Sehr geehrte Mikroskopexperten,
Ich besitze das an sich sehr schöne Jenamed mit dem Polarisationssatz. Das funktioniert prima nur gibt es meines Wissens nach leider keinen Drehtisch für das Instrument. Hat jemand sich da ev. schon mal mit beschäftigt und eine Lösung gefunden?
Viele Grüße
Michael
Hallo Michael,
wenn es Jena ist, sollte eigentlich der Lomo Drehtisch passen!
Ich könnte Dir zu Testzwecken einen überlassen.
Gruß
Wolfgang
Hallo,
Nee, nee, Wolfang - so einfach ist das nun doch nicht! "Jena" hat nicht bei den Mikrovalen aufgehört ;)
Google mal nach Jenamed, und dann wirst Du sehen, dass das eine genaz spezielle Konstruktion ist. Ein Drehtisch ist dafür nicht vorgesegen und auch kontruktiv nicht zu verwirklichen, vermutlich nicht einmal als Bastellösung, da über Anheben und Senken des Objektivs fokussiert wird und der Hubbereich nur wenige Millimeter beträgt. Zudem ist da insgesamt sehr wenig Platz.
Das Mikroskop war explizit als Mikroskop ausschließlich für Histologie und Cytologie/Hämatologie konstruiert. Auch der Kondensor ist beispielsweise nicht austauschbar.
Ich fürchte, das wird nicht zu realisieren sein, außer vielleicht, wenn man den Tisch abbaut, Das ist zwar einfach, man muß dazu nur eine Rändelschraube lösen, ich wäre da aber trotzdem vorsichtig, weil der Tisch werkseitig mit kleinen Unterlegblechlein in eine exakt waagerechte Position gebracht wurde.
Hezrliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
ich hab grade gegoogelt.......ach du Sch....
Wer baut dennn sowas; das ist ja wie ein Ferrari mit nur einem Gang!
Du hast recht, da geht nix.
Viele Grüße
Wolfgang
Zitat von: liftboy in Oktober 28, 2012, 12:36:20 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
ich hab grade gegoogelt.......ach du Sch....
Wer baut dennn sowas; das ist ja wie ein Ferrari mit nur einem Gang!
Du hast recht, da geht nix.
Viele Grüße
Wolfgang
Hmmm.....so würde ich es nicht ausdrücken. Ich würde eher sagen, dass es ein Ferrari auf Schienen ist.
Das Jenamed ist optisch ein Hochleistungsmikroskop (Die allermeisten Aufnahme von Frank Fox stammen von einem Jenamed!), es ist mit Phako, orientierendem Pol und DIK ausbaubar, es gab sogar ein Fluoreszenz-Variante und ist von der Bildqualität mit den CF250-Optiken einem aktuellen Highend-Modell der "Großen" nicht unterlegen! Die CF-250-Mikroskope waren eigentlich ihrer Zeit voraus.
Ds Jenamed-Stativ ist jedoch für die bereits angeführten Zwecke optimiert und kein Gerät für "Bastler". Die bewußten Einschränkungen machen es aber fehlertolerant, oder, besser gesagt, fehlerresistent. Wo nichts zu verstellen ist, kann auch nichts verstellt werden. Beim Jenamed wird man daher nie auf das alte Problem stoßen "Hilfe, ich sehe nichts....!!!", weil wieder einmal alle Komponenten verstellt sind. Es war daher für den Routineeinsatz in Histologie, Cytologie und Hämatologie gradezu optimal.
Einen vergleichsweise ähnlichen Ansatz - allerdings wohl recht erfolglos - verfolgte Zeiss West mal seinerzeit mit dem "KM", das aber heute eher als Kuiosität gehandelt wird.
Herzliche Grüße
Peter
Vielen Dank für die Diskussionbeiträge! Ja es gibt halt gewisse Einschränkungen aber ich habe DIK, Phasenkontrast unf Polarisationausstattung für das Gerät das ist ziemlich Klasse mit der diskutierten Einschränkung halt.
Viele Grüße
Michael
Hallo Michael
So ein Drehtisch lässt sich aber mit einer CD improvisieren. Oder improvisiert kaufen:
http://www.brunelmicroscopessecure.co.uk/acatalog/universal.html
Viele Grüße
Bernhard
Zitat von: Bernhard Lebeda in Oktober 28, 2012, 20:12:28 NACHMITTAGS
Hallo Michael
So ein Drehtisch lässt sich aber mit einer CD improvisieren. Oder improvisiert kaufen:
http://www.brunelmicroscopessecure.co.uk/acatalog/universal.html
Viele Grüße
Bernhard
Lieber Bernhard,
leider ist es nicht so einfach. Schon Bernd konnte nicht verstehen, wieso Jürgen seine Blitzadaption für das Jenamed so konstruiert hat, wie sie ist. Man muss das Mikroskop einfach vor sich haben. Es ist schon konstruktiv deutlich anders als übliche Mikroskope. Es gibt quasi bis auf wenige mm "Feintrieb" (das Mikroskop hat keinen Grobtrieb!) keine Möglichkeit zur Vegrößerung des Abstandes zwischen Objekttisch und Obektiv. Ausserdem ist das für eine CD auch auf dem Tisch schlichtweg keinen Platz, egal, ob Jenamed 2, Histzology oder Variant.
Ich habe hier soeben mit einen solchen CD-Drehtisch (habe ich den nicht sogar von Dir?) hilflos von einem Jenamed gestanden - es geht nicht!
Man muss wohl diese Einschränkung (bei diesem ansonsten wirklich tollen Mikroskop) akzeptieren.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
verstehe!! Schade eigentlich. ::)
Bis dann mal wieder
LG Bernhard