Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Johannes Kropiunig in März 02, 2013, 09:44:43 VORMITTAG

Titel: Grundsätzsliche Frage zu Mikrotome
Beitrag von: Johannes Kropiunig in März 02, 2013, 09:44:43 VORMITTAG
Hallo,

meine Erfahrung als Tischler lehrt mich, das rotierende Messer (Sägen) einfach besser sind um Querrschnitte zu machen, Holz in Längsrichtung zu hobeln geht ausgezeichnet, quer aber nur schwer.
Nun habe ich noch keine Mikrotom mit runden, rotierenden Messer gesehen, woran liegt das ?

Für Kenner der Materie vielleicht eine dumme Frage, ich selbst habe jedoch keinerlei Erfahrung mit Mikrotome und bitte um Nachsicht falls die Antwort offensichtlich sein sollte.

Viele Grüße,
Johannes
Titel: Re: Grundsätzsliche Frage zu Mikrotome
Beitrag von: Herne in März 02, 2013, 09:55:58 VORMITTAG
Hallo Johannes,
die gibt´s aber doch. Sogar mit innen liegendem Schnitt.
Zum Beispiel hier :
http://www.leicabiosystems.com/de/produkte/schneiden/archiv/product/leica-sp1600/
oder hier :
http://idw-online.de/de/image11786
Das Stichwort lautet Sägemikrotom.

m.f.G.
Herbert
Titel: Re: Grundsätzsliche Frage zu Mikrotome
Beitrag von: Rolf-Dieter Müller in März 02, 2013, 10:05:22 VORMITTAG
Zitat von: Herne in März 02, 2013, 09:55:58 VORMITTAG
...
Das Stichwort lautet Sägemikrotom.
...

Ein anderes Stichwort wäre Vibrationsmikrotom. Eine Bauanleitung ist in diesem oder im alten Forum zu finden.

Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter
Titel: Re: Grundsätzsliche Frage zu Mikrotome
Beitrag von: Klaus Henkel in März 02, 2013, 10:23:28 VORMITTAG
Zitat von: Kropiunig Johannes in März 02, 2013, 09:44:43 VORMITTAG
Hallo,

meine Erfahrung als Tischler lehrt mich, das rotierende Messer (Sägen) einfach besser sind um Querrschnitte zu machen, Holz in Längsrichtung zu hobeln geht ausgezeichnet, quer aber nur schwer.
Nun habe ich noch keine Mikrotom mit runden, rotierenden Messer gesehen, woran liegt das ?

Für Kenner der Materie vielleicht eine dumme Frage, ich selbst habe jedoch keinerlei Erfahrung mit Mikrotome und bitte um Nachsicht falls die Antwort offensichtlich sein sollte.

Viele Grüße,
Johannes

Guten Morgen!

Die Antwort auf Ihre Frage ist einfach: Rotierende Mikrotommesser braucht man nicht, um erstklassige Schnitte zu machen. Ein solches unnützes mechanisches Teil würde die Instrumente ganz wesentlich verteuern und das Schärfen auf einem Stein und das Abziehen auf Leder unmöglich machen.

Der Vergleich mit dem Tischler hinkt, weil der hartes, festes Holz sägt, während man mit dem Mikrotom weichgekochtes oder chemisch erweichtes Holz schneidet. Hartes Holz würde die Schneide eines Mikrotommessers sofort dauerhaft ruinieren.

Lesen Sie hier nach: http://www.klaus-henkel.de/cut-allgem.html
Gut Schnitt!
Titel: Re: Grundsätzsliche Frage zu Mikrotome
Beitrag von: Johannes Kropiunig in März 02, 2013, 12:37:32 NACHMITTAGS
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten !
Ich fragte natürlich nicht ohne Hintergedanken, ich habe da nämlich eine Bastelidee und bin mir nicht sicher ob ein Erfolg, oder eine Niederlage wahrscheinlicher ist.
Wenn ich nicht die Befürchtung hätte ausgelacht zu werden, würde ich sie auch verraten.
Sollte ich sie umsetzten, werde ich bei Erfolg berichten, andernfalls kann ich einfach so tun als war nichts.  ;D

Viele Grüße,
Johannes
Titel: Re: Grundsätzsliche Frage zu Mikrotome
Beitrag von: wilfried48 in März 02, 2013, 13:02:35 NACHMITTAGS
Zitat von: Kropiunig Johannes in März 02, 2013, 12:37:32 NACHMITTAGS
Ich fragte natürlich nicht ohne Hintergedanken, ich habe da nämlich eine Bastelidee und bin mir nicht sicher ob ein Erfolg, oder eine Niederlage wahrscheinlicher ist.
Wenn ich nicht die Befürchtung hätte ausgelacht zu werden, würde ich sie auch verraten.

Hallo Johannes,

das hoffe ich doch nicht, dass man das hier im forum befürchten muss. In einer grösseren Gemeinschaft wird es natürlich immer auch ein paar mit Hang zur Schadenfreude geben, aber da muss man drüber stehen.

Selbst wenn deine Idee für die klassische Mikrotomie nichts bringen würde, wäre sie vielleicht bei anderen Querschnitten anwendbar die bisher einem Mikrotom nicht zugänglich waren und dünngeschliffen werden mussten.

Das oben angeführte Sägemikrotom von Leica (genauer gesagt Innenlochsäge) fertigt übrigens nicht bereits mikroskopierbare Dünnschnitte sondern nur die Vorstufe davon, die dann noch dünngeschliffen werden müssen.

Also nur heraus mit deiner neuen Bastelidee !

viele Grüsse
Wilfried

P.S.: Der Grundgedanke abgeleitet von der Holzbearbeitung (längs schneiden, quer sägen) , der hinter der Idee steckt, ist jedenfalls schon mal gut.


Titel: Re: Grundsätzsliche Frage zu Mikrotome
Beitrag von: Johannes Kropiunig in März 02, 2013, 14:24:19 NACHMITTAGS
Hallo Wilfried,

die Idee hatte ich beim Frühstücksbrot schneiden mit einem Allesschneider (Brotschneidemaschine).
Obwohl einige Faktoren nicht ideal waren, wie eine stumpfe Klinge, leichtes eiern des Blattes und keine brauchbare Führung, gelangen mir doch auf Anhieb gute Schnitte einer Karotte im 1/10mm Bereich.
Mit etwas Geschick und Bastelkunst wäre da sicher mehr raus zu holen, meine ich jedenfalls.
Ob diese Bastellösung mit teueren Mikrotomen mithalten könnte, ist wieder eine andere Sache, aber vielleicht wäre es zumindest für bestimmte Materialien besser geeignet ?
Oder es ist doch eine Schnapsidee und es darf jetzt gelacht werden.  ;D

Viele Grüße,
Johannes



Titel: Re: Grundsätzsliche Frage zu Mikrotome
Beitrag von: Werner in März 02, 2013, 16:07:43 NACHMITTAGS
Hallo Johannes!

Dann baue mal gute Beziehungen zu einem Metzger auf. Die neueren Wurstschneidemaschinen haben alle einen integrierten Schleifstein.
Da eiert dann nichts mehr. Ich habe noch eine alte Maschine auf dem Speicher, muß ich mal ausprobieren...
Siehe auch ebay "Aufschnittmaschine"

Gruß   -   Werner