Hallo
ich habe Routine im einsetzen von Messbalken und kenne auch den Thread: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=3806.0
Trotzdem habe ich ein Problem: Wenn ich Moosblätter total darstelle, benutze ich das Zeiss Neofluar 6,3x und fotografiere das Blatt in 3 - 6 Teilbereiche und setze diese im Photoshop mit Photomerge zusammen.
Wie muss ich nun vorgehen, dass der Messbalken Massstabgetreu eingesetzt werden kann?
Besten Dank für weiterführende Ratschläge!
Gruss Arnold Büschlen
Guten Abend Arnold,
ich kenne Deine Routine nicht, aber Du verfährst bei einem Deiner Bilder genauso wie immer, bevor Du die Bilder zusammensetzt. Du kannst nun entweder den Balken fest in das Bild einfügen und danach zusammenfügen. Der Nachteil ist dass der Maßstabsbalken ziemlich klein sein wird.
Oder:
Du rechnest Dir an einem deiner Bilder das Verhältnis zwischen:
Maßstabslänge in µm / Maßstabslänge in Pixeln
aus und berechnest Dir dann einen Maßstab in beliebiger Länge. Den kannst Du Dir dann mit einem Photobearbeitungsprogramm herstellen und einfügen.
Ich habe eine ganze Menge zum Herstellen von Maßstabsbalken hier dargestellt, u.a. das skriptbasierte Herstellen und Einfügen von Maßstäben in Mikrofotos:
http://archaeometallurgie.de/mikrophotographien-und-massstab/
Vielleicht interessiert das ja den einen oder anderen.
Viele Grüße,
Bastian
Hallo Arnold,
ich hatte auch mal dieses Denkproblem, weil z. B. Combine ZP das Bild pixelmäßig größer macht, indem es verschobene Bereiche (durch aligne etwa) nicht abschneidet sondern dranhängt. Das ändert aber nix am Maßstab. Bei mir ist es so, daß ich ein Ausgangsfoto von 2560 Pixeln Kantenlänge habe. Und davon weiß ich durch Messung mit Objektmikrometer, daß das bei Objektiv X und Kameraeinstellung Y, Z µm entspricht. Und daran wird auch das Photomerge nichts ändern, wenn du keine Skalierung vornimmst. Selbst wenn nach dem Mergen dein Bild nun z.B. 5438 Pixel breit ist, gilt immer noch der Maßstab für das, was du für ein Einzelbild von 2560 Pixel aufgeschrieben hast.
Herzlich
Martin
Hallo Arnold,
ich kann Martin nur zustimmen, da ich anfangs ähnliche Überlegungen hatte.
Du musst eben Maßstabsbalkenlänge, Linienstärke und Schriftgröße auf Dein neues Format anpassen, aber das hat Bastian schon angemerkt.
Ich verwende hierfür Zeiss Axiovision light das sehr hierfür sehr komfortabel ausgelegt ist.
Viele Grüße
Rolf-Dieter
Und um den Gedankengang noch mal zu vereinfachen:
Wenn ich ein Objekt beobachte, daß zu groß für eine Einzelaufnahme ist, fotografiere ich es in Abschnitten und füge die hinterher z.B. mit Microsoft ICE (sehr geniales Gratisprogramm) zusammen. Der Maßstab für das Ganze ist natürlich der, einer Einzelaufnahme.
Grüße
Martin
Einen herzlichen Dank an euch Alle!
Ich habe nun ein Test gemacht und möchte euch das Ergebnis zeigen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/135967_10955092.jpg) (http://s938.photobucket.com/user/erwinbue/media/MessbalkentestI_zps57226062.jpg.html)
Mein Vorgehen:
- 6 Teilbilder: gleiches Objektiv, gleiche Kameraeinstellung, gleiche Bildgrösse 2560 x 1920 Pixel
- 1 Aufnahme des Objektmikrometers mit gleichem Objektiv, gleicher Kameraeinstellung und gleicher Bildgrösse wie oben
- aus der Aufnahme des Objektmikrometers kopiere ich 500 μm und füge diesen Balken vor dem mergen in ein Einzelbild: Balken links
- Die 6 Teilbilder werden im CS4 mit Photomerge zusammengefügt. In das zusammengefügte Bild wird noch einmal der kopierte Balken eingefügt.
