Liebe Zeissianer,
ich suche eine Darstellung des Strahlengangs (Durchlicht- Auflicht) für ein Universal, nicht Phomi ! Zu Phomi III gibt es ausreichend Abbildungen, so wie hier :
http://www.google.de/imgres?q=zeiss+phomi&um=1&sa=N&hl=de&biw=1081&bih=741&tbm=isch&tbnid=7NO8YIDexGgVBM:&imgrefurl=http://www.klaus-henkel.de/phomischn.html&docid=80u5SfTD0BNv0M&imgurl=http://www.klaus-henkel.de/phomischn.jpg&w=344&h=344&ei=RXNxUZScCcrltQb0wICoBQ&zoom=1&iact=hc&vpx=533&vpy=353&dur=2952&hovh=224&hovw=224&tx=138&ty=126&page=1&tbnh=137&tbnw=149&start=0&ndsp=24&ved=1t:429,r:9,s:0,i:113
Leider konnte ich aber keinen Schnitt vom Universal finden. Wer hat Infos oder eine PDF ?
Vielen Dank bei der Suche und Grüße
Peter
Hallo Peter,
ich hab auch nur das hier:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/124052_5486421.jpg) (http://s993.photobucket.com/user/liftboy/media/Mikro_zps8d7a1e4f.png.html)
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Du willst mir aber hoffentlich nicht erklären dass das ein Universal ist ;D ;D ;D
Viele Grüße
Peter
Hallo Peter,
Du hast eine PN von mir.
Gruß !
JB
Lieber Jürgen,
...schade...
es kann natürlich sein, dass die Informationen, welche mit Deiner Mitteilung an Peter-H
ZitatDu hast eine PN von mir
in Zusammenhang stehen, aus was_weiss_ich_für_rechtlichen Gründen nicht für alle Augen bestimmt sein mögen.
Allerdings verstehe ich dann nicht, warum Du das hier noch öffentlich bekannt gibst.
Es könnte nämlich ebenfalls sein, dass auch andere Forum-Mitglieder an der Beantwortung von Peter's Frage ebenfalls ein mehr oder weniger heftiges Interesse haben, dieses wird aber mit der Ankündigung einer PN an Peter sang- und klanglos in Grund und Boden gestampft.
Daher eine ganz bescheiden vorgetragene Bitte:
Wenn Infos vorliegen, die nicht für alle bestimmt sein (sollen, können, dürfen): Es wäre nett, dann auch konsequent den Weg der privaten Information zu wählen und nicht die Form der oben beschriebenen Vorgehensweise, welche meiner bescheidenen Ansicht nach schlicht und einfach nur frustriert.
Herzlichen Gruß
Joachim
Hallo Jürgen,
der Joachim hat es in seiner unverwechselbaren Art ausgedrückt :D
Ich sags mal in einem Satz: auch ich würde mich freuen über ein informatives Bild vom Strahlengang Universal.
Darüber hinaus suche ich einen Längsschnitt durch das CZ Planapo 63/1,4 und ebenfalls den Strahlengang eines Axioplan
Ich erinnere mich schwach den Längsschnitt durch das Planapo 63 hier im Forum schon mal gesehen zu haben eventuell sogar vom östlichen KH? ;)
Hallo Klaus,
Zitat von: Klaus Herrmann in April 19, 2013, 23:49:43 NACHMITTAGS
... Darüber hinaus suche ich einen Längsschnitt durch das CZ Planapo 63/1,4 ...
gib' mal in der Google-Bildersuche die Wörter "zersägter Traum" ein, da kriegst Du den Link zum zersägten Planapo63.
Grüße
Ulf
Kann gelöscht werden.
Liebe Grüße Jorrit.
Hallo Joachim und alle,
sorry das hatte ich nicht bedacht, die PN-Ankündigung hier hatte ich nur gemacht, weil ich mir nicht sicher war, ob mein Kontakt zu Peter funktioniert hatte. Dann machen wir das jetzt so:
Der Strahlengang im Standard Universal ist eigentlich recht simpel. Einziges Schnittbild, das ich finden konnte stammt aus:
Zeiss Oberkochen Druckschrift K 41-003-d Einführung in die Auflichtmikroskopie, 1. Qualitative Mikroskopie Dipl.-Min. W. Cebulla.
