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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Kurt Wirz in November 06, 2013, 22:23:24 NACHMITTAGS

Titel: Resolution-Target
Beitrag von: Kurt Wirz in November 06, 2013, 22:23:24 NACHMITTAGS
Hallo

Ich bitte ums Mitdenken, Richtigstellen und um bessere, ausgereiftere Ideen.
Ich danke schon mal für die Beteiligung.

Das Zebramuster zur Messung der Auflösung von Kameras und Objektive hat eine begrenzte Aussage.
Betrachtet man stark vergrössert die Linienpaare der RAW Aufnahme (Rohbild einer Digitalkamera)
so erkennt man die Flächen die keine Strichzeichnung mehr erkennen lassen,
danach wird beurteilt, oder misst man die Auflösung.
Wandelt man nun diese RAW Datei in ein TIF Format um, erkennt man "plötzlich" in weiteren,
einst (in RAW) durchgehend grauen Flächen eine Strichzeichnung, somit wird eine höhere Auflösung sichtbar.
Wunder über Wunder.
Je nach verwendetem RAW Konverter unterscheiden sich die Resultate.
Mit dem passenden RAW Konverter lässt sich die Auflösung um etwa 15% steigern.
Also, aus Grau mach Striche.
Man kann vermuten, dass der RAW Konverter den Mikrokontrast, vor allem beim Zebramuster extrem anhebt,
damit der Kamera ein höheres Auflösungsvermögen zugeordnet werden kann.
Die Kamera ist somit für Zebras in der Ferne bestens geeignet.

Da wir aber unter dem Mikroskop selten Zebras fotografieren,
wäre eine Vorlage, die eher der Realität entspricht, also Farbverläufe im mittleren Helligkeitsbereich besitzt, dienlicher.

In einer Fotozeitschrift verwendet man neben der Messung von Zebramuster auch die Dead-Leaves-Messung,
das heisst die Firma, die die Fotoapparate für die Zeitschrift ausmisst, verwendet diese Vorlage.
Diese Vorlage sind Flecken mit einem kontinuierlichen Farbverlauf, die Werte werden ebenfalls in Linienpaare pro Millimeter angegeben.
Es besteht zwischen den Werten der Zebramusterauflösung (LP/mm) und den Dead-Leaves (DL) Werten in LP/mm keine feste mathematische Beziehung.
Erst wenn man die Kurtosiswerte begutachtet, fällt auf, dass bei kleinerer Kurtosis sich die DL Werte (LP/mm) den Werten der Zebramusterung (LP/mm) nähern.

Ich benötige keine standardisierten Messwerte um mich mit fremden Messwerten zu vergleichen,
sondern lediglich am selben Ort bei gleicher Messanordnung ein Objektiv oder Kamera mit dem/der anderen vergleichen möchte.
Ebenfalls ist es für mich auch nicht nötig, einen Zahlenwert zu ermitteln. Ich fertige Bilder an und vergleiche diese mit dem Auge.
In der "normalen" Fotografie verwende ich Vorlagen, die es überall gibt, preiswerte Grau und Farbkeile und auch alltägliche Gegenstände.

Dead-Leaves-Messungs Vorlagen gibt es "vermutlich" nicht in Mikroskopischer Grösse.

Für Vergleiche unterm Mikroskop verwende ich Sandpapier, Schleifpapier in unterschiedlicher Körnung wurde hier ja schon mal vorgestellt,
Banknoten oder Mohnsamen, die ich inzwischen gut kenne, diese sind allerdings nicht sehr farbenfroh.

Nun, der langen Rede kurzer Sinn:
Wer kennt ein farbenfrohes Objekt mit blau, grün und rötlichen Farbverläufen und das zusätzlich fein strukturiert ist?
Wer hat solche sauber unter einem Deckglas eingebettet, kann sie nicht gebrauchen, da irgend etwas Gewünschtes nicht passt, also Ausschuss
und könnte diese überzähligen Präparate kostengünstig abgeben?
Ich weiss nicht, ob fein geschnittenes Gestein (z.B. Gneis) oder gefärbte Pflanzenschnitte für mein Vorhaben besser geeignet sind.
Farbveränderungen bei Licht aus unterschiedlichen Winkeln wäre nicht geeignet.
Benötigen würde ich diese für Auflicht bei einer Vergrösserung von 10x bis etwa 50x.

Vielen Dank
Kurt
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Gunther Chmela in November 07, 2013, 09:29:14 VORMITTAG
Zitat von: Kurt Wirz in November 06, 2013, 22:23:24 NACHMITTAGS
Wandelt man nun diese RAW Datei in ein TIF Format um, erkennt man "plötzlich" in weiteren,
einst (in RAW) durchgehend grauen Flächen eine Strichzeichnung, somit wird eine höhere Auflösung sichtbar.
Wunder über Wunder.
Je nach verwendetem RAW Konverter unterscheiden sich die Resultate.
Mit dem passenden RAW Konverter lässt sich die Auflösung um etwa 15% steigern.
Also, aus Grau mach Striche.

