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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: HDD in August 09, 2012, 15:38:40 NACHMITTAGS

Titel: Mundwerkzeuge einer Spinne
Beitrag von: HDD in August 09, 2012, 15:38:40 NACHMITTAGS
Hallo

An diesen vertrockneten Torso einer Brückenkreuzspinne waren die kompletten Mundwerkzeuge noch
erhalten.

Die folgenden Aufnahmen zeigen deutlich mit welchen Mordwerkzeugen diese Spinnenart ihre Beute zermalmt.

Grausam schön.


(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/100256_49968416.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/100256_35439146.jpg)



Ich denke, dass man nicht oft die Greifzangen einer Spinne aus dieser Perspektive sieht

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/100256_43718879.jpg)

Die Aufnahmen sind mit einem 8 er Epiplan aus über 90 Einzelbildern gestackt worden.

Die Länge eines "Hauers" beträgt ziemlich genau 0,2 mm.

Viele Makro/Mikro Grüße

Horst-Dieter
Titel: Re: Mundwerkzeuge einer Spinne
Beitrag von: ruhop in August 09, 2012, 17:27:49 NACHMITTAGS
Hallo, Horst-Dieter.

Äußerst beeindruckend!!

Schönen Gruß aus dem Hintertaunus

Holger
Titel: Re: Mundwerkzeuge einer Spinne
Beitrag von: Lothar Gutjahr in August 09, 2012, 19:14:33 NACHMITTAGS
Lieber Horst-Dieter,

tolle Aufnahme ! Danke fürs zeigen. Dein "eingetrockneter Spinnentorso" ist allerdings eine sehr lange haltbare Exuvie (Häutungsrest)und bemerkenswert ist dabei, daß selbst diese Hauerchen mit gehäutet werden. Ähnlich wie bei den Schlangen findet man auch die Haut über den Augen an der Exuvie. Wenn du mal einen der Beinreste formatfüllend fotografieren könntest, würdest du mir eine Freude machen. Mich interessiert derzeit, welche Spinnen über plumose Haare verfügen. Dabei fehlt mir die Brückenkreuzspinne und viele andere noch in der Sammlung.

Gruß Lothar
Titel: Re: Mundwerkzeuge einer Spinne
Beitrag von: Herne in August 09, 2012, 20:07:13 NACHMITTAGS
Hallo Horst-Dieter,
soweit ich weiß zermalmen Spinnen ihre Speise nicht, sie haben nur einen ganz kleinen Mund. Damit nehmen sie den verflüssigten Inhalt ihrer Beute auf, nachdem sie mit den martialischen Klauen ein zersetzendes Gift in sie gepumpt haben. Auch eine wenig nette Vorstellung.
Man möge mich korrigieren, wenn ich schief  liege.
Titel: Re: Mundwerkzeuge einer Spinne
Beitrag von: Oliver S. in August 09, 2012, 20:11:36 NACHMITTAGS
Zitat von: Herne in August 09, 2012, 20:07:13 NACHMITTAGS
Hallo Horst-Dieter,
soweit ich weiß zermalmen Spinnen ihre Speise nicht, sie haben nur einen ganz kleinen Mund. Damit nehmen sie den verflüssigten Inhalt ihrer Beute auf, nachdem sie mit den martialischen Klauen ein zersetzendes Gift in sie gepumpt haben. Auch eine wenig nette Vorstellung.
Man möge mich korrigieren, wenn ich schief  liege.

... ja das ist wohl so. Aber wo genau sind denn eigentlich die Giftkanäle. Man müsste doch irgend wo ihre Öffnungen sehen.
Gruss, Oliver
Titel: Re: Mundwerkzeuge einer Spinne
Beitrag von: rheinweib in August 09, 2012, 22:53:41 NACHMITTAGS
Hallo lieber HDD,
das sind aber mal Hauerchen......nur gut, das sie (fast) alle überschaubare Dimensionen haben....

Gruss
Heike
Titel: Re: Mundwerkzeuge einer Spinne
Beitrag von: Mila in August 09, 2012, 23:01:00 NACHMITTAGS
Lieber Horst-Dieter,

tolle Bilder! Spinnen sind doch immer wieder sehr faszinierend.

Herzliche Grüße
Mila
Titel: Re: Mundwerkzeuge einer Spinne
Beitrag von: reblaus in August 09, 2012, 23:49:04 NACHMITTAGS
Hallo Oliver -

bin kein Spinnenexperte, aber man sollte bei diesen Strukturen die Öffnungen der Giftkanäle nicht wie bei einer Kanüle an der Spitze suchen, sondern viel weiter hinten und da meine ich was zu sehen!

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Mundwerkzeuge einer Spinne
Beitrag von: HDD in August 10, 2012, 05:56:15 VORMITTAG
Liebe Makro-Mikro Freunde

Vielen Dank für eure Stellungnahmen.

@Lothar: Vom Korpus der Spinne gab es nur den fotografierten Rest.
             und den habe ich nach den Aufnahmen entsorgt.

@Oliver: Ich kann Dir leider nicht sagen ob das wirklich die Öffnungen der Giftkanäle sind.
            Bei den vertrockneten Korpus muss man davon ausgehen, dass die Kanäle mit
            den Giftresten zukristallisiert sind.

Herzliche Grüße

Horst-Dieter