Diese Druckschrift scheint eine Rarität zu sein, habe sehr lange gebraucht, eine zu ergattern. Man findet sie gelegentlich in größeren Bibliotheken. Selbst über die Suchfunktion im Zeiss-Archiv habe ich sie nicht gefunden, wobei ich allerdings mit diesem Teil so meine Schwierigkeiten habe. Hier der Scan der entsprechenden Seiten:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/124103_27774809.jpg)
Beste Grüße !
JB
Zitat von: Ulf Titze in April 20, 2013, 01:36:13 VORMITTAG
gib' mal in der Google-Bildersuche die Wörter "zersägter Traum" ein, da kriegst Du den Link zum zersägten Planapo63.
Guten Morgen Alle,
die Google-Bildersuche findet zwar das Bild, aber wenn man es dann in Originalgröße oder auf der Weibseite anschauen will, ist es nicht da - geht es Euch auch so?
Viele Grüße
Zitat von: Jürgen Boschert in April 20, 2013, 10:01:07 VORMITTAG
Der Strahlengang im Standard Universal ist eigentlich recht simpel.
Hallo JB,
recht simpel? Hm, auf den Fotos vom Äußeren sieht man unten und an der Seite allerhand Filterschieber/Hebel. Die sind im von Dir gezeigten Strahlengang ausgelassen worden...
...aber auch so scheinen mir da doch immerhin ein paar Prismen und/oder Spiegel mehr drin zu sein, als in etwas dünneren Modellen?
Viele Grüße
Sebastian
Hallo Sebastian,
sorry, aber die wurden nicht von mir weggelassen, sondern von Zeiss ;D.
Außerdem, das sindwirklich nur Filter, die über einen Federmechanismus in den Strahlengang ein-und ausgeschaltet werden können.
Beste Grüße !
JB
Danke Jürgen für die erfolgreiche Suche.
Damit ist schön der Unterschied zum Phomi sichtbar, wo entweder Durch- oder Auflicht, aber nicht beide Beleuchtungsarten kombinierbar sind. Ist der/die/das Optovar immer im Strahlengang? Wäre für die UV-Mikroskopie das Killerkriterium. Jedenfalls reduziert sowohl beim Zeiss Standard, wie auch beim Olympus BH-2 der Vergrößerungswechsler sehr stark die UV-Transmission und auch den Bildkontrast. Aber wer macht das schon ;D
Viele Grüße
Peter
Hallo Peter,
zumindest beim Universal gab es auch eine Version ohne Optovar, dann mit festem Tubusfaktor 1,25x.
Beste Grüße !
JB
Lieber JB, lieber Peter,
ja, es gab auch Universals ohne Optovar. Ich könnte eventuell einen solchen Tubuskopf vermitteln - ich selbst besitze keinen. Aber eine Linse muss auch der enthalten, zur Korrektur der Tubuslänge.
Der Durchlicht-Beleuchtungsstrahlengang ist in der Skizze nur angedeutet. Er ist wesentlich komplizierter mit mehreren Linsen und es hat auch mehrere Varianten gegeben. Aber, das war wohl nicht die Frage.
Herzliche Grüße
Detlef
Lieber Detlef,
es ging mir nur um diese Abbildung, also keine direkte Frage nach einer "Hardware". Danke.
Viele Grüße
Peter
Hallo,
ja das Universal gab es auch ohne Optovar mit festem Vergrösserrungsfaktor 1,25. In der Zahl der Linsen im Strahlengang entspricht dies genau der Stellung 1,25 beim Optovar.
Einen Optovar mit Stellung 1,0 wie beim normalen Standard gab es meines Wissens nicht. Aber selbst das würde die UV Mikroskopie vermutlich noch beinträchtigen, da die Telanlinsen zur Anpassung der Tubuslänge ja immer noch im Strahlengang sind.
Das Universal hat sowieso immer zu viele Optikflächen im Strahlengang und ist deshalb bei gleicher Optikbestückung bei der Hochauflösung kontrastärmer gegenüber dem normalen Standard.
