Hallo,
Hr. Olbrich und seine ultrahochauflösenden Mikroskope waren hier öfter mal Thema. Ich selbst hatte den "alten Knaben" vor ein paar Jahren im Odenwald besucht und wurde von ihm freundlich aufgenommen. Natürlich machte er kräftig Wind für seine "Erfindung". Der Gerätepark war in der Tat erstaunlich bzw. so etwas hatte ich bis dato noch nicht gesehen. Natürlich gelang es mir auch nicht, "hinter" sein Geheimnis zu kommen, smile - wobei ich dafür auch nicht unbedingt die besten Voraussetzungen mitgebracht hätte.
Seit wenigen Wochen gibts einen Ausverkauf seiner Mikroskope, z.B. hier: http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/olbrich-komplettes-hochaufloesendes-durchlicht-mikroskop-zu-verkau/164748577-245-4492?ref=search
Besser ins Bild gesetzt sind seine "Trümmer" (u.a. mit einem 16fach Revolver) hier: http://www.mikroskop-olbrich.de/sonderangebote.html
Ein bißchen Kleingeld sollte man allerdings lockermachen können.
Vielleicht kauft's ja einer hier und berichtet dann.
Schönen Tag noch
Peter
Hallo,
mal ne etwas "ketzerische" Frage: Was soll man denn wohl unter "ultrahochauflösend" verstehen???
Die Objektive sehen doch alle sehr "normal" aus.
Leicht verwunderte Mikrogrüsse
H. Husemann
Hallo,
die Sache wurde mal realsatirisch hier im Forum diskutiert: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4631.0
Merke: das Netz vergißt nicht(s).
Laue Grüsse aus dem wintersonnigen Heidelberg
Peter
Hallo,
Was mir allerdings gut gefaellt, ist die Idee an Stereomikroskopen vom Fernrohrtyp das Objektiv zu verschieben, um den Winkel auf 0 zu bringen und mit einer Seite des Strahlengangs Photos zu machen. http://www.mikroskop-olbrich.de/stereo-mikroskop.html
Kann man so aus jedem Fernrohrtyp-Stereomikroskop ein Makroskop machen? Von Zeiss gibt es ebenfalls Stereomikroskope, die genau eine solche Vorrichtung fuer das Verschieben des Objektivs haben.
www.zeiss.com/4125681F004E2140/EmbedTitelIntern/OnAxisMeasurementStereoMicroscopy/$File/OnAxisMeasurement_Stereomicroscopy.pdf
Das waere interessant fuer das Stacken.
Beste Gruesse,
Jon
P.S. Anklicken des Zeiss-Links funktioniert nicht; Sie muessen die Zeile als Text komplet in den Browser kopieren
Ja, schon, aber da ist noch zuviel Elektrik!
Grüße
Wolfgang
Zitat von: JB in Dezember 10, 2013, 17:13:55 NACHMITTAGS(...)die Idee an Stereomikroskopen vom Fernrohrtyp das Objektiv zu verschieben, um den Winkel auf 0 zu bringen und mit einer Seite des Strahlengangs Photos zu machen(...)
Hallo Jon,
die Idee ist gut, aber die großen Optik-Firmen sind ja auch nicht soooo doof: Für die Greenough-Typen gab es bei Leitz bereits in den frühen 1960ern einen schlichten Winkel (später eine Kippvorrichtung), um einen Stereotubus so auszurichten, dass eines der beden Objektive senkrecht auf die Probe gerichtet war. OK, dafür musste die Kamera dennoch an einem der Okulare befestigt werden und durch zwei Prisme hindurch knipsen, aber die Rückbesinnung von einem reinen Präparationsgerät zurück zu einem fotografischen Dokumentationsgerät wurde auch danach noch von Wild (für galiläische Konstruktionen) und anderen sehr ordentlich umgesetzt. Wilfried hatte in einem der früheren Beiträge ausgegraben, dass es zu dieser Olbricht-Entwicklung "nur" eine Offenlegungsschrift gibt und eben kein Patent. Aus leidiger, eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies bedeutet, dass das Feld vorher schon abgegrast war.
Beste Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
da muss ich widersprechen, jedenfalls auch Sicht von Hrn. Olbrich, der mir erklärte, warum er kein Patent beantragte: weil er dann nämlich seine "Erfindung" hätte transparent machen bzw. veröffentlichen müssen (was er nicht wollte).
