuer Automatikfans, der Stackshot bildet die Basis meines Fotomaten und ist vom MAC/PC steuerbar ...  Keine billige Loesung aber eine evhte Bereicherung in meinem Fotostudio ....

Die Bandbreite der Loesungen ist extrem gross, Du must nur fast ueberall umbauen wenn Du wenig Geld ausgeben willst ...

Auf jeden Fall viel Freude, fuer welche Loesung Du auch immer dentierst :-)

Gerhard
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Mai 02, 2012, 22:37:39 NACHMITTAGS
Hallo Bernd,

von dieser Version habe ich die kürzeste. Das hat den Nachteil, daß die Verstellschraube und die Feststellung meist direkt unter der Kamera sitzt.

http://www.ebay.de/itm/Kameraschlitten-Upgrade-24CM-Einstellschlitten-Makroschlitten-Stereoschlitten-/200672594531?pt=DE_Foto_Camcorder_Stative_Zubeh%C3%B6r&hash=item2eb904ca63

Die in obigem Angebot gezeigte längere könnte vielleicht ein Weg sein, den Verstellknopf mit einer Durchmessererweiterung zu versehen, um feinfühliger drehen zu können. Als LP03 gibt es die auch noch länger. Es handelt sich um ein Alu - Stranggußprofil mit Zahnstange und Feststellbremse. Die kameraseitige Oberfläche ist gummiert. Insgesamt macht das Teil ein weit besseren Eindruck als der niedrige Preis sugeriert. Ich sehe gerade, da sind sogar zwei kleine Imbusschräubchen drann um das spielfrei einzustellen.

Also für erste Versuche machst du da mit einer Investition eines "Zwannis" nichts verkehrt.

Gruß Lothar
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: micromax in Mai 02, 2012, 23:21:49 NACHMITTAGS
Hallo Bernd,

ich halte die Lösung von Gerhard auch für die Beste:

ZitatDeine Idee den Trieb eines alten Mikroskop habe ich auch realisiert, ein Olympus BH abzusaegen ist eine topp Loesung um Euro 60.-- Auch das ist in der Lupenfotografie eine spitzen Loesung ...

Kauf Dir einen alten Mikroskoptorso, Hauptsache mit Feintrieb auf den Tisch. Von Zeiss, Leitz, Olympus, Nikon, säge den Arm auf dem der Objektivrevolver und Tubuskopf sitzt ab (das treibt jetzt manchem Mikroskopiker hier die Tränen in die Augen) und dann kannst Du mit dem feinjustierbaren Tisch mit Skala den Vorschub realisieren.
Das ist allemal besser als die Kamera zu bewegen. Es kann jedoch sein, daß Du bei einem günstigen Schnäppchen bei ebay damit konfrontiert wirst, daß der Tischtrieb verharzt ist und damit ein weiteres, aber nicht unlösbares Problem auf Dich zukommt.

Grüße Thomas
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: -JS- in Mai 02, 2012, 23:46:46 NACHMITTAGS
Liebe Leute,
...vorsicht, bitte....
bevor Ihr nun (fast frevelhaft) ein Mikroskop mittels Flex, Eisen-, Bandsäge oder was auch immer zerstümmelt, muss unbedingt eines klar gestellt sein. Nämlich die Frage, wie der Feintrieb dieses evtl. zu schlachtenden Mikroskopes strukturiert ist.
Die **ungeeigneten** Feintriebe untersetzen mit Rollreibung. Das bedeutet zwangsweise Schlupf (=Übertragungsspiel oder Aussetzer wegen Durchrutschen am Übergang Bewegungsachse zur untersetzenden Einheit, meist als Reibrad oder Kugel ausgeführt), und ein solches Spiel wiederum ist bei stacking nun gar nicht brauchbar.
Die geeigneten Feintriebe haben ein Zahnradgetriebe und damit zwangsweise gar keinen oder nur sehr geringen Schlupf, allerdings sind diese Feintriebe meist auf ein Höhen-Delta von max. 2-4 mm begrenzt, für die allermeisten Stacking-Aufgaben gerade mal so ausreichend.
Ich möchte dringend mein unmassgebliches mahnendes Stimmchen erheben und darum ersuchen, das geschilderte Problem in die Überlegungen mit einzubeziehen, bevor die angedachten Schlachtvorgänge in Angriff genommen werden  >:(.
Viele Grüße
Joachim
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Mai 02, 2012, 23:55:49 NACHMITTAGS
Hallo Joachim,

ich denke mal, so schnell wird kein Mikroskope geschlachtet. So wie ich Bernd verstanden habe, will er gerne vom Stativ aus Insekten fotografieren und dabei gegebenenfalls auch stacken. Dazu gibt es eine große Auswahl an Einstellschlitten. Wobei mir der von Manfrotto am besten gefällt, weil er eine Feineinstellung in Längsrichtung hat, an der man auch eine Kurbel anbringen könnte:

http://www.ebay.de/itm/Manfrotto-Einstellschlitten-454-/221013594952?pt=DE_Foto_Camcorder_Stative_Zubeh%C3%B6r&hash=item33756fd348