Jedenfalls glaube ich das an meinen Mikroskopen im Vergleich zu sehen.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo
hier habe ich noch den Pupillen- und den Abildungsstrahlengang am Zeiss Universal Auflicht:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/124123_54588070.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/PupillenstrahlengangAuflicht_zpsb05279ae.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/124123_40544074.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/AbbildungsstrahlengangAuflicht_zpsa4c48769.jpg.html)
Quelle: Wissenswertes über die Funktion ihres Zeiss Mikroskopes; K 41-006-d Zeiss Oberkochen
Gruss Arnold Büschlen
Hallo @all!
Ein Bild des Strahlenganges habe ich auch noch gefunden....
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/phomi32rzlk9bn8u.jpg
Liebe Grüße
Franz
Liebe Wissende.
Noch eine etwas ketzerische Frage zum Abschluß.
Gibt es in der heutigen Zeit (ohne die Nutzung des Films) einen Vorteil eines Phomis gegenüber einem Universal?
Gespannt :)
Peter
Lieber Peter,
Du hast gefragt...
ZitatGibt es in der heutigen Zeit (ohne die Nutzung des Films) einen Vorteil eines Phomis gegenüber einem Universal?
Wenn die Rückspulkurbel für die Filmkasette nicht da ist, nutzt das schönste Phomi nichts.
Und wenn der wuchtige Bedienkasten nebst allen Zuleitungen auch noch fehlt, nützt das 'Pho' vom 'mi' erst recht nichts ;D
Spaß beiseite...
Technik-Freaks weren ihre helle Freude am, wie Rolf es mal so schön treffend ausgedrückt hat, nahezu totkonstruierten optischen Weg eines Phomi's haben, dazu muß man aber, um visuell in den vollen Genuss des Ganzen zu kommen, die Seitenwand abschrauben und das wiederum hat zur Folge, dass die ganze Geschichte dann nach und nach vollstaubt.
Man kann sich aber auch (sozusagen als 'Schummelzettel') das Bild von Franz an die Wand hängen...
Zum ein wenig verkrampften Lichtweg für Auflicht-Techniken wurde schon viel gesagt, parallele Nutzung von Auf- und Durchlicht funktioniert nur dann, wenn die seitliche Beleuchtung vorhanden ist, was aber in Verbindung mit HBO-50-'Bunker' meines Erachtens am Phomi sehr unglücklich aussieht. Im Original-Zustand kann wegen der zwangsweise notwendigen Einspiegelung für Auflicht das Durchlicht nicht verwendet werden - es ist für den Zeitraum der zugeschalteten Auflichtbeleuchtung schlicht nicht mehr da. Zudem müsste noch auf den extrem seltenen Auflicht-Blendeneinsatz für das Phomi hingewiesen werden, welcher ja das Licht von 'unten' erwartet und dazu passend mit einem Spiegel bestückt ist.
Man kann sich in Bezug auf das fehlende Durchlicht natürlich mit LFB-Steckspiegel und Beistell-Leuchte vom Junior behelfen....
Auch wenn das bis hier alles reichlich ironisch klingen mag...es sind leider die Fakten.
Als einzig verwendbaren Gegenstand aus einem Phomi wäre die Optik zu nennen, die als bildgebendes Element in Richtung Filmkasette montiert ist, KPL-Funktion hat und kein vorgeschaltetes Okular benötigt. Dies ist für mich zur Zeit leider noch Theorie, aber die nächsten langen Winterabende kommen ja bestimmt...
Lieber Peter, ich möchte Deine Frage abschließend wie folgt beantworten:
Ich habe mein Phomi in ein Universal umgebaut.
Mir ist kürzlich ein entsprechender Tragarm aus der Bucht zugelaufen, so richtig schön mit waagerechter Lichtführung für Auflicht, aber eben auch leider nicht mit den aberwitzigen Lichtwegen eines Phomi...
Nein - es gibt keinen Vorteil.
