Liebe MikroskopikerInnen,
bei einem Spaziergang am Rhein fiel mir ein Blatt auf, das gelbe Pünktchen auf der filzigen Unterseite hat. Ich habe es mir zuhause unterm Stemi betrachtet und habe dann im Internet rumgesucht, was das wohl ist. Auf der Seite des Naturkundemuseums Karlsruhe/Forschung/Pilze fand ich genau solch ein Blatt mit den Punkten, es ist der Rostpilz Melampsora rostrupii an der Silberpappel Populus alba.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/139843_53217096.jpg) (http://s378.photobucket.com/user/regikunz/media/Blatt-b_zps94201936.jpg.html)
Blattrückseite
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/139843_22875520.jpg) (http://s378.photobucket.com/user/regikunz/media/Blatt-a_zpseedaf568.jpg.html)
Vorseite des eingetrockneten Blattes
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/139843_41087904.jpg) (http://s378.photobucket.com/user/regikunz/media/Sporen-Aufsicht_zpse3be18c7.jpg.html)
Auflichtaufnahme der Sporenlager, 2,5x Objektiv
ca. 110 Fotos gestapelt
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/139843_43857454.jpg) (http://s378.photobucket.com/user/regikunz/media/Image0334a_zps239d7413.jpg.html)
Trichome und Sporen im Hellfeld, 10x Objektiv
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/139843_12113079.jpg) (http://s378.photobucket.com/user/regikunz/media/Sporen-7_zpsa06daa02.jpg.html)
Sporen, Hellfeld, 40x Objektiv
9 Fotos gestapelt
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/139843_45530752.jpg) (http://s378.photobucket.com/user/regikunz/media/Sporen-DF_zpsfc476bf4.jpg.html)
Sporen, DF, hier sieht man, genau wie bei der Hellfeldaufnahme davor gut die Wärzchen rundum auf den Sporen. Bei diesen Aufnahmen war das Wasser/Glyzeringemisch eingetrocknet. Im Gemisch waren die Wärzchen nicht so gut zu erkennen.
9 Fotos gestapelt
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/139843_6916235.jpg) (http://s378.photobucket.com/user/regikunz/media/Spore-40x_zps6a2ddba4.jpg.html)
einzelne Spore, 40x Objektiv
8 Fotos gestapelt
Die einzelne Spore mißt ca. 22 µm. Es hat mich gewundert daß die doch so groß sind. Pilzsporen sind m. W. meist viel kleiner.
Herzliche Grüße
Regi
Hallo Regi,
schöne Dokumentation, danke.
Im KLENKE lese ich, dass noch weitere Melampsora-Arten möglich sind. (Speziell für P. alba wird sogar eine mediterrane Art genannt.)
Viele Grüße,
Heiko
Liebe Regi,
Rostpilze sind noch ein sehr weites Feld, mit dem man sich als Pilzler befassen kann!
Danke für die tolle Doku!
Liebe Grüße
Rainer
Thank you very much reportage Regi by rust.
Regards, Francisco.
Lieber Heiko, lieber Rainer, lieber Francisco,
Danke für Euer Interesse und Anregungen.
Daß auch andere Melampsoraarten in Frage kommen ist klar. Ich habe versucht Näheres über M. rostrupii herauszufinden, aber das Internet gab nichts darüber her. Wie die einzelnen M.Arten zu unterscheiden wären ist mir auch rätselhaft. Wie stellt man das fest?
Herzliche Grüße
Regi
Hallo Regi,
ist nicht mein Gebiet, aber da werden Sie geholfen:
http://www.pilzfotopage.de/Forum3/viewforum.php?f=14
Grüße
Martin
Lieber Martin,
danke für den Link. Hätte nie gedacht daß es so ein Forum gibt! :D
Hoffe daß es da auch eine Suchfunktion für Mitglieder gibt. Oder habe ich die übersehen?
Herzliche Grüße
Regi
Hallo,
ja, da meldet sich der Harry.
Grüß ihm vom Rainer, er hat ein Seminar geleitet, auf dem ich im September war.
LG
Rainer
Hallo Regi,
kann sein, daß die Suchfunktion (rechts oben) und die Bilderanzeige nur vernünftig funktionieren, wenn man Mitglied ist (kein großer Schritt).
Rostpilze sind auch nicht ganz einfach, da sie mehrere Stadien durchlaufen (teilweise auf verschiedenen Wirten) und du hast nur eines davon.
Also ruhig mal deine Bilder dort eingestellt. Die wissen bescheid...
