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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Horst Isele in April 04, 2013, 07:50:15 VORMITTAG

Titel: Wild M5: Vergrösserungswechsler
Beitrag von: Horst Isele in April 04, 2013, 07:50:15 VORMITTAG
Guten Tag

Seit gestern rastet der Drehring nicht mehr ein bei meinem Vergrösserungswechsler des Wild M5 Stemi.
Ohne dieses Rasterung ist das Wechseln der Vergrösserung ziemlich mühsam.

Wo kann/muss ich da etwas ändern?

Gruss   Horst
Titel: Re: Wild M5: Vergrösserungswechsler
Beitrag von: the_playstation in April 04, 2013, 18:45:24 NACHMITTAGS
Meine Vermutung:

Ich kenne jetzt dein Mikroskop nicht genau aber in der Regel drückt eine Kugel oder ein Stift, ... mit einer Feder in eine Kerbe hinein.
Vieleicht ist die Feder ausgeleiert, gebrochen oder rausgesprungen, oder die Kugel rausgerutscht, ..... Dürfte aber ein recht kleiner Fehler sein.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Wild M5: Vergrösserungswechsler
Beitrag von: Hugo Halfmann in April 04, 2013, 23:34:09 NACHMITTAGS
Genau. Oder die Kerbe ist jetzt endgültig voll mit alten, verdrecktem und verharztem Fett bzw Kugel und Feder bewegen sich aus gleichem Grund nicht mehr.
Von der Sorte "bröseliges Fett mit Betonkonsistenz" hatte ich die letzten Tage mehr als genug.  >:(
Titel: Re: Wild M5: Vergrösserungswechsler
Beitrag von: the_playstation in April 05, 2013, 00:44:23 VORMITTAG
Stimmt Hugo,
hatte die letzten Wochen auch genug mit derartigem Fett zu tun.
Konsistenz geht von Pattex über Uhu Hart bis Beton oder kristalline Substanz.
Z.T. sind Teile nur mit roher Gewalt + Hitze zu lösen.
Für einen Dioptrin-Einstellring habe Ich eine Rohrzange und alle Kraft benötigt.
Ich frage mich ehrlich, was die als Fett benutzen.
Selbst ranziges Fritierfett währe wahrscheinlich 1000x besser geeignet.
Selbst Pattex währe wahrscheinlich besser geeignet gewesen. ??? ??? ??? ??? ???

Ratlose Grüße Jorrit.
Titel: Re: Wild M5: Vergrösserungswechsler
Beitrag von: Hugo Halfmann in April 05, 2013, 10:04:08 VORMITTAG
Hallo Jorrit,

ZitatFür einen Dioptrin-Einstellring habe Ich eine Rohrzange und alle Kraft benötigt.

Genau dieses Vergnügen hatte ich auch (Olympus). Diese Fette waren mit Sicherheit nicht säurefrei, denn sie reagieren mit Messing und werden grün. Bei meinen Türen kann ich an den Angeln aber auch dieses Phänomen beobachten: nach 5 Jahren ist da statt Fett auch nur noch Gebrösel und es quietscht.
Der Zustand eines Mikroskops ist natürlich auch stark abhängig von den Wartungsintervallen. Manche Nutzer haben die eingehalten, andere hatten das Geld dafür nicht übrig. Ich habe einmal ein sehr gutes Stereo-Zoom Mikroskop aus einem Metallbetrieb gekauft: Den Zoomring haben die nie benutzt, weil die einmal eingestellte Vergrößerung ja ausreichte ::). Außen war das Ding dreckig wie Sau, die Mechanik verharzt aber ansonsten wie neu.  ;D
Hat das Mikroskop jahrzehtelang rumgestanden, muss man nicht lange überlegen: Dann ist es verharzt.

Gut geschmierte Grüße !
Titel: Re: Wild M5: Vergrösserungswechsler
Beitrag von: the_playstation in April 05, 2013, 11:59:18 VORMITTAG
Hallo Hugo,
Diesen grünen Belag habe Ich auch schon öfters gesehen.
Genau aus diesem Grund ersetzte Ich öfter auch mal Schmierfett durch Molybdänschmierpaste, Graphitpaste, ...
Danach hat man meißt keinen Ärger mehr.
Wichtig ist dann aber, das Fett vorher komplett zu entfernen.

Perfekte Schmiergrüße wünscht Jorrit.