Viele Grüße
Joachim
Lieber Joachim,
Zitat von: -JS- in April 20, 2013, 19:29:10 NACHMITTAGS
Nein - es gibt keinen Vorteil.
ein kleiner, für manche aber evtl. nicht unwesentlicher Vorteil fällt mir schon noch ein: ein Phomi ist auf dem Gebrauchtmarkt öfter und preiswerter zu finden, als ein Universal. Wer also mit den "Nachteilen" des Phomis leben kann, braucht nicht unbedingt ein Universal. Jemand der primär Durchlicht nutzt, kann damit günstiger fahren. Und wer nur Durlicht macht und die eingebaute Kamera nicht braucht, wird keinen Unterschied bemerken. Nur beim Transport merkt man, dass das Stativ gewichtig gefüllt ist. ;D
Viele Grüße
Michael
Zitat von: peter-h in April 20, 2013, 18:44:43 NACHMITTAGS
Liebe Wissende.
Noch eine etwas ketzerische Frage zum Abschluß.
Gibt es in der heutigen Zeit (ohne die Nutzung des Films) einen Vorteil eines Phomis gegenüber einem Universal?
Gespannt :)
Peter
Hallo Peter,
auf Deine ketzerische Frage absolut ernst gemeinte Antworten! :D
Vorteil 1:
Durch einen kleinen Umbau -Strahlenteiler statt des Umlenkspiegels im Periskoptubus-, kann mit nur
einer Leuchte und
einem Netzteil entweder
zu 100% im Durchlicht, oder
zu 50% im Durch-
und gleichzeitig zu 50% im Auflicht beobachtet werden.
Vorteil 2:
Durch die zusätzliche nutzbare Schaltstellung der Schubstange können 20%, 50% oder 100% des Lichtes zum Bino-Tubus geleitet werden.
Vorteil 3:
Durch den Austausch der Formatplatte gegen eine Skalenplatte hat man immer sein Messokular dabei.
Vorteil 4:
Mit einer Webcam im Photostrahlengang wäre eine einfache Dokumentation möglich.
Vorteil 5:
Die rechte Stativseite des Phomi's sieht viel interessanter aus und eine Plexischeibe statt der Abdeckplatte gäbe ein interessantes Innenleben frei.
Vorteil 6:
Pho-mi hört sich, passend zum geschwungenen Mikroskopdesign, runder an als U-ni-ver-sal.
Hier meine beiden. Gerade mit hohem Besuch.
Herzliche Grüße
Frank
Hallo Frank!
Ich möchte auch einen Vorteil einbringen: man kann in den inneren Strahlengang eine Webcam implementieren und das PhoMi ist wirklich digital!
Liebe Grüße
Franz
PS: ich finde die Phomis nach wie vor....ein tolles Stück Mikroskopgeschichte!
Zitat von: peter-h in April 20, 2013, 11:40:55 VORMITTAG
Danke Jürgen für die erfolgreiche Suche.
Damit ist schön der Unterschied zum Phomi sichtbar, wo entweder Durch- oder Auflicht, aber nicht beide Beleuchtungsarten kombinierbar sind. Ist der/die/das Optovar immer im Strahlengang? Wäre für die UV-Mikroskopie das Killerkriterium. Jedenfalls reduziert sowohl beim Zeiss Standard, wie auch beim Olympus BH-2 der Vergrößerungswechsler sehr stark die UV-Transmission und auch den Bildkontrast. Aber wer macht das schon ;D
Viele Grüße
Peter
Das Universal/Phomi für UV > 230 nm gab es sogar mal - hauptsächlich für die Photometrie.
Hier wurden jede Menge Spezialteile aus Quarzglas verbaut - u.A:
- Quarzkollektor für das Lampenhaus 100
- UV taugliche Blendeneinheit mit Spiegel
- Kondensortraeger mit UV tauglicher Hilfslinse
- Ultrafluar Kondensor mit 0.8 N.A.
- Ultrafluar Objektive
- UV tauglicher 5 facher Revolver
- UV tauglicher Tubuskopf mit fester Vergrößerung 1.5
Außerdem gab es noch mal eine Serie von Teilen für Auflicht UV.
Wurde wahrscheinliche auf Grund der hohen Kosten und der Spezialanwendung nicht sehr oft hergestellt.