Balken rechts.
Das Bild wird auf eine Ebene und die Grösse auf 1500 Pixel in der Höhe reduziert.
Wann muss ich nun den Balken einfügen damit dieser der Realität entspricht?
Wo mache ich den Fehler?
Besten Dank.
Gruss Arnold Büschlen
Hallo Arnold,
ein Balken, der alle Bildverarbeitungsoperationen mitmacht, sollte die richtige Grösse haben. Also in diesem Fall der Linke. Aber: die Operationen mussen linear sein. Ich fürchte, das dein Photoshop die Bilder in der Perspektive ändert und verzerrt (das untere mit dem Balken ist trapetzförmig!). Da das nicht identisch mit allen passiert, verzerrt es den Balken mit und die Länge stimmt nicht mehr.
Eine Lösung wäre, zwei signifikante Punkte unter dem Mikroskop zu messen, dann die Bilder machen (ohne Balken) und verarbeiten, anschliessend die Pixeldistanz messen und umrechnen. Damit kann der Balken erstellt werden.
Gruss,
Stefan
Arnold,
ZitatDie 6 Teilbilder werden im CS4 mit Photomerge zusammengefügt. In das zusammengefügte Bild wird noch einmal der kopierte Balken eingefügt.
Sofern man das überhaupt sagen kann liegt hier der Hase im Pfeffer, denn das Stitchprogramm zerrt doch ganz ordentlich an den Einzelbildern.
Du musst den bekannten Maßstab vorher einfügen und ihn dann samt Bild vom Computer zusammenrechnen lassen.
Du kannst das überprüfen, indem Du Dir in einem zweiten Durchgang, jeweils 2 rote Punkte auf jedem Einzelbild einfügst, und es dann zusammen rechnen lässt. Ich nehme an dass Du dann feststellen wirst, dass die Einzelbilder u.U. verschieden groß skaliert werden (in mehr oder weniger geringen Ausmaßen). Gegebenenfalls wird sich auch X und Y Richtung unterscheiden.
Wenn Du das genauer brauchst musst Du mit einem Structure from Motion Programm, noch besser mit einen Photogrammetrieprogramm machen. Dazu solltest Du aber die Parameter Deiner Kamera genau kennen..
Die Frage ist ob es das braucht! Ich halte die Größenangabe so wie du diese im Bild gemacht hast für völlig ausreichend, wenn es um Übersichtsbilder geht.
Viele Grüße,
Bastian
Hallo Arnold,
welche Einstellung hast du denn in Photomerge gewählt? "Nur repositionieren" wäre wohl die richtige, die keine Verzerrungen erzeugt.
Grüße
Martin
Guten Tag
besten Dank für eure Unterstützung!
Es geht dahin, wie Bastian schreibt:
Die Frage ist ob es das braucht! Ich halte die Größenangabe so wie du diese im Bild gemacht hast für völlig ausreichend, wenn es um Übersichtsbilder geht.
Entscheiden muss das eine mir übergeordnete Fachgruppe.
Da mich das Ganze persönlich interessiert, werde ich mit Hilfe von euren Hinweisen weiter nach einem einfach anzuwenden Arbeitsschritt suchen.
Gruss Arnold
Gudde Mëtteg Martin,
Zitatweil z. B. Combine ZP das Bild pixelmäßig größer macht, indem es verschobene Bereiche (durch aligne etwa) nicht abschneidet sondern dranhängt
Wenn Du nach dem Rendern des Bildes die Taste "A" drückst, werden die drangehängten Bereiche gewissermassen eingerahmt. Dann das Bild speichern mit "save rectangle as" und die ursprügliche Bildgrösse ist wieder da. Das gilt für CZM und CZP.
Ee schéinen Dag nach,
Guy
Danke Guy,
wußte ich noch nicht!
Bescht Greiss, Martin