Hi,
ich bin Lehramtsanwärterin an einer Grundschule und habe im Winter meine Abschlussprüfung.
Im Fach Sachunterricht möchte ich mit den Kinder mikroskopieren.
Hat zufällig jemand gute Literaturempfehlungen zum Thema Mikroskopieren in der Grundschule bzw. mit Kinder oder im Unterricht allgemein?
Hi,
das Was-ist-was-Buch "Das Mikroskop": http://www.amazon.de/dp/3788602481/?tag=googhydr08-21&hvadid=8331810721&hvpos=1t1&hvexid=&hvnetw=g&hvrand=12056514661968034080&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=b&ref=pd_sl_9k5rtwdzbg_b wäre vielleicht eine Idee.
Diese Seite ist auch nett: http://www.natwiss.ph-karlsruhe.de/BIO/medien/mikroskopie/das_mikroskop.html
Gruß
Mila
Edit
Amazon schlägt dann auch noch das vor: http://www.amazon.de/Mikroskopieren-Der-Natur-auf-Spur/dp/3440123707/ref=pd_bxgy_b_img_c
Und noch mal hi,
noch eine Internetseite, allerdings für etwas ältere Schüler. Die Ideen kann man aber sicher auch für Grundschüler nutzen: http://www.kopernikusschule.de/WPU-WEB-Mikroskopie/Mikroskopie00.htm
Nochmals Grüße
Mila
super danke, die seiten helfen mir schon weiter :)
Hallo Wivi,
ich mikroskopiere auch gelegentlich mit meiner Tochter im Grundschulalter. Sie interessiert sich am meisten für alles, was sich bewegt. Statisches ist langweilig. Und sie will selbst Präparate auftropfen und dann anschauen, ob sie was gefunden hat. Deshalb kann ich Bachflohkrebse (Daphnien), Hüpferlinge, Ciliaten aus einem Teich (vielleicht hast Du Glück und kannst ein Marmeladenglas jetzt abfüllen und bis zur Prüfung am Fenster am Leben halten; sonst wird's halt im Winter schwierig), Heuaufguss, Insektenlarven, Blumenerde empfehlen.
Viele Grüße
Gabi
Zitat von: Wivi in September 20, 2012, 12:33:02 NACHMITTAGS
super danke, die seiten helfen mir schon weiter :)
Trotzdem hier noch ein Hinweis auf eine Dissertation, die den Gebrauch des Mikroskops in der Hauptschule zum Gegenstand hat:
http://www.klaus-henkel.de/livedabei.html
Alsdann: Guten Erfolg!
KH
Hallo, Gabi.
Bitte um Entschuldigung, aber ich muß Dich korrigieren. Bachflohkrebse sind keine Daphnien. Es sind zwar beides Krebse, aber Bachflohkrebse gehören zu den Amphipoden, die Daphnien zu den Phyllopoden.
Trotzdem: Weiterhin viel Spaß.
Schönen Gruß aus dem Hintertaunus
Holger
Hallo Holger,
ich bin schon damals im Großpraktikum Zoologie durch die Krebsprüfung gefallen >:(. Schon die Füße und Mundwerkzeuge waren einfach nicht mein Ding ???. Offenbar hat sich nicht viel geändert.
Zum Glück ist ja trotzdem was aus mir geworden ;) (Allerdings keine Zoologin)
Viele Grüße
Gabi
Lieber Klaus,
bist du sicher, dass der Link auf eine Dissertation führt?
Ich sehe nur eine sympatisch aufgemachte Seite mit einem Kurzbericht über Wohldenberg.
Oder übersehe ich einen Button?
Zitat von: Klaus Herrmann in September 20, 2012, 17:01:23 NACHMITTAGS
Lieber Klaus,
bist du sicher, dass der Link auf eine Dissertation führt?
Ich sehe nur eine sympatisch aufgemachte Seite mit einem Kurzbericht über Wohldenberg.
Oder übersehe ich einen Button?
Lieber Klaus!
