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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Julia in August 28, 2013, 20:33:06 NACHMITTAGS

Titel: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Julia in August 28, 2013, 20:33:06 NACHMITTAGS
Liebe Mitglieder,

ich bin Schülerin eines Gymnasiums in Niederbayern. Derzeit schreibe ich in meinem W-Seminar "Mikroskopische Untersuchung von Pflanzen" eine Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis. Hierbei untersuche ich den anatomischen Bau und deren Funktionen. Die Querschnitte von Sprossachse, Blatt und Wurzel gelingen mir teilweise ganz gut ( Ausrüstung der Schule: älteres Mikroskop, Safranin und Astrablau zum einfärben, Ethanol zum auswaschen, Objektträger, Deckgläschen, Klingen --> Objekte werden mit Hand geschnitten).
Ich konnte schon die unglaublich guten Bilder sehen, welche von dem Blatt und der Sprossachse gemacht wurden  :)
Jetzt stellt sich mir die Fragen welche Tipps Sie mir geben können, um sozusagen einen perfekten Schnitt und die Färbung hinzubekommen??? Selbst bin ich sozusagen Anfänger in dem Gebiet, wenn ich mein Wissen und meine Bilder mit den Ihren vergleiche. 

Vielen Dank für Ihre Hilfe!! :)

Mit freundlichen Grüßen,
Julia :)


P.S.: Außerdem suche ich noch passende Fachliteratur wo mir die Querschnitte mit Bau und Funktion erklärt sind:
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: hajowemo in August 28, 2013, 20:43:11 NACHMITTAGS
Liebe Julia,
herzlich willkommen in diesem Forum.
Als Buch kann ich das Mikroskopisch-botanisches Praktikum von Gerhard Wanner aus dem Thieme-Verlag empfehlen.
Liebe Grüße
Jochen
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Klaus Herrmann in August 28, 2013, 20:44:35 NACHMITTAGS
Hallo Julia,

will kommen im Club! hier wird dir sicher geholfen.

Einen Beitrag aus dem französischen Nachbar-Forum solltest du dir ansehen. Meisterlich, aber vielleicht auch hilfreich für dich.

http://www.lenaturaliste.net/forum/viewtopic.php?f=94&t=8394

Der Autor Bernard Boher ist leider vor 2 Jahren verstorben, aber über die Präparationsmethoden gibt es hier im Forum genug. Die Bonner MikroGruppe hat eine schöne Dokumentation von Jörg Weiß veröffentlicht. Und Detlef Kramer weiß fast  ;) alles zur Interpretation der Schnitte.

Genier dich nicht, zeig mal, was du schon hast, dann kann man Ratschläge erteilen.

Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Julia in August 28, 2013, 21:29:23 NACHMITTAGS
Lieber Klaus,

vielen Dank für die Info! Ich denke, dass mir das schon sehr helfen wird. :)
Wie kann ich meine Dateien hier denn hochladen?

Liebe Grüße, Julia
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Florian Stellmacher in August 28, 2013, 21:38:41 NACHMITTAGS
Hallo Julia,

ZitatWie kann ich meine Dateien hier denn hochladen?

So: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=653.0

Viele Grüße,
Florian
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Peter V. in August 28, 2013, 21:55:14 NACHMITTAGS
Hallo Julia,

für die Theorie ist Detlef Kramer sicher DER Experte, einer unserer "begnadesten" Praktiker im Forum ist Jörg Weiß ("Fahrenheit"), der immer sehr an der Förderung junger Talente interssiert ist und sich mit besonderer Liebe der Verbreitung der mikroskopischen Botanik in Schulen (http://www.mikroskopie-bonn.de/berichte_von_treffen_und_aktionen/mint_camp_nonnenwerth_efeu/index.html) widmet. Für Fragen, die die Praxis betreffen, bist Du bei ihm sicher an der besten Adresse.
Schau mal auf diese sehr informative Website, die Jörg für die Bonner Mikroskopiker (http://www.mikroskopie-bonn.de) zusammenstellt.

