Hallo,
braucht Naphrax Hitze um seinen Brechungsindex zu erreichen, oder dient das erwärmen nur der schnellen Verdampfung des Lösungsmittels ?
Viele Grüße,
Johannes
Hallo Johannes,
mein Naphrax lieg in Toluol gelöst vor (von Thorns).
Ein Gemisch aus zwei Stoffen hat auch einen "gemischten" Brechungsindex, der endgültige hohe Brechungsindex des Naphrax (ca. 1,67) wird erst mit dem mehr oder weniger vollständigen Verdampfen des Toluols als Lösungsmittel (mit neidrigerem Brechungsindex als Naphrax, 1,4969) erreicht.
Herr Heim (http://chemlab-mikroskopie.de/angebot/) bietet Naphrax in einem anderen Lösungsmittel an, wenn Du den Umgang mit Toluol vermeiden möchtest.
Das Erwärmen dient also zwei Zwecken: dem schnellen Verdampfen des Lösungsmittels und dem Erreichen des endgültigen Brechungsindex.
Ums Verdampfen der Lösungsmittel müssen wir uns bei den jetzigen Temperaturen keine Sorgen machen.
Viele Grüße
Rainer
Hallo Johannes
Das muss richti blubern, Du brauchst also hoehere Temperaturen als wir sie haben - Buegeleisen, Flamme, ...
Liebe, schwitzende Gruesse aus dem Seewinkel
Gerhard
Hallo,
danke für eure Antworten.
Es gibt also keine chemische Reaktion die erst durch die Wärme ausgelöst wird, nur das physikalische Vorgang des Verdunstens, ist das Richtig ?
Falls ja, ist mir damit sehr geholfen. ;)
Viele Grüße,
Johannes
Hallo Johannes,
Naphrax ist ein auspolymerisiertes Polymer, das in Lösungsmitteln gelöst wird, um die Viskosität auf verarbeitungsfreundliche Werte zu senken. In reinem Zustand ist es ein spröder Festkörper.
Ich kann nicht mit Sicherheit ausschließen, daß noch Nachreaktionen beim Abdampfen des Lösungsmittels ablaufen (keine chemische Reaktion ist zu 100% vollständig), aber einen meßbaren Effekt auf den Brechungsindex dürfte man nicht feststellen können.
Viele Grüße
Rainer
Hallo,
bekanntlich führen mehrere Wege nach Rom.
Laut dieser Liste http://forum.lambdasyn.org/index.php?PHPSESSID=d522562cd76e04b7b1cc6c809db60504&action=dlattach;topic=468.0;attach=671 siedet Toluol bei 50 mbar schon bei den derzeitigen Zimmertemperaturen.
Praktisch wird es wohl keinen Sinn machen, obwohl, Luftblasen im Präparat wären dann wahrscheinlich kein Problem mehr.
Viele Grüße,
Johannes
Zitat von: Kropiunig Johannes in August 10, 2013, 10:05:14 VORMITTAG
Hallo,
bekanntlich führen mehrere Wege nach Rom.
Laut dieser Liste http://forum.lambdasyn.org/index.php?PHPSESSID=d522562cd76e04b7b1cc6c809db60504&action=dlattach;topic=468.0;attach=671 siedet Toluol bei 50 mbar schon bei den derzeitigen Zimmertemperaturen.
Praktisch wird es wohl keinen Sinn machen, obwohl, Luftblasen im Präparat wären dann wahrscheinlich kein Problem mehr.
Viele Grüße,
Johannes
hallo Johannes
das wäre einen Versuch wert:
Das Präparat in Naphrax/Toluol einbetten, in einen Exsikkator einlegen und diesen mit einer Wasserstrahlpumpe abpumpen
lG
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Zitatdas wäre einen Versuch wert:
mir fehlt leider das notwendige Equipment dazu, aus diesem Grund habe ich es auch geschrieben. ;) ;)
Viele Grüße,
Johannes
Liebe Einbetter,
den Versuch unter Vakuum mit diversen Medien habe ich schon lange hinter mir. Es gibt wunderbare Blasen und man hofft dass nach dem Unterdruck die kleinen Blasen verschwinden. All das bei Raumtemperatur.
In keinem Fall, ob Caedax, Naphrax oder ZRAX ist es mir gelungen. Alle Versuchsobjekte gingen in die Tonne. Einen solchen Blasenreichtum hatte ich noch nie. Aber es muß wohl jeder seine Methode mit seinem Equipment und seinen Möglichkeiten erarbeiten.
Viel Glück und blasenfreien Sonntag
Peter
Hallo Peter,
könnte es sein, dass durch die Verdunstungskälte das Medium gefriert, oder zumindest so zäh wird, dass die Luftblasen gefangen bleiben ?
So ähnlich wie bei diesem Versuch mit Wasser.
http://www.thur.de/philo/tanja/wasser.htm
Demnach bräuchte man auch noch einen Heiztisch im Exsikkator um die Temperatur im Medium aufrecht zu halten. >:(
Ein Aufwand der sicher nicht mehr zu rechtfertigen ist.
Viele Grüße,
Johannes
ZitatAlle Versuchsobjekte gingen in die Tonne.
Hallo Peter,
bei mir auch. Es waren zwar keine Einbettungsmittel, aber von ähnlicher Konsistenz. Im Vakuum gingen sie auf wie Puffmais und im anschließenden Normaldruck verblieben feine Bläschen darin. Ein Schuss in den Ofen! >:(
Welches Problem soll das Abpumpen der Luft eigentlich lösen ??? Bei normalem Prozedere mit Naphrax (wie schon oft hier beschrieben) gibt es absolut kein Problem mit Luftblasen. -- felix
ZitatWelches Problem soll das Abpumpen der Luft eigentlich lösen
Hallo Felix,
die Antwort liegt schon in der Frage: Abpumpen von Luft(-blasen). Bei jeder mechanischen Verarbeitung von Flüssigkeiten wird Luft zugemischt, welche danach in Form von Blasen in Erscheinung tritt. Eben diese Luftblasen sollten eigentlich mittels Unterdruck aus der Flüssigkeit an die Oberfläche und dort zum Platzen gezwungen werden. Es funktioniert meist aber nicht, weil Unterdruck nicht nur eingeschlossene Luftblasen an die Oberfläche treibt, sondern auch Bestandteile der Flüssigkeit sieden läßt und sich somit neue Blasen in der Flüssigkeit bilden.
Gruß - EFH
Hallo Eckhardt,
es geht hier um Naphrax. Hast Du bei der Verarbeitung von Naphrax schon einmal Probleme mit Lufteinschlüssen gehabt? Falls ja, dann kann ich Dir ein sicheres und einfache Mittel dagegen nennen -- und das hat mit Abpumpen nichts zu tun.
Gruß! -- felix