Hallo,
bei einem PZO besteht die Schwalbenschwanzführung des Wechselrevolvrs nicht aus Messing, sondern offenbar aus Alu, das wohl nicht die "selbstschmierenden" Eigenschaften des Messings hat. Entsprechend "hakelig" läßt sich der Revolver nur ein- bzw. ausschieben (und nach vollständiegr Entfernung knochenharter Fettreste praktisch gar nicht mehr!)
Womit mache ich ihn sinnvollerweise gängig? Öl? Fett? Irgendwelche Sprays? Er sollte hinterher auch nicht vor Schmiermittel "triefen".
Silikonspray habe ich wegen seiner Eigenschaft, alles um sich herum zu "verseuchen", mal verworfen.
Hezrliche Grüße
Peter
Alu auf Alu ist wirklich nicht toll.
Alu auf Kunststoff kann super sein und auf Stahl ist es je nach Ausführung u.U. auch tip top.
Ich würde gutes Fett nehmen, wie für alle langsam laufenden Paarungen.
ZitatWomit mache ich ihn sinnvollerweise gängig?
Hallo Peter,
ist er denn jetzt ´unverrückbar´? In diesem Fall würde ich es mit Petroleum oder einem Gemisch aus Fahrradöl und Molybdändisulfid versuchen. Auch zur anschließenden Dauerschmierung empfielt sich ein Fett mit dem Zeug (Molykote z.B. - ist sehr abriebfest). Bei meinem Eigenbau scheuert sich viel Alu auf Alu und deshalb verwende ich es. Kann Dir ja kleine Proben schicken, wenn Du möchtest.
Gruß - EFH
Hallo,
in solchen Fällen hat sich Graphitpaste ganz gut bewährt. Diese sollte man aber mit einem Pinsel an die betreffenden Stellen gezielt auftragen und nicht das halbe Mikroskop damit einsprühen nur weil man das zufällig als Spraydose da hat. Das Gleiche gilt für das Silikonspray.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Peter!
Vaseline verträgt sich auch gut mit Alu, schwärzt auch nicht die Umgebung.
Ich hatte mir 4 Fette von "Osim-Optik" zugelegt, bin sehr zufrieden damit.
Gruß - Werner
Hallo Peter,
lass die Finger von graphithaltigen Fetten in Verbindung mit Aluminum.
VG, Erik
Hallo Peter!
Als Chemiker muss ich deine Aussage: "Silikonspray habe ich wegen seiner Eigenschaft, alles um sich herum zu "verseuchen", mal verworfen", erweitern auf alle Silikone - nicht nur die gesprühten!
Ich würde Hahnfett (Chemiehandel - zur Verhinderung des Festsitzens von Glashähnen - oder wie Werner empfohlen hat, Vaseline verwenden.
Liebe Grüße
Franz
Hallo,
danke für all die Hinweise.
Werde als mal Hahnfett oder Vasline verwenden, habe beide Substanzen hier vorliegen.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter V. in Oktober 08, 2012, 17:25:54 NACHMITTAGS
Werde als mal Hahnfett oder Vasline verwenden, habe beide Substanzen hier vorliegen.
Ich würde die beiden genannten genau dazu nicht verwenden, sondern die empfohlenen.
Gruß
KH
Zitat von: Erik W. in Oktober 08, 2012, 17:13:40 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
lass die Finger von graphithaltigen Fetten in Verbindung mit Aluminum.
VG, Erik
...möchte nicht wissen, wie jetzt schon die Tastatur aussieht...
Hrzliche Grüße!
;D
Zitat...möchte nicht wissen, wie jetzt schon die Tastatur aussieht...
Hallo Bernd,
wenn man sich die Hände und auch nichts anderes schmutzig machen will, bleibt man am besten frühmorgens im Bett. Aber ob das auf Dauer gutgeht, bezweifle ich stark. ;D
Gruß - EFH
Hahnfett ist mehr ein Dichtung- als Schmiermittel und mit Vaseline kann man sicherlich hervorragend ein Kuheuter vor dem Melken einreiben!
In ein Mikroskop würde ich beides nur in größter Not schmieren, weil die Eigenschaften nicht definiert sind.