Was jetzt sachlich daran dran ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
Gruß
Peter
Zitat von: TPL in Dezember 10, 2013, 21:56:31 NACHMITTAGS
... aber die Rückbesinnung von einem reinen Präparationsgerät zurück zu einem fotografischen Dokumentationsgerät wurde auch danach noch von Wild (für galiläische Konstruktionen) und anderen sehr ordentlich umgesetzt.
Hallo Thomas,
Ja, ich entsinne mich auch bei den alten Olympus mal eine Variante gesehen zu haben, bei der ein dritter, senkrechter Strahlengang fuer die Photographie eingebaut war (zusaetzlich zu den beiden fuer linkes und rechtes Auge).
Die modernen Grossgeraete, wie die Olympus SZX, haben aber nur zwei Strahlengaenge und machen das Stapeln schwierig bis unmoeglich. Wenn man diese Geraete mittels eines einfachen Adapters (zum horizontalen Verschieben des Objektivs zum 1-2 cm) in ein Makroskop umbauen kann, waere das schon toll.
Beste Gruesse,
Jon
Zitat von: Mikroman in Dezember 10, 2013, 22:04:22 NACHMITTAGS(...)da muss ich widersprechen, jedenfalls auch Sicht von Hrn. Olbrich, der mir erklärte, warum er kein Patent beantragte: weil er dann nämlich seine "Erfindung" hätte transparent machen bzw. veröffentlichen müssen (was er nicht wollte).(...)
Hallo Peter,
das scheint eine Vermengung aus Missverständnissen und/oder Fehlinformationen zu sein: bevor eine Entwicklung patentiert werden kann,
muss sie offengelegt werden (das ist die Offenlegungsschrift, die manch einer mit einem Patent verwechselt). Wer das nicht weiß und akzeptiert, hat das Wesen eines Patents nicht verstanden und wird sich nur unnötig ärgern. Eine Offenlegungsschrift muss beileibe keine maßgerechte Bauanleitung sein (das wäre ausgesprochen dumm), aber es sie muss die technisch/ naturwissenschaftlichen Hintergründe der Entwicklung für den Fachmann nachvollziehbar darstellen. Die meisten Ansprüche und Zeichnungen dazu sind daher abolut nicht durchsichtig formuliert, aber sie müssen die entsprechenden Prinzipien klar abgrenzbar erkennen lassen.
Ab der Offfenlegung genießt eine Entwicklung in Deutschland und vielen anderen Ländern einen gewissen Schutz. Ergibt allerdings die Untersuchung des Patentamtes, dass die Entwicklung eines oder mehrere Kriterien für ein Patent nicht erfüllt, dann wird dieses Patent eben nicht erteilt, und der Schutz erlischt nach relativ kurzer Frist, wenn er nicht durch erneute Begründungen und Gebührenzahlungen aufgefrischt wird. (Rainer, Wilfried, bitte korrigiert mich gern!)
Manch ein Entwickler mag sich ungern mit der bitteren Realität abfinden, dass es schon eine ganze Reihe anderer kluger Köpfe vor ihm gegeben hat. Das führt manchmal zu abenteuerlichen Verschwörungstheorien oder einer völlig unnötigen Geheimniskrämerei.
Gruß Thomas
Sachen gibts... Da denke ich gerade auf dem Weg zu sein gewisse physikalische Gesetzmäßigkeiten zu verstehen und dann stelle ich fest: Pustekuchen, das mit der Wellenlänge des Lichts muss ja nur ein schlechter Scherz sein. Und dann bin ich wohl auch nicht wirklich in der Lage zu rechnen - bei 100nm Auflösungsvermögen gegenüber 200-300nm bei herkömmlichen Mikroskopen darf man also förderliche Auflösungen von 9000x erwarten.
