Hallo Ihr Lieben,
ich fange ja nun gerade erst wieder an, mein Mikroskop zu benutzen und habe jetzt das Problem, dass meine Objektträger (unbenutzte!) total schmutzig sind :-\ Nach der Benutzung der SuFu hier im Forum habe ich festgestellt, dass das ein "normales" Problem sein soll... ??? Nun habe ich aber keine Lust, jeden einzelnen OT vor der Benutzung zu putzen. Könnt ihr mir eine Bezugsquelle für SAUBERE Objektträger nennen, die auch nicht die Welt kosten?
Viele Grüße
Carmen
Hallo Carmen
Naja, der Traum jedes Mikroskopikers, die absolut sauberen habe ich auch noch nicht gefunden. Von Klaus hatte eine Schachtel zu testen, die sind wirklich brauchbar. Zwischen wirklich schlecht und gut kannst Du Dich bewegen, sehr sauber wird es aber erst wenn Du Hand anlegst ...
Die Bandbreite geht von der Säure über Aceton oder Alkohol, ich bleibe bei den letzten beiden. Dann über die Flamme damit, da sieht man im Gegenlicht dann noch einmal einen Schleier verschwinden. Den letzten Schritt mache ich nur wenn ich mit Kleber arbeite oder eingebettete Schnitte (Paraffin) wirklich halten sollen ...
Du musst also noch etwas über Deine Anwendung sagen, davon ist es abhängig wie sauber Du wirklich sein musst ...
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
naja, ich habe jetzt keine besonders hohen Ansprüche. Bisher habe ich nur Haare mikroskopiert, aber es nervt trotzdem, wenn man OT hat, die milchig-dreckig-weißlich sind. Keine Ahnung, wo es mich noch hinführt und was ich alles noch begutachten werde. Bisher habe ich die OT eben immer mit Wasser reinigen müssen (und nicht mal dann bekam ich den Siff richtig ab). Bisher präpariere ich alles und hebe es auch auf. Hübsch sieht es bisher noch nicht aus, aber ich bin noch etwas unsicher bei der Bestimmung und will dann lieber noch mal nachkontrollieren. Mich stören diese verdreckten Teile einfach bzw. mich nervt die Zeit, die es kostet, OT zu putzen... :-[
Früher an der Uni waren die OT immer sauber. Mir war gar nicht klar, dass das ein Problem gibt mit der Sauberkeit...
Viele Grüße
Carmen
Hallo Carmen,
Ja,das ist ein sehr häufiges Problem. Auf der Packung steht zwar immer geputzt oder poliert, aber der Inhalt sieht dann häufig anders aus. Das ist aber von Hersteller zu Hersteller verschieden. Ich habe beispielsweise eine Packung mit Objektträgern von ''Menzel Superfrost''. Die OT's kann man kaum benutzen. Selbst nach heftigem Schruben sind sie noch dreckig. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ein Dutzend ''Marienfeld'' Objektträger gekauft und die sind wirklich sehr sauber. Lediglich ein paar lose Satubflocken.
Es kommt also immer drauf an. Ich denke aber auch,dass es sogar beim selben Hersteller von Packung zu Packung anders aussehen kann.
Man kommt also meistens um das Schrubben nicht herum :-\
Viele Grüße
David
ZitatMan kommt also meistens um das Schrubben nicht herum
Das ist ja doof...
Hallo Carmen,
Zitat von: David 15 in April 21, 2013, 16:24:50 NACHMITTAGS
Ich denke aber auch,dass es sogar beim selben Hersteller von Packung zu Packung anders aussehen kann.
Man kommt also meistens um das Schrubben nicht herum
Das ist auch meine Erfahrung: es kommt vor, dass man von einem Hersteller eine "gute" Packung erwischt - es kann aber auch passieren, dass die Verunreinigungen so stark sind, dass man sie ohne Säuren nicht ab bekommt. In so einem Fall hilft nur noch das Entsorgen.
Kürzlich musste ich die gleichen Erfahrungen mit Deckgläsern machen. Die alten musste ich nur leicht putzen, während die neue Ware 2-3 Reinigungsdurchgänge braucht, bevor man sie nutzen kann.
