Einen schönen guten (und späten) Abend allerseits!
Ich vermute, es handelt sich hierbei um Mayorella penardi. An der Bestimmung von Amöben habe ich mich allerdings noch nicht versucht und ich kann mich auch nur auf Kreutz/Foissner - Simmelried (S.92-93) stützen. Ich habe mich an der Form des Nukleus (der von einer Art Vakuole umgeben ist), sowie an den V-förmigen Pseudopodien in Fließrichtung orientiert.
Fundort: Der Drainagegraben aus dem letzten Thread ("Der Graben lag zwischen einer Landstraße, resp., zwischen dem asphaltierten Radweg am Rand dieser Straße und grenzt direkt an ein Waldstück (...) In dem Graben stand das Wasser über einer Schicht aus Schlamm und/oder Humus, und es war teilweise mit Blättern bedeckt.")
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/137694_46835248.jpg)
400x
Liege ich richtig?
Falls nicht: Was wäre eine bessere Diagnose? Oder ist die Frage nicht entscheidbar?
Herzliche Grüße,
Michael
Gutemorgen, Michael!
Du liegst wahrscheinlich gut. Jedenfalls ist es eine Mayorella, aber die Artbestimming ist nicht so leicht. Dabei ist wichtig wie die Kristalle aussehen, wie die Schwebeform ist und wie das Verhältnis ist zwischen Länge und Breite. Sehe mal hier auf http://www.arcella.nl/mayorella-genus
Herzliche Grüße,
Ferry
Hallo Ferry!
Du hast ja eine tolle Website! Ich hab' mir gleich mal ein Bookmark gesetzt. Über die Form der Kristalle kann ich nichts weiter sagen. Auf einigen der anderen Fotos sehen manche Kristalle so aus, als könnten sie paarig (paired) sein, aber das ist Interpretationssache. Ich hatte eine zu lange Belichtungszeit gewählt, daher gibt es zuviel Bewegungsunschärfe und die Vergrößerung ist ohnehin zu niedrig. Ich wusste nicht, dass die Kristalle ein wichtiges Merkmal sind. Künftig werde ich darauf achten. Ich denke, es ist besser, wenn ich die Klassifikation auf Mayorella sp. zurücksetze.
Vielen Dank für die Tipps, die werden mir auch bei anderen Amöben helfen!
Herzliche Grüße,
Michael