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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: RainerTeubner in Oktober 30, 2013, 10:29:26 VORMITTAG

Titel: Artikel im SPON über Zecken
Beitrag von: RainerTeubner in Oktober 30, 2013, 10:29:26 VORMITTAG
Hallo,

die Saison ist zwar so gut wie vorbei, der Mechanismus des Zeckenbisses ist hier

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/zecken-schwimmen-in-die-haut-hinein-a-930641.html

und in dem zitierten Artikel der Proceedings gut erklärt und mit faszinierenden Bildern im ergänzenden Datenteil illustriert. Der Artikel ist frei zugänglich und steht als pdf-Datei zur Verfügung.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Rainer
Titel: Re: Artikel im SPON über Zecken
Beitrag von: schuppi in Oktober 30, 2013, 11:22:07 VORMITTAG
Hallo,

danke für den Link, insbesondere war mir neu, dass vom (ich nenne ihn jetzt) Zeckenrüssel, der gern beim rausholen iner Zecke steckenbleibt, keine erhöhte Gefahr ausgeht.

Gruß
Rainer
Titel: Re: Artikel im SPON über Zecken
Beitrag von: Alfons Renz in Oktober 30, 2013, 12:01:28 NACHMITTAGS
Hallo,

Wie immer, so liegt auch hier die Betonung auf der Nuance: Im Hyostom, den Cheliceren und dem aus Zeckenspeichel gebilden Pfropf in der Haut befindet sich nur sehr wenig Haemolymphe oder Speichel und somit kaum Borrelien. Schon anders ist die Situation, wenn auch die Basis des Capitulums stecken bleibt, da diese von Haemolymphe gefüllt ist. Zudem kann dann Letztere beim Zerreißen der Zecke austreten und in die Stichwunde eingerieben wertden.

Es ist auch davon auszugehen, dass ein verbleibender Zeckenrest in der Stichwunde wie ein Stopfen wirkt, und dieser die Wirkung eines aufgebrachten Desinfektionsmittel mindert.

Stichwunden können als Eintrittspforte anderer Erreger dienen und auch hier vermute ich, dass ein verbleibender Zeckenrest eine Infektion begünstigt.

Allerdings kenne ich keine experimentellen Untersuchungen, die o.g. Hypothesen bestätigen oder widerlegen würden.

Zeckenfreie Grüße,

Alfons
Titel: Re: Artikel im SPON über Zecken
Beitrag von: frfmfrfm in Oktober 30, 2013, 14:08:14 NACHMITTAGS
Thank you very much for the article
Rainer Teubner.
Best regards, Francisco.