Viele Grüße
Michael
Hallo,
ich weiß ja nicht, was ihr für Anfoderungen habt, aber ich verbrauche beruflich seit ca. 15 Jahren in (relativ) großem Maßstab Objektträger (ca. ca. 1 - 2 Packungen pro Woche). ich hatte schon alle möglichen Marken, Menzel, Marienfeld, Knittel, BMS etc. - was eben mein Händler gerade so auf Lager hatte. Ich habe noch nie Objektträger gehabt, die "milchig" waren oder die beim normalen Mikroskopieren störend verschmutzt waren.
Sicher bestehen für die Herstellung von "schönen" Dauerpräparaten noch höhere Anfordrungen, das gebe ich zu.
Tatsächlich trifft man oft "milchige "Objekkträger aller Marken an, gerne z.B. als Ebay-Beifang, auch in ungeöffneter Originalverpackung. Aber die sind dann schlicht zu alt! Solche habe ich auch - kistenweise!
Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass neue Objekträger von Menzel, Marienfeld und Co. so schmutzig sind, dass man sie nicht für die Haaranalyse verwneiden. Meine Erfahrung spricht dagegen.
Hezrliche Grüße
Peter
Auch hallo!
Es hat mich die ganze Zeit schon gejuckt, das zu schreiben, was Peter eben geschrieben hat. Wir verarbeiten in der Pathologie täglich hunderte von Objektträgern, und natürlich haben wir keine Zeit, diese vor Gebrauch zu putzen. Die Objektträger werden relativ schnell nach der Lieferung verbraucht. Bei älteren Schachteln, die ich zu Hause liegen habe, bilden sich nach einigen Jahren Newtonsche Ringe zwischen den fest miteinander verbackenen Objekttägern. Diese muss ich dann mühsam auseinanderprökeln und mit Aceton abwischen. Dann sind sie wieder okay. Offenbar zieht die Feutigkeit dann auch mal etwas Schmutz nach sich.
Objektträger, die schmutzig ab Werk geleifert werden, kenne ich nicht. Es kann aber natürlich sein, dass meine Maßstäbe von Sauberkeit andere sind. Für die Histologie reicht's jedenfalls. ;)
Objektträger für "Kleinverbraucher" bekommt man (hoffentlich) im Laborbedarfhandel.
Herzliche Grüße,
Florian
Hallo erstmal,
Florian hat natürlich recht!
Werksmäßig werden die Objektträger recht sauber ausgeliefert. Wenn mann/frau sie natürlich liegen lässt......
Ich habe von Kindler einwandfreie Objektträger bezogen ( auf Wunsch tropenverpackt), jetzt nach knapp 15Jahren sieht die Sache anders aus. (Nun gut, das Ablaufdatum ist lang vorbei).
Wenn ich jetzt auspacke, kommt der "Block" in Spiritus, und gut so; danach sind sie wieder wie neu.
Gruß
Wolfgang
Hallo,
beim Lesen ist mir da eine Idee gekommen:
Habe irgendwann ein Ultraschall-Reinigungsgerät erworben (aldi?). Eine Packung alter OT aus der Studienzeit mit entsprechenden Trübungen ist auch noch da, also habe ich es gleich mit warmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel ausprobiert. Nach einem einzigen Durchgang waren die OT picobello sauber, ich musste sie nur noch klar abspülen und mit einer alten xfach gewaschenen Windel (ohne Weichspüler!) trocken reiben. Fast keine Fusseln.
Nun müsste ich mir noch einen Halter basteln, um möglichst viele OT in das Gerät zu stellen.
Für viele Zwecke dürfte so ein hinreichender Reinigungseffekt erzielbar sein.
Gruß Peter
Hat es jemand schon in der Spülmaschine probiert?
ZitatIch kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass neue Objekträger von Menzel, Marienfeld und Co. so schmutzig sind, dass man sie nicht für die Haaranalyse verwneiden. Meine Erfahrung spricht dagegen.