Wenn sich jemand wirklich dafür interessiert habe ich ein paar Broschüren mit Bildern und Teile Nrn - außerdem habe ich irgendwo noch den Strahlengang fuer das Phomi im Durchlicht was bis zum Präparat mit den Universal identisch sein sollte...
Gruß,
Rory
Liebes Forum,
hier kommen meine alten Bilder. Leider ist ihre urprüngliche URL ohne mein Zutun in ein schwarzes Loch gesaugt worden :-(
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/124159_65601158.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/124159_66370958.jpg)
Beste Grüße
Heribert Cypionka
Lieber Herr Cypionka -
danke für die Fotos - es hat mich immer interessiert, wie sich die neuen Objektive von den alten unterscheiden. Zur Ergänzung hier noch das Bild vom alten PlanApo 100 Öl.
Interessanter wäre natürlich ein Vergleich mit dem PlanApo 63/1,40 160/-
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/124163_33903126.jpg)
Viele Grüße
Rolf
Nochmals: Peter-H's 'ketzerische Frage'...
Hierzu hat es in der Zwischenzeit einige Antworten gegeben, die es verdienen, nicht einfach nur unkommentiert im Raum stehen gelassen zu werden.
@Michael W.:
Der Vorteil, daß ein Phomi öfter zu finden und dabei auch preiswerter ist, ist nicht von der Hand zu weisen.
ZitatWer also mit den "Nachteilen" des Phomis leben kann, braucht nicht unbedingt ein Universal. Jemand der primär Durchlicht nutzt, kann damit günstiger fahren.
Jemand, der primär Durchlicht benutzt, braucht auch kein Phomi...
Hier dürfte ein 'einfaches' Standard mit Foto-Triple-Tubus und vielleicht noch mit wechselbarem Revolver vollständig ausreichend sein.
@Frank D.:
Der von Dir genannte
Vorteil 1 (Einbau Strahlenteiler statt Umlenkspiegel in den unteren Bereich des Periskoptubus) würde sich mir erst dann erschließen, wenn eine praktikable Umsetzung vorgestellt und deren Funktion auch belegt werden könnte. Sonst wäre es eine (sicher gute) Idee, aber eben kein Vorteil.
Den von Dir genannten
Vorteil 2 habe ich - um ehrlich zu sein - nicht verstanden.
Zum
Vorteil 3 (Austausch Formatplatte gegen eine Skalenplatte) wäre anzumerken, daß die Formatplatte nicht mit dem visuell wahrgenommenen Primärbild übereinstimmt und zudem im Originalzustand als in Bedampfungstechnik hergestellte teilverspiegelte Glasplatte vorliegt. Mich würde interessieren, wie die technische Umsetzung einer adäquat ausgeführten Strichplatte erfolgen soll? Zu diesem Punkt wäre ich um eine entsprechende Auskunft sehr dankbar.
Der von Dir genannte
Vorteil 4 (Webcam im Fotostrahlengang) liest sich zweifellos interessant. Aber selbst für eine 'einfache Dokumentation' müsste in diesem Fall für jede Aufnahme die Schubstange am Phomi-Kopf in Stellung III gebracht werden, was sich bei fest montiertem senkrechten Fototobus und entsprechend passender Fotoadaption in Zuammenhang mit live-view und Schieberstellung II zweifellos erübrigt.
Zum
Vorteil 5 liesse sich vielleicht noch anmerken, dass man neben der Plexischeibe mittels dezent angebrachten fluoreszierenden Farbpunkten und entsprechend indirekt verbauter LED-Beleuchtung zentrale Elemente des foto-optischen Pfades hervorheben könnte. In einem völlig anderen Zusammenhang fällt mir hierzu der Begriff 'Modding' ein... ;D
Der "Vorteil" 6 (Pho-mi / U-ni-ver-sal) hat für mich eher an Marketing und dort übliche galaxienverbiegende Wortschöpfungsproblemstellungen erinnernde Elemente, ich möchte dazu nicht so sehr viel sagen.
