Hallo zusammen,
zunächst nochmals herzlichen Dank an Wilfried für das phantastische Test-Target !
Ebenso wie Peter H. besitze ich sowohl ein BMS144 Stemi als auch ein Fotoobjektiv Pentacon 1.8/50.
Also kam ich auf die Idee, einmal direkt die Stemi Optik mit dem Pentacon (in Reprostellung am Balgen) zu vergleichen.
Die Ergebnisse sind noch nicht vorführreif, aber Welten liegen nicht zwischen den beiden Auflösungen.
Hier gehts mir jetzt um etwas anderes.
Aus reiner Neugier habe ich das Target auch unters Durchlichtmikroskop gelegt.
Und (um die Schicht nicht zu verkratzen) natürlich ohne Deckglass.
Das Ergebnis hat mich beeindruckt:
wenn die Zahlen der Achsenbeschriftung tatsächlich die Liniendicken angeben, dann kann man mit einer (hier so oft verhöhnten)
Bresser Optik PL40/0.65 - 0,17 ohne Deckglass 500nm auflösen ?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/108940_4720482.jpg)
Mit überraschten Grüßen
Alfred
Hallo Alfred
Ich war irgendwie gerade auf der Suche nach der Kernschaerfe, Aufloesung ist die eine Sache, aber was hilft mir diese ohne den entsprechenden Kantenkontrast. Des Weiteren sollte diese plan auf der Bildflaeche liegen?!?
Ich orte bei Deiner Aufnahme in der Mitte (Horizental) eine andere Qualitaet wie in den anderen Teilen der Flaeche. Hast Du die Daten heruntergerechnet um uns die gesamte Bildflaeche zu zeigen?
Bitte kannst Du da noch ein paar Worte darueber spendieren, fuer mich sind solche Tests von Interesse, ich habe gerade meine gesamte Flotte an Makro und Lupenobjektive unter die Lupe genommen. Ein kleiner Teil wird im naechsten Mikrokosmos zu sehen sein und einen weiteren Teil habe ich ja hier im Forum gezeigt.
Man kann derartige Bilder aber nur beurteilen wenn man den 1:1 Ausschnitt aus Bilddaten sieht. Im anderen Fall erzielt man eine Aufloesungsverbesserung durch das Herunterrechnen der Daten. Es kommt der aus dem Druckbereich bekannte Qualitaetsfaktor zum Tragen. Kannst Du da bitte Dein Testverfahren bitte beschreiben ...
Besten Dank und liebe Gruesse
Gerhard
Das scheint für mein Laienauge bei 0,7 nicht mehr aufgelöst zu sein. Vielleicht sind die Linien bei 0,6 und 0,5 Aliasing-Artefakte (Stichwort Nyquist-Frequenz)?
Gruß
Norbert
Hallo Norbert,
die 0,7 und 0,6 Strukturen sind auf dem Target beschädigt (deshalb wurde es ausgemustert).
Hallo Gerhard,
mit der Schärfe habe ich ein ähnliches Problem wie der Lothar.
Beim Blick durch die Okulare ist alles knackscharf. Aber Fotos gelingen mir irgendwie nicht.
Die Aufnahme ist unbearbeitet, lediglich gespiegelt (weil das Testobjekt auf dem Rücken liegt).
Bresser TRM-301, Plan 40/0.65, im Trinoport ein Tandem aus Bresser WF10x Okular und Schneider Optik, Tucsen 3Mp.
Die Schneider Optik habe ich an Stelle von Lothars "Glasbrocken". Versuche mit einem Plössl Okular lieferten schlechtere Ergebnisse.
Liebe Grüße
Alfred
Hallo Testtargetfreunde,
haaa ... lt bevor in das Testtarget Dinge hineininterpretiert werden, die es nicht hergibt, folgende Erläuterungen:
Das Testtarget ist eine ausgemusterte Arbeitskopie (Kontaktkopie) einer Lithographiemaske und enthält nur erhaltene Strukturen bis herunter zu 0,8 bis 0,6 µm je nachdem was einer noch für eine Qualität erwischt hat. Ich habe die Grenze auf dem Target vermerkt.