Hallo Kurt,

die RAW-Datei kann man nicht anschauen, denn sie ist kein Bild! Wenn man im RAW-Konverter ein Bild "anschauen" will, dann wandelt der Konverter die Datei in ein JPG-Bild als Vorschau um, das je nach Konverter unterschiedlich stark komprimiert und verkleinert ist. So ist eigentlich klar, daß erst das TIF-Bild alle Einzelheiten zeigt (am besten 16-bit-TIF verwenden).

Schöne Grüße
Gunther
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Kurt Wirz in November 07, 2013, 13:09:43 NACHMITTAGS
Hallo Gunther

Wenn ich das RAW in ein JPG umwandle erhalte ich,
genau wie bei TIF eine höhere Auflösung.
Die Auflösung wird an Hand von schwarzen Strichen
auf weissem Hintergrund beurteilt.
Die Farbtiefe und somit auch Grauwertstufen
macht da keinen sichtbaren Unterschied.
Selbst bei True Color werden bei den meissten Monitoren
nur 256 Helligkeitswerte pro Farbkanal angezeigt.
Eine höhere Farbtiefe bringt keine höhere
Auflösung (LP/mm) des Zebramusters!

Ich fotografiere in RAW und wandle in 16 Bit TIF um,
damit ich mehr Freiraum bei der Bearbeitung habe,
somit weniger Tonwertabrisse.

Kurt
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: JüSchTü in November 07, 2013, 13:39:33 NACHMITTAGS
Hallo Gunter,

Zitat von: Gunterdie RAW-Datei kann man nicht anschauen, denn sie ist kein Bild!

ich würde schon sagen, dass sie ein Bild ist, da sie alle ursprünglichen Informationen des Bildes enthält. Sonst könnte man ja auch sagen, dass ein (chemisches) Negatv kein Bild ist, weil man beim Anschauen Augenkrebs bekommt. Noch ein Beispiel: Eine Antenne ist nicht deshalb eine Antenne, weil sie so heisst, sondern weil sie eine ist. Also ist auch ein Balkongeländer eine Antenne, oder eine Dachrinne etc. ;) Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.

Liebe Grüße, Jürgen
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Gunther Chmela in November 07, 2013, 16:11:16 NACHMITTAGS
Zitat von: JüSchTü in November 07, 2013, 13:39:33 NACHMITTAGS
Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.

Hallo Jürgen,

natürlich verstehe ich, was Du meinst! Und natürlich enthält die RAW-Datei alle Informationen, die nötig sind, um ein Bild zu erzeugen. Aber es ist doch so: Wenn ich ein Bild auf dem Bildschirm sehe, dann kann ich durchaus sagen, daß es sich hier um ein TIF-Bild handelt, oder aber um ein JPG usw. Ich kann aber auf keinen Fall sagen: Dies ist ein RAW-Bild. Das geht nicht. Als Bild darstellbar sind nur die dafür bestimmten Formate. So hab ich das gemeint!

Schöne Grüße
Gunther (mit th  ;))
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: JüSchTü in November 07, 2013, 16:48:19 NACHMITTAGS
Hallo Gunther,

Zitat von: GuntherAls Bild darstellbar sind nur die dafür bestimmten Formate. So hab ich das gemeint!

OK, das liegt aber doch nur daran, dass die RAW-Konverter keinen Viewer eingebaut haben, oder?

Zitat von: GuntherGunther (mit th  ;))

Entschuldigung, da hab ich nicht aufgepaßt.

Liebe Grüße, Jürgen
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Kurt Wirz in November 07, 2013, 21:07:48 NACHMITTAGS
Hallo

Sowohl RAW, TIF, JPG, DNG usw. Dateien enthalten Daten die das Bild beschreiben
und weitere Daten der Kamera und solche die man in die Kamera eingeben kann (z.B. den eigenen Namen).
Produziert eine Kamera maximal 14Bit Bilder, dann ist das RAW Dateiformat dieser Kamera so eingerichtet,
dass es nie und nimmer 16Bit Farbtiefe beschreiben kann. Dadurch wird Platz gespart, die Datei ist kleiner.