Jein. Hier die Anleitung. Der letzte Satz oberhalb der kopfstehenden Pyramide nennt die Dissertration mit Titel und Bezugsquelle.
Und wenn Du auf das Bild klickst, kommt noch die nette Geschichte vom Wohldenberg, als ergänzende Illustration sozusagen.
Ist möglicherweise etwas verwirrend für den hastigen Leser, aber ich ändere nix mehr daran. Aber besten Dank für Deine Frage, bestimmt haben andere Leser auch diese Frage.
Vale et me ama!
Klaus
Salve Rex Klaus,
Ja mei, ich hab das schon gelesen, dachte aber modern wie wir sind kommst du durch 1-Click auf diese Dissertation. Jetzt google ich mir einen mit diesem Titel und das gibt bei mir 3 Treffer: Tezlaf das Mikroskop - weniger hilfreich; Keyence mit einem Digitalen Supermikroskop - auch nicht sehr weiter führend und du mit diesem Hinweis auf die diss. :'( Das wie gesagt sehr schön aufgemacht, aber eben die sich in den Schwanz beißende Katze.
Muss ich mir nun einen Bibliotheksausweis für die Unibibliothek Stgt erwerben und diese Diss. über die Fernleihe aus Minka besorgen? :o
Zitat von: Klaus Herrmann in September 20, 2012, 18:53:07 NACHMITTAGS
Salve Rex Klaus,
Ja mei, ich hab das schon gelesen, dachte aber modern wie wir sind kommst du durch 1-Click auf diese Dissertation. Jetzt google ich mir einen mit diesem Titel und das gibt bei mir 3 Treffer: Tezlaf das Mikroskop - weniger hilfreich; Keyence mit einem Digitalen Supermikroskop - auch nicht sehr weiter führend und du mit diesem Hinweis auf die diss. :'( Das wie gesagt sehr schön aufgemacht, aber eben die sich in den Schwanz beißende Katze.
Muss ich mir nun einen Bibliotheksausweis für die Unibibliothek Stgt erwerben und diese Diss. über die Fernleihe aus Minka besorgen? :o
Salve Klaus junior occidentalis!
Besser wärs schon. Aber versuche erst einmal dieses: Viele Diss. sind ja schon im Netz bzw. "digitalisiert" oder als pdf-Datei irgendwo abgespeichert.
Goggeln: Erstens Uni Tübingen, zweitens Uni München Ludw.-Maximailans-Uni, drittens Bayer. Staatsbibiothek. Wenn das alles zu lange dauert, könntest Du das Institut kontaktieren. Prof Killermann ist aber schon lange pensnioniert. Aber dort wird man den Nachfolger finden.
Fernleihe erscheint mir einfacher. Aber im Instit. hast Du die Chance, daß man Dir ein "Restexemplar" zuschickt.
Hier zum Verfasser der Diss. aus "µ" Jg. 1996, Heft 2:
Zitat†
Dr. Wolfgang Rieger
Wenige Tage nach der Mitteilung, daß alle 10 Professoren der Prüfungskommission seine Dissertation mit der Note 1 bewertet hatten, ist Wolfgang Rieger mitten in der Nacht im Schlaf gestorben. Er ist 56 Jahre alt geworden.
Herr Stadtpfarrer Martin Schubert, unser Mitglied, hielt bei der Trauerfeier die Grabrede. Auch Professor Killermann, sein Doktorvater, sprach. Beide betonten Herrn Riegers Engagement als Lehrer, daß es ihm ein Herzensanliegen gewesen war, Menschen an die Natur, die Biologie heranzuführen. Seine Hilfsbereitschaft war groß, manche unserer Mitglieder, wie auch die Assistenten und Studenten im Institut seines Doktorvaters haben wertvolle Anregungen und Ratschläge von ihm erhalten.
Wir bewundern die Haltung von Wofgang Rieger, der angesichts einer schlimmen Krankheit nicht resignierte, sondern sich nun erst recht dem Studium und seiner Dokorarbeit verschrieb: Didaktik im Biologieunterricht. Er wußte, daß da manches im argen liegt und wollte zur Änderung beitragen. Die Universität wertet seinen Beitrag hoch.
