Liebe Kontrastierungsfreunde,
in letzter Zeit wurden viele Berichte über Kontrastverbesserung und Auflösung geschrieben. Eine sehr einfache Methode nennt sich Grenzdunkelfeld. Hier eine Erläuterung.
http://www.klaus-henkel.de/col-chmela.html
Nun sind exakte Blenden richtig zentriert und ausgerichtet nicht ganz einfach. Wohl dem der einen Leitz Heine Kondensor zu Hand hat. Über die Anpassung der Kondensorhalterung wurde schon viel berichtet und so habe auch ich mir eine Adaption für das Olympus BH-2 Stativ gefertigt. Ohne jede Umarbeitung paßt er auch an das Zeiss Junior mit 39,5mm Steckhülse. Und was erreicht man in diesem Grenzgebiet?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/98721_64050058.jpg)
Objektiv Olympus SPlan 40/0,70 , Heinekondensor ohne Immersionskappe , ähnlich einer ringförmigen Beleuchtung.
Achtung !
Das verwendete Objektiv hat keine Phasenblende. Mit dem Heinekondensor läßt sich also mit jedem Objektiv dieser Bildeindruck einstellen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/98721_8806708.jpg)
Daten wie oben.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/98721_25530719.jpg)
Spielerei mit HeliconFocus und einem 3D Stack.
Die sehr schmale Ringbeleuchtung des Heine Kondensors vernichtet jede Menge Licht, bringt aber in manchen Fällen eine gesteigerte Auflösung und/oder Kontrast und vereint einen Bildcharakter aus Hellfeld, Phasenkontrast und Dunkelfeld. Alles ohne Phasenkontrastobjektive !
Viel Spass und einen schönen Sonntag
Peter
Hallo Peter,
die Aufnahmen sind phantastisch und habe mich überzeugt den HEINE unbedingt mal zu testen.
Hat schon mal jemand einen Heinekondensor an ein Zeiss-Standard adaptiert?
viele Grüße
Stefan
Hallo Peter
es freut mich für dich, dass du einen Heine-Kondensor hast! :) ( ich habe auch Einen... ;) ) Die Bilder sind beeindruckend.
Ist meine Annahme richtig, dass die Aufnahmen gestackt sind? Und welche Lichtquelle hast du mit dem Heine-Kondensor verwendet?
Gruss Arnold Büschlen
Hallo Arnold,
es ist richtig dass die Bilder per HeliconFocus gestackt sind. Der Schärfebereich wäre sonst zu gering.
Die Beleuchtung ist zu 99,99% bei mir eine LED Cree XM-L. An meinem Olympus BHT ist also nur die 20 Watt Halogen gegen diese LED auf einem entsprechenden Trägerteil getauscht. Natürlich auch die Versorgungsquelle als kleines Eigenbautgerät bis z.Zt. 1,5 A, (max. wären 3 A möglich). Halogen nehme ich nur noch, wenn ich eine IR-Aufnahme machen möchte. Dann wird gewechselt und ein Schott RG1000 auf die Leuchtfeldblende gelegt. Natürlich dann auch mit einer monochromen Kamera. Die DMK72 ist von 350 nm bis 1020 nm empfindlich.
@ Stefan,
meine Versuche an ein Zeiss Standard den Heine zu befestigen sind gescheitert. Der Kondensorträger steht immer im Weg. Aber sicher gibt es auchg dafür Lösungen. Man muß dann am Heine einige Teile entfernen.
Viele Grüße
Peter
Hallo Stefan,
ZitatHat schon mal jemand einen Heinekondensor an ein Zeiss-Standard adaptiert?
Ich selbst noch nicht, habe aber bereits eine solche Adaption vorliegen gehabt und an meinem Standard ausprobiert.
Grundsätzlich funktioniert es, man muß nur beachten, daß der obere Anschlag des Kondensortriebs viel zu spät einsetzt, wenn das Präparat schon längst aus dem Halter gedrückt ist. Durch Aufpassen oder einem Hilfsanschlag kann man das aber vermeiden.
Am normalen Hellfeldkondensor läßt sich aber der Effekt mit Zentralblenden im passenden Durchmesser auch erzielen. So spar ich mir den Heine, aber jedem das Seine. :D
Viele Grüße
Bernd
Hallo Peter und Bernd,
habt Dank für eure Hinweise.
Vielleicht sollte ich um den Heine zu testen doch das alte Ortholux aus dem Keller holen.
Gruß
Stefan
Hallo Stefan,
ZitatVielleicht sollte ich um den Heine zu testen doch das alte Ortholux aus dem Keller holen.
dann aber nichts wie runter! ::)
Viele Grüße
Bernd
Hallo Peter
besten Dank für deine Antwort.
Gruss Arnold
Hallo Peter
Eigenartigerweise löst das Olympus SPlan 40/0,70 bei Pleurosigma nur zwei Reihen auf (also man sieht Trapez statt Sechseck).
Bei einer Apertur von 0.7 sollte das doch möglich sein!!