Grüße
Martin
Liebe Regi,
nachdem Du schon in diese Ecke der Mycologie vorgedrungen bist, empfehle ich Dir (und natürlich allen interessierten Kollegen) bei einem Spaziergang im Fichtenwald die unteren Schuppen eines Fichtenzapfens mit der Lupe anzuschauen. Dort findest Du fast immer dunkle, etwas aufgetriebene Flecken (ca. 0,5-1,0 mm).
Dies ist zwar kein Rostpilz sondern der imperfekte Pilz Phragmotrichum chailletii. Kratze etwas davon ab und mikroskopiere in einem Tropfen Wasser.
Ich garantiere ein Aha-Erlebnis. Ketten von ca.40 µm vielgestalteten, großen Sporen. Abb. über Google.
Freundliche Grüße
Bernhard
Zur Vertiefung:
Phr. Chailletii Kunze 1. c. Sacc, Fungi ital. tab. 1101. Corda, Icon. Fung. III. p. 30, fig. 80. Sacc, Syll. III. p. 806.
Sporenlager eingewachsen, polsterförmig, schwärzlich, länglich oder fast kreisförmig, 0,5—1 mm im Durchmesser; Sporen fast rhombisch, dicht mauerförmig getheilt, 20 /n lang, 15 p, dick, russfarbig, mit fast hyalinen Ecken, durch fadenförmige, fast hyaline, zwei- bis dreimal septirte Brücken kettenförmig verbunden. (Siehe Abbildung p. 710.)
An Zapfen von Abies excelsa in der Schweiz, in den Yogesen, in Italien und in Schweden.
Aus Rabenhorst Allescher, Andreas. Rabenhorst's Kryptogamen-Flora [...] Zweite Auflage [...] [Band 1, Abth. 7], 1901-1903.
Häufig - doch in keinem Pilzbuch!!!
Von
Harald Andres Schmid
Phragmotrichum chailletii
Den folgenden Pilz findet ihr in keinem Pilzbuch.
Auch nicht in den spezialisierteren Monographien.
Dabei ist er äusserst häufig! Ihr könnt ihn in jedem Fichtenwald finden...
Er fristet ein Nischendasein. Er gehört zu den "imperfekten" Pilzen.
Das heisst, er ist weder ein Ständerpilz (Basidiomycet) noch ein
Schlauchpilz (Ascomycet).
Er besitzt nämlich kein eigentliches Fruchtgehäuse.
Darum wird er schlicht nicht beachtet.
Zu unrecht! Auch für die Nicht-Mikroskopierer
unter Euch: Falls Ihr irgendwo ein einfaches, altes Schülermikroskop auftreiben könnt -
Nur etwas von den Zapfenschuppen abschaben. Es sieht unter dem
Mikroskop absolut geil aus:
Die Sporen sind riesig, von wildestem Design, bis 40 Tausendstel µm lang und hängen als Sporenketten zusammen.
Hallo Herr Kaiser,
herzlichen Dank für diesen interessanten Hinweis. Thekopsora areolata und Piceomphale bulgarioides sind dann wohl weitere ,,Verdächtige", die sich auf Fichtenzapfen ,,herumtreiben" können.
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
ZitatThekopsora areolata und Piceomphale bulgarioides
das interessiert mich nun wieder.
Ich habe, zwar selten, aber gelegentlich auch schon andere Sporen gefunden.
Freundliche Grüße
Bernhard Kaiser
Lieber Martin, lieber Rainer,
ist das der selbe "der Harry" der auch im Insektenforum aktiv ist. Meine Hochachtung, in solch unterschiedlichen Gebieten so wissend zu sein!
Diese Rostpilze sind ein extrem schwieriges Thema, bin da eher durch Zufall drauf gestoßen (das Blatt lag mir zu Füßen ;)).
Lieber Bernhard,
habe mir grad im Internet diese Riesensporen von Phragmotrichum chailletii angesehen. Beeindruckend. Beim nächsten Spaziergang im Wald werde ich nach Fichtenzapfen Ausschau halten. Muß dafür aber gucken wo ich hingehe, wir haben hier hauptsächlich Buchen/Eichenmischwald. Heißen Dank für Deine ausführlichen Informationen zu den Fichtenzapfenpilzen!
Herzliche Grüße
Regi
Liebe Regi,
da Du noch keine passenden Fichtenzapfen gefunden zu haben scheinst, habe ich ein wenig gesucht und gefunden. Ich hoffe, Du hast nichts dagegen, wenn ich ein Bild in Deinen Thread packe?
