Hallo,
Alaun, in diesem Fall Kaliumaluminiumsulfat (nebst einer beträchtlichen Menge Kristallwassers) wird auch in der Gerberei eingesetzt – wobei meine Versuche mit Karnickelfell vor Jahren kläglich scheiterten.
Selbst Chromalaun scheint noch erhältlich zu sein – zur Kristallzucht – sehr erstaunlich.
Hier nun ein paar Kristalle, die nie ein Karnickelfell sehen mussten:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116018_61445324.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116018_36230323.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116018_9048237.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116018_35433420.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
vielen Dank für die interessanten und schönen Bilder!
Kannst du noch etwas zur Aufnahmetechnik/ Nachbearbeitung sagen?
Mir fällt im Vergleich der Fotos auf, dass das erste Bild nicht so brillant ist wie die übrigen, dafür aber sehr scharf.
Die mittleren Beiden fallen in der Schärfe deutlich ab und es gibt rosa und grüne Farbsäume an manchen Stellen.
Das letzte Bild ist sehr scharf und auch brillant. Hast du hier Auf- und Durchlicht gemischt?
Liebe Grüße
Kai
Lieber Heiko,
Danke für die Bilder. Einige der Kristalle passen aber von den Winkeln her so garnicht in mein Weltbild kubischer Kristalle. Ist das Präparat einphasig und kannst Du bitte mal mit polarisiertem Licht nachsehn, ob wirklich alle Kristalle isotrop sind? Sind die Farbeffekte (blau und gelb) real, oder handelt es sich um optische Artefakte?
Herzliche Grüße,
Olaf
Hallo Kai und Olaf,
danke für Euer Interesse und die berechtigten Fragen.
Die Kristallisation erfolgte auf dem Objektträger – suboptimal hinsichtlich Zeit, Platz und/oder Materialverfügbarkeit.
Bild eins stammt vom Rand des Tropfens. Die Kristalle werden untypisch dünn und plattig – dafür aber ,,scharf".
Die übrigen Aufnahmen zeigen Kristalle mehr aus der Mitte des Lösungstropfens – hier werden sie dicker.
Die Bilder zwei und drei entstanden durch den Algorithmus ,,B" von Helicon – nehme ich eigentlich gerne im Auflicht, hier aber verwaschen die Kanten. Außerdem fehlen bei Bild drei noch einige Schärfeebenen (ganz zu schweigen von den Rillen).
Bild vier wurde nach Methode ,,C" gestapelt: klarere Kanten, dafür harte Kontraste (und damit in diesem Fall die bessere Variante).
Züchtet man große Kristalle – mit täglichem Drehen und Entfernen von Kristallgrieß, dann entstehen Kuben (na ja nicht wirklich, da die Anlagerung an den ,,Liegeseiten" verlangsamt ist), bei denen die Ecken abgeschnitten sind. Dies lässt sich in Bild vier erahnen.
Die Farbe empfand ich nur als schick (jetzt kommen mir wirklich Bedenken) und ist der Verwendung des Hilfsobjektes ,,Knisterfolie" zwischen den Filtern geschuldet.
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
ZitatDie Farbe empfand ich nur als schick (jetzt kommen mir wirklich Bedenken) und ist der Verwendung des Hilfsobjektes ,,Knisterfolie" zwischen den Filtern geschuldet.
darf ich daraus schließen, dass Du zwischen gekreuzten Polarisatoren mit einer zusätzlichen Kunststofffolie beobachtest (fotografierst)?
Selbst dann verstehe ich die Farbe nicht, da die oben skizzierte Anordnung nur bei anisotropen Substanzen Interferenzfarben erzeugen kann.
Noch mal zur Präzisierung: sind ALLE Kristalle bei gekreuzten Polarisatoren IMMER schwarz oder hellen einige beim Drehen des Tischs (oder des Präparats auf dem Tisch wenn letzterer nicht drehbar ist) auf?
Zu den Winkeln: beim Alaun sollten Kombinatonen von Würfel- und Oktaeder-Flächen entstehen. Diese erkenne ich bei vielen Kristallen auch ganz eindeutig. Zusätzlich gibt es aber auch solche die den Querschnitt einer Salmiakpastille haben. Zu diesen (Winkeln) habe ich keine Erklärung.
