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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: MS19 in Februar 13, 2013, 13:11:57 NACHMITTAGS

Titel: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: MS19 in Februar 13, 2013, 13:11:57 NACHMITTAGS
Liebe CZ-Experten,

ich stehe vor der Fragestellung, ein etwas variiertes Ungetüm des "Großen Forschungsmikroskops Universal" wieder in Betrieb zu nehmen.

Konkretere Fragen habe ich a) zur Identifikation der Bauteile und b) zu möglicherweise notwendigen Vorsichtsmaßnahmen bei Wiederinbetriebnahme und c) zu möglichen Aktualisierungsmaßnahmen.
Damit ein Eindruck möglich ist, findet man in folgendem Link eine Bildersammlung (Vorsicht, ca. 14 MB!): http://www.uni-leipzig.de/~pharma/images/universal/

a) Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege! Es handelt sich vermutlich um:
insgesamt ein Mikroskop-Fluorometer, aber nicht in der Normalversion "01 K", sondern als Gerät mit Schaltfolgesteuerung und Verlauffilter-Monochromator
- Sativ Universal (gibt es dabei versch. Baureihen?)
- Sonderbeleuchtungseinrichtung mit Bodenplatte
- HBO-Lampenhaus + Mikroskopierleuchte 60
- 50 Hz-Lichtmodulator und Verschluss für Auflichtfluoreszenz und Verschluss für Mikroskopierleuchte 60
- Mikroskop-Photometer-Einheit samt adaptierter KB-Kamera und einem Einstellokular
- Fluoreszenz-Auflichtkondensor III RS samt zugehörigen Leuchtfeldblenden-Revolver
- Phako-Kondensor
- Optovar
- Einschub mit Schaltmagnet für Leuchtfeldblende (an Stelle der üblichen Durchlicht-Iris, Anm.: der Schaltmagnet ist momentan nicht montiert)
- Verlauffilter-Monochromator b zum Einsatz entweder im Anregungsstrahlengang vor dem Flansch zur Sonderbeleuchtungseinheit oder emissionsseitig (wo genau?) per abgebildeter Schwalbenadaptation
- ein Neofluare 16x und 40x Luft bzw. 100x/1.3 Oel (wie werden diese Objektive eingeschätzt?)
- Okulare KPL W 12,5x mit Metalltuben; zum Glück ohne Delamination
- Fußschalter und mehrere Steuergeräte für Photometer, Antrieb des motorisierten Verlauffilters, Vorschaltgerät für HBO, Netzteil, ... (die Letzteren nicht abgebildet)

b) Maßnahmen bei Inbetriebnahme:
Was muss ich hierbei beachten? Die komplette Photometrie würde ich nicht wieder in Betrieb nehmen wollen, es sei denn sie hätte einen hervorragenden musealen Wert. Dennoch möchte ich gerne die grundlegende Funktionsfähigkeit in einer Anwendung als Fluoreszenz-/PhaKo-Fotomikroskop.
Den "Photoverfielfacher" möchte ich erst mal nicht unter Hochspannung setzen, um eine Gefährdung bei Störlichteinfall ausschließen zu können.
Sehr wohl aber würde ich gerne den HBO-Kürbis zünden. Muss ich dabei nach längerer Standzeit etwas spezifisches am Brenner oder am Vorschaltgerät beachten?
Zweiter Teil der Wiederinbetriebnahme könnte das motorisierte Verlauffilter sein, ein Ding was in der heutigen Zeit wohl kaum jemand mehr bauen würde ( ;) ). Hat irgendjemand hier Erfahrungen mit einem solchen Gerät?
Last but not least: der Verschluß für die Mikroskopierleuchte. Sollte man ihn eher ausbauen oder ist er via Schaltfolgesteuereinheit einfach einzeln ansteuerbar?

c) mögliche Aktualisierungen/Ausbauten:
Eine power-LED-Fluoreszenzanregung in das HBO-Gehäuse einzubauen, dürfte nach kursierenden Rezepten relativ einfach möglich sein. Wäre irgendetwas spezifisches zu beachten, wenn ich den Schaltfolge-Aufbau des Anregungsstrahlenganges hierfür entferne und das Lampenhaus wie beim "Großen Fluoreszenzmikroskop" wieder direkt an der Sonderbeleuchtungseinheit befestige und dabei ggf. nur noch den Verlauffilter-Monochromator belasse?

Die Adaptation einer DSLR sollte per Olympus-Bajonett zwar direkt oder z.B. via µ-four-thirds- oder Zeiss M-Adapter indirekt möglich sein, aber dennoch die Frage zur Verfügbarkeit anderer Adapter: gibt es Hersteller anderer Adapter, die entweder von der Schwalbe oder dem folgenden Feingewinde einen Übergang zu Nikon (F-Bajonett) oder Canon (EF-Bajonett) erlauben? Ist alternativ an Stelle des verbauten 4x C35-MPM-Fototubus ein Fototubus auf C-mount erhältlich oder wäre das nur über eine Sonderanfertigung (nur mechanisch? auch noch Optik vonnöten?) zu realisieren?