Ebenfalls sieht das RAW Format einer Kamera die kein GPS hat, keinen Speicherbereich
für die Speicherung der GPS Daten vor, das wäre Platzverschwendung.
Eine RAW Datei besitzt ein Format, das nur das Speichern von Informationen zu lässt,
die die entsprechende Kamera auch liefern kann.
Da die Kameras sehr unterschiedliche Fähigkeiten besitzen ist die RAW Datei eine rohe Datei,
die sich ganz speziell auf eine bestimmte Kamera bezieht.
Es ist deshalb auch kein zusätzliches Hindernis, dass jeder Hersteller das RAW Format anders gestaltet.
Es kann sein, das zwei unterschiedliche Kameramodelle des selben Herstellers das gleiche RAW Format besitzen,
das ist aber eher die Ausnahme.
Das RAW Format ist das am wenigsten veränderte Bildformat das eine Kamera abspeichern kann.

"OK, das liegt aber doch nur daran, dass die RAW-Konverter keinen Viewer eingebaut haben, oder?"

Weder RAW, TIF noch JPG besitzen in der Datei einen Viewer!

Das RAW Format ist üblicherweise nicht standardisiert.
Eine Ausnahme ist das DNG Format es besitzt einen Standard und einige Kamerahersteller speichern ihre rohen
(weitgehend unbearbeiteten) Daten in diesem Format ab.
Die Mehrzahl der Hersteller unterstützen bis jetzt diese Standardisierung noch nicht.

Ein RAW Konverter wandelt die Kameraspezifische RAW Datei in eine standardisierte Datei um (z.B. TIF, JPG, BMP).

Computer Betriebssysteme (z.B. Windows) besitzen im Lieferumfang Programme die standardisierte Bilddateien lesen
und darstellen können.
Ebenfalls können auch weitere Programme installiert werden die dies können.

Man kann somit sagen, das Bild aus einer RAW Datei ist nur lesbar, wenn das dazu verwendete Programm, das Format der RAW Datei kennt.
Da jede neue Kamera wieder ein neues RAW Format mit sich bringt,
muss ein Programm das diese Bilder anzeigen kann immer auf den neuesten Stand gebracht werden.

Bei TIF und JPG Dateien, sie entsprechen einem Standard, kann man mit einem alten Programm,
das TIF und/oder JPG lesen kann, auch TIF und JPG Dateien Darstellen die aus der neuesten Kamera stammen.

In einer unkomprimierten Bilddatei wird jedes Pixel einzeln beschrieben.

In einer verlustlos komprimierten Datei werden Pixel mit gleichen Eigenschaften, gemeinsam beschrieben.
Z.B. bei hundert absolut gleichen Pixeln (z.B. schwarz) wird nicht hundert Mal ein schwarzes Pixel beschrieben,
sondern es heisst, "die nächsten hundert Pixel sind schwarz", dies benötigt weniger Speicherplatz und bringt keine Verluste.

Bei einer verlustbehafteten Beschreibung eines Bildes (z.B. JPG), werden in einem einstellbaren Mass
ähnliche Pixel zusammengefasst und gemeinsam beschrieben, dies spart noch mehr Platz,
es gehen aber die individuellen feinen Unterschiede der Pixel verloren.

Bis vor kurzem waren RAW Dateien unkomprimierte Dateien, neuerdings gibt es diese auch verlustfrei komprimiert,
dies fordert etwas mehr Rechenleistung, sie haben eine ähnliche Grösse wie das DNG Format.

In der analogen Fotografie auf Filmmaterial, entstand das belichtete Bild in der Kamera "latentes Bild",
es war unentwickelt und somit noch lichtempfindlich.
Mittels Chemikalen entstand beim Entwickeln ein negativ Bild.
Bei entsprechendem Filmmaterial und Zwischenbelichtung entstand beim Umkehrfilm ein Bildpositiv (z.B. DIA).
Dieses durch Chemikalen entstandene Bild ist nicht haltbar, es musste noch mit Fixierer haltbar gemacht werden
und der negativ Film musste auf lichtempfindliches Papier belichtet und entwickelt werden, so entstand
über mehrere Schritte ein Bild Positiv.

Bei der Entstehung eines digitalen Bildes funktioniert alles anders!
Da gibt es kein unentwickeltes latentes Bild!
Da gibt es auch kein Negativ und es muss nicht fixiert werden!
Da gibt es nur das unbearbeitete und das bearbeitete Bild, das in unterschiedlicher Weise,
standardisiert oder auf eine Kamera bezogen, die Bildinformation in Form von Einsen und Nullen in einer Datei enthält.

Da ein analoger Fotograf von Nullen und Einsen und somit der binären Form der Datenspeicherung üblicherweise keine Ahnung hatte
und sie auch nicht wollte, setzte sich die Bezeichnung eines nicht bearbeiteten Bildes der Kamera als Rohbild (RAW) durch
und die erste Bildbearbeitung als Entwicklung.
Die weitere Bearbeitung nennt man sowohl in der analogen und digitalen Technologie gleich, die Bildbearbeitung, so auch die Retusche.