Wolfgang Rieger war 1988 zu unserer Vereinigung gestoßen und erfuhr dabei zu seiner Überraschung, daß es sein eigener Onkel gewesen war, der sie, nachdem die Francésche Deutsche Mikrologische Gesellschaft 1919 aufgehört hatte zu existieren, 1923 als Mikrobiologische Vereinigung München e. V. neu gegründet hatte. Er hat sich bei uns wohlgefühlt, es war ihm sehr wichtig, dabei zu sein.
K. H.
Viel Erfolg!
Klaus senior orientalis
danke, werde schauen, ob ich an die Diss schnell herankommen.
Ist zwar nich Grundschule direkt, aber bestimmt hilfreich.
Schade, dass es keine Bücher/Zeitungsartikel für Mikroskopieren in der Grundschule direkt gibt. Werde aber noch fleißig weitersuchen. Wenn noch jemand Tipps hat, immer gerne.
Also vielen dank schon mal für die ganzen Infos
wivi
Hallo,
in den ältern Jahrgängen des Mikrokosmos gab es eine Rubrik "Das Mikroskop in der Schule", die darunter veröffentlichten Artikel sind sicher einschlägig, aber leider etwas schwer zu finden. In vielen Bibliotheken ist der Mikrokosmos vorhanden, aber der Bestand weist Lücken auf.
Ich kann Dir ein Inhaltsverzeichnis der gesamten Jahrgänge (1907/1908 bis 2012) als *.xls (Microsoft Excel) oder als *.ods-Datei (LibreOffice) schicken, da kannst Du dann mit der Suchfunktion nach relevanten Artikeln suchen. Bleibt das Problem der Beschaffung der Artikel.
Freundliche Mikrogrüße
Rainer
Hallo Wivi,
erstmal ein Zitat, von einem Beitrag, den ich vor wenigen Tagen geschrieben habe :
Zitatwenn Du weitere Anregungen zum Mikroskopieren mit Kindern suchst, kann ich "Das Mikroskopierbuch" aus der arsedition emphelen:
http://www.amazon.de/Das-...qid=1348070866&sr=1-1
Ich habe es mir vor wenigen Tagen ebenfalls gebraucht bei amazon gekauft und obwohl ich schon seit vielen Jahren mit Kindern mikroskopiere (Arbeit an einer Freien Schule), habe ich wieder etliche tolle Anregungen gefunden. Ich habe auch eine Mikroskopie-Kartei erarbeitet, in der ich erprobte "Kochanleitungen" niedergeschrieben habe, mit denen Kinder selbständig arbeiten können. Wenn Du mir eine e-mail schickst, schicke ich Dir einen Scann.
Ja, eine Steriolupe ist für Kinder ein guter Einstieg:
-man betritt nicht sofort eine andere Welt
-man hat einen viel größeren Arbeitsabstand
-man kann, wenn man ein Gerät mit ausreichender Höhenverstellung hat, einfach alles drunter packen, egal ob durchsichtig oder nicht
-man muss i.d.R. keine Präparate anfertigen (die Deckgläschen sind doch nicht ganz ungefährlich für Kinder und nicht einfach zu händeln)
-alles ist richtig herum und nicht seitenverkehrt wie im Durchlichtmikroskop
Ich denke, dass trifft auch auf Deine Arbeit zu. Ich selber habe schon sehr oft mit Kindern aller Altersgruppen mikroskopiert und kann die Worte aus der Mikrofibel von Herrn Henkel nur bestätigen, die er im Kapitel "Mikroskopieren mit Kindern" schreibt, besonders was die Befindlichkeiten vieler Kinder gegenüber den Tieren unter dem Deckglas betrifft. Ich habe erst heute beim Tag der offenen Tür unserer Schule Tümpeltiere unter der Linse gehabt. Die erste Reaktion einer Viertklässlerin: "Lassen Sie die dann auch wieder frei???"
