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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Mikroman in September 15, 2013, 16:41:08 NACHMITTAGS

Titel: NPL Fluotar 40/0.70 ICT - Reparatur möglich?
Beitrag von: Mikroman in September 15, 2013, 16:41:08 NACHMITTAGS
Hallo,

beim Einrichten des Objektives (s.o.) fiel mir auf, dass das Bild relativ flau war und ein Testdiatomeenpräparat nur schlecht auflöste. Im Hellfeld machte ich dann einen Vergleich mit einem EF 40/0.65. Hinsichtlich Auflösung war dieses um Längen besser. Eine Inspektion mit dem Stereomikroskop zeigte allerdings keine Auffälligkeit, kein Pilz, keine Delamination, keine Ölspuren. Ich tippe, das Objektiv hat wohl mal einen "Schlag" abbekommen.

Hat irgendjemand hier eine Idee, ob man so etwas reparieren kann? Die Chancen, dass ich ein zweites Exemplar mal in der Bucht erwische, stehen ja gleich Null.

Dank im voraus und mit den besten Sonntagsgrüßen

Peter
Titel: Re: NPL Fluotar 40/0.70 ICT - Reparatur möglich?
Beitrag von: Dr. Jekyll in September 15, 2013, 18:15:48 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

Nach etlichen Experimenten ist es mir gelungen delaminierte KPL-Okulare so zu reparieren, dass sie wieder ein vernünftiges Bild hervor bringen. Ich dachte mir also, versuche es auch einmal mit einem Objektiv.
Ein mir großzügigrerweise überlassenes Zeiss-Neofluar 40x mit Hungerblase mußte dafür her halten.
Das Ergebnis war ernüchternd. Zwar lassen sich die Linsen ganz gut trennen, sie sind mit Ethanol trennbar, aber ich habe keinen geeigneten Kleber um sie wieder zusammen zu kleben. Canadabalsam tut es jedenfalls nicht.
Falls Du noch jemand findest der da weiter helfen kann bin ich dankbar für Informationen.
Gruß
Harald
Titel: Re: NPL Fluotar 40/0.70 ICT - Reparatur möglich?
Beitrag von: Mikroman in September 15, 2013, 18:38:53 NACHMITTAGS
Hallo Harald,

ich werde morgen versuchsweise mal den Leica Kundendienst anrufen - vielleicht weiß der was.

Gruß
Peter
Titel: Re: NPL Fluotar 40/0.70 ICT - Reparatur möglich?
Beitrag von: Mikroman in September 16, 2013, 10:30:57 VORMITTAG
Nach kurzem Gespräch mit Markus Müller vom Leica Mikroskopservice kam ich durch Zufall auf die Lösung. Ich "löste" den Frontring, um den Federmechanismus kurz zu überprüfen. Der funktionierte, aber beim Zusammenschrauben stellte ich fest, dass die letzten beiden Umdrehungen des Frontrings die Frontlinse ca. 1/2 mm in Richtung Revolver verschob. Ziehe ich den Frontring nicht so stramm an, erhalte ich knackscharfe Bilder. Nach Aussage von Hrn. Müller hat der Frontring keine Justagefunktion, so dass ich mit meiner Lösung gut leben kann.

Schönen Gruß zum Wochenanfang

Peter