Viele Bezeichnungen der analogen Filmentwicklung und Bearbeitung wurden in die digitale Bildbearbeitung übernommen,
wenn sie den gleichen Effekt besitzt, jedoch ist die damit verbundene Technik nicht mehr die selbe.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Stuessi in November 07, 2013, 21:38:07 NACHMITTAGS
Hallo,

bei Bayer-Sensoren wird in der RAW-Datei zu jedem Bildpunkt die Intensität des Farbwertes (entweder R oder G oder B) als Zahlenwert gespeichert. Damit sind alle Informationen zum Bild vorhanden. Dieses Bild kann man mit einem geeigneten Viewer auch sichtbar machen. Es enthält aber nur rote, grüne und blaue Bildpunkte unterschiedlicher Intensität.

Der RAW-Konverter berechnet nun zu jedem einzelnen Bildpunkt einen R- und einen G- und einen B-Wert, er entwickelt also das Bild. So entsteht das farbige Bild, das man betrachten und in unterschiedlichen Formaten - ohne oder mit Verlust- speichern kann.

Ein Beispiel mit Siemensstern:

RAW-Bild:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/137594_7900113.jpg) (http://s618.photobucket.com/user/Stuessi/media/aus-PIC_4653-none_zpsafb58f1a.jpg.html)
linke untere Ecke vergrößert:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/137594_23868751.jpg) (http://s618.photobucket.com/user/Stuessi/media/aus-PIC_4653-none-lu_zpsa6e3b4eb.jpg.html)
entwickeltes Bild:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/137594_10728577.jpg) (http://s618.photobucket.com/user/Stuessi/media/aus-Siemensstern-PIC_4653-jpg-g33_zps060935d7.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/137594_61413049.jpg) (http://s618.photobucket.com/user/Stuessi/media/aus-Siemensstern-PIC_4653-jpg-g33-lu_zps01adb2e7.jpg.html)

Wenn Kurt vom RAW-Bild spricht in Abgrenzung zum JPG-Bild, so vergleicht er wahrscheinlich das Bild, das aus der RAW-Datei entwickelt wird mit dem JPG-Bild, das direkt aus der Kamera kommt.

Gruß,
Stuessi
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: JüSchTü in November 07, 2013, 23:34:25 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

Zitat"OK, das liegt aber doch nur daran, dass die RAW-Konverter keinen Viewer eingebaut haben, oder?"

Weder RAW, TIF noch JPG besitzen in der Datei einen Viewer!

:) das ist ein Missverständnis. Es ist klar, dass die RAW-Datei keinen Viewer enthält.

Zitat von: KurtNun, der langen Rede kurzer Sinn:
Wer kennt ein farbenfrohes Objekt mit blau, grün und rötlichen Farbverläufen und das zusätzlich fein strukturiert ist?

Naja, es kommt natürlich drauf an, wie die Details der Struktur aussehen müssen. Ich hab mir einfach mal die Glückwunschkarte (Kunstdruck), die ich auf meinem Schreibtisch stehen habe, angesehen. Es ist ein Mehrfarbendruck und die Farbtüpfelchen sind so ca. 0,025 mm bis ca. 0,1 mm im Durchmesser. Bei 40fach sehr gut zu sehen. Bei einem Papierfoto, von dem ich nicht weiss, wie es entstanden ist (natürlich irgendwie mit einem Farbspritzer), besteht das Bild aus sehr gleichmäßig großen (RGB-) Farbpunkten mit ca. 0,025 mm. Vielleicht hilft Dir das ja weiter.

Liebe Grüße, Jürgen
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Kurt Wirz in November 08, 2013, 00:24:49 VORMITTAG
Hallo Stuessi

Es werden nur Helligkeitsstufen ermittelt und berechnet
die dann am Monitor (oder Kamera Display) entsprechend hell leuchten,
erst dadurch, dass vor den einzelnen Punkten
am Monitor (oder Kamera Display) Farbfilter angebracht sind,
entsteht ein Farbbild.
So ist das Bild weder in der Kamera noch in der Datei als Bild vorhanden
und nur durch drei Kanäle mit Helligkeitswerten definiert, die erst
beim austreten des Lichtes am Monitor (oder Kamera Display) ihre Farbe erhalten.

Auch ist diese Information nicht als Bildfäche vorhanden,
sondern als kontinuierlich ablaufender Datenstrom der erst im Monitor
bedingt durch den Zeilenumbruch, zum richtigen Zeitpunkt und Rücksetzen zum linken Rand (CR und FF)
eine Fläche beleuchtet und somit erst am Monitor (oder Kamera Display) zum Bild wird.

Also absolut anders, wie es bei der Enstehung eines
analogen Bildes war.
Mit einer Polaroid Kamera, kann man zeigen,
dass zur analogen Zeit, das Bild mit Farbe und Fläche,
schon in der Kamera erzeugt wird.

