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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: schuppi in September 17, 2012, 00:12:36 VORMITTAG

Titel: Krebs mit Parasiten aus dem Wattenmeer
Beitrag von: schuppi in September 17, 2012, 00:12:36 VORMITTAG
Hallo zusammen,

selbige Probe, aus welcher ich die neulich vorgestellten Algen entnommen habe, enthielt auch einen Krebs, der mit zwei Wimperntierchen als Parasiten befallen war.

Hier einmal eine erste Übersicht des Krebses:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/103859_7599379.jpg)

Und nun etwas näher dran (Stapel aus 20 Bildern):

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/103859_43139111.jpg)

Hier sind nun seine beiden gefiederten Freunde  ;)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/103859_23873121.jpg)

Nun einer in der Nahansicht (unverkleinerte Originalauflösung der Kamera):

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/103859_39273890.jpg)

Und zum Schluss noch für die 3D-Fans ein Bild für die Anaglyphenbrille. Das Team hielt wirklich mal still, so dass ich nochmal ein paar Bilder nachschießen konnte:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/103859_66725618.jpg)

Über sachdienliche Hinweise zur weiteren Aufklärung des Befalls dieses mir unbekannten Krebses freue ich mich sehr. Natürlich sind auch weitere Kommentare erwünscht!

Viele Grüße
Rainer
Titel: Re: Krebs mit Parasiten aus dem Wattenmeer
Beitrag von: Lothar Gutjahr in September 17, 2012, 00:30:25 VORMITTAG
Hallo Rainer,

ich bin kein Tümpler, aber die Form deiner Parasiten würde ich nach allem, was ich so im Forum gesehen habe als Rädertierchen bezeichnen. Ob Wimpertierchen ein Überbegriff ist ? ( habe da leider eine Glatze) Ein Parasit wäre es meiner Meinung nach erst, wenn er sich vom Wirt oder dessen aufgenommenem Futter ernährt. Oder liege ich da falsch ?

Gruß Lothar
Titel: Re: Krebs mit Parasiten aus dem Wattenmeer
Beitrag von: JB in September 17, 2012, 01:02:44 VORMITTAG
Hallo,

Es handelt sich dabei um Glockentierchen (Ciliata, Peritrichia), die mit ihren Stielen auf der Oberflaeche einer Huepferlings festsitzen. Solche Aufsitzertierchen (Epibionten) sind weit verbreitet und kommen auf vielen im Wasser lebenden Organismen vor. Schaden tun' sie dem Traegertier kaum, eigentlich nur wenn sie das Schwimmen, und in extremen Faellen das Fressen, behindern. Einige Epibionten sind hochspezialisiert und kommen nur in Assoziation mit bestimmten Wirtsarten und auf festgelegten Koerperregionen vor!

Beste Gruesse,

Jon