Kinder sind da zum Glück noch nicht so abgebrüht wie viele Erwachsene, für die das nur Tümpelschlamm ist.
Es gibt aber für Grundschüler eine Menge Details zu entdecken, die weniger grausam sind:
Federn, Haare, Schneeflocken, Kristalle wie Kochsalz, Zucker, oder Coffein. Letzteres ist für Kinder schon deshalb spannend, weil man dazu "kokeln" muss: Man streut etwas Kaffeepulver in einen leeren Kronkorken (Kunststoffdichtung entfernen!), legt einen Objektträger darüber und bringt das mit einer Pinzette (abgewinkelte geht am besten) über die Flamme eines Teelichtes. Coffein geht vom festen direkt in den gasförmigen Zustand über und kondensiert bzw. kristallisiert als feine gelbliche Nadeln auf der Unterseite des Objektträgers aus. Bei 50 bis 100x Vergrößerung ansehen!
Auch Kaliumpermanganat Kristalle sind schön. Denen kann man unter dem Mikroskop beim Wachsen zusehen: Von einer verdünnten Lösung, die gerade noch etwas violett aussieht, gibt man einen Tropfen auf den Objektträger und legt ihn kurz auf die Heizung, bis man sieht, dass er am Rand einzutrocknen beginnt. Unter dem Mikroskop kann man dann die dunklen Kristalle wachsen sehen. Besonders spannend der letzte Moment vor dem totalen Eintrocknen. Das schießen die Kristalle geradezu durch das Bild.
Alls das geht wunderbar im Winter.
Grundschüler sind aber nicht gleich Grundschüler. Mit Viertklässlern kann man durchaus auch schon an Durchlichtmikroskopen arbeiten, aber das braucht genügend Zeit. 1,5 Zeitstunden für eine kursmäßige Einführung sollte man sich nehmen. Danach können die Kinder dann in kleinen Gruppen selbständiger arbeiten. Die Klassenstärke ist nicht unerheblich. An meiner Schule arbeiten wir zudem in Jahrgangsübergreifenden Gruppen: 1..3.Klasse in einer 4..6.Kl. in der nächst höheren. Das Altersgefälle spielt da besonders bei den jüngsten eine große Rolle.
Die im Zitat erwähnte kleine Sammlung von Arbeitsanleitungen kann ich auch Dir per mail zuschicken, wenn gewünscht.
Viele Grüße
Gerd
Hallo Gerd,
mit welchen Klassenstärken arbeitest Du?
Ich hatte die maximale Anzahl in Kinder- wie Seniorenkursen auf 12 Personen angesetzt (die kleinste Menge, welche die VHS zulässt, sind 8 Personen; sonst rechnet es sich nicht).
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
ich arbeite auch mit max 12 Schülern. Hatte auch schon mal 15 in einem Einführungskurs. Das ist dann aber schon grenzlastig. An diese Grenze gelange ich schon aus technischen Gründen: Die Fensterplätze, an denen man mit dem KMC von Askania (mit Spiegel) arbeiten kann werden da schon sehr knapp. Würde aber auch sonst nicht gerne mit größeren Gruppen arbeiten wollen, weil in der praktischen Arbeit doch jeder irgendwann eine Frage hat oder mir was zeigen will und es einfach zu lange dauert, bis derjenige dann dran ist. Die Geduld der Schüler ist nun mal begrenzt und wenn man dann wegen eines Anfängerfehlers kein Bild hat (z.B. weil der Objektivrevolver nicht bis zur Endstellung gedreht ist) verlieren sie schnell die Freude am Mikroskopieren.
Grüße
Gerd
Ihr lieben Dozenten,
ich fange mit 32 SchülerInnen an!!! Könnt Ihr Euch vorstellen, was das heißt? Vier (!) Schulstunden mit Anfängern!
Viele Grüße
Mila
Edit: 4 Std./Woche
Hallo Mila,
aber Deine Schülerinnen sind etwas älter als 10 Jahre oder??
Grüße
Gerd
Hallo Gerd,
ja, und? Es sind trotzdem Anfänger!
Gruß
Mila