Ein analoges Bild ist immer ein Unikat und eine Kopie davon ist immer schlechter in der Qualität.
Ein digitales Bild ist kein Unikat, denn eine Kopie ist absolut identisch.

Die Technik der Digitalen Fotografie unterscheidet sich somit grundlegend
von der analogen Fotografie!

Kurt
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Rawfoto in November 08, 2013, 08:28:14 VORMITTAG
Hallo Stüssi

Eine RAW Datei enthält keine Farbinformation, die Farben werden erst im RAW Konverter aus den umliegenden Pixel berechnet - basierend auf dem Muster des Sensors ...

Hallo Gunther

Die Ansicht des RAW-Konverters ist kein JPG, der RAW-Datenblock enthält einen Eigenen Blick mit den Vorschauinformationen ==> diese werden auch in der Kamera ans Display zur Anzeige gebracht und mit der Lupenvorschau kann man in dieses Zoomen. Wenn man die maximale Größe des Vorschaubildes überschreitet, Z. B. in der Hundertprozent Ansicht, berechnet der RAW-Konverter aus den Echt-Daten diese Ansicht ==> das ist ein RAW-Konverter eigenes, internes Format und hat überhaupt nichts mit JPG zu tun ...

Hallo Kurt

Auf der Suche nach dem idealen Testtarget sind wir beide .-) Ich setzt ja auch die unterschiedlichsten ein - nur zu gut verstehe ich Deinen Ansatz nach dem visuellen Eindruck zu urteilen, der ist ja am Ende auch für die Erscheinung/Anmutung unser Bilddaten verantwortlich. Bin gespannt ob in diesem Beitrag wieder zum Thema zurückgefunden wird ...

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Kurt Wirz in November 08, 2013, 09:07:50 VORMITTAG
Hallo Stuessi

Erst jetzt verstehe ich was du mit Entwicklung meinst.
Es ist der Rechenprozess der nötig ist, weil vier unterschiedlich  farbige (rot, blau und zwei grün) Pixel
nicht ein Pixel im Bild ergeben, sondern wieder vier Pixel.
Dies ist neben vielen Schritten zum Bild einer, indem sich ebenfalls eine RAW Datei von einem TIF, JPG usw. unterscheidet.
Da man dies als Fotograf üblicherweise nicht sieht, habe ich es nicht erwähnt, respektive vergessen zu erwähnen.

Bei der chemischen Entwicklung, im Gegensatz zur mathematischen Berechnung der Pixel,
wird die Helligkeit, Kontrast usw. durch die Temperatur und Alter des Entwicklers,
dessen Bewegung und Länge der chemischen Einwirkung zum Teil sehr bewusst beeinflusst.
Nicht nur in Adobe Photoshop kann man beim ,,erweiterten" RAW Konverter
(der nicht nur durch den Bayer Rechenprozess definiert ist, der FoveonSensor benötigt ihn ja nicht)
Helligkeit und Kontrast und zusätzlich noch andere Optionen in einem mehr oder weniger engen Bereich verändert werden.
Dies entspricht in etwa den Möglichkeiten, die man bei der chemischen analogen Bildentwicklung hatte,
dies allerdings nur im Ergebnis und absolut nicht in der Technik.

Ich finde es dem Verständnis nicht dienlich, wenn man hier zwei absolut unterschiedliche Abläufe
mit dem gleichen Namen (Entwicklung) bezeichnet.
Doch dies ist nun mal so.

Ich versuche nun entsprechend dem Vorschlag von Gerhard
wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kommen.

Vorerst vielen Dank für das Interesse

Kurt
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Stuessi in November 08, 2013, 09:41:10 VORMITTAG
Zitat von: Rawfoto in November 08, 2013, 08:28:14 VORMITTAG...Eine RAW Datei enthält keine Farbinformation,...

Hallo Gunther,

anhand der Position in der RAW-Datei kenne ich die x-y-Werte des Pixels und die Farbe des Filters vor dem Pixel, der Datenwert zeigt die Intensität an.

Gruß,
Stuessi
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Rawfoto in November 08, 2013, 13:24:41 NACHMITTAGS
HAllo Stüssi

Da das Zitat eine Text von Mir, also Gerhard betrifft antworte ich ...

Das ist so nicht exakt, eine RAW Datei beinhaltet nicht nur die reinen Zeilen/Spalteninformationen, es gibt dort unterschiedliche Datenblöcke ...

Die Farbe kann also nicht nur aus der Position berechnet werden ...

Es gibt unter anderen die Datenbereiche:

Kamera-Header
IPTC
Vorschaubild
Steuerblock
Xy Daten (Helligkeitswerte)
Korrekturblock
...

Ein RAW Konverter holt aus dem Kamera-Header die Informationen welche Sensor/HW-Geometrie dahinter steckt und welche Art von RAW-Datenstruktur vorliegt.