Standard
Mit einem ordentlichen lithiumverseiften (Kugellager-) Allzweckfett auf Mineralölbasis wird man dagegen jedenfalls nichts falsch machen solange man nicht seine Kondome damit schmiert.
Es ist alterungsbeständig, säurefrei, kunststoffverträglich, .B. bei Conrad Elektronik für weniger als 3 EUR zu haben und gehört meines Erachtens in jeden guten deutschen Haushalt.
Z.B. CRC 104121041230 MULTIPURPOSE GREASE Mehrzweckfett 100 ml http://www.conrad.de/ce/de/product/828658/MEHRZWECKFETT-100-ML-TUBE?WT.ac=bs_technik
Natürlich lässt sich die Sache noch deutlich in der Qualität steigern, indem man sich im Profisegment umschaut.
Synthetische Fette sind meist noch alterungsbeständiger, spezielle Füllstoffe erhöhen die Leistung.
Z.B. von Molycote gibt es ein höchst umfangreiches Sortiment.
Da ist als Privatmensch eher die Erhältlichkeit und die Packungsgröße ein Problem.
Sondergeschichten:
Silikonfette haben super Eigenschaften, aber das Problem dass man sie nur noch sehr schwer wieder los wird.
Von einer Optik gehen die fast nicht mehr runter.
MoS2 gefüllte Fette haben überragende Notlaufeigenschaften und sind gut im Festkörperreibungsgebiet sind aber unangenehm schwarz.
Graphit ist eine ganz spezielle Sache und bringt an einem Mikroskop keine Vorteile gegenüber MoS2
PTFE Füllung ist weiss und in einem Mikroskop gut einsetzbar.
Hallo EFH,
Zitat von: Eckhard F. H. Nowack in Oktober 08, 2012, 22:23:07 NACHMITTAGS
Zitat...möchte nicht wissen, wie jetzt schon die Tastatur aussieht...
Hallo Bernd,
wenn man sich die Hände und auch nichts anderes schmutzig machen will, bleibt man am besten frühmorgens im Bett. Aber ob das auf Dauer gutgeht, bezweifle ich stark. ;D
Gruß - EFH
bei dir wohl nicht... ;D
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Allgemein:
Für oft beanspruchte Gleitflächen ist Aluminum kein besonders geeigneter Werkstoff, besonders wenn dann noch Aluminium auf Aluminium gleitet. Um die Gleiteigenschaften zu verbessern, habe ich bereits mit verschiedenen Fetten rumprobiert, aber Vaseline war für mich jedenfalls nicht zufriedenstellend.
Andere Mikroskophersteller haben da von vornherein gleich anders konstruiert und die betreffenden Teile in Messing oder gar in gehärtetem Stahl ausgeführt mit geschliffenen oder polierten Oberflächen.
Ich würde daher bei den Fettherstellern anfragen, was sie in solchen Fällen empfehlen würden.
Viele Grüße
Bernd
Hallo in die Runde,
was halltet ihr in diesem Zusammenhang von Ballistol?
Ich verwende es für alles, was wieder gängig gemacht werden soll:
- Feinmechanik
- Türen und Schlösser
- Fahrradketten (-> hier: obacht: häufiger damit behandeln, da wasserlöslich).
Das Zeug harzt nicht, ist in keiner Weise gesundheitsschädigend und bislang habe ich damit die allerbesten Erfahrungen machen können.
Gruß
Rainer
@All!
Ich finde es beachtlich, welche Abhandlungen über Hochleistungsschmierstoffe geschrieben werden!
Peter will eigentlich nur eine Schwalbenschwanzpassung vom Festfressen abhalten! Da stehen weder hohe Lagerlasten, noch extreme Flächenpressungen an!
Völlig verschmierte Grüsse
Franz
ZitatPeter will eigentlich nur eine Schwalbenschwanzpassung vom Festfressen abhalten! Da stehen weder hohe Lagerlasten, noch extreme Flächenpressungen an!
Und dazu muß der alte festgebackene Dreck in den Führungen erstmal entfernt werden, sonst nützt der beste Hochleistungsschmierstoff nix. ;D
Klar, aber mit Lösungsmittel und nicht mit HL-Fett!
Zitat von: koestlfr in Oktober 09, 2012, 19:06:13 NACHMITTAGS
Ich finde es beachtlich, welche Abhandlungen über Hochleistungsschmierstoffe geschrieben werden!