Na, das klingt doch gut! :)
Ich habe da keine Massenerfahrung, wie ihr. Ich habe gerade mal 2 hunderter Packs und beide sind zum Teil total schmutzig. Klar reicht das, aber da ich bisher alle Präparate aufhebe, um sie miteinander zu vergleichen, stört mich der Schmutz. Von früher kenne ich das so nicht. Aber es scheint, dass ich Pech hatte. Ich versuche es einfach mal mit anderen :)
Über Reinigung im Geschirrspüler habe ich gelesen. Da hat jemand einen Kunststoff-Präparatekasten zweckentfremdet und als Halter umgebaut. Soll gut funktioniert haben. Ansonsten gibt es auch Körbe für OT (Hier ein Beispiel: http://www.klippert-medizintechnik.de/laborartikel/reinigungskoerbe.html), aber 100€ finde ich dann doch reichlich übertrieben teuer... :o
Viele Grüße
Carmen
Hallo Carmen,
denk- (und mach-)bar wäre da Folgendes:
eine Bekannte von mir hat einen Brennofen für Ton. Ich könnte mir einen tönernen Sockel vorstellen, in den ich vor dem Brennen einige alte abgesägte Besteckgabeln mit den Zinken nach oben in geeignetem Abstand eindrücke. Da könnte man die OT reihenweise einsetzen und in die Spülmaschine stellen.
Gruß Peter
ZitatIch könnte mir einen tönernen Sockel vorstellen, in den ich vor dem Brennen einige alte abgesägte Besteckgabeln mit den Zinken nach oben in geeignetem Abstand eindrücke. Da könnte man die OT reihenweise einsetzen und in die Spülmaschine stellen.
Lustige Idee, aber klar, warum nicht ;D
Ich habe von meinen verschmutzten OT auch einfach mal einige ins Besteckfach der Geschirrspülmaschine gelegt (ich habe ja nur die schmutzigen und keine saubere Alternative) und sauber wurden sie natürlich :) aber auch das ist mir eigentlich zu aufwändig. Am liebsten hätte ich saubere OT.
Viele Grüße
Carmen
Hallo Carmen,
das sind die besten Threads hier: in kurzer Zeit viele Clicks und jede Menge Kreativität: die einbetonierte Büroklammerreihe, war noch nicht genannt.
Aber die von mir hingewiesenen Einfachlösung hast du hoffentlich scharf im Auge? :D
ZitatAber die von mir hingewiesenen Einfachlösung hast du hoffentlich scharf im Auge?
Na klar! ;D
...was ist denn die von Klaus propagierte Einfachlösung?
VG
Bernd
Meine schmutzigen OT sind übrigens von Bresser und als ich mich beschwert habe, habe ich mein Geld erstattet bekommen und durfte die schmutzigen OT behalten.
Zitat...was ist denn die von Klaus propagierte Einfachlösung?
Gleich saubere kaufen... ;)
Viele Grüße
Carmen
Zitatwas ist denn die von Klaus propagierte Einfachlösung?
wird in Kürze verraten! 8)
Edit: ich denke Carmen kann es jetzt selber verraten! :D
Klaus empfahl mir diese hier: http://www.ebay.de/itm/Objekttraeger-600-Stueck-vakuumverpackt-76x26x1mm-Mattrand-/181118960902?&pt=LH_DefaultDomain_77&maxbid=23%2C50&autorefresh=true
Sollten die auch sehr verschmutzt sein, muss ich die Büroklammer-Besteckgabel-Ultraschallbad-Spülmaschinenlösung auf jeden Fall weiter verfolgen ;D ;D
Viele Grüße
Carmen
Guten Abend
Also mir hat der Beitrag auf jeden Fall schon etwas gebracht, danke ==> eine Anwendung mehr für meinen Ultraschallreiniger ....
Liebe Grüße
Gerhard
Carmen,
Meine erste Erfahrungen mit schmutzigen (Milch-schicht) hatte ich auch mal und führte zurück auf zu alte OT. Auf den Schachtel von Menzel und Roth ist ein LOT Nummer und Haltbarkeitsdatum eingetragen. Das Datum soll nicht überschritten werden. Einen Monat ist natürlich kein Problem, ein Jahr aber wohl.
