Hallo,
ich brauche mal bitte euere Hilfe bei der Mikroskopauswahl. Es soll ein Mikroskop werden, mit dem man vernünftig SMD Teile löten und reparieren kann. Verwendet wird es ich semiprofessionell (d.h. ich lebe von etwas anderem, mache aber nebenher Entwicklungsarbeit im Elektronikbereich). Bisher arbeite ich mit einer Leuchtlupe, bin also Mikroskopanfänger...
Was mit jetzt vorschwebt ist ein Trinokulares Mikroskop mit einer ca. 2x bis 20x fach Vergrößerung. Die Kamera die ich anschliessen möchte ist eine Nikon 1 V1. Aufgenommen werden sollen Bilder von Lötstellen/Platinen und evtl. mal ein Video wie die Lötung vonstatten ging...
- Was muss ich bei der Auswahl beachten? (Etat sollte bis ca. 800.-- EUR sein - nur Mikroskop)
- Was brauche ich zur Kameraadaption?
- Sind denn die NoName Dinger von Ebay
http://www.ebay.de/itm/Mueller-Langarm-Inspector-Trino-80x-Mikroskop-Trinokular-Ring-Beleuchtung-Zoom-/400332949226?pt=Optik_Zubehör&hash=item5d35b406ea#ht_3207wt_1252
http://www.ebay.de/itm/TRINOCULAR-20X-40X-STEREO-MICROSCOPE-BOOM-MOUNT-CAMERA-/200263818399?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item2ea0a75c9f#ht_5402wt_1180
zu gebrauchen?
- Muss die Linse geschützt werden, z.B. vor Lötspritzern?
- Wo sucht man gebrauchte Mikroskope? Bei ebay, oder gibt es spezialisierte Platformen?
- Wie hell muß das LED Ringlicht sein?
So, ich glaube das sind erstmal genug Fragen :)
Sorry, das ich direkt mit einem ganzen Fragenkatalog ins Forum einsteige.
Vielen Dank und viele Grüße
Uwe
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mail@uwe-arzt.de
https://uwe-arzt.de
Typische Vergrößerungen bei dieser Klasse von Stereomikroskopen sind 6,3 bis 40 fach.
Fürs Löten ist 6,3-16 fach gut geeignet.
Kürzlich habe ich auf einer Messe ein chinesisches mit LED Beleuchtung Mit Durch- und Auflicht für 1000 EUR + MwSt. gesehen.
Auch ein Italienischer Händler hatte was vergleichbares.
Die Qualität war wirklich erstaunlich gut.
Brauchst du keine Rechnung mit MwSt. kann man für ca. 400 EUR aufwärts ohne Beleuchtung ein ordentliches gebrauchtes Stemi eines Markenherstellers bekommen.
Kürzlich gab es z.B. hier im Forumsmarkt ein Olympus.
Parfokaler stufenloser Zoom ist praktisch.
Mein Wild Heerbrugg M3C hat Stufenschaltung und ich muss nachfokussieren, trotzdem arbeite ich sehr gerne mit diesem super Mikroskop.
Eine gute Ringleuchte ist unbedingt nötig, kostet aber heutzutage nicht mehr die Welt.
Hallo Uwe,
und vor allem, mach eine Glasscheibe vor die Optik!!!
Die Lötspritzer machen alles kaputt.
Gruß
Wolfgang
Hallo Uwe,
aus eigener Erfahrung empfehle ich zwei Geräte.
Ein gutes für die Dokumentation -hier habe ich keine Erfahrung- und ein Arbeitsmikroskop -hier um so mehr-.
Das Arbeitsmikroskop sollte einen größeren Arbeitsabstand (freier Arbeitsbereich und Schutz vor Spritzern), sowie auf Grund des Lötschwadens (schlecht für Optik und Augen) einen Neigekopf besitzen. Ringlicht ist nicht unbedingt notwendig, eine oder zwei Jansjö-Leuchten reichen aus.
Ein MBS 10 auf beweglichem Stativ sollte für unter 200 Euro zu bekommen sein. (Ich hätte eins, ohne Stativ, für 150 Euro abzugeben)
Herzliche Grüße
Frank
... Spritzer gibt es beim Löten weniger, eher beim E-Schweißen. Aber der Lötrauch bräunt Frontlinse und Fassung.
Als Abhilfe spanne ich dünne Haushaltsfolie stramm über das Objektiv, gesichert mit einem Gummiring. Bei Verschmutzung wird sie ersetzt.
Das ist einfacher als ein Schutzglas.
Für Lötarbeiten an "normalen" SMD-Teilen nehme ich eine 2,5-fach Brillen-Aufsetzlupe in Plastik. Für die "Tausendfüßler" ist freilich ein Stemi erforderlich,
aber auch nur bei schwachen Vergrößerungen, bei stärkeren ist die Schärfenebene zu dünn, was stört.
Gruß - Werner