Oder provokant formuliert: mit einem Lomo 40/0.65 ist sowas schon fast möglich, zumindest so wie mit
einem: Zitat Wilfried:
ZitatZeiss Achromaten 40/ 0,65 , ebenfalls aus meiner Studendenzeit von 1973
siehe: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=1657.0
Offensichtlich dürfte Olympus da etwas kränkeln - wie bei eben zitierten Thread auch schon angedeutet wird ???
mit freundlichen Mikrogrüßen
Leo
??? indeed Leo, can you explain again what it is you want to say? IMHO there is not much that could be added in Peter's image of Pleurosigma.
mit freundlichen grüßen, René
Liebe Auflöser,
gäbe es nicht die Beschränkungen hinsichtlich der Bildgröße, so könnte man auch erkennen, dass es am Internet und Format liegt. Mit einem kleinen Ausschnitt sieht es doch schon viel besser aus. Aber es ging mir um den Bildeindruck und nicht um letzte Strukturanalyse. Das Olympus SPlan und auch die ApoSPlan sind ausgezeichnet. Leider selten und teuer.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/99691_30077626.jpg)
Gruß
Peter
@Peter
Wäre ja auch eigenartig, wenn ein 40/0.7 da Probleme hätte - in der Ausschnittsvergrößerung sieht man wunderbar die sechseckige Anordnung!
mit freundlichen Mikrogrüßen
Leo
Hallo Peter
und das obwohl Du mit dem Heine ohne Ölkappe auch mit der Kondensorapertur hart an 0.7 gehst (ohne: 0,25- 0,7; mit Ölkappe-immergiert: 0,5-1,4)
-sehr schöne Aufnahme :D ... und COL bzw RFB is schon was feines!
Beste Grüße
Stefan
Lieber Peter,
sehr schöne plastische Aufnahmen mit dem Heine !
Mich hätte es übrigens auch gewundert, wenn dir in Sachen Auflösung an einer läppischen Pleurosigma jemand was vormachen könnte ;)
viele Grüsse
Wilfried
ZitatMich hätte es übrigens auch gewundert, wenn dir in Sachen Auflösung an einer läppischen Pleurosigma jemand was vormachen könnte
Mit dem 10er Such-Achromaten wäre das allerdings schon eine Glanzleistung... ;D
Viele Grüße
Bernd
@rene
Zitatindeed Leo, can you explain again what it is you want to say? IMHO there is not much that could be added in Peter's image of Pleurosigma.
Perhaps this will explain what I meant:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/99722_27515239.jpg)
out of the book: "Das Mikroskop in der Schule" - Hartmut Dietle.
Please focus on "In der Praxis gibt es Objektive, die in der Schale von Pleurosigma zwei Streifensysteme auflösen."
mit freundlichen Mikrogrüßen
leo
Streifen, Streifen, dots I want to see! 8)
And they are there in the image, no problem.
I'm always having this image from Roderich Zeiss in my head when thinking about Pleurosigma:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/99733_36546205.jpg)
And that's from 1891!
Best wishes, René
Hi Rene,
we need to compare apples with apples.
Peter did not show a brightfield image as you were referring to with this surely extraordinary 1891 image, but was more after showing the special image effects of a borderline darkfield setting with the Heine condenser.
If you use a good recent brightfield objective you can compare the result to the old photomicrograph you have shown.
I attach a brightfield picture of Pleurosigma angulatum in air taken with a Leitz Pl Apo 63/1.40 (160) in white light, of course contrast and sharpness can still be optimised... but they did not have these tools in 1891 in all fairness.... but with experience they could at least develop the picture to a steeper contrast, which was probably done in your example.
This was also the most plane specimen I could find on my P. a. slide, still not quite as flat as the one in your old picture.
I am sure when it comes to resolving the "dots", Peter will get a result at least as good with his superb Leitz Apo 90/1.40.
Cheers
Holger
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/99738_38373959.jpg)
Did not have the means in 1891? :o
My dear Holger, you haven't had the chance to look into the bible of Microscopy? Here is an excerpt from Carpenter (1856!):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/99772_63215029.jpg)
And this is a rather poor reproduction (apologies) taken from Dallinger, 1901. Image by van Heurck, 1891 or 1893, can't remember anymore, wasn't entirely there at the time ;D
Objective was a 1.6NA (!), with flint glass coverslips and slides (RI 1.72) and preparation in Realgar:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/99772_41679387.jpg)
By the way, that's a nice image you showed, taken into account that (if indeed this is a dry mounted slide) the NA of your objective is effectively reduced to 1.0. Contrast wise nothing you could wish for. Just the little dots in the middle of the areolae worry me a bit, an interference effect maybe?? For one thing, P.angulatum areolae have round openings on the inside of the valve, but slits on the outside, something that was under discussion already at the beginning of the 1900's, far before the electron microscope proved them right.
Anyway, the discussion was on visibility of double stripes or three stripes in the image, with a 40x. I guess now I understand why the horizontal stripes are more difficult to visualize, as this 10x5 um crop shows:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/99772_31133298.jpg)
Easy peasy with a 60xoil, now for the check with an achro 40x. Hmm, haven't really got one ::)
Best wishes, René