@koestlfr
Zur Problemstellung 'Webcam im inneren Strahlengang' des Phomi siehe meine Bemerkungen zu 'Vorteil 4' von Frank D.
Des Weiteren wäre zu bemerken, daß die fotoseits im Phomi vorhandene Lichtführung dermaßen angelegt ist, ein Bild direkt auf einen Film mit dem Negativmaß 24x36mm zu belichten. Die angedachte Webcam müsste also wie die Fotokasette des Phomi ebenfalls keine Optik aufweisen, das gleiche Format mitbringen oder aber, wenn deren Format kleiner ist, dichter an die abbildende Optik verlagert werden.
Im letzteren Fall wäre es notwendig, die im Phomi eingebaute Optik so anzugleichen, daß auf dem Chip der angedachten Webcam auch ein zufriedenstellendes (sprich scharfes und möglichst format-verlustfreies) Bild erzeugt wird.
Mir ist hierzu bis heute aber leider keine entsprechend den oben dargestellten Anforderungen akzeptable Lösung bekannt.
Zu Deinem PS
Zitatein tolles Stück Mikroskopgeschichte
Das unterschreibe ich sehr gern, sofort und notfalls auch mehrfach.
Herzliche Grüße
Joachim
Hab das Querschnittbild vom 40x / 0,95 im www wiedergefunden:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/124292_25587833.jpg)
Liebe Grüße Jorrit.
Hallo liebe Mikroskopiker,
Beim Betrachten solcher Querschnittsbilder ist man zunächst einmal tief beeindruckt! Aber dann suche ich überall nach den viel beschworenen 'Justier-Möglichkeiten' dieses hochkomplizierten Objektivbaus, die jeden Ansatz einer hobbymäßigen Reparatur vereiteln würden.
Kann mir Jemand helfen und erklären, wo diese Feinjustierung statt findet und weshalb man da nicht machen kann?
Auf den ersten Blick sieht es doch so aus, als ob die Linsen in ihren Fassungen schon vor der Endmontage feinjustiert werden und Letztere nur noch mit den Fehlern der Feinmechanik zu kämpfen hat. Gibt es da Unterlegscheiben oder seitliche Zentrierschräubchen? Oder wurde nur so lange 'zusammengestückelt', bis es passte?
Wo z.B. liegen die heute so gefürchteten Delaminierungen? Und könnte man diese Glieder nicht einfach austauschen? Z.B. dann, wenn nicht immer dieselben Verkittungen betroffen sind (aus eins mach eins!).
Vorausschicken muss ich, in der Sache 'Objektivkonstruktion' ein völliger Laie zu sein und mich weitgehend an die Regel 'Finger weg vom Objektiv' gehalten zu haben. Heute aber, wo sich die delaminierten PlanApos allenthalben stapeln, ist dieser Gedanke eines Do-it-yourself möglicherweise nicht mehr so abwegig!
Hauptsächlich aber interessiert mich, wie die Justage vorgenommen wurde.
Mit herzlichen Grüßen,
Alfons
Liebe Phomi-Umgestalter.
Es klingt so verlockend statt der Filmtrommel eine Webcam einzubauen. Nur habe ich bisher noch keine Webcam mit einem 24 x 36 mm Sensor gesehen und wenn ich den Auftrag an ein Entwicklungsunternehmen gebe, dann müßte ich vorher still und leise meine Millionen aus der Schweiz holen. ::)
Über eine optische Adaption habe ich schon nachgedacht, aber macht das Sinn ??? Wir haben heute Live View Mode ohne Zusatzentwicklung einer Optik und betrachten auf 24" Monitoren. Will ich wirklich eine 50 Jahre alte Konstruktion vergewaltigen? Gedanken über Gedanken.
Grüße
Peter (H)
Nachtrag:
Für Strahlengangliebhaber der Phomi 1 bis Phomi 3 habe ich noch eine Seite gefunden
http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/indexmag.html?http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/artjul01/photomic.html
Hallo Alfons,
zur Justage vor der Endmontage kann ich nur am Beispiel eines Objektives der 160mm-Endlich-Serie ein Bißchen beisteuern, ich gehe aber davon aus, daß prinzipielle Abläufe bei den 'unendlich'-Objektiven ganz ähnlich sind.