Herzliche Grüße,
Olaf
Hallo Olaf,
ZitatZusätzlich gibt es aber auch solche die den Querschnitt einer Salmiakpastille haben. Zu diesen (Winkeln) habe ich keine Erklärung.
die einzige Erklärung, die mir einfällt:
Mixtura mirabulisAlso die Frage an Heiko: wo ist denn die Probe her? Aus einer Haushaltspackung oder einer Chemikalienflasche von z. B. Merck auf der steht
KAl(SO4)2 x 12 H2O reinst. Wenn letzeres der Fall ist, würde ich das letzte Wort durchstreichen! ;)
Hallo Olaf und Klaus,
da bin ich also vor dreißig Jahren einem Alaunpanscher (ein echter Drogist :D eben) in die Fänge gegangen: die Probe leuchtet bei gekreuzten Filtern wie ein Weihnachtsbaum.
Ich habe als Gegenprobe ,,naturbelassenes" Himalaya-Salz in der Küche aufgestöbert – selbst das verhält sich ,,anständig".
Demnach wäre die Überschrift ,,verunreinigtes Alaun" vernünftig. Vielen Dank für die Fehleranalyse, lieber Olaf.
Nur so auf die Schnelle – der in der Mitte sollte ein echter Dodecahydratischer sein:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116237_23085090.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Viele Grüße,
Heiko
Danke Heiko,
jetzt ist meine Welt wieder in Ordnung!
Herzliche Grüße,
Olaf
Hallo,
weder Kosten noch Mühen – wie man so schön sagt ... :D
Kaliumaluminiumslufat-Dodekahydrat:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116424_37784329.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
hast du denn auch Kristalle, die der Form nach (reine) Alaunkristalle zu sein scheinen (also Würfel- und Dodekaederflächen haben), aber trotzdem doppelbrechend sind? Die würden mich interessieren.
Netten Abend
Ole
Zitat,,naturbelassenes" Himalaya-Salz
Hallo Heiko,
danke für die schönen Bilder isotroper und weniger isotroper Kristalle, die ich mir täglich (!) "unterm Arm reibe". ;)
Nur mit diesem vermeintlich naturbelassenen, ansonsten
ökologisch unsäglichen Natrium-Chlorid-Salz werde ich nicht glücklich, denn das ist die Entsprechung des miesesten Produktes (Streusalz) des in Deutschland als 'Haselgebirge' bezeichneten, massiv verunreinigten Steinsalzes
aus Pakistan. Es
kotzt mich ehrlich gesagt an, dass unsere holde Esotherik-Gilde, diesen Müll über tausende Kilometer teilweise per Luftfracht verfügbar macht. Verkehrte Welt: solche schäbigen Qualitäten (weniger als 85% NaCl) wären aus den gesegneten deutschen Salzbergwerken nahezu unverkäuflich!
Glückauf!
Thomas
Danke Thomas für Deine klaren Worte, denen ich mich vollständig und vehement anschließe. In welchem Maße die Volksverdummung auf diesem Gebiet fortschreitet ist unglaublich. Als Besucher der größeren Mineralienbörsen sehe ich diese rasante Entwicklung seit Jahren und man glaubt sich wirklich ins allertiefste Mittelalter zurückversetzt. Mit Vernunft ist aber leider nichts zu machen, hier hatten wir ja auch schon diverse Diskussionen über "Wasserkristalle" o.Ä. - das sind Doktrin, aber leider grottenfalsche und manchmal sogar gefährliche, die nur die Scharlatane reich machen!
Jetzt muß ich meine Bluthochdruck-Attacke in den Griff bekommen, die mich bei diesem Thema immer überfällt. Dazu stülpe ich mir einen Edelstein-besetzten Schneebesen über den Kopf und trinke einen Schluck des Wassers, das ich bei Neumond geschöpft habe und das über Nacht durch Einlegen eines getrommelten Rosenquarzes entgiftet wurde...
Glück Auf, Olaf
Mein Prof erzählte, dass in der Bibliothek der Mineralogie in Köln ein Bücherregal mit Esoterik-Büchern gab. Das Regal war beschriftet mit "Humor". Also, nicht aufregen!