Mit dieser Information geht er in den Steuerungsblock und liest Parameter wie Weißpunkt, Farbraum, Farbmodell und Modus ...

Im nächsten Schritt wird der Korrekturblock ausgewertet, es könnten ja Farbkorrekturwerte eines Profils vorhanden sein, wenn nicht wird der Korrekturwert 0 ausgelesen ...

Mit all diesen Informationen geht es jetzt an die Interpretation um welche Farbe es sich bei dem betreffenden und den umliegenden Pixeln handeln könnte. Jetzt erfolgt eine Signalanpassung und erst dann liegt die Farbe in Form von 16 Bit Farbtiefe eineindeutigen Farben vor ...

Jetzt erfolgt eine Zuordnung zum Kontrast des jeweiligen Pixels und erst jetzt kann die Farbe für die Entwicklung entsprechend zugeordnet werden.

Der letzte Schritt ist für die Ausgabequalität entscheidend weil hier auch die 6 vor dem Sensor befindlichen Schichten/Filter entsprechend bewertet werden ...

Im digitalen Mittelfeld von Hasselblad z.B. werden in diesem Schritt noch zusätzlich Entfernungsinformationen bezogen auf das jeweilige Objektiv mit verrechnet, bei KB sind es seit neuesten die Objektivkorrekturwerte und teilweise das bei der jeweiligen ISO zu erwartenden Rauschen ...

Die Schritte/Aufgaben eines RAW-Konverters sind also sehr viel komplexes als es die meisten Fotografen erwarten, entsprechend sind auch die erzielten Ergebnisse sehr unterschiedlich und der Profi kommt mit einem RAW-Konverter nicht aus (einmal ist der eine besser und einmal der andere) ...


Die RAW-Konverter der Spitzenklasse interpretieren jetzt auch zu allem Überfluss auch noch die Daten und so kann es durchaus passieren das man bei einem Target eine reale Auflösung bekommt die über der theoretisch möglichen liegt. Das ist mir erst vor kurzen passiert und ich habe den Fehler im Testaufbau gesucht ==> Fehlanzeige, es sind die internen Optimierungsschritte des verwendeten RAW-Konverters ...


Ich kann daher bestätigen, dass Kurt recht hat wenn er abhängig von der eingesetzten SW unterschiedliche Auflösungsgrenzen bekommt. Meinen Tests zufolge erzielt man seit vielen Jahren mit Phase one Pro die höchste Auflösung in Kontrastreichen Situationen. Ja Ihr lest richtig, die Auflösung ist auch noch vom vorherrschenden Kontrast abhängig und genau das ist der Grund warum die Theorie " bei Fokusstacking braucht man eine möglichst weiche Beleuchtung" nicht stimmt. Es ist der Punkt zu ermitteln welcher bei dem vorliegenden Objekt das beste Verhältnis zwischen der Auflösung und dem Kontrast gibt. Die Eine ist ohne die Ander nicht ergebnisbestimmend ...

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: the_playstation in November 08, 2013, 15:03:13 NACHMITTAGS
Hallo,

Ich muß hier trotzdem leider etwas einwerfen:
Warum soll eine RAW Datei keine Bilddatei sein? Natürlich ist es eine Bilddatei.
Ähnlich könnte man argumentieren, daß eine JPG Datei kein Bild sei.
Schließlich ist ein JPG ein gepacktes Format. Sogar mit irreversiblen Reduktionen.
Das Bild wird aus einer JPG-Datei errechnet. Aus jeder Bilddatei muß ein Bild erzeugt werden.
Ob es nun im RAW Format mit div. Zusatzinformationen vorliegt oder als andere Datei z.B. in einem CMY Format.
Ich sehe ehrlich gesagt keinen Unterschied. Es werden bei der Konvertierung oder Darstellung nur andere Algorithmen angewendet.
Ganz zu schweigen von Spezialbildformaten wie dem Format von Photoshop mit Ebeneninformationen, ...
Wo will man da die Grenze ziehen?


Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Rawfoto in November 08, 2013, 15:14:59 NACHMITTAGS
Hallo Jorrit

Auch ich würde eine RAW-Datei als Bilddatei verstehen, ebenso eine Datei mit der Endung .JPG kann Bilddaten beinhalten. JPG ist ja nur ein Methode der verlustbehafteten Kompression, das hat aber wiederum gar nichts mit der Dateiendung zu tun, man könnte auch eine Textdatei mit .JPG benennen (nicht das ich darin ein Vorteil sehe) ...

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Stuessi in November 08, 2013, 15:59:56 NACHMITTAGS
Zitat von: Rawfoto in November 08, 2013, 13:24:41 NACHMITTAGS
...eine RAW Datei beinhaltet nicht nur die reinen Zeilen/Spalteninformationen...