Ich gebrauche so ungefähr 400-500 pro Jahr und habe nie mehr Probleme.
Fazit: immer neue gebrauchen die den Haltbarkeitsdatum nicht überschritten haben. Ein Präparat machen kostet so viel Arbeit und dann wäre es doch schade wenn die viele Stunden um sonst gewesen sind weil ein schmutzigen OT gebraucht wurde. Die kosten ja nicht viel.
Grüße Ronald
Ja, Danke Ronald, da werde ich mal drauf achten. Momentan gehen die OT bei mir weg, wie warme Semmeln. Wenn man sich mal eben was anguckt, dann würden mich ja leichte Verschmutzungen auch nicht stören, aber wenn ich das Präparat aufheben möchte, dann wäre es schon schön, wenn alles sauber ist. Bei Deckgläschen hatte ich das Problem übrigens nicht. Alle 4 oder 5 Packungen, die ich gerade habe, sind völlig brauchbar.
Viele Grüße
Carmen
Hallo Diskutanten,
ist nicht eigentlicher Zweck des Mikroskops, Informationen darüber zu liefern, was unseren Augen wegen der Kleinheit verborgen bleibt?
Gruß - EFH
Oh Je - was für Abgründe tun sich denn da auf? Neue Objektträger sind immer noch ohne Verfallsdatum im Handel? Ja gibt´s denn da noch keine EU-Richtlinien? Wo Glas doch so schnell schlecht wird!
Habe jedenfalls beschlossen, meine Fenster nicht mehr zu putzen - da ist auch kein Verfallsdatum angegeben. Nur, mein örtlicher Fensterlieferant hat mit unverständlichem Gemurmel den Hörer aufgelegt, als ich Neue bestellen wollte. Habe nur sowas wie "Klapsmühle" verstanden. Was meint der bloß?
Gruß Peter ;D ;D ;D
Kopie eines Beitrags vom 13.9.2012:
Objektträger können auch Glücksache sein...
Ich hatte letztes Jahr einige Packungen Menzel-Gläser mit geschliffenem Rand, geschliffenem Schriftfeld und gewaschen (Charge 2004) bei ebay günstig erstanden.
Die waren ALLE unbrauchbar und nicht zu reinigen.
Sie hatten durchweg einen schwachem Belag und deckungsgleiche matte Flecken an benachbarten Gläsern in der Packung - sah nach Glaspulver aus.
Ich kann mir das nur so erklären, daß sie nicht ausreichend gereinigt und dann längere Zeit Vibrationen ausgesetzt waren (Flugzeug?).
Das Vorleben von ebay-Artikeln kann ja meist nicht ermittelt werden. Wegen des geringen Preises tat die Komplett-Entsorgung nicht weh...
Weitere günstig ersteigerte Objektträger, wegen des geringeren Risikos diesmal ohne Schriftfeld, waren tadellos.
Gruß - Werner
Hallo Werner,
Du sprichst den wesentlichen Punkt an:
Solche Artikel bei Ebay sind natürlich oft irgendwelche jahrzehntealten Lagerbestände. Und wir müssen uns nun einmal von dem Gedanken frei machen, dass Glas "inert" und "unverderbbar" sei.
Meine Erfahrung aus vielen "Beigaben" bei Ebay-Mikroskopkäufen ist, dass praktisch ALLE so miterworbenen Objektträger (auch in verschweißten Verpackungen) ähnlich unbrauchbar waren, also irgendwelche milchigen Beläge aufwiesen. Und zwar so regelhaft, dass ich mittlerweile solche Packungen schon gar nicht mehr öffne, sondern ungesehen in den Müll werfe.
Ich gehe davon aus, dass das nie "Schmutz" ist, sondern das Ergebnis von Glaskorrosion.
Herzliche Grüße
Peter
@Peter,
So isses!. Kaufe neue OT die innerhalb den Haltbarkeitsdatum sind und man hat nie mehr Probleme.
Grüße Ronald