Zu den Fluoreszenz-Filtern und dichroitischen Strahlteilern: gibt es noch Filtersätze zum Auflichtkondensor III RS? Wer vertreibt bzw. stellt solche Filtersätze noch her? Mein Kenntnisstand hierzu endet bei dieser Quelle: http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/artfeb10/dw-III-RS.html
Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: reblaus in Februar 13, 2013, 23:00:22 NACHMITTAGS
Hallo -

zu viele Fragen auf einmal - da hat sich niemand getraut. Zur Fotometereinheit kann ich nichts sagen - vielleicht meldet sich ein ehemaliger Nutzer, aber

ein guter Rat: Fange nicht mit allem gleichzeitig an. Montiere erst mal den Rucksack ("Sonderbeleuchtungseinrichtung") und das übrige Gedöns völlig ab und bringe das Gerät ohne diese Teile in Schuss.

Es ist ein sehr schönes und gut gepflegt erscheinendes  Universal der letzten Baureihe (aber die spielt eigentlich keine Rolle). Mit Ph-Kondensor und Auflichtblende ausgerüstet, also perfekt für Auf- und Durchlicht. Die vorhandenen Neofluare sind sehr gute Mittelklasseobjektive und passen auch zu dem III RS-Auflichtkondensor.

Der Einzelkauf von Filtern für letzteren - insbesondere der defekten Strahlenteiler - ist absolut unrentabel. Aber eine Verlaufsfilter-Anregung hättest du ja schon! Näheres per PM.

Es ist sinnlos, eine "Power"-UV- oder -Royal-Blue-LED in einen Kürbis o.ä. einzubauen - dazu genügt die kleinste verfügbare Beleuchtungseinheit, die Zeiss-Mikroskopleuchte 15. Man kann sie nach Abnahme des Rucksacks z.B. direkt hinten in die freiwerdende Auflichtöhre einschrauben.

Fotoanpassungen für das Standard gibt es in einigen Varianten. Wenn dir nicht zufällig eine Vollformatkamera zur Verfügung steht, ist es am besten zunächst das Gedöns mit dem Photomultiplier abzunehmen und mit einem der einfachen Tuben anzufangen. Diese enden oben mit einem T2-Adapter für beliebige SLRs.
P.S.: Du solltest noch erwähnen, welches Okular nach Abnahme des Kameratubus sichtbar wird!

Viele Grüße

Rolf

Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: MS19 in Februar 14, 2013, 08:16:28 VORMITTAG
Zitat von: reblaus in Februar 13, 2013, 23:00:22 NACHMITTAGSzu viele Fragen auf einmal - da hat sich niemand getraut. ...
Vielen Dank!

Du hast recht, ich vermengte historisches Interesse bei der Bezeichnung der (teils selteneren) Zusatzbauteile und die eigentlich interessanteren Fragen zum praktischen Umgang. Zu letzterem danke ich für die guten Hinweise. Der Komplettrückbau incl. Rucksack war mir gar nicht in den Sinn gekommen. Wenn ich den Verlauffilter im Auflicht-Strahlengang nutzen möchte, dann müsste allerdings dessen Führung erhalten bleiben.

Die optischen Komponenten in Tubus werde ich nochmal genau inspizieren. Ich wusste als "Kind der Unendlich-Generation" noch gar nicht, dass vor dem Kameratubus noch ein Okular steckt. Was die Kamera selbst angeht, hätte ich mit der Canon 5D (1. Version) schon ein passendes ein KB-Format.
Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: reblaus in Februar 14, 2013, 09:23:22 VORMITTAG
Hallo -

nicht, dass du mich missverstehst - natürlich soll auch der Rucksack mit all dem edlen Zubehör später wenigstens zu Schauzwecken mal mitverwendet werden. Um einen Zündversuch der HBO-Lampe im Kürbis (Gebrauchsdauer unbekannt?) kommst du nicht rum. Es besteht aber keine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben, da diese Leuchte sehr stabil aufgebaut ist. Mein Rat bezog sich nur darauf, zunächst das Kerngerät in Betrieb zu nehmen, auch mal die Bodenplatte abzunehmen etc. Dazu muss der Rucksack eh weg.

Mit der Canon 5D kannst du für's erste ohne besonderen Zusatzaufwand ja schon fotografieren. Ich sehe da eine Schwalbenaufnahme, in der mit großer Wahrscheinlichkeit ein Adapter mit Ringschwalbe und T"-Anschluss steckt. Falls die Kamera noch kein live-view kann, ist auch das Sucherokular noch ganz nützlich.

