Hallo
ich habe eine Frage zu einem Leitz Objektiv mit der Aufschrift: 170/- Pv 10/0.25 f.P.-OK. und mit dabei eine aufsetzbare Frontkappe mit der Bezeichnung: J.A. Pv10:1.
- Welche Eigenschaften werden mit f.P-OK. bezeichnet?
- Welche Eigenschaften besitzt die Frontkappe?
Für eine weiterführende Hilfestellung danke ich euch bestens!
Gruss Arnold Büschlen
Hallo Arnold,
herzlichen Glückwunsch: Die Frontkappe ist für Immersion mit gewöhnlichem Imm.-Öl (Das "J" in der Abkürzung ist eigentlich ein "I", wie Immersion). Das Zubehör erlaubt es Dir, ohne Unterbrechung mit schwachen und starken Objektiven Immersionsöl zu benutzen. Diese Kappen sind zwar früher nicht besonders selten oder teuer gewesen, aber sie wurden offensichtlich selten mit den Objektiven "weitergereicht", weshalb sie heute selten zu finden sind.
Viel Spaß damit!
Beste Grüße
Thomas
PS: Fehlinformation beseitigt (s.u.).
Lieber Arnold,
lieber Thomas,
ich habe bisher gedacht "f.P.-Ok" hieße für Periplan-(Okulare) geeignet.
Ich habe das allerdings auch nur aus zweiter Hand und kann die Quelle nicht nennen. Vielleicht kennt Thomas einen entsprechenden Vermerk in der Literatur?
Herzliche Grüße,
Florian
Hallo Thomas
besten Dank.
Das Objektiv ist Teil einer Ausrüstung an einem schwarzen Laborlux. Mit dabei ist ein Berek-Kondensor der mit einer Verlängerung zum ansetzen des Polfilterschieber versehen ist. Dieser Polfilterschieber passt ebenfalls an den Heine-Kondensor.
Gruss Arnold
Zitat von: Florian Stellmacher in Oktober 19, 2013, 10:44:37 VORMITTAG
ich habe bisher gedacht "f.P.-Ok" hieße für Periplan-(Okulare) geeignet.
Das ist richtig. Zu der Zeit gab es auch noch Objektive mit niedriger Vergroesserung, fuer die Huygens-Okulare empfohlen wurden "H"; so wie fuer das Pv 20/0.45. Ein 10er Objektiv fuer die Verwendung mit Periplan-Okularen wurde also extra vermerkt "P". "H" und "P" finden sich auch auf Projektiven dieser Zeit.
Quantitative Pol-Mikroskopie war ausserdem laut Leitz mit dem Heine-Kondensor nicht moeglich; nur qualitative Pol.
http://www.science-info.net/docs/leitz/LeitzHeine.pdf
Beste Gruesse,
Jon
Ah; es gibt zwei Bauformen der Immersionskappe: eine fuer das 10er alter Bauform und eine leicht abgewandelte fuer das 10er neuer Bauform.
Moeglicherweise ist der Abgleich bei einer falschen Kombination von alt und neu nicht richtig. Zu kurz waere problemlos; zu lang fuehrt zu Problemen beim Objektivwechsel.
Jon
Lieber Jon,
die deutsche Version eben dieses Prospektes zum Heine-Phasenkontrast habe ich vor mir liegen (I von 1957). Aber ich finde nicht den Verweis auf "f. P." ???
Herzliche Grüße,
Florian
kurz noch meine Anmerkungen:
•f.P-OK. = für Periplan Okulare
war wohl extra erwähnenswert da die 10:1 Achromate dieser Zeit für die Verwendung mit Huygens Okularen empfohlen waren,
•das PV 20:1 ist mit beiden H wie P Okularen verwendbar (Liste 1957 )
•der Sammellinsenansatz des Bereks ist bei den zum Laborlux ausgelieferten immer so lang und vom ø gleich dem des Heine Kondensors:http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=16216.msg124860#msg124860
Hast du auch den Einschraubpolarisator für den Stativkopf zu dem Set? oder handelt es sich schon um ein mattverchromtes Laborlux mit Filterslot für den Polarisator?
Hallo Stefan
du schreibst:
•der Sammellinsenansatz des Bereks ist bei den zum Laborlux ausgelieferten immer so lang und vom ø gleich dem des Heine Kondensors:http://www.mikroskopie-fo...16216.msg124860#msg124860
Hast du auch den Einschraubpolarisator für den Stativkopf zu dem Set? oder handelt es sich schon um ein mattverchromtes Laborlux mit Filterslot für den Polarisator?
Es handelt sich um ein schwarzes Laborlux. Der Analysator ist als Einschub oberhalb des Objektivrevolvers angebracht.
Gruss Arnold