Liebe Geräte- und Technikexperten,
ich habe vor einigen Wochen auf Arte den Film "Kannibalen im Herzen Europas" gesehen. Ich war sehr überrascht, daß bei der Untersuchung der archäologischen Funde ein Mikroskop als Bohrmaschiene zum Einsatz kam. Ich dachte bisher, Mikroskope taugen nur als Nußknacker. ;D
Das Video ist auf ZDF-Info zu sehen http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1820784/Kannibalen---Im-Herzen-Europas%253F#/beitrag/video/1820784/Kannibalen---Im-Herzen-Europas%3F. Die entsprechende Passage ist von 38:00 bis 38:40.
Ist das gezeigte Gerät ein typisches Spezialmikroskop oder ein Eigenbau?
Viele Grüße
Bernd
Hallo,
ZitatIst das gezeigte Gerät ein typisches Spezialmikroskop oder ein Eigenbau?
Das Gerät kommt mir doch sehr bekannt vor! ;) Ich habe es schon beim Entwickler in Aktion gesehen. Und Du kennst ihn sicher auch! Der Entwickler ist Olaf Medenbach (olaf.med) So klein ist die Welt...
http://homepage.rub.de/olaf.medenbach/ (rechts unten)
Das Grundgerät, an dem die Bohreinrichtung (eigentlich eher eine Fräseinrichtung) montiert ist, ist übrigens ein wunderschönes Ortholux pol.
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Bernd,
herzlichen Dank für diesen Hinweis - von dieser schönen Werbung hatte ich bislang keine Kenntnis. Es handelt sich hier aber nicht, wie im Kommentar fälschlich behauptet, um einen Hohlbohrer, sondern um einen exzentrisch stehenden Fräser, der bei Drehung des Mikroskoptischs bei gleichzeitiger Betätigung des Höhentriebs einen Zylinder herausfräst. Der Vorteil gegenüber einem Hohlbohrer ist natürlich, dass man den Fräsvorgang im Mikroskop genau beobachten kann und dass über die Zentraldistanz des Fräsers zur Drehachse jeder gewünschte Durchmesser des Zylinder stufenlos einstellbar ist.
Beste Grüße,
Olaf