Hallo Leute,
wir beschäftigen uns mit Haushaltsauflösungen und führen einen stationären „Trödelhandel“. Dabei fallen uns immer wieder Dinge in die Hände, deren Herkunft oder Verwendungszweck unbekannt sind. Dann heißt es recherchieren. So bin ich auf dieses Forum gestoßen.
Das Mikroskop um das es geht hat zwar eine Bedienungsanleitung, aber dort werden weder Hersteller noch Baujahr genannt. Vieleicht kann mir ja jemand helfen. Für diejenigen, die das gleiche Teil haben – aber die Bedienungsanleitung fehlt – hier der Text. Bilder füge ich auch noch bei:
Unentbehrlich für Schule und Haus,
sowohl für den Unterricht in der Botanik, Zoologie und Chemie, als zur Untersuchung des Fleisches auf Trichinen, sowie aller anderen Nahrungsmittel und Naturprodukte auf Verfälschung.
Gebrauchs-Anweisung.
Beim Gebrauch des Trichinoskops nimmt man von den beiliegenden einen Objektträger, legt das zu untersuchende Objekt und den zweiten Objektträger unter Anwendung eines kleinen Druckes darauf. Bei dem Trichinoskop drückt man die beiden kleinen Schrauben zugleich nach unten und hält sie fest.
Nachdem nimmt man die beiden Objektträger (Präparat), schiebt sie mitten durch den Tubus, so dass von jeder Seite gleichviel hervorsteht und lässt danach die Schrauben los. Die Objektträger werden dadurch festgehalten und können sich nicht verschieben.
Man hält nun das Trichinoskop möglichst dicht ans Auge, die kleinere Öffnung dem Lichte zugewandt, so ist das Objekt im Focus der Linsen deutlich und stark vergrößert sichtbar.
Dieses Instrument kann von Hand zu Hand gehen, so dass viele Personen nach einander das Präparat ansehen können.
Um ein anderes Objekt zu untersuchen, zieht man die Objektträger aus dem Tubus hervor, entfernt das darauf liegende Objekt und bringt, nachdem man die Gläser gereinigt hat, auf die Mitte des Einen das neue Objekt und den zweiten Objektträger darauf.
Um Schweinefleisch auf Trichinen zu untersuchen, entnimmt man kleine, dünne Fleischstückchen von den Muskeln des Zwergfelles, der Augen, des Halses, der Bauchdecken, der Schultern und Kinnbacken, breitet sie nebeneinander auf einen Objektträger aus, zerzupft hierauf die selben etwas und befeuchtet sie mit reinem Wasser oder mit stark verdünntem Essig.
Die Trichinen erscheinen im Fleische als sogenannte Muskeltrichinen.
frei oder verkapselt und sind mehr oder minder zusammengerollt, von einer länglich ovalen, zugespitzten Kapsel umgeben.
Interessant sind Zellen von Fliedermark (vieleckig), Linsenmark (sternförmig), Blütenstaub (vielgestaltig), Fäden der Baumwolle (bandartig).
Leinen (knotige Röhrchen), Wolle (quer gerippte Röhren), Seide (rund), Stärke von Kartoffeln, Reis, Weizen etc. zeigen ihre Unterschiede. Lösungen von Salz, Eisenvitrol, Alaun etc. zeigen nach dem Verdunsten des Wassers die eigenartigen Krystalle.
Bringt man auf den Objektträger ein Tröpfchen Wasser, in dem Pflanzenteile sind, so erscheinen die Infusionstierchen, welche mit dem bloßem Auge nicht sichtbar, lustig im Wasser umher schwimmend.
Schmetterlingsschuppen (Staub von Flügeln) und Teile von Insekten, z.B. Flügel, Beine, Augen, Rüssel, Stacheln, Haare etc. werden jedes für sich betrachtet.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/101324_45912305.jpg)(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/101324_3356319.jpg)(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/101324_3391368.jpg)
Grüße
Ekkehard (Ekki) Rautmann
Hallo,
damit sollte das Bilder einstellen klappen.
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=653.0
LG
Johannes
Zitat von: Kropiunig Johannes in August 18, 2012, 12:32:06 NACHMITTAGS
Hallo,
damit sollte das Bilder einstellen klappen.
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=653.0
LG
Johannes
Hallo Johannes!
Jetzt hat es geklappt. Danke!
Ekki
Hallo Ekkehard,
ein baugleiches Mikroskop besitze ich auch, nur ist bei meinem unten noch ein Fadenzähler aufgesteckt.
In der beiliegenden Bedienungsanleitung wird es als Universal-Mikroskop "Friledo" bezeichnet und stammt
von Fr. Levering, Optische Lehrmittel, Dortmund, Kochstraße 15.
Friledo könnte sich zusammensetzen aus Fri edrich Le vering Do rtmund
Mein Gerät ist eine Ausführung in Nickel, nicht Messing wie das Deine, ich bin mir also njicht sicher, ob der
Hersteller identisch ist.
Viele Grüße
Herbert
Hallo Ekkehard,
vor mir steht ein fast identisches Taschenmikroskop (so wohl die korrekte Bezeichnung). Im Deckel des Kastens ist die Firma Eugen Pfeilmeier, Optische Industrie, Pforzheim angegeben. Es mag wohl eine ganze Rehie von Firmen gegeben haben, die solche Instrumente gefertigt haben.
Als Trichinenmikroskop ist es sicherlich nur bedingt einsetzbar, da der Probendurchlauf deutlich keiner ausfällt als bei größeren Trichinenmikroskopen, unter die ein richtiges Kompressorium mit Platz für diverse Proben passt. Allerdings wurden solche Taschenmikroskope sogar in etwas komplexerer Version z.B. auch von Kosmos verkauft. Man kann es tatsächlich als normales Durchlichtmiroskop in der Hosentasche überall hin mitnehmen.
Viele Grüße,
Florian