Bei der obigen Version von Alfred sind das Strukturen bis 0.8 µm. Die Struktur bei 0,5 µm wo man noch zwei getrennte Striche sieht kommt so zustande, dass zwei halb so grosse Striche mit Zwischenraum jeweils einen breiten Strich bilden ist also ein Artefakt, sonst müssten ja 0,7 erst recht aufgelöst sein.
Aber selbst wenn 0,5 µm Strukturen auf dem Target vorhanden wären, so wäre das für ein Objektiv mit Apertur von 0,65 kein Problem da ja dann die Periode nur 1 µm wäre und das macht so ein Objektiv auch noch ohne Deckglas.
Das Testtarget ist daher nur zum Test von Makroeinrichtungen, Stereomikroskopen und Durchlichtobjektiven mit kleinerer Apertur geeignet, die auch ohne Deckglas benutzt werden können ! Und natürlich auch zum Test der dranhängenden Fotoadaption.
Um z.B. ein starkes Trockenobjektiv 63 x/0.9 oder gar eine Ölimmersion an die Grenze zu bringen braucht man Perioden bis 0,2 µm also Linienbreiten bzw. Linienabstände mit 0,1 µm. Diese kleinen Strukturen hat meistens nicht einmal der mit dem Elektronenstrahl geschriebene Master, von dem diese Arbeitskopien gezogen sind.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Test-Targetler,
was man mit diesem schönen, von Herrn Nisch gespendeten "Spielzeug" - zumindest qualitativ und "auf die Schnelle" - durch Drehen an der Kondensorblende im Durchlicht sehr einfach demonstrieren kann, ist der Einfluss der Beleuchtungsapertur auf das Auflösungsvermögen von Objektiven (damit allerdings begrenzt auf solche geringerer Numerischer Apertur, so etwa bis 0,2), wie es ja auch durch die Abbe´sche Gleichung beschrieben wird.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Hmm ...
zu Zitat: Hallo Gerhard, ==> mit der Schärfe habe ich ein ähnliches Problem wie der Lothar.
Beim Blick durch die Okulare ist alles knackscharf. Aber Fotos gelingen mir irgendwie nicht.
Die Aufnahme ist unbearbeitet, lediglich gespiegelt (weil das Testobjekt auf dem Rücken liegt).
Ich gehe davon aus, dass das Ziel eine knack scharfe Aufnahme wird, dann ist meine Folgerung, Du hast ein Problem mit dem Abgleich zwischen den beiden Tuben für das Auge und dem 3. für die Kamera ==> Parfokalität oder ein falsches Projektiv im Einsatz. Lass uns da doch ein klein wenig mehr Informationen zukommen und wir können möglicherweise mit Rat und Tat zur Seite stehen ...
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
ja, dieses Problemchen würde ich schon sehr gerne lösen.
Die Parfokalität würde ich mal ignorieren, weil ich ja über den LifeView scharfstelle.
Es ist schon eher das Projektiv . . .
In der Praxis sieht das so aus, daß ich einfach nicht scharfstellen kann.
Selbst wenn ich eine Stackingsequenz fahre, ist da kein wirklich scharfes Bild dabei.
Hilfe wäre sehr erwünscht: was soll ich probieren ?
Gruß
Alfred
guten Abend Alfred
Bitte verrate Deinen Aufbau, welches Mikroskop, welches Projektiv, welcher Fototubus ist eingesetzt, welches 10er Objektiv hast Du denn ...
Dann können wir mit vereinten Kräften sicher an die Diagnose schreiten ...
Kopf hoch, das bekommen wir schon gebacken, liebe Grüße
Gerhard
Hurrraaahhhh:
es war weder das Mikroskop noch das Projektiv, sondern die Kamera.
So eine einfache Fuji-Knipse für ein paar Euro liefert das hier:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/110153_29255402.jpg)
Immer noch nicht absolut scharf, aber schon wesentlich besser . . .
Glückliche Grüße
Alfred