Gruß

Rolf
Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: wilfried48 in Februar 14, 2013, 16:40:02 NACHMITTAGS
Hallo MS19, (Vorname wäre mir lieber),

ich würde den Rucksack montiert lassen und nur die photmeterspezifischen Teile zwischen den Lampen und dem Rucksack demontieren.

Mit dem Spiegelsystem im Rucksack kannst du die Auflichtquelle auch auf Durchlicht schalten, und die zwei Reflexionsverluste an den beiden Spiegeln stören bei der Starken Leuchte ja nicht.

Auch die grosse HBO 200 Quelle lässt sich leicht auf LED umbauen. Ich habe im alten forum sogar einen LED Umbau vorgestellt mit dem man in dieser grossen Leuchte fünf verschiedende LEDs von UV bis

Infrarot auf einem Schieber gleichzeitig unterbringen kann. Leider sind die Bilder im alten forum verloren gegangen. Falls es dich interessiert kann ich sie dir gerne per mail oder PN zukommen lassen.

Ansonsten ist das ein tolles Mikroskop mit dem sich alles realisieren lässt, was Zeiss jemals gebaut hat und dazu hin offensichtlich die letzte Gerätegeneration in einem sehr guten Zustand (Neid!).

Fluoreszenzfilter gibt es bei speziellen Firmen sicher auch noch neu zu haben, sind aber für den Hobbyisten neu kaum zu bezahlen. Ab und zu mit Geduld kann man sie auch in Ebay ergattern.

Dem Aufkleber auf deinem Fluoreszenzkondensor nach ist ja zumindest ein Filtersatz für UV Anregung (365 nm) drin. Der Fluoreszenzkondensor für die häufigeren Zeiss Standards enthält die gleichen Filter.

Manchmal ist es besser diesen zu ersteigern und den leeren wieder zu verkloppen.

viel Spass mit dem schönen Teil und viele Grüsse
Wilfried



Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: MS19 in Februar 14, 2013, 18:24:28 NACHMITTAGS
Hallo Rolf,

Die HBO-Lampe sieht nach reichlich Elektrodenabbrand samt entsprechendem Niederschlag auf dem Kolben aus. Also würde ich erst mal das Leuchtmittel wechseln, bevor ich die Kondensor- und Spiegeloptik riskiere. Ich habe bislang nur Zerstörungsbilder nach XBO-Desintegration bewundern müssen und noch nie das Resultat einer geplatzten HBO. Darauf bin ich aber auch nicht sonderlich neugierig. Wenn der alte Aufkleber am Vorschaltgerät nicht lügt, dann ist bei dem Setup nach 250 h gerade ein einziges Mal die Lampe gewechselt worden - und danach sind auf dem 2. Leuchtmittel gut 900 Stunden Betrieb gewesen ... womit allerdings auch schon die Gesamtnutzungsdauer des Mikroskops umrissen wäre. :o

Mit der Vermutung, dass es sich um ein T-mount handelt, lagst Du richtig. Damit sollte eine Adaptierung per Adapter und ohne Zusatzoptik ein leichtes sein. Die 5D hat in der Tat kein life-view, so dass der Abgleich per Messokular hilfreich bliebe.

Im Fototubus erkenne ich zwar eine Linsengruppe aber kein Okular. Er ist mit "4x" beschriftet - auch keine übliche Okular-Maßstabszahl. Ich vermute mal, er ist tatsächlich eine reine Vergrößerungseinheit, um das Bild auf das Format einer KB-Kamera zu vergrößern. Da die Olympus-Kamera ohne eigene Relayoptik per T-mount und einen einfachen OM-Bajonettadapter (made in Japan; 9 mm Länge) montiert war, schätze ich auch, dass das Auflagemaß der Kameraadaptierung insgesamt der T-mount-Norm (55 mm) folgt und somit auch eine EOS-DSLR mit ihrem T-mount-Adapter bei 11 mm Adapterlänge richtig liegen wird.

Viele Grüße
Michael
Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: MS19 in Februar 14, 2013, 18:45:57 NACHMITTAGS
Hallo Wilfried,

ja, die Umschaltung im Stativ ist natürlich problemlos nutzbar. Für den Anfang habe ich noch einen Kürbis-Einsatz mit intakter 12-V-Glühlampe, die ich kaum für Fluoreszenz, wohl aber zum Einarbeiten in das System nutzen kann.

Deinen vielseitigen 5-LED-Umbau hatte ich - ebenso wie Klaus´ Lampenfassungslösung im Lampenhaus 60 - schon gesehen. Deine Bilder sind auch noch vorhanden: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4740.msg31687#msg31687
Was mir bei Deiner Lösung als Frage aufkeimte: musst Du nicht jedes Mal beim Farbwechsel die Einkopplung erneut nachjustieren? Klar wird man darin rasch geübter, aber Mehrfach-Fluoreszenzen sind doch damit schon recht aufwändig, oder?

