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Bibliothek => Mikro-Know-How => Thema gestartet von: chishoro in Oktober 29, 2012, 21:55:35 NACHMITTAGS

Titel: Kompatibilitaet von Kompensatoren ueber die Baureihen hinweg
Beitrag von: chishoro in Oktober 29, 2012, 21:55:35 NACHMITTAGS
Liebe Mitmikroskopierer,

Bekanntlich lassen sich Bauteile der neueren Unendlichreihen schlecht oder nur eingeschränkt mit solchen der alten 160 und 170er Reihen mischen.

Doch wie steht es mit den Kompensatoren - also die lambda/4, die lambda, den Senarmontkompensator, den Kippkompensator etc ?

Diese werden nach wie vor von nahmhaften Herstellern wie Zeiss angeboten - zu Preisen die zwischen 300 & 3500 EUR schwanken.

Hergestellt werden sie heute noch im 6x20 mm Format welches sich schon zu Zeiten der Endlichreihe etablieren konnte.

Eigentlich war ich der Meinung, dass diese Filter nicht optisch korrigiert sind und vom Stegreif her trotz fehlender Angaben des Herstellers mit den alten Objektiven der 160er Reihen kompatibel sein sollten - oder unterliege ich da einem Denkfehler ?

                       Gruß,

                              Rory
Titel: Re: Kompatibilitaet von Kompensatoren ueber die Baureihen hinweg
Beitrag von: TPL in Oktober 29, 2012, 22:39:02 NACHMITTAGS
Hallo Rory,
Kompensatoren sind zwar keine Filter, aber Deine Vermutung ist richtig: sie lassen sich auch heute noch einsetzen, ohne die Optik mehr als "bestimmungsgemäß" zu beeinträchtigen (besser wird sie nicht durch ein zusätzliches, teilweise extrem schräg gestelltes optisches Element). Der Grund: auch in den Zeiten endlicher Tubuslängen saßen Hilfobjekte und Kompensatoren im dem Teil des Strahlenganges, der durch Tubus-/Telanlinsen parallel verlief.

Aber auch ältere Kompensatoren sind keine Schnäppchen. Wichtig ist bei denen, das ihre Geometrie zum betreffenden Mikroskop passt. Wenn nicht, bekommt man bestenfalls keine Ergebnisse; schlimmstenfalls zerstört man den Kompensator.

Viel Erfolg,
Thomas