Schraubt man z.B. bei einem Planachromaten die Hülse mit den Angaben zum Objektiv ab, wird der darunterliegende Aufnahmezylinder sowie ein wenig mehr vom einfedernden Bereich des Objektives sichtbar. Zirka 2 mm unterhalb des Randes des Aufnahmezylinders befinden sich im Objektivzylinder vier winzige Bohrungen, meist mit Zement verfüllt, manchmal auch nicht, und in solch einem Fall ist ein Gewinde zu erkennen.
Auf der Schnittzeichnung von reblaus
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=16105.msg124163#msg124163
ist diese Bohrung inkl. ihrem Gewinde sehr gut zu sehen (unteres Bilddrittel, rechts). Im Innenbereich liegt auf Höhe der Gewindebohrung der obere Teil einer Linsenfassung, und, wie man erkennen kann, hat dieser Teil ein wenig Spiel zur Seitenwand des Optikzylinders. Alle anderen Linsenfassungen weisen kein solches Spiel auf, und alle Linsenfassungen werden (im Bild von reblaus) oben über eine gemeinsame Verschraubung gehalten.
Es besteht nun die Möglichkeit, durch winzige radiale Verschiebung der zweiten Linse von unten in gewissem Rahmen mittels Schrauben von außen bei bereits montierter Optik deren Zentrizität einzustellen. Anschließend wird das Ganze mit Zement gesichert.
Die Justage der Abgleichlänge von mit Objektschutz versehenen Plan-Objektiven erfolgt relativ einfach durch zwei Möglichkeiten.
Die Anschlaghöhe des einfedernden Bereiches des Objektives kann entweder über die Gesamtlänge der beschrifteten Außenhülse justiert werden oder aber über die Länge des Führungsschlitzes der Schraube, die wiederum in der Schnittzeichnung von reblaus ein wenig unterhalb der Objektivmitte zu erkennen ist.
Alle anderen Justagearbeiten sind bereits vor der Montage an den Bestandteilen wie Optikhaus, den Linsenfassungen, der Zentrizität und Ausrichtung der Linsenkörper innerhalb der Fassungen vorgenommen worden, so daß sich nach der Endmontage die Rest-Arbeiten auf die Justage von Gesamt-Zentrizität und Abgleichlänge beschränken.
Herzlichen Gruß
Joachim
Hallo Alfons,
Zitat von: Alfons Renz in April 22, 2013, 09:28:08 VORMITTAG
Wo z.B. liegen die heute so gefürchteten Delaminierungen? Und könnte man diese Glieder nicht einfach austauschen? Z.B. dann, wenn nicht immer dieselben Verkittungen betroffen sind (aus eins mach eins!).
Zeiss Objektive haben wir noch nicht auseinandergenommen. Bei Leitz ist das einfacher.
Dort gibt es ja auch ein Objektiv, welches regelmäßig delaminiert ist: das Pl Apo 100/1,32 Oel 170/0,17.
Und dort ist es jedenfalls so, dass - wenn es delaminiert ist - IMMER das dritte Kittglied von unten betroffen ist.
Bekannt ist auch von dem Zeiss Planapo 10, dass dort die Delaminierung meist in einem der hinteren Kittglieder steckt.
Also schätze ich die Aussichten, dass man da etwas austauschen kann, eher gering ein.
Zudem halte ich es nicht für trivial, ein Zeiss-Objektiv nach einer Demontage wieder korrekt zu montieren.
Und dann auch noch Bauteile von verschiedenen Objektiven kombiniert werden sollen...
Liebe Grüße
Thilo Immel
Hallo Peter(H) -
Danke für den schönen Link.
Allerdings sieht man auch hier schon die Schwierigkeiten. Beim Strahlengang vom Phomi III ist der Strahlengang bei der Filterbatterie "vereinfacht" dargestellt - davor befindet sich noch eine Linse, die m.W. durch eine Veränderung an der Leuchtfeldblende wieder ausgeglichen wird - was dann Schwierigkeiten mit sich bringt, wenn man die äußerlich gleichen LFB-Einsätze zwischen Geräten austauscht.