Ole
Hallo Olaf,
ZitatDazu stülpe ich mir einen Edelstein-besetzten Schneebesen über den Kopf und trinke einen Schluck des Wassers, das ich bei Neumond geschöpft habe und das über Nacht durch Einlegen eines getrommelten Rosenquarzes entgiftet wurde...
das ist gar nicht ratsam! Du solltest das Wasser zuerst noch von Uriella rühren lassen und dann Herrn Grander befragen, ob er es noch ein bisschen beleben kann.
Hallo,
Altruismus ist eine Illusion – wir leben, um übertölpelt zu werden und um zu übertölpeln. Und dann ärgern uns die Spitzen der Eisberge, die zu sehen wir in der Lage sind.
Wie schön, dass es Nischen wie diese hier gibt, wo jeder ,,Gewinn" nach seinen Bedürfnissen erzielen kann – halt, war das nicht eben eine Umschreibung für Kommunismus oder das Paradies? ;D
Frage an Ole:
,,...Kristalle, die der Form nach (reine) Alaunkristalle zu sein scheinen (also Würfel- und Dodekaederflächen haben), aber trotzdem doppelbrechend sind" – warum? Ich meinte eben hier gelernt zu haben, dass diese beiden Kriterien einander ausschließen, bzw. dass die Form das ,,schwächere" Argument liefert.
Kannst Du mir den ,,Hintergedanken" Deiner Frage bitte erklären?
Und natürlich entspreche ich Deinem Wunsch und schaue mir die verunreinigte Substanz noch einmal an.
Viele Grüße,
Heiko
Nachtrag
Ist es das nicht wert, aus Pakistan eingeflogen zu werden? ;D ;D ;D
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116466_9834303.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Lieber Olaf,
dieser Hokus-Pokus ist eine hypertensive Krise nun Wirklich nicht wert. Früher hatte ich mich über so etwas auch noch aufgeregt. Die Esoteriker sind zwar spinnert, aber Dank ihrer Zersplitterung und unpolitischen Einstellung harmlos. Im Fall der "Paramedizin" führt das bestenfalls zu einer erhöhten natürlichen Auslese (z.B.: ein berühmt-berüchtigterbayrischer Politiker soll vorzeitig zu den Trilobiten gewandert sein, weil er auf Rat seines Heilpraktikers die von seinem Arzt verordnete blutdrucksenkende Medikation eigenmächtig abgesetzt hatte, und sich so einen Schlaganfall zuzog).
Schlimmer finde ich, die nicht so esoterischen großen Glaubensströmungen, insbesondere die drei großen abrahamitischen. Die haben viel mehr Einfluß und Macht.
Aber die Wissenschaft ist selbst auch nicht unschuldig an diesem Treiben. Die macht sich leider immer wiederselbst unglaubwürdig, wenn sie sich beispielsweise intensiv -aus angeblicher Sorge um den Fortbestand der Menschheit - um Meteoriten-Impakte sorgt (hier steht wohl eher die Sorge um die einzuwerbenden Drittmittel im Vordergrund*), die dann nicht eintreten. Statt dessen kann man dann den Impakt von Verkehrsflugzeugen in Wolkenkratzer beobachten...
Als ob die Öffentlichkeit das Spiel nicht durchschauen würde, und unsere Finanzpolitiker sich von so etwas erweichen lassen würden. Nicht, das ich irgend etwas gegen Meteoritenforschung, Waldsterbensforschung oder Klimaforschung etc. hätte, aber dieser unglaubwürdige und durchsichtige Alarmismus, mit dem heut zu Tage Forschungsergebnisse in der Grundlagenforschung, und leider besonders in den Geowissenschaften "aufgeprotscht" werden, schadet langfristig der Wissenschaft weit mehr, als er nützt. Über "Heil"-Steine kann ich da nur noch nachsichtig lächeln.
Viele Grüße, Dünnschliffbohrer
*) Hier fällt mir dann noch gleich der Verkauf von einer alten historischen Mineraliensammlung aus dem frühen 19. Jahrhundert aus dem Bestand eines großen Naturkundemuseums über Ebay ein. Offenbar, um dem Günstling des damaligen Direktors die Stelle zu finanzieren. Es handelt sich dabei so gesehen auch das Einwerben von "Drittmitteln" auf eine andere Art, welche die Glaubwürdigkeit der betroffenen Institution nach den Presseberichten unglaublich gefördert hat ...