Hallo Gerhard,

das habe ich auch nicht behauptet ...

Aber Dank für die ausführlichen Informationen!

Gruß,

Stuessi
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: JüSchTü in November 08, 2013, 18:22:39 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

Zitat von: Rawfoto...das hat aber wiederum gar nichts mit der Dateiendung zu tun, man könnte auch eine Textdatei mit .JPG benennen (nicht das ich darin ein Vorteil sehe) ...

leider wurde die EDV durch das Aufkommen von DOS/Win zunächst erheblich zurückgeworfen, was sich bis heute auswirkt. Dateien können durch die Interpretation der ersten Bytes des Inhalts, der "Magic File Numbers" identifiziert werden. Hier gibt es Vereinbarungen. Beispiel: ff d8 ff e1 2f fe 45 78 69 66 (Hexadezimal) am Anfang bedeutet, dass es sich bei dem Inhalt um JPG mit EXIF-Information handelt. Spezifische Dateiendungen sind eigentlich überflüssig, aber alles klammert sich daran. Zum Nachschlagen für die Neugierigen, z.B.: File Signature (http://www.garykessler.net/library/file_sigs.html).

Gerhard, Deine Ausführungen, vor allem die "Extrapolation" der Auflösung im High-End-Bereich, sind sehr interessant und ich erkenne, dass ich mich schon viel zu lange nicht mehr detailliert um die Fotoszene gekümmert habe...

Da bisher noch niemand darauf eingegangen ist, möchte ich aber zum Thema nochmal nachhaken. Ich hatte das mit dem Druck- bzw. dem Tintenspritzerbild durchaus ernst gemeint. Die Dead-Leaves-Vorlage "einer Fotozeitschrift" besteht aus scharf abgegrenzten, unterschiedlich großen, einfarbigen Kreisscheiben. Kurt, Du suchst ein

Zitat von: Kurt Wirz...farbenfrohes Objekt mit blau, grün und rötlichen Farbverläufen und das zusätzlich fein strukturiert ist

für einen Vergrößerungsbereich ca. 10 bis 50fach. Würde so ein vergrößertes Druckbild funktionieren oder nicht? Das Druckbild liefert keine so scharf begrenzten Scheiben und die statistische Verteilung der Durchmesser und Farben lässt sicher auch zu wünschen übrig, ganz klar. Und noch eine Frage: Hast Du keine Bedenken, Du suchst ja eine Referenz unter Deckglas, dass genau dieses stört? Ich bin durchaus auch mit einer kurzen Antwort/Begründung zufrieden zu stellen.

Liebe Grüße, Jürgen
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Rawfoto in November 08, 2013, 18:40:23 NACHMITTAGS
Hallo Kurt

Ich denke da eher an Film, klassischen Film ...

Es gibt etliche Testpräparate wo sich Film zwischen Objektträger und Deckglas befinden und die funktionieren gut. Warum ich da eine Eigenfertigung noch nicht praktiziert habe ist der Umstand der 2 Luftschichten unter und über dem Film. Ein Eindeckmittel bringt den Film zum Quellen und damit vermischen sich die Schichten. Habe mit Malinol getestet ...

Mir ging es dabei nicht um die Auflösung, die bekomme ich mit unterschiedlichen Testtargets gemessen, mir ging es um die Farbechtheit im Workflow und so bin ich auf die Idee gekommen Film-Targets für Dia-Scanner dafür heranzuziehen. Aber wie gesagt, ich habe es noch nicht umgesetzt ...

Aber zurück zur Idee ==> mit der klassischen Kamera könnte man Fotos von Testpräparaten machen und diese färbig beleuchten, dann hast Du Deine Verläufe automatisch. Man könnte auch die klassischen Testdiatomäen fotografieren und dann die Dias verwenden ...

Liebe Grüße

Gerhard

PS: Heute gehe ich das erste Mal mit der H3D 39 auf ein Testpräparat los (für jene unter Euch welche die Kamera nicht kennen, das ist eine digitale Hasselblad der H Serie, also Mittelformat)
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Kurt Wirz in November 08, 2013, 19:42:15 NACHMITTAGS
Hallo Jürgen

Vielen Dank für den Tip.
In der Vergangenheit habe ich dies schon versucht,
bin aber nicht auf einen grünen Zweig gekommen.

Den Vorschlag von Gerhard habe ich ebenfalls versucht
und bin bedingt gescheitert. Vermutlich weil das
Objekt auf dem Dia nicht optimal war.

Deshalb fasste ich den Versuch mit einem
gefärbten Pflanzenschnitt ins Auge.
Das mit dem Deckglas, ist aber wie erwähnt ein Problem.

Eventuell werde ich mir die robusten Banknoten,
nocheinmal vornehmen.
Diese besitzen zwar keine Farbverläufe, aber feine
farbige Strukturen.

