Liebes Forum,
bekannterweise werden Diatomeen gerne als Testobjekte für Mikroskopobjektive benutzt.
Manche Arten, wie z.B. Amphipleura lindheimeri sind aber auch sehr hyalin und werden
im fertigen Präparat als Einzelfomen leicht übersehen. Eine Möglichkeit das Auffinden zu
erleichtern besteht darin, die Testformen zwischen zwei robusteren Formen zu legen,
wie im nachfolgenden Beispiel. Das Verfahren geht auf den Präparator Eduard Thum zurück
und klappt recht gut, finde ich zumindest.
Gruß
Ralf Nötzel
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/117959_47469745.jpg)
Testpräparat mit Amphipleura lindheimeri Grunow zwischen Markierern (Aulacodiscus argus)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/117959_2232551.jpg)
... Detail mit etwa 500x Vergrößerung im DIK
Sehr geehrter Herr Nötzel,
mit großem Respekt vor Ihrer Arbeit: das möchte ich auch können!
Viele Grüße
Herbert Dietrich
Guten Abend Herr Nötzel
Auch meinen tiefen Respekt - toll, ist das Einzige was mir dazu einfällt. Naja, stimmt nicht, ich denke natürlich auch eine einige wunderbaren Präparate die ich Ihnen verdanke ...
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo,
ein wunderschönes Präparat, hervorragend photographiert.
Vielen Dank!
Rainer
Guten Abend Herr Nötzel,
wie verhält es sich bei Amphipleura lindheimeri verglichen mit Amphipleura pelucida bzgl der Auflösbarkeit der Feinstrukturen?
Gibt es da Unterschiede?
Zu diesem Testpräparat, in seiner ganzen Schönheit und Ihren Ausführungen dazu, fiel mir spontan der Leitsatz guten Designs "form follows function" ein :D
Bester Gruß
Stefan
Hallo,
danke für das Lob und die Anerkennung. Zur Beantwortung der Fragen:
... aus Hustedt: Die Kieselalgen, 1959, ISBN 1-878762-07-9, S.724 ff.
Amphipleura lindheimeri:
Länge: 120-330 my / Breite: 23-27 my / 28 Transapikalstreifen in 10 my
Amphipleura pellucida:
Länge: 80-140 my / Breite: 7-9 my / 37-40 Transapikalstreifen in 10 my
Die Raphenäste sind bei der A. pellucida stets kurz, ansonsten ist der Habitus beider Arten ähnlich.
Die Auflösung der Streifenstruktur ist mehr ein Kontrast- als ein Größenproblem.
Gruß
R. Nötzel