Hier noch links zu "Schnippel-Beiträgen" von Jörg:

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6524.msg44681#msg44681

http://www.mikroskopie.de/pdf/vonderprobezumpraeparat.pdf

Scheue Dich nicht, Jörg oder Detlef anzusprechen. Sie helfen gerne!

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Julia in August 28, 2013, 21:56:00 NACHMITTAGS
 @ Jochen: Vielen Dank für den Buchtipp! :)

@ Florian: Vielen Dank für den Link, ich hoffe es gelingt mir jetzt ;)
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Julia in August 28, 2013, 22:02:08 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

vielen Dank für den super Tipp!! Ich schreibe sie gleich an :)
Das mit der Schnittmethode bei dem Link probier ich morgen gleich aus! :)

Liebe Grüße, Julia
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Bernhard Lebeda in August 28, 2013, 22:18:35 NACHMITTAGS
Zitat von: Julia in August 28, 2013, 20:33:06 NACHMITTAGS




P.S.: Außerdem suche ich noch passende Fachliteratur wo mir die Querschnitte mit Bau und Funktion erklärt sind:

Hallo Julia

dazu zwei heiße Tipps:

http://www.amazon.de/Taschenatlas-zur-Pflanzenanatomie-mikroskopische-Bl%C3%BCtenpflanzen/dp/3440046842


http://www.amazon.de/Farbatlas-Pflanzenanatomie-Bryan-G-Bowes/dp/3826333799/ref=sr_1_sc_1?s=books&ie=UTF8&qid=1377720951&sr=1-1-spell&keywords=farbatlas+pflanzenanatmoie


Viele Mikrogrüße

Bernhard
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Fahrenheit in August 29, 2013, 14:01:36 NACHMITTAGS
Liebe Julia,

ah, den Thread hatte ich gestern Abend noch gar nicht gesehen. Ich hoffe, meine Antwort war Dir eine Hilfe.

Der Wanner ist eine echte Empfehlung. Eventuell findest du ihn auch in der Schulbibliothek. zumindest gehört er da hin ...;)

Wie gestern schon geschrieben: wenn du fragen hast: nur zu!

Herzliche Grüße
Jörg
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Julia in August 30, 2013, 15:30:29 NACHMITTAGS
Lieber Jörg,

Danke für den Tipp!! :) Den Wanner kenne ich schon, da ich ihn als Schulbuch für das Seminar habe.
Gestern habe ich schon die ersten Fotos vom Blattquerschnitt gemacht. Sie sind einigermaßen gut geworden. Anbei einige Links:) Gerade bin ich noch dabei die Sprossachse zu machen. Bei einigen Bildern sieht man aber diese grauen Striche, welche ich unbedingt noch entfernen muss. Außerdem muss ich sie noch zuschneiden ( Bilder wurden jetzt alle mit der Handykamera aufgenommen...)

Liebe Grüße,
Julia

http://s744.photobucket.com/user/Julia_W18/media/1157476_10201316943078977_1922354450_n_zps8ef60385.jpg.html

http://s744.photobucket.com/user/Julia_W18/media/1157626_10201311871072180_330216133_n_zpsd268622c.jpg.html

http://s744.photobucket.com/user/Julia_W18/media/1157690_10201316939318883_879114176_n_zpsf10c05f7.jpg.html

http://s744.photobucket.com/user/Julia_W18/media/1044591_10201316937758844_916471901_n_zps6a9edb22.jpg.html

--> Kannst du die Links denn öffnen??
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Klaus Herrmann in August 30, 2013, 15:38:52 NACHMITTAGS
Liebe Julia,

für Rasiermesser-Handschnitte sind die hervorragend gelungen und die Färbung ist auch sehr schön. In den dickeren Schnitten hast du sogar Öldrüsen erwischt.

Zu den parallelen Lichtstreifen der Lampenwendel  werden die Kollegen dir sicher auch noch was sagen.  ;) Plane Bilder sind mit den einfachen Achromaten leider nicht zu erzielen.

