Diesen Kameravorsatz habe ich für das Ultraphot gekauft und stehe nun vor dem Problem, dass der Metallstift, den ich mit dem Pfeil
markiert habe, im Weg ist, so dass das Teil nicht auf dem Stativ aufsitzt. Entweder müsste dort eine Bohrung sein, in die der Stift hinein-
passt, oder der Stift müßte sich durch das Gewicht des Vorsatzes nach innen schieben.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/8481_62144195.jpg)
Weiss jemand, ob dieser Stift beweglich sein müsste und nur bei mir festsitzt?
Auf der Seite http://www.the-ultraphot-shop.org.uk/ ist zwar ein Auszug aus der Bedienungsanleitung, in dem das Teil abgebildet ist,
aber der Stift ist leider nicht erwähnt.
Hallo Robert,
ohne das Teil zu kennen: das würde ich eher für einen starren Führungsstift halten!
Also Loch auf der anderen Seite.
Vielleicht um zu verhindern, dass falsche, aber ähnliche Teile zusammengesteckt werden?
Da ist aber kein Loch.
Hier ist das Gegenstück, der Stativteil, auf den der Ansatz aufgesteckt wird. Man sieht die Buchse, in die die kleinen Stifte (auf dem ersten
Bild rechts) passen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/8491_64884048.jpg)
Das Loch müsste auf der linken Seite sein, da das erste Bild die Innenseite des Ansatzes zeigt.
Ich werde den Stift wohl mit der Metallsäge absägen müssen. (Wenn die Zeiss-Sachen nur nicht so stabil wären!)
Gruß
Robert
Hallo Robert,
bitte nicht sägen, sondern rausziehen!
Diese Stifte sind sehr hart, und nur auf Sitz eingepresst.
Normalerweise kann man sie mit eine Flachzange rausziehen!
Diesen leider nicht, er sitzt wie angeschweißt.
Bleibt mir noch der Versuch mit dem Bolzenschneider, aber dann müsste ich den Rest abfeilen, damit das Teil genau aufsitzt.
Aber mich würde vor allem interessieren, warum dieser Stift da ist, für den die Bohrung fehlt. Das Stativ sieht genauso aus,
wie in dem Handbuchauszug aus der britischen Internetseite und der Kameravorsatz auch. Ich denke, dass beide aus der gleichen
Zeit stammen müssten. Schon ziemlich alt, der Tubus hat auch noch die uralte Aufnahme für den Revolver, an die die neueren Teile
nicht passen.
Hallo Herr Götz,
Bei meinem Ultraphot (Nr 60621) taucht der Stift in ein Sackloch des darunterliegenden Teils ein. Und dieses hat noch einen zweiten Stift als Counterpart, der von unten in ein entsprechendes Loch des Kamera-Vorsatzes passt. Eine aktive Funktion scheint keiner der Bolzen zu haben. Allerdings ist nicht ausgeschlossen - und sogar sehr wahrscheinlich, dass diese Stifte eben die Funktion haben, den Zusammenbau von zwei nicht harmonierenden Teilen zu verhindern. Bedenken Sie die Anschlussbuchsen für die Kamera-Steuerung, deren Konstruktion / Elektronik im Laufe der Entwicklung ebenfalls verändert wurde.
Wenn Sie die Belichtung (d.h. die Steuerung des Schlitzverschlusses) der 9 x 12 Kamera nicht benötigen und das Risiko einer Zerstörung der gesamten Elektronik eingehen wollen, so bleiben Ihnen drei Alternativen: 1) Den Stift herausziehen, 2) ihn abzuschleifen oder 3) ein Gegenloch in das untere Teil zu bohren.
Lösung 1) verursacht mir angesichts des historischen Wertes eines solchen Mikroskops am wenigsten 'Bauchschmerzen'.
Allerdings vermute ich sehr stark, dass dann auch die Elektronik in Mitleidenschaft gezogen wird...
Haben Sie zumindest kontrolliert, ob die elektischen Anschlüsse rein 'mechanisch' zueinander passen - oder wird dies die nächste Baustelle?
Viel Erfolg!
Alfons Renz
Hallo Herr Renz,
das Loch im Kamera-Vorsatz ist vorhanden, aber nicht das im Stativ.
Die Lösung, den Stift herauszuziehen, hätte mir auch am besten gefallen, aber es war nicht zu schaffen.
Um ein Loch in das untere Teil zu bohren fehlt mir das Werkzeug, außerdem "zerstöre" ich lieber den Kameravorsatz als das Grundgerät.
Da die elektrischen Anschlüsse mechanisch zueinander passen habe ich also den Stift so gut es ging mit einem Bolzenschneider abge-
schnitten. Jetzt sitzt Der Vorsatz zwar nicht ganz genau auf, aber das sieht man nicht. Fotografieren will ich damit ja sowieso nicht.
Gruß
Robert Götz
Hallo Robert,
zu spät.. du rettest den Freund nicht mehr... na ja ums Leben gehts ja nicht ;)
Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich in einem vergleichbaren Fall etwas Kriechöl aufgetropft habe und auf den Stift mit Gefühl geschlagen habe, dann erst habe ich ihn herausgezogen unter Drehen. Das ging. Zuerst wirkte er auch wie festgeschweißt. Da ich aber zuvor 2 andere mit Mühe drehen und ziehen konnte hab ich nicht locker gelassen.
Aber hätte man ihn, wenn er eingeschraubt war, nicht mit einer kräftigen Zange rausdrehen können (Bohrfutter habe ich leider nicht)?
Er ließ sich aber, trotz Kriechöl, überhaupt nicht bewegen. Daher habe ich ihn, wie schon gesagt, mit einem Bolzenschneider abgeschnitten
und den Rest soweit es ging mit einem Schleifkopf entfernt, der eigentlich zu einem Pediküregerät gehört. Diese beiden Teile gehören also offenbar, neben
Hammer und Meisel, wie in einem anderen Beitrag gezeigt, zum Spezialwerkzeug für Zeiss-Mikroskope.
Jetzt sieht es so aus:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/11223_55427933.jpg)
Die kleine Unebenheit, die noch geblieben ist, fällt, finde ich, nicht auf. (Nicht nur auf dem schlechten Photo)