Hier also die Sporen von Phragmotrichum chailletii:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141192_4494368.jpg)
Beeindruckend Herr Kaufmann!
Freundliche Grüße
Bernhard Kaiser
Hallo Regi,
obwohl ich von Pilzen (Sporen) keine Ahnung habe,
sind Dir die Bilder sehr gut gelungen!
Viele Grüße
Cai-Uso
Lieber Cai-Uso,
Sporen in der Größe lassen sich doch gut fotografieren, das letzte Bild hat allerdings Bernd gemacht.
Lieber Bernd,
ja, ich habe vergeblich nach diesem Pilz Ausschau gehalten. Habe von mind. 7 verschiedenen Fichten Zapfen durchgemustern, mit der Augenlupe waren zwar schwarze Striche gut zu erkennen, die Sporen waren aber weder groß nicht irgendwie besonders. Vielleicht ist hier nicht die richtige Gegend für diesen Pilz.
Dein Foto ist sehr schön geworden. Gefällt mir gut. Wo bist Du fündig geworden?
Herzliche Grüße
Regi
Hallo Regi,
ich hab' mich auch ,,d" und ,,d" gesucht, ehe ich letztlich auf einer Stechfichte fündig wurde:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141276_5860597.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Und eigentlich war es nur ,,Beifang", dessen Quelle auf der Zapfenschuppe ich nicht orten konnte. Dominant hingegen waren diese Gebilde, denen ich einmal sehr vorsichtig den Namen Phomopsis conorum zuordnen möchte:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141276_15515525.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Viele Grüße,
Heiko
P.S.: Bernd, tolle Aufnahme.
Hallo Bernd,
Deine schöne Aufnahme hat mich in den Garten getrieben um einen Fichtenzapfen zu holen. In der Vorfreude habe ich meine Schuhe nicht richtig abgeputzt---> das gab die erste Pleite! ;D die 2. war die Entäuschung beim Mikroskopieren: bei uns rosten die Fichtenzapfen anders!
Man sieht zwar schönes Mycel und auch Sporen, aber die sind bei Weitem nicht so attraktiv, wie Deine!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141286_34353172.jpg) (http://s106.photobucket.com/user/microklaus/media/Mikropraeparate%202012/Micropaeparate_2013/IMG_0807_zpsea1c11ff.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141286_63107818.jpg) (http://s106.photobucket.com/user/microklaus/media/Mikropraeparate%202012/Micropaeparate_2013/IMG_0813_zps718c5425.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141286_53287925.jpg) (http://s106.photobucket.com/user/microklaus/media/Mikropraeparate%202012/Micropaeparate_2013/IMG_0816_zps0a2015d7.jpg.html)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141286_25496179.jpg) (http://s106.photobucket.com/user/microklaus/media/Mikropraeparate%202012/Micropaeparate_2013/IMG_0812_zpsba2b2855.jpg.html)
ZitatWo bist Du fündig geworden?
Liebe Regi,
morgen, bzw. heute, nehme ich mal wieder eine "richtige" Kamera mit in den Wald und fotografiere die Fundstelle. Aber unabhängig davon: Wenn Du möchtest, schicke ich Dir gerne ein paar verpilzte Schuppen für eigene Versuche.
Lieber Klaus,
wenn ich es richtig verstanden habe, sprach Herr Kaiser von diesem Pilz auf FICHTEN-Zapfen, nicht von TANNEN. Bei mir sind es definitiv Fichten und es gibt im ganzen Wald nur wenige Tannen. Wenn es Dich interessiert, schicke ich auch Dir gerne ein bisschen Material, es gibt hier genug davon.
Lieber Bernd,
oh, die Schuppen mit dem richtigen Pilz würde ich gerne von Dir bekommen. ;)
Lieber Klaus,
Tannen haben keine findbaren Zapfen, die Schuppen von den Tannenzapfen fallen einzeln ab und übrig bleibt nur die innere "Strunk". Aber das wird im Sprachgebrauch gerne verwechselt. ;D
Lieber Heiko,
ja, die Suche war frustrierend - habe alle Fichten hier in der Siedlung und im Wald abgeklappert.
Herzliche Grüße
Regi
Lieber Regi, lieber Bernd
da hab ich mir selbst ein Bein gestellt, wir haben eine Tanne und eine Fichte im Garten. Ich habe natürlich einen Fichtenzapfen vom Boden aufgelesen!