Die Einbindung der Photos ist von PB einfach: du kopierst denn untersten IMG-Link und fügst hier ein, dann ist das Bild gleich sichtbar!
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: ... in August 30, 2013, 18:49:41 NACHMITTAGS
.
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Fahrenheit in August 30, 2013, 18:50:54 NACHMITTAGS
Liebe Julia,

gerne, schön, dass Du den Wanner schon hast.

Ja, Deine Bilder kann ich sehen und ich stimme Klaus zu: für Freihandschnitte sind sie wirklich schön!
Im Assimilationsparenchym sind noch die grünen Chloroplasten erhalten, was mich vermuten lässt, dass Du vor der Färbung nicht fixiert hast. Dies ist - besonders auch im Bezug auf Deine Ergebnisse - aber nur relevant, wenn Du Dauerpräparate anfertigen möchtest.

Frisch gefärbte Präparate sind meist etwas wellig, auch wenn man das mit wenig Wasser unter dem Deckglas einigermaßen in den Griff bekommt. Die Dicke der Schnitte - ich würde so um die 100 - 120 µm schätzen - spielt auch eine Rolle und natürlich der Hinweis von Klaus, dass einfache Achromate keine randscharfen Bilder liefern.

Den drei Faktoren könnte man durch Fokus-Stacks entgegen wirken, dies geht aber nur mit einer festen Kameraadaption. Damit musst Du also leben. Ich hatte es Dir schon in meiner Mail vorgeschlagen: Du könntest zeichnen, was Dir auch die Möglichkeit zu einer idealisierten Darstellung gibt, in der Du störendes weg lässt und die wichtigen Dinge dadurch hervorhebst. Im Wanner gibt es auch dazu ein schönes Kapitel.
Dann könntest Du Deine Fotos (quasi als Beleg ...) den Zeichnungen gegenüber stellen ...

Das schaut schon gut aus! Weiter viel Erfolg und Geduld!

Herzliche Grüße
Jörg
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Julia in September 04, 2013, 15:47:27 NACHMITTAGS
Hallo :)

leider dürfen wir nur Bilder machen und wirklich nur die nötigsten Sachen zeichnen :/
Gerade bin ich dabei den Gliederungspunkt über das Blatt zu schreiben. Das Rosmarinblatt ist doch ein bifaziales Laubblatt, oder? Da ja schon mit bloßem Auge eine Blattober- und Blattunterseite erkennbar ist. Ich hab kein Schnitt hinbekommen um die Spaltöffnungen gut darstellen zu können. Vorallem weiß ich noch nicht mal welche es überhaupt sind. Könnt ihr mir da bitte weiterhelfen?

Danke :)
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: Detlef Kramer in September 04, 2013, 16:47:24 NACHMITTAGS
Liebe Julia,

bifacial ist richtig. Ich kann Dir natürlich helfen, ist aber natürlich nicht im Sinne Deines Vorhabens.

@ Alle: ich hatte Julia per email darauf aufmerksam gemacht, dass es bei den Spaltöffnungen des Rosmarin eine unerwartete Besonderheit gibt. Na, mal sehen.

Herzliche Grüße
Detlef
Titel: Re: Seminararbeit über den Rosmarinus officinalis
Beitrag von: knipser009 in September 04, 2013, 17:06:58 NACHMITTAGS
hallo Julia

leider dürfen wir nur Bilder machen
Ich hab kein Schnitt hinbekommen um die Spaltöffnungen gut darstellen zu können. Vorallem weiß ich noch nicht mal welche es überhaupt sind. Könnt ihr mir da bitte weiterhelfen?


Gib einmal UHU-Alleskleber auf die Blattunterseite, 1 Tag eintrocknen lassen und dann die Kleberschicht vorsichtig mit der Pinzette abziehen. Der Kleber hat sich auf die Blattstruktur aufgelegt und dieses "Klebebild" kann jetzt fotografiert werden.

lG

Wolfgang