Glücklicherweise aber sind die AIDS-Viren (hieß das nicht HI-Virus? Naja, verwirrt bin ich eh) so schön rot - da wird die Humanmedizin ja deutlich einfacher. Ich freue mich einfach auf alle roten Punkte zu schiessen, die sich bewegen... Mit meiner jahrelangen Egoshooter-Erfahrung aus der Jugendzeit habe ich ja die besten Voraussetzungen dafür 8)
Hallo,
wenn man das mal über die Jahre so verfolgt, denke ich, dass die angebotenen Ergonom-Mikroskope auch die einzigen sind, die je gebaut wurden. Ich vermute mal, dass keine weiteren Geräte gebaut und je auch nur eines verkauft wurde. Trotz der Verlockung, mit einem Lichtmikroskop HI-Viren sehen zu können.
Herzliche Grüße
Peter
Moin Namensvetter,
wenn ich jetzt mal überlege, mein Lebenswerk käme für 15.000 € unter den Hammer. Und es ist tatsächlich ein echtes Unikat.
Gruss
Peter
p.s. Für Überzeugungstäter (nicht im politsch-religiösen Umfeld) hab' ich was übrig.
Hallo zusammen,
Thomas hat schon das Entscheidende gesagt: Ist erstmal alles offengelegt, greift der Schutz bereits. Die Prüfer klopfen dann noch alles auf Erfindungshöhe, Neuheit und Nachvollziehbarkeit ab.
Herr Olbrich arbeitet ja auch mit Greyfield Optical zusammen, die seine Ergonome verkaufen. Auf der Medica hatte ich vor einigen Jahren Besuch von einem Herrn von dort, der mir über Geräte nicht mehr erzählen konnte/wollte als "wenn man nur in den Grenzen aktueller Physik denkt, kommt man nicht weiter" und dergleichen mehr. Konkrete Fragen nach dem Funktionsprinzip wurden auch von ihm konsequent nicht beantwortet.
Gruß
Jörg
Hallo,
Zitat von: Haus@Hund in Dezember 11, 2013, 09:50:57 VORMITTAG
Thomas hat schon das Entscheidende gesagt: Ist erstmal alles offengelegt, greift der Schutz bereits.
zum einen aber nur, wenn tatsächlich ein Patent gewährt wird, zum anderen auch nur, wenn andere
Interessenten nicht ausreichend Lust haben nach Umgehungsstrategien zu suchen und sowieso nur,
wenn man ausreichend finanzielle Mittel hat um Gebühren und gute Patentanwälte mindestens für EU und
USA zu bezahlen und dann ist das ganze nach 20 Jahren komplett zum Abschuss freigegeben.
Der Schutz als Betriebsgeheimnis ist ein sehr starker und sehr aggressiv durchsetzbarer Schutz und
zumindest laut einer Vorlesung Patentrecht, damals im Studium, berufliche Erfahrung habe ich auf
dem Gebiet keine, ein absolut üblicher.
Vlg
Timm
Guten Tag
Herr Olbrich hat nichts offengelegt und nichts patentiert. Und wie dieser Faden beweist, war sein Entscheid richtig. Wir alle haben keine Ahnung wie sein Mikroskop funktioniert!?
Ein Patent ist nur soviel wert, wie man Geld für Anwälte hat, die das durchsetzen.
Gruss in die Runde
Jürg
Hallo zusammen,
da man das Teil für 15000 € kaufen kann, sollte es dann doch einfach möglich sein herauszubekommen, wie es funktioniert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Möglichkeiten dieses Geräts (Auflösung 100 nm, Vergrößerung bis 50000fach) ausschöpfen kann, ohne die Funktionsweise zu kennen.
Das mit den Patenten u.ä. ist so 'ne Sache für sich, siehe die Geschichte mit Herrn Wankel oder auch Herrn Elsbett. Die Großindustrie ist jederzeit in der Lage, einen Einzelnen auszuhungern. Wenn ich richtig informiert bin, muss ein Unselbstständiger seine Idee immer zuerst über seinen Arbeitgeber anmelden, erst wenn dieser kein Interesse zeigt, darf er das selber tun. Bei einem Selbstständigen ist mit der Idee meist der Lebensunterhalt verknüpft. Und wenn das Patent dann zugelassen wird, kostet es pro Jahr und pro Land. Geht dann das Geld aus, kauft einen die Industrie auf und die Idee verschwindet in der untersten Schublade, weil sie nicht ins Firmenkonzept passt. Damit lässt sich dann gar kein Geld mehr verdienen.