Die Fichtenzapfen hängen an der Fichte und die Tannenzapfen stehen auf den Tannenästen. Wenn die Fichtenzapfen am Boden liegen reden die Mehrzahl der Menschen von Tannenzapfen - was natürlich falsch ist.
Also es war schon ein Fichtenzapfen, wie man auch auf meinem Übersichtsbild erahnen kann. Aber er "rostet" anders! ;)
# Bernd: Gerne nehme ich eine Probe. Ich kann ja unsere Fichte impfen, dann kann ich eine Zucht aufmachen! Hoffentlich werden die Schuppen an der Grenze von Württemberg nach Baden nicht konfisziert! ;D
Zitat von: Klaus Herrmann in Dezember 28, 2013, 12:25:29 NACHMITTAGS
#Ich kann ja unsere Fichte impfen, dann kann ich eine Zucht aufmachen! Hoffentlich werden die Schuppen an der Grenze von Württemberg nach Baden nicht konfisziert!
Haha!! Selten so gelacht, lieber Badenklaus! Nämlich: Beim Passieren der Staatsgrenze von Oregon nach Kalifornien wurden wir gefilzt, ebenso ein Station Wagon hinter uns. Für jedes Kohlblatt wollte man ein eigenes Certificate. Unser Hintermann mußte zwei Kisten Äpfel am Grenzposten zurücklassen. Die Kalifornier haben eine panische Angst, daß man Parasiten in ihre Obst- und Weingebiete einschleust. - Sag mal, wächst der Haberschlachter Heuchelberg eigentlich in Württ. od. in Baden?
Grüße vom Bayernklaus!
KH
Lieber östlicher Klaus
Haberschlacht ist klein (500 E) und so schwäbisch, dass die Kehrwoche dort jeden Tag gemacht wird. ;)
Nur bekannt durch den berühmten "Haberschlachter" http://de.wikipedia.org/wiki/Haberschlacht
Konfiszierung am Zoll hab ich auch in USA erlebt. Am Flughafen Honolulu haben sie mir eine wunderschöne reife Papaya abgenommen, weil ich nicht gewusst habe, dass man sie durch die Desinfizierung schicken muss vor dem Einchecken. Und ich hatte mich schon gefreut, dass ich sie abends nach 5 Stunden Flug Ende November in Portland bei Schneetreiben genießen kann. So zusagen etwas konservierte Hawaii-Sonne - die landete aber in der Tonne, die Sonne. :(
Hier noch der Fundort wie versprochen:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141414_15468203.jpg)
Ostalbkreis, Aalen, Brennthaldenweg
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141414_35452602.jpg)
Hier liegen Tausende. Wer möchte, bekommt gerne ein paar Schuppen mit Pilz.
Hallo Regie und alle die sich am Beitrag beteiligt haben
Ist toll geworden, danke, beim nächsten Besuch im Waldviertel werde ich da auch am Boden einen Blick auf bisher unbeachtetes werfen ...
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo Regi, Heiko,
Zitatdie Suche war frustrierend - habe alle Fichten hier in der Siedlung und im Wald abgeklappert
Zitatich hab' mich auch ,,d" und ,,d" gesucht, ehe ich letztlich auf einer Stechfichte fündig wurde
Interessant.
Bei uns (z.B. MTB 6234,6335) findet man kaum einen Fichtenzapfen
ohne Phragmotrichum chailletii.
Gesundes Neues Jahr
Bernhard Kaiser
Lieber Bernd,
so ähnlich siehts hier im Fichtenwald auch aus.
Klaus, die Idee den Pilz hier auszuwildern finde ich toll. Wird wohl den Fichten nicht schaden.
Herzliche Grüße
Regi
Hallo Bernd,
ich, ich, ich, willl auch Schuppen (also jetzt vom Zapfen ;-) )
Viele Grüße
Wolfgang
Hallo Herr Kaiser,
da sind wir – zumindest für einen Imperfekten – aber gar nicht weit auseinander: 5528.
Ob ich mir die falsche Fichtenzapfen-Altersklasse vorgenommen hatte?
Im Moment ist gerade eine andere, allerdings perfekte, ,,Kleinigkeit" präsent: Pseudopeziza trifolii auf Weiß-Klee. Diese Art habe ich auch schon öfter nicht gefunden, obwohl sie da zu sein hat ... :D
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141495_3537279.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141495_63770467.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,
Glückwunsch! Ps.t. sah ich noch nie. Hast du da noch mehr Mikros oder auch eine Übersichts-makroaufnahme?