Hallo Ole,
ist dies in Deinem Sinne?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116522_15006601.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116522_11290865.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
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Viele Grüße,
Heiko
Hallo,
hab' Chromalaun beschafft, hier im Auflicht auf dem Objektträger – aber irgend etwas mache ich falsch: bekomme keine Einkristalle, nur heftigste Verwachsungen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116681_24329978.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Grüße, Heiko
Hallo Heiko,
könnte sein, dass ich solche Kristalle meine, wie du sie da auf den letzten Fotos zeigst. Einerseits finde ich die Form noch nicht kubisch genug, aber der Eindruck mag täuschen. Andererseits bin ich mir nicht recht sicher, ob sie wirklich doppelbrechend sind. Sie scheinen ja recht viele Baufehler zu haben, die sich als Linien oder Flecke zeigen. Da könnte dann auch lokal das Licht abgelenkt werden, und ein nicht-doppelbrechender Kristall erschiene hell zwischen gekreuzten Polfiltern.
Ich hätte anders fragen sollen: gibt es Kristalle, die der Form nach kubisch sind, aber bei gekreuzten Filtern in den meisten horizontalen Orientierungen etwas hell sind, in einigen, genauer in vier, Orientierungen aber doch schwarz oder zumindest deutlich dunkler? Um das zu testen braucht man freilich entweder einen Drehtisch am Mikroskope oder viel Geduld und ruhige Finger, um den OT mitsamt dem Kristall auf dem Tisch zu drehen. Falls du keinen Poltisch hast, mußt du nun wissen, ob du dazu Geduld und Lust hast, die Kristalle mit dem OT zu drehen.
Der Hintergrund ist der: Wahrhaft kubische Kristalle sind nicht doppelbrechend, wohl wahr. Aber wenn sie kubische Formen entwickeln, wie z.B. den Würfel, das Oktaeder oder das Rhombendodekaeder, dann wird ihre Kristallstruktur wohl mindestens mal fast kubisch sein ("pseudokubisch"). Wenn sie dann aber trotzdem doppelbrechend sind, na dann sind sie eben nicht kubisch sondern pseudokubisch. Dann spricht man von optischer Anomalie, solange, bis man verstanden hat, was an ihnen denn nun nicht kubisch ist. Und dass ist dann ziemlich interessant. Wenn du also Kristalle findest, die sich wie beschrieben verhalten, dann hätte ich gerne ein paar davon. Soll dein Schaden nicht sein.
Viele Grüße
Ole
Hallo Ole,
ich tue jetzt einmal so, als hätte ich zumindest Deine Arbeitsanweisung verstanden und zeige 10 Aufnahmen einmal um's Rund:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/116756_22353221.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Für mich sehen beide Kristalle ,,alaunisch" aus, beide sind gestört und ich bin verstört, da der eine ,,ja" der andere ,,nicht".
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
schön ruhig bleiben: die normale oder doch nicht so normale Doppelbrechung hängt ja auch mit der Orientierung des Kristalls zur optischen Achse zusammen. Ob das in diesem Fall wirklich beruhigend ist, sei einmal dahingestellt. Ich finde es ganz interessant, dass diese (vermeintlich popeligen) "Deo-Kristalle" kristallogaphische Diven sind. Ole hat es ja beschrieben, dass da eine Menge Fehler im Gitter zu sein scheinen.
Faszinierend und schön (und auch noch wirksam gegen Körperschweiß 8))
Schönen Gruß
Thomas
Hallo Lothar,
etwas gestapelt ist er schon, aber da das 10er Tiefe mitbringt, nicht einmal so sehr – 10 bis 15 Ebenen, wenn ich mich recht erinnere ...
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
ich war bis jetzt nicht so recht dazu gekommen, zu antworten. Sorry!
