"Theorie ist, wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert. Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber niemand weiss warum. Hier ist Theorie und Praxis vereint: nichts funktioniert... und niemand weiss wieso!" - Albert Einstein
Verblüffendes hält die Praxis mal wieder für uns bereit: http://scinexx.de/wissen-aktuell-15445-2013-01-04.html
Herzliche Wochenendgrüsse
Eckhard
Gleich zum Patentamt und ein Perpetuum Mobile anmelden (2 Patente gab es schon um 1900).
Die Argumentation in dem Artikel sehe ich sehr skeptisch...
... Außer, die erfinden noch ein negatives Vakuum, dann glaub´ichs.
Die Starkbierzeit kommt doch erst noch.
Schaugn maramal - Werner
Hallo,
naja, der Artikel ist ja schon sehr esoterisch und reißerisch geschrieben.
Negative thermodynamische Temperaturen sind in Systemen mit wenigen
Partikeln nicht weiter spektakulär, wenn man – wie auch in dem Artikel
geschehen – die thermodynamische Definition der Temperatur zugrunde legt.
Bei Lasern und NMR ist eine negative Temperatur absolut normal.
Das klassische Beispiel für Studenten ist ein System aus zwei Teilchen (abzählbar vielen)
die jeweils nur zwei Energiezustände aufweisen (in Vorbereitung auf die NMR schreibt man
meist ↑ und ↓).
Bei minimaler Energie habe ich (die Teilchen) dann genau einen möglichen Zustand:
1. ↓↓ (oder genau umgekehrt, kommt nicht drauf an)
Energiezufuhr führt zu zwei möglichen Zuständen
2. ↓↑ und ↑↓
weitere Energiezufuhr führt wieder zu genau einem Zustand
3. ↑↑
Bedenkt man nun, dass
1/T = (∂S / ∂E)V,N,...
oder hilfsweise für die Bestimmung des Vorzeichens auch sowas wie (solange Anzahl der Zustände >=1)
sign(T) = sign(∆Anzahl_der_erreichbaren_Zustände) / (sign(∆Energie)
sieht man, dass von 1. nach 2.
sign(T) = +1/+1 = +1
und eben, dass von 2. nach 3.
sign(T) = -1/+1 = -1
Also ist von 2. nach 3. die Temperatur (jedenfalls in thermodynamischer Definition) negativ.
Wem das zu diskret ist, kann das auch mit beliebig vielen Teilchen überprüfen.
Wie gesagt, bei NMR und Lasern ganz normal.
Viele Grüße
Timm