Viele Grüße
Rolf
Liebe Phomiliebhaber,
es gibt noch eine Spitzfindigkeit ;D Die Objektive sind für das 160mm System endlich, und besitzen somit eine CVD, welche durch die KPL Okulare kompensiert wird. Zum Film soll ein CVD-freies Bild entstehen, also sind in dem Strahlengang zum Film kompensierende Elemente. Jetzt wird aber zur Beobachtung aus diesem CVD-freien Strahlengang ein Teil ausgespiegelt und muß somit wieder eine neue CVD erhalten damit mit den kompensierenden Okularen beobachtet werden kann. Ganz schön verschlungen ::) Da hatten die Optikrechner eine tolle Aufgabe !
Oder habe ich einen dicken Denkfehler gemacht ?
Gruß
Peter
Hallo Peter,
Zitat...Oder habe ich einen dicken Denkfehler gemacht ? ...
Klares JEIN.
Für das Phomi I trifft Dein Gedankengang zu, hier wird die CVD durch das Projektiv (ich nenne das Teil einmal so) im Inneren des Phomi I korrigiert und gleichzeitig das Objekt CVD-frei auf dem Film abgebildet. Vor der Filmebene wird ein Teil ausgespiegelt und über Optiken und Prismen in den visuellen Strahlengang zurückgeleitet. Hier dürfte der Gedanke an eine 'Rückumwandlung in CVD-haltig' nicht abwegig sein - sonst hätten die Okulare ja nix zu tun ;D
Im Phomi II / III war die Sachlage allerdings anders. Die Ausspiegelung in Richtung visuellem Bereich (und auch zum Photomultiplier) geschah 'CVD-haltig', das interne 'Projektiv' mit seiner CVD-Korrektur kam erst im Anschluß an die Ausspiegelung zur Geltung.
Ich möchte noch ergänzen: Neben einer eventuellen re- und prospektiven CVD-Korrektur war ja es notwendig, auf dem ganzen Lichtweg für den visuellen Bereich in der Foto-Einstellung (und der ist wahrlich lang) *irgendwie annähernd* die notwendigen 160 mm Tubuslänge jederzeit einzuhalten. Das allein halte ich aus optischer Sicht für eine riesige Aufgabe...Ganz genau wurde sie nie gelöst, man sieht auf der Fotomaske sofort, daß nicht das ganze Bildfeld genutzt wird, etwa 15% des Bildrandbereiches fehlen. Aber vielleicht war genau das ja auch gewollt...
Viele Grüße
Joachim
bei meinem universal muss ich immer am trinokular zwischen 100% kamera ODER 100% binokular schieben. gibt es da ein austausch-prisma (würfel?), das man statt dem speigelchen einbauen kann, der 50/50 kann?
Zitat von: güntherdorn in Juni 20, 2013, 01:34:36 VORMITTAGbei meinem universal muss ich immer am trinokular zwischen 100% kamera ODER 100% binokular schieben.
Lieber Günther,
wenn das so ist, dann hast Du ein Universal R mit dem (R wie) reduzierten Tubuskopf. Dessen Prismenwechselr hat nur diese beiden Positionen: 100% Foto (mit völlig freiem Strahlengang) und 100% visuell (über ein Prisma; kein Spiegel).
Der R-Tubuskopf lässt sich nur mit Werkzeug abmontieren, was ich nicht empfehlen würde, weil danach die Justage verloren ist. Da außerdem die Schlitten-Montage für die sonst üblichen, großen Tubusköpfe des Universal oder Phomi fehlt, gibt es hier keine schnelle Lösung zum Wechsel.
Viele Grüße
Thomas
Hallo,
auch die schwarzen Universale hatten beim Tubuskopf/Fotowechsler nur die Möglichkeit entweder 100% binokular oder 100% durch den Fotoausgang zu arbeiten. Die Strahlenteiler mit 70/30 kamen erst mit den grauen Tubusköpfen.
VG
Bernd
Nachtrag: Es gibt auch eine Möglichkeit zum Austausch bzw. zur Umrüstung.