Tja, was soll ich sagen...Die meisten Fotos sind wohl eher nicht mit gekreuzten Polfiltern aufgenommen. Aber ich schätze deinen Einsatz! Ich will dir auf keinen Fall vorschlagen, die ganze Knipserei nochmal zu machen. Aber wenn du magst, kannst du ja für dich die Probe zwischen gekreuzten Filtern drehen, über einen Bereich von etwas mehr als 90°, und bei einigen Kristall schauen, ob da die Helligkeit ein wenig variert. Wenn ja: spannend. Wenn nicht: normal. Kleiner Vorschlag: Falls einige dieser zahlreichen Baufehler, die die Kristalle offenbar haben, Stufen an der Ober- oder Unterseite sein sollten, so könnte eine Immersionsflüssigkeit zumindest diese Störungen im Bild ein wenig wegzaubern. Irgendein Öl wäre wohl schon besser als Luft, falls es sich tatsächlich um Stufen handelt. Aber ich will dir keine Arbeit aufschwatzen, die vermutlich nichts interessantes produzieren wird.
Schönen Abend
Ole
Hallo Ole,
danke für Deine Antwort.
Hatte ich's doch schon geahnt, nicht einmal Deine Arbeitsanweisung hatte ich richtig verstanden.
Dann sollte ich wohl einen erneuten Versuch starten ...
Viele Grüße,
Heiko
Nachtrag,
nein, das wird ohne Drehtisch nichts, die Kristalle sind zu klein, verliere sie ständig aus dem Sehfeld ...
Hallo,
dieser etwas größere Chromalaun-Brocken hat mich heute noch einmal ,,gequält".
Mit dem 3,2er im Mix aus Durch- und Streiflicht, gestapelt:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118109_22124144.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Nur im Auflicht ist die Sache nicht ganz einfach: pechschwarz oder gleißende Reflexionen – ein Mittelding war schwer zu finden:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118109_34674690.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Viele Grüße,
Heiko
ZitatNachtrag,
nein, das wird ohne Drehtisch nichts, die Kristalle sind zu klein, verliere sie ständig aus dem Sehfeld ...
... da gibt's doch irgendwo hier im Forum den schönen Tipp von Udo Maerz zum ganz einfachen Eigenbau eines Drehtischs aus einer CD-Hülle und zwei aufeinandergelegten CD's. Funktioniert garantiert.
Herzliche Grüße,
Olaf
Hallo Olaf,
leider findet die Suche nach CD-Hülle und/oder Drehtisch nur Deinen Beitrag
zerknirscht
Ulrich
Hallo Olaf,
danke für den Hinweis. Kann den Beitrag zwar auch nicht finden, habe aber – gerade auf eine CD-Hülle schauend – eine Vorstellung, wie das gehen kann.
Gruß, Heiko
Hallo Heiko und Ulrich,
eigentlich war's ganz einfach. Man bohrt ein Loch in die Mitte der Hülle für den Strahlengang (stumpfer Bohrer, sonst splitterts), legt zwei mit Doppelklebeband verbundene CD's hinein (wegen der zentralen Halterungen müssen es zwei sein, sonst stören die Kunststoffteile der Hülle) und hat ein recht gutes und vor allem ganz flaches Drehlager. Das zentriert und fixiert man auf dem Mikroskoptisch und feddisch. Udo hatte noch einen ganz eleganten runden Aufkleber mit Grad-Einteilung ausgedruckt, aber das braucht's für einfache Untersuchungen garnicht.
Falls ich den Link finde poste ich ihn noch, ansonsten kann man aber Udo auch per PN erreichen.
Herzliche Grüße,
Olaf
Hallo,
ganz schönes Gefummel – jetzt wird klar, warum Drehtische eben nicht aus CD und zugehörender Hülle gefertigt werden ...
Aber immerhin, es funktioniert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118330_7176449.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/118330_25798963.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Die beiden Kristalle wurden also bei gekreuzten Pol-Filtern im Abstand von 10 Grad fotografiert. Bei 0 und 180 Grad kommt es zur Totalauslöschung.
Und die Schlussfolgerung? Optische Anomalie?
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
ZitatBei 0 und 180 Grad kommt es zur Totalauslöschung
eigentlich sollte es alle 90° zu einer Auslöschungsstellung kommen. Das meine ich auch an Deinen Bildern zu sehen.
Gruß, Olaf
Entschuldigung - die Nerven - alle 90 Grad. :D
Gruß, Heiko