Die gibt es auch zum Sofortkauf bei 99€

Gruß Lothar
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: belay68 in Mai 03, 2012, 08:12:45 VORMITTAG
Hallo an alle,

Vielen Dank für eure Ratschläge. Auch ich habe etwas Bedenken, ein - vielleicht altgedientes - Mikroskop zu "schlachten" - wobei mir hier die Reproduzierbarkeit von definierten Stackingschritten am einfachsten zu verwirklichen scheint (wie gesagt - mit "Basteln" ist es bei mir nicht so weit her...). Ich werde mir wohl erst einmal einen Makroschlitten aus der Bucht holen. Danach mache ich mich an die Beleuchtung der Objekte - auch darüber habe ich schon viel im Forum gelesen. Wenn es denn mal so weit ist - ich warte noch auf Zwischenringe und das Rodagon - werde ich meine Ergebnisse mal präsentieren.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Rawfoto in Mai 03, 2012, 14:27:42 NACHMITTAGS
Liebe KollegInnen

Anbei wie gewünscht zwei Handyfotos ==> die habe ich ausgetauscht, man sieht den Aufbau auf den neuen Bildern besser:


(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91839_11613766.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/91839_6402376.jpg)

Das Teil funktioniert wirklich spitze ...

Und übrigens, mein abgeschnittenes Olympus BH hat einen Bewegungsbereich von > 4cm, Grob und Feintrieb via Zahnstange und Zahnräder, Messing, topp Qualität und mit um die Euro 80.- incl. Versand ist man dabei ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Rawfoto in Mai 06, 2012, 09:10:09 VORMITTAG
Liebe KollegInnen

Nach dem es Interesse nach meinem abgesägten Mikroskop gibt:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/92060_6472993.jpg)

Um genügend Platz zu bekommen habe ich die abgeschnittenen Säule auf einen Alu-Sockel gestellt, das Stativ ist oben im Arm abgeschnitten worden. Dieser darf nicht komplett abgesägt werden ==> es würde die Stabilität zu Nichte gemacht werden. Gut zu sehen ist noch eine Versteifungsstruktur (on top) ...

Ich verwende diese Einrichtung mit einem Statistisch, ich kann so in die x und y Achse verstellen, zusätzlich habe ich noch eine Dreheinrichtung eingebaut. Für manuellen Betrieb ist das eine optimale Lösung.

Ich kann das Einstell-Stativ auf ein Dreibeinstativ oder ein Säulenstativ montieren, via RRS-Schnellwechselplatte. Alternativ kann ich es auf eine 10mm Messingplatte montieren, welche auf vier Schwingungsdämpfern stehen ...

Verbessert wird diese Variante nur durch die automatische Steuerung mittels Schrittmotor :-)

:-)

Gerhard
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Johannes Kropiunig in Mai 06, 2012, 20:28:51 NACHMITTAGS
Hallo,

Ich hab das Problem heute so gelöst.
Achtung Handyfoto:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/92145_39523568.jpg)

Das Grundgerüst ist ein Reichert Neovar 2 das ich für 60€ bei willhaben.at bekommen habe.
Ein Vorteil dabei ist das der Arm der den Tubus trägt nur mit 4 Schrauben befestigt ist und daher jederzeit ein Rückbau möglich ist.
Mein erster Stack mit dieser Konstruktion, EOS 1000D 18-55mm Objektiv in Retrostellung und besteht aus 81 Bilder.
Hier das Ergebnis:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/92145_9853575.jpg)

Vor allem die Hintergrundbeleuchtung ist mir noch nicht Homogen genug, da muss ich noch was tun.

LG
Johannes
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Mai 06, 2012, 21:40:34 NACHMITTAGS
Mein Glückwunsch Johannes !