Warum sollte man in einem so schönen Beispielfall nicht mal die problemlos anwendbaren Möglichkeiten durchspielen?
Immerhin geht es bei uns meistens um recht empfindliche Präzisionsinstrumente mit jahrzehntelanger Nutzung und ich habe den Eindruck, dass der derzeitige Stand der Technik nicht Allgemeingut ist.
Zu Ballistol:
Das ist eher was zur Reinigung und Oberflächenpflege.
Auf Dauer verharzt es und die Schmiereigenschaften sind alleine aufgrund der geringen Viskosität bei Führungen nicht optimal.
Je langsamer sich die Gleitpartner bewegen und je größer die Flächenpressung ist, umso zäher (hochviskoser) muss der Schmierstoff sein.
ZitatWarum sollte man in einem so schönen Beispielfall nicht mal die problemlos anwendbaren Möglichkeiten durchspielen?
Weil das einigen scheinbar nicht in den Kram passt.
Manchmal kommen solche Schwergängigkeiten auch von leichten Deformationen, z.B. Fallschaden, die man beim einfachen Hinschauen eben noch nicht bemerkt. Es reicht dann schon aus, wenn sich das Material minimal verworfen hat. In dem Fall muß zuvor vorsichtig nachgearbeitet werden.
VG
Bernd
Zitatbei dir wohl nicht... Grinsend
Hallo Bernd,
doch! Ich habe mir sogar Gedanken gemacht, warum so feiner Aluabrieb schwarz ist. Aluminium hat doch eine große Affinität zu Sauerstoff, folglich müßte er sofort oxidieren und weiß sein wie Bauxit. Kennt sich jemand aus?
Gruß - EFH
Hallo EFH,
ZitatAluminium hat doch eine große Affinität zu Sauerstoff, folglich müßte er sofort oxidieren und weiß sein wie Bauxit. Kennt sich jemand aus?
tut es auch, es bildet sich an der Oberfläche eine dünne Schicht Aluminumoxid gegen weiteres Oxidieren. ;)
Was für eine Aluminiumlegierung hast du denn vorliegen?
VG
Bernd
ZitatWas für eine Aluminiumlegierung hast du denn vorliegen?
Hallo Bernd,
meist AlMg, aber auch Exoten. Ich nehme, was ich preiswert bekommen kann. Nächstens werden die abriebschwarzen Hände mit wenig Spülwasser gewaschen, etwas davon auf einen Objektträger verbracht und eingedunstet. Dann werden die Abriebpartikel vermessen.
Zitat...es bildet sich an der Oberfläche eine dünne Schicht Aluminumoxid gegen weiteres Oxidieren.
Demnach müßten sie >1µ sein, sonst hätten sie keinen metallenen Kern. ;D
Gruß - EFH
Hallo zusammen,
Bernd hat recht - unter Schweißern heißt Alu deshalb auch "das Metall in der Tüte". Die Oxidhaut ist nämlich außerordentlich zäh und schmilzt erst bei fast 2000 °C, während das Metall darin längst flüssig ist. So was ist beim Schweißen sehr lästig und macht die Beherrschung des Schweißbades sehr schwierig.
War ein wenig OT, klärt aber die Sachverhalte hoffentlich ein wenig. ;)
m.f.G
Herbert
Hallo Peter,
auch auf die Gefahr hin, dass Dein Problem schon längst gelöst ist...
Wir haben auf der Arbeit auch so unsere Erfahrung mit Alu auf Alu, aber auch Edelstahl auf Edelstahl (Gewinde), die auch sehr gern fressen.
Diesbzgl. haben wir Schmierstoffe gesucht, die das Fressen vermeiden.
Die Aussagen der Schmierstofflieferanten war u.a., dass Füllstoffe Sinn machen, die das direkte Reiben der zwei Metalloberflächen aufeinander verhindert bzw. minimiert, weil sich die Füllstoffe dazwischen setzen.
In diese Richtung geht ja auch Bernds Vorschlag mit der Graphitpaste.
Weitere Möglichkeiten könnten Kupferpaste/-spray oder PTFE-gefüllte Schmiermittel sein.
Gruß
Markus