Hier eine Doku von Schieferdecker: http://www.botanischestaatssammlung.de/DatabaseClients/BSMschiefcoll/DiversityCollection_BSMschiefcoll_Details.cfm?CollectionSpecimenID=182186
Herzlich
Martin
Hallo Martin,
eine (schlechte) Übersicht kann ich noch zeigen. Wir schauen auf ein halbes Klee-Fiederchen:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141513_60247064.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Die Zeichnung bei Schieferdecker finde ich überaus treffend. Mir wurde die Art vor Jahren einmal im Oktober gezeigt. Dass sie jetzt noch fruktifiziert – nun ja – die Klimaerwärmung hat auch ihre interessanten Seiten ... ;D
Viele Grüße,
Heiko
Danke Heiko,
da werd ich auch mal drauf achten. Unser "Rasen" besteht mehr aus Klee, Löwenzahn, Gänseblümchen und Moos als aus Gräsern... ;-)
Herzlich
Martin
Hallo Regi, Heiko,
ZitatKlaus, die Idee den Pilz hier auszuwildern finde ich toll.
wird nur nichts nützen, sonst wäre er schon da.
@Heiko: ich werde mich einmal auf die Suche machen, Näheres über den Pilz in Erfahrung zu bringen. Jahreszeit, Feuchtigkeit, Substrat des Wirtes usw.
Phragmotrichum chailletii wird gefunden, bewundert und dann?
Ich habe in bestimmt nach: Lindau, G:(1922) Mikroskopische Pilze.
indem ich Bild für Bild angeschaut habe. Die typische Form fiel natürlich sofort auf.
Gesundes Neues Jahr
Bernhard Kaiser
Hallo Herr Kaiser,
Ihr Verweis auf den LINDAU – auch in meiner bescheidenen Literatursammlung das Werk mit ,,Alleinstellungsmerkmal" bezüglich Phragmotrichum – ist für mich Anlass, meine Meinung zu revidieren: Die folgende (weiter oben im Beitrag schon einmal gezeigte und dort vermutlich falsch benannte) Aufnahme zeigt wahrscheinlich doch Phragmotrichum chailletii:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141614_64522021.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Die LINDAU-Beschreibung passt jedenfalls perfekt und es waren dort, wenn auch eher spärlich, die auffälligen Konidiosporen zu finden. Irritiert (und zu Phomopsis conorum fehlgeleitet) hatten mich diese ,,Haare", die LINDAU allerdings auch nicht erwähnt:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/141614_38504572.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Unterstellt man, dass KUNZE sich mit dem Gattungsnamen Phragmotrichum auf phragmentierte (septierte) Haare bezieht, wäre dies ein weiteres Indiz.
Im Netz findet sich der Hinweis auf ,,Kunze & J.C. Schmidt 1823, Mykol. Hefte 2: 84, t. 2:4" – falls Sie sich die Mühe machen wollen.
Ihnen auch ein gesundes neues Jahr,
Heiko
Hallo an Interessierte,
besagter "Lindau" ist in
www.Biolib.de
unter Pilze
Lindau, Gustav
"Die mikroskopischen Pilze. Band 2, 2." (1922)
zu finden und zu lesen
Freundliche Grüße
Bernhard Kaiser
Hallo Heiko,
ich kann mir nicht vorstellen, daß die Mikroaufnahme etwas mit der Makroaufnahme zu tun hat. Das Mikro zeigt einen Hyphomyzeten mit langgestielten, septierten Konidiophoren (keine Haare). Einige Konidien sind im Bild sichtbar und haben nichts mit denen von Ph. chailettii gemein. Bei der Makroaufnahme könnte es sich allerdings durchaus um Ph. ch. handeln. Die Konidien werden in solchen Acervuli in Ketten an kurzen Konidiophoren gebildet.
Herzlich
Martin
Hallo Martin,
ich habe die Möglichkeit in Betracht gezogen, indem ich den Gattungsnamen ,,übersetzte" und gelesen hatte, dass die ,,Biester" durchaus verschieden geformte Konidien machen können. Letztlich fehlt mir aber die Erfahrung für eine Beurteilung.
Danke für Deinen Hinweis.
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Martin,
habe eben den besagten Artikel ,,Kunze & J.C. Schmidt 1823, Mykol. Hefte 2: 84, t. 2:4" eingesehen.
Du hast Recht – mein letztes Foto hat nichts mit Phragmotrichum zu tun. ,,trichium" bezieht sich auf ,,Fasern", die in ,,rautenförmigen Körpern" enden. Gemeint sind also Konidiophoren.
Viele Grüße,
Heiko