Kurt
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: abbeköhl in November 08, 2013, 21:04:30 NACHMITTAGS
Liebe Gemeinde,

Zu der Frage ob eine RAW, JPG, etc.-Datei eine Bilddatei sei, möchte ich auch noch meine Ansicht äussern. Denn über das wurde in dem Forum schon vermehrt diskutiert.
Und ich finde die Antwort liegt nah. ;)

Ich hatte gelehrt das alle diese Datei-Formate als "Container-Formate" bezeichnet werden.
Dasselbe gilt zum Beispiel auch für die verschiedenen Audio oder Film Datei-Formate wie mpg, avi, mov, etc. etc.
Container sagt eigentlich schon alles aus, darin sind dann dieverse Informationen abgelegt, wie der Codec, Metadaten, und andere bereits erwähnte Datenpakete.
Unter dem Standpunkt aus gesehen würde ich eine RAW-Datei auch als Bilddatei ansehen. Wenn ich Möbel will nehme ich auch den Möbelconteiner und nicht den mit Elektrobauteilen. ;D

Herzliche Grüße aus der Schweiz, Reto B.
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Rawfoto in November 09, 2013, 08:13:55 VORMITTAG
Guten Morgen Wolfgang

Danke, aber neu ist nur das ich teste digitales MF auch in diesem Bereich einzusetzen. Im Studio und in der Landschaftsfotografie setze ich seit Jahren auf die H-Serie ...

Die Tests gehen in Richtung der Luminare, die ja eigentlich für große Formate gerechnet sind ...

Da habe ich mit Kurt schon vor einiger Zeit PNs über diese Idee ausgetauscht.

Was ich gestern herausgefunden habe (bei einem 72mm Bildfeld - 2 : 1 bezogen auf KB), die 120er Makrooptik löst geringfügig mehr Linienpaare pro mm auf 45 zu 35 ... Bei diesem Test sind aber unterschiedliche Objektive im Einsatz (120er Makro auf der Hasselblad und 100mm L Makro auf der 1 DX).

Bei den Luminaren hätte ich dann die gleichen Objektive im Einsatz und da wird es spannend  ==> da die aber keinen Zentralverschluss haben muss ich erst umbauen - Verschlüsse habe ich schon da liegen - daran ist es die letzten Wochen gescheitert ...

Liebe Grüße

Gerhard
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: JüSchTü in November 09, 2013, 16:05:11 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

ich habe beobachtet, dass die Farbe auf Geldnoten teilweise sehr stark glänzt, zumindest unterm Mikroskop.

Nochmal zu meiner Idee: Was mir auffiel war, dass, Druckverfahren Flächen unterschiedlichen Durchmessers bis zum Ineinanderlaufen liefern, während "Tintenspritzer" gleich große Farbscheibchen produzieren. Bei den Dead-Leaves sind die Farbkreise alle monochrom, also haben keinen Verlauf in sich, haben aber unterschiedliche Durchmesser. Meine Idee war, zu einer (kleineren) Druckerei zu gehen und sich einen gedruckten Farbverlauf anzusehen und zwar auf verschiedenen Druckmedien, z.B. Folie mit matter Oberfläche oder so. Eine andere Idee war noch Mikrofiche. Gibt's die auch farbig? Keine Ahnung.

Liebe Grüße, Jürgen
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: Kurt Wirz in November 10, 2013, 17:39:47 NACHMITTAGS
Hallo Jürgen

Vielen Dank für deine Ideeen.
Im Moment versuche ich es mit Farbverläufen auf DIA's und
versuche mit dem Gesehenen etwas anzufangen.
Unterschiede sind sichtbar an Orten wo die
Zebramusterung keinen Unterschied zeigte.

Dennoch behalte ich die Augen offen für ein
Auflicht Objekt.

Kurt
Titel: Re: Resolution-Target
Beitrag von: peter-h in November 10, 2013, 18:23:59 NACHMITTAGS
Liebe Auflöser,

warum nicht selbst eine lichtempfindliche Schicht auf den Objektträger gießen? Es gibt einfache Rezepte für kornlose Filmemulsionen und nicht nur in der Theorie.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/137880_60747026.jpg)

Zugegeben der Schritt die Nudeln bei dunklem Rotlicht in Eiswasser auszuwaschen ist etwas heikel. Aber es geht.
Erste Beweisfotos meiner Schandtaten.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/137880_33047466.jpg)
Eine Zeichnung der Nürnberger Burg

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/137880_14796697.jpg)
nun wieder über das Mikroskop fotografiert

Oder ein Foto der alten Leica IIIg
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/137880_10606896.jpg)

Warum soll dann ein eigenes Testtarget nicht gehen?  Ich brauche keins, sonst würde ich es mal versuchen  ;D

Sonntagsgrüße
Peter (H)