Der Hinweis zu den Gebrauchtfiltern wird verfolgt ... wobei ich mich da wirklich nicht ins High-End versteigen werde, da für ernsthaftere Fluoreszenzanwendungen schon besseres Equipment verfügbar ist. ;)
Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: reblaus in Februar 14, 2013, 19:51:52 NACHMITTAGS
Hallo Michael -

bei der 4x Linseneinheit sollte es sich - in Anbetracht der Qualität dieses Mikroskopes - nicht um eine reine Vergrößerungseinheit handeln, entweder sie kompensiert selbst oder irgendwo ist noch ein Kompensationsokular versteckt. Aber dir kann das egal sein, wenn du eine Vollformat-Kamera hast.

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: wilfried48 in Februar 14, 2013, 22:34:55 NACHMITTAGS
Zitat von: MS19 in Februar 14, 2013, 18:45:57 NACHMITTAGS

Deinen vielseitigen 5-LED-Umbau hatte ich - ebenso wie Klaus´ Lampenfassungslösung im Lampenhaus 60 - schon gesehen. Deine Bilder sind auch noch vorhanden: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4740.msg31687#msg31687
Was mir bei Deiner Lösung als Frage aufkeimte: musst Du nicht jedes Mal beim Farbwechsel die Einkopplung erneut nachjustieren? Klar wird man darin rasch geübter, aber Mehrfach-Fluoreszenzen sind doch damit schon recht aufwändig, oder?

Hallo Michael,

nein der Wechsel dauert nur wenige Sekunden. Die LED Verschiebestange hat ein Führungsnut, so dass sie sich nicht verdrehen kann. Wenn man einmal die verschiedenen LEDs justiert hat und die horizontalen Positionen an dem
Schieber markiert hat muss man immer nur auf diese Markierungen schieben und die Sache ist automatisch justiert.
Es reichen aber drei LEDs um alle Fälle abzudecken UV, Weiss, Infrarot.
Infrarot verwende ich für Durchlicht von gedünnten Si Chipschaltungen.

viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: reblaus in Februar 14, 2013, 23:40:24 NACHMITTAGS
Hallo -

na ja, wenn man die optimalen Filter nicht zur Hand hat, kann eine blaue LED dazwischen (ist ja viel billiger als die Filter), das Leben manchmal erleichtern. Obwohl ich zugeben, dass die Maxima von LEDs viel breiter sind als die von HBOs.

Übrigens: Es gibt zwar grüne LEDs, aber nach meiner Erfahrung liefern die meisten weißen Powerd-LEDs mehr Grün - trotz Filterung.

@Wilfried: Kann ich als Biologe irgendwas mit Infrarot anfangen? Liefere mir bitte eine Ausrede  ;D

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: MS19 in Februar 15, 2013, 00:04:49 VORMITTAG
@Wilfried: Die Führungsnut ist mir von den HBO-Brennern bekannt. Vermutlich ist die Positionierung im großzügiger bemessenen HBO-Lampenhaus einfach etwas weniger kritisch wie bei meinen bisherigen Anbauten, die mit einer kurzbrennweitigen, asphärischen Kollimatorlinse arbeiten und zur perfekten Einkopplung eine entsprechend feine Justage wünschen. Dafür zieht ein HBO-Lampenhaus vermutlich nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Raumabstrahlung eines Lambertian-Emitters noch in den vorgesehenen Auflicht-Strahlengang hinein. Nun ja, man kann halt nicht alles haben ... :)

Blaue LED für Durchlicht ist OK. Für Fluoreszenz muss man das Spektrum einer Power-LED aber unbedingt nochmal über einen cleanup-Filter (Bandpass, Kurzpass, Farbglas) jagen.
Titel: Re: Zeiss-Fluoreszenzmikroskop Universal - Identifikation, Inbetriebnahme, Ausbau
Beitrag von: wilfried48 in Februar 15, 2013, 17:05:41 NACHMITTAGS
Zitat von: reblaus in Februar 14, 2013, 23:40:24 NACHMITTAGS

@Wilfried: Kann ich als Biologe irgendwas mit Infrarot anfangen? Liefere mir bitte eine Ausrede  ;D


Hallo Rolf,

ich weiss nicht, ob diese Bilder Ausrede genug sind  ;D

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=14535.0


in der Halbleiterei ist Infrarotmikroskopie jedoch gut um durch das im sichtbaren undurchsichtige Silizium zu schauen. Man braucht halt eine infrarotempfindliche Kamera.

Natürlich geht das auch gut (oder noch besser) mit einer Glühlampe und entsprechendem Filter. In meiner "Multi LED" Lampe ist es aber einfacher für Infrarot auch noch eine LED zu installieren.

viele Grüsse
Wilfried