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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: hajowemo in Oktober 10, 2013, 16:39:59 NACHMITTAGS

Titel: Frage: Herstellung von Dauerpräparaten von Haaren?
Beitrag von: hajowemo in Oktober 10, 2013, 16:39:59 NACHMITTAGS
Hallo Forum,
ich möchte eine kleine Sammlung von Dauerpräparaten von verschiedenen Haaren erstellen.
Was ist eurer Meinung die beste Methode für die Herstellung solcher Dauerpräparate.
Trockenpräparat oder Einschluss in z.B. Euparal?
Welche Vorbehandlung sollten die Haare erfahren?
Danke für jeden Hinweis.
Liebe Grüße
Jochen
Titel: Re: Frage: Herstellung von Dauerpräparaten von Haaren?
Beitrag von: micromax in Oktober 10, 2013, 17:09:58 NACHMITTAGS
Hallo Jochen,

ich habe Haare bisher immer in meltmounnt (n=1,662) eingebettet, also die paar mal wo ich das gemacht habe. Die Haare wurden trocken unter einem Deckgläschen eingeschmolzen, ohne Vorbehandlung.

Hier vielleicht ein link der Dir weiterhilft:

http://www.fbi.gov/about-us/lab/forensic-science-communications/fsc/jan2004/index.htm/research/2004_01_research01b.htm

Das FBI verwendet wohl ein Einbettmittel mit n=1,52

Wenn Du dort in der Suchfunktion "hair microscopy" eingibst, dann wirst Du noch mehr finden.

Grüße
Thomas
Titel: Re: Frage: Herstellung von Dauerpräparaten von Haaren?
Beitrag von: Rawfoto in Oktober 10, 2013, 17:34:36 NACHMITTAGS
Hallo Jochen

Alle UV und Zweikomponentenkleber welche für Dünnschliffe herangezogen werden können sehr gut für Haare verwendet werden.

Besuch doch einmal Georg Abele: http://www.duennschliff.com, der vertreibt auch Kleber ...
eine ander Alternative ist z. B. Kranz in Bonn: www.krantz-online.de

usw.

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Re: Frage: Herstellung von Dauerpräparaten von Haaren?
Beitrag von: Gerd Schmahl in Oktober 10, 2013, 17:44:27 NACHMITTAGS
Hallo Jochen,
ein Sammlung von Haaren habe ich in Papiertüten (keine Kunststofftüten wegen der Gefahr der statischen Aufladung). Damit kann man dann nach Bedarf verfahren.
Was den Brechungsindex angeht, kommt es sehr darauf an, was man sehen will:
Will ich vor allem die Oberflächenstruktur sehen, brauche ich einen Brechungsindex, der sich stark von dem des Haares unterscheidet, also entweder Luft oder sowas wie für die Diatomeen mit besonders hohem Brechungsindex: Ich habe bisher in Pleurax und (beim Thomas) in meltmount eingeschlossen.
Willst Du dagegen mehr in das Haar hinein sehen, empfiehlt es sich ein Mittel zu nehmen, dessen Brechungsindex in der Nähe der Haare liegt (1,4...1,5). Als "Frischpräparat" geht Olivenöl aus der Küche gut.

Für eine Haarsammlung gebe ich noch zu bedenken, dass es nur in Ausnahmefällen möglich ist, ein ganzes Haar in ein Dauerpräparat ein zu schließen, es aber oft wichtig ist, das Haar über seine ganze Länge zu verfolgen. Sieh Dir mal ein Deckhaar von einer Katze an, dann weißt Du was ich meine. Es sieht an der Wurzel, in der Mitte und am Ende oft unterschiedlich aus. Oft sind Haare an den Spitzen anders gefärbt als in der Mitte.

Beste Grüße
Gerd