Herzliche Grüße, Jürgen
Zitat von: JüSchTü in Dezember 11, 2013, 11:17:33 VORMITTAG
Wenn ich richtig informiert bin, muss ein Unselbstständiger seine Idee immer zuerst über seinen Arbeitgeber anmelden, erst wenn dieser kein Interesse zeigt, darf er das selber tun.
Huch, das scheint mir aber nicht ganz richtig zu sein. Wenn du als Arbeitnehmer in deiner Arbeitszeit etwas entwickelst trifft das zu - wenn du es in deiner Freizeit machst ist das eine andere Sache. Da wird es in aller Regel erst dann wirklich problematisch wenn du in geschäftliche Konkurrenz mit deinem Arbeitgeber trittst. Ansonsten haben die meisten Arbeitsverträge Klauseln die eine Genehmigung von Nebentätigkeiten (Ehrenämter sind davon unberührt) erfordern - Mögliche Verbote sind aber regelmäßig nur durchsetzbar, wenn der Arbeitgeber glaubhaft machen kann, dass die Arbeitsleistung unter der Nebentätigkeit leidet... Wenn also z.B. nochmal 40 Stunden in der Woche gearbeitet wird und du deswegen an deiner Arbeitsstelle kurz vorm einschlafen bist.
Hallo Wilfried,
Zitat von: Wilfred Mott in Dezember 11, 2013, 12:52:02 NACHMITTAGS
Zitat von: JüSchTü in Dezember 11, 2013, 11:17:33 VORMITTAG
Wenn ich richtig informiert bin, muss ein Unselbstständiger seine Idee immer zuerst über seinen Arbeitgeber anmelden, erst wenn dieser kein Interesse zeigt, darf er das selber tun.
Huch, das scheint mir aber nicht ganz richtig zu sein...
da kannst Du schon Recht haben. Ich hatte da vor vielen Jahren mal was in der Richtung gehört, erinnere aber die Details nicht mehr genau.
Herzliche Grüße, Jürgen
Hallo,
Ich glaube, man muß Nebentätigkeiten bei seinem Arbeitgeber anmelden und Er muß Sie genehmigen.
Allerdings muß man Ihm nicht sagen, was man entwickelt, ... Nur, daß man etwas macht.
Es reicht: "Ich entwickle Etwas". Anders sieht es in der Forschung aus.
Hier gibt es spezielle Verträge, die einen eventuell binden. Man darf dann z.B. keine privaten Entwicklungen
im selben Bereich machen oder darf Geheimnisse der Firma nicht in seine eigenen Privatprojekte mit einfliessen lassen.
Zum Mikroskop:
Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie man es ausreizen und nutzen will, ohne zumindest in der "Gebrauchsanweisung" entsprechende Hinweise über die Funktion zu bekommen. Ein Unternehmen könnte es aber jetzt kaufen und komplett zerlegen, um dem "Geheimnis" auf die Spur zu kommen.
Liebe Grüße Jorrit.
Zitat von: Jürg Braun in Dezember 11, 2013, 10:52:36 VORMITTAG
Guten Tag
Herr Olbrich hat nichts offengelegt und nichts patentiert. Und wie dieser Faden beweist, war sein Entscheid richtig. Wir alle haben keine Ahnung wie sein Mikroskop funktioniert!?
Ein Patent ist nur soviel wert, wie man Geld für Anwälte hat, die das durchsetzen.
Gruss in die Runde
Jürg
Hallo,
ich wollte eigentlich zu diesem mittlerweile 20 Jahre alten Thema nichts mehr schreiben, aber das verstehe ich nun nicht.
Wenn an der Idee irgendetwas dran wäre, hätte er doch das Patent (oderr schon die Patentanmeldung) auch locker an einen der grossen vier verkaufen können, die hätten es dann schon durchgesetzt.
Wo gibt es denn bitte ein Bild, das die 100 nm Auflösung zeigt ? Über das Bild auf seiner Internetseite mit den 100nm Linien kann ich nur lachen, denn es zeigt dass Herr Olbricht nicht einmal weiss (oder wissen will) wie Auflösung definiert wird. Dazu müssten 50 nm Linien periodisch mit 50 nm Zwischenräumen angeordnet sein (100 nm Periode).
Das einzige belastbare Bild, das er in Richtung Auflösung zeigt ist Amphipleura Pellucida mit 200 