Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: moräne in Februar 10, 2013, 11:44:36 VORMITTAG

Titel: Schlittenmikrotom
Beitrag von: moräne in Februar 10, 2013, 11:44:36 VORMITTAG
Hallo

Ich hätte eine Frage , nachdem ich dieses auf Ebay fand
http://www.ebay.de/itm/seltenes-Schlittenmikrotom-REICHERT-um-1885-kuk-F-FRITSCH-Hoflieferant-MIKROTOM-/300855277905?pt=Alte_Berufe&hash=item460c5f3951
Ich habe ein ähnliches von Miehe, und sehe jetzt, das es eine Aufnahmehalterung für das Messer gibt,  ( mit der man das Messer schrägstellen kann)
Die ist bei mir nicht vorhanden. Ist die notwendig, oder kann man das Messer auch flach auf den " Schiebeblock " legen ?

Ich würde mir notfalls auch so was herstellen.
Im Moment habe ich ja damit entdeckt, das man mit dem MIkrotom vorzüglich Stähle schleifen kann.
Frage:
Wird das auch so gemacht, das man chirurgische Messer oder ähnliches damit schleift,
und
kann man ein Mikrotommesser an der Halterung in die sonst das zu Schneidende kommt,  befestigen und ziehen schleifen ?
Oder umgekehrt, den Schleifstein in diese Halterung, und dann das normal eingespannte Mikrotommesser schleifen
Grüße
Gerd
Titel: Re: Schlittenmikrotom
Beitrag von: Detlef Kramer in Februar 10, 2013, 13:15:33 NACHMITTAGS
Hallo Gerd,

ein Mikrotom ist ein Gerät, mit dem man von entsprechend geeigneten Objekten dünne Schnitte anfertigt. Selbstverständlich muss dazu das Messer fest geklemmt  sein muss, unter den entsprechenden Winkeln.

Dass man Mikrotome auch zum Messer-Schleifen verwenden kann, ist mir neu. Aber warum nicht? Du kannst den Vorgang ja mal beschreiben. Ein oder ein paar Fotos Deines Mikrotoms wären wohl auch nicht schlecht, die Marke habe ich noch nie gesehen.

Herzliche Grüße
Detlef
Titel: Re: Schlittenmikrotom
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 10, 2013, 13:52:54 NACHMITTAGS
Hallo Moränen-Gerd!

Informationen über Hand- und Mikrotomschnitte und alles, was dazu gehört,
lesen Sie hier, bevor Sie ein Mikrotommesser "schleifen" und ruinieren!
Gruß KH

Link: http://www.klaus-henkel.de/cut-allgem.html
Titel: Re: Schlittenmikrotom
Beitrag von: liftboy in Februar 10, 2013, 15:39:26 NACHMITTAGS
Hallo erstmal,

hier sind auch noch ein paar Infos:

http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/MikrotomVortrag.pdf

http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Mikrotom-Sartorius.pdf

Gruß
Wolfgang
Titel: Re: Schlittenmikrotom
Beitrag von: Rawfoto in Februar 10, 2013, 17:01:11 NACHMITTAGS
Hallo Gerd

Ist die notwendig, oder kann man das Messer auch flach auf den " Schiebeblock " legen ? ==> nein, kann man nicht - die Winkel mit denen ein Mikrotom-Messer in das zu schneidende Material eintritt sind wesentlich für die Ergebnisse. Wenn Dir die letzten 3 Mikrokosmos Hefte von 2012 hast oder eine Bibliothek die sie haben, da habe ich eine dreiteilige Serie über Mikrotom-Messer Aufbereitung und die benötigten Hilfsmittel nebst Eigenbau-Anleitungen veröffentlicht ...

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Re: Schlittenmikrotom
Beitrag von: moräne in Februar 10, 2013, 20:17:13 NACHMITTAGS
Hallo
ihr habt mir hier eine Menge Informationen zur Verfügung gestellt, Danke erstmal.
Habe die Batterien vom Foto aufgeladen und versuche morgen Bilder zu machen.
Die Batterieklappe ist leider irgendwie defekt, so das ich ein altes Uhrband drüber ziehen muß, bis es Kontakt gibt, wenn es überhaupt klappt.

Bis dahin
Grüße
Gerd
Titel: Re: Schlittenmikrotom
Beitrag von: moräne in Februar 10, 2013, 22:56:30 NACHMITTAGS
 Ja ich habe es geschafft mit Hilfe meiner Frau, welche 5 Minuten die Finger auf den Baterieverschluß hielt.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/118262_17843733.jpg)

Hier seht ihr das Mikrotom ( ich habe also eines , war kein Spaß ) mit dem ich einen Ausbohrstahl schleifen will.
Einen ähnlichen , einen sogenannten Hakenstahl, schliff ich schon.
Das ging einfacher, der " Freiwinkel " so glaube ich heißt er war 90 Grad und ich konnte ihn schleifen indem ich in gerade unter einer ebenen Schleifdiamantfläche 4 bis 5 mal durchzog.
Diese Stähle sind so fein, das ich bis jetzt immer Skrupel hatte an eine Schleifscheibe damit zu gehen.
Den hier sichtbaren muß ich in einen 15 Grad Winkel bringen allerdings einen dem sichtbaren wie er eingespannt ist umgekehrten, also nicht nach oben sondern nach unten muß er zeigen.
Dazu sind noch ein paar Dionge nötig die zu tun sind.
Danach werde ich an feine 1  bis 2mm Bohrer gehen, welche ich bis jetzt auch nie schleifen konnte.
Das Zahnrad ist ausgebaut, wenn das Mikrom mal ganz ist werde ich es nochmals hier vorstellen
Grüße
Gerd