Damit bist du doch schon mal bestens bewaffnet. Die senkrechte Grobverstellung ist das ein LP02 oder LP03 ? Ist doch für das wenige Geld eine schöne Schiene oder?
Dann bin ich auch mal gespannt, wie das weitergeht und was es in Österreich für Ameisen gibt.  ;D

Lieben Gruß über die Grenze

Lothar
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: belay68 in Mai 06, 2012, 21:56:15 NACHMITTAGS
Liebe Stackingfreunde,

ich danke vielmals für die vielen Anregungen, die mir aufzeigen, dass der Möglichkeiten viele sind...
Derzeit warte ich noch auf mein APO Rodagon N 50mm 2,8 und einen relativ preiswerten Makroschlitten aus der Bucht. Drei Jansjös und diverse Kunststoffkugeln habe ich mir schon besorgt.
Und dann werde ich halt einfach mal loslegen - an "Objekten" wird es erst mal nicht mangeln, da ich Lebendfutter für meine Geckos züchte  :)
Aber eine Frage bleibt noch:
Wie bekommt man eine definierte Schrittweite zwischen den Einzelbildern hin, wenn man keinen Schrittmotor hat? Ich gehe davon aus, dass die am Makroschlitten angebrachte "Rasterung" zu grob für ein feines Stacking ist. Oder liege ich da falsch und es kommt bei Insektenstacks nicht auf  genaue µ-Schritte an?

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Mai 06, 2012, 22:39:15 NACHMITTAGS
Hallo Bernd,

wenn du die lange Schiene gewählt hast, kannst du auf den Antrieb ein größeres Rad zum Beispiel ein Zahnrad mit 100 Zähnen aufpressen oder kleben. Der Vorschub eines solchen Zahnes wäre dann das kleinste Inkrement. Je nach Objektiv nimmst du dann 1,2,5 oder 10 Zähne. Diese Schrittweiten kannst du auch auf dem Zahnrad mit einem wasserfesten Filzer aufzeichnen und beispielsweis die 5.er kurz die 10.er länger markieren. Ich sehe gerade, das 100.er Zahnrad deckt dann die Feststellbremse ab. Ein 50 Zähne-Rad würde also auch reichen, denn die Bremse muß ja so justiert werden, daß sich das Zahnrad noch drehen läßt und die Kamera nicht alleine davon fährt; also zugänglich bleiben. Ein kleiner Winkel oder ähnlich am festen Teil als Zeiger angbracht, erleichtert die Arbeit.

Lieben Gruß

Lothar


Edit: letzten Satz um "Zeiger"erweitert
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: -JS- in Mai 06, 2012, 23:18:31 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,
danke für die bildliche Neufassung Deiner 'Mini-Stack-Einrichtung'.
ZitatMein letzter Umbau ist eine gebrauchte Miktojustiereinheit aus der Mechanotronik, spitze klein und ca 4cm Verfahrensweg mit 100 Schritten pro mm mit einer Mikrometerschraube ...
Kannst Du bitte mal die Bezugsquelle für diese Super-Mikrometerschraube mit diesem Wahsinns-Verfahrweg bei 10 µm Schrittstufe nennen? Vielen Dank im Voraus.
Gruss nach AT
Joachim
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Rawfoto in Mai 12, 2012, 19:11:10 NACHMITTAGS
Hallo Joachim

Ich habe dieses Teil im eBay aus China erstanden, das war eine Lagerraemung, also ein neues Teil zum guenstigen Preis. Es war ein Einzelstueck, ich haette gerne zwei gekauft. Sollte eigentlich ein Kreutztisch werden (fuer meinen Makromaten) ...

Ich habe so einen Teil in der USA gesehen, neu, die waren so guenstig das ich die Quelle gleich wieder vergessen habe :-)

Zum Fokusieren am Livebild ist die Mikrometerschraube ein Traum, da geht es natuerlich um den Lupenfotobereich und transportabel ist das Teil auch noch ...

:-)

Gerhard

Ps: die lieben Gruesse kommen in der Zwischenzeit aus Nordbulgarien und im Hintergrund arbeitet der Makromat :-))
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: -JS- in Mai 12, 2012, 19:36:17 NACHMITTAGS

Hallo Gerhard,

danke für die (für mich leider deprimierende) Antwort.
ZitatZum Fokussieren am Livebild ist die Mikrometerschraube ein Traum, da geht es natuerlich um den Lupenfotobereich
Dann werde ich zunächst einmal ein bisschen weiter träumen müssen....
Viel Spass und viel Erfolg in Bulgarien !

Gruß,
Joachim
Titel: Re: Stacking: welche "Vorschubeinrichtung" ?
Beitrag von: Rawfoto in Mai 13, 2012, 07:57:36 VORMITTAG
Guten Morgen

Der Hersteller ist Parker und die Modellbezeichnung ist 4054 M, die Teile gibt es immer wieder im eBay oder eben ueber den Hersteller ...

http://www.parkermotion.com/pdfs/manualproducts/4000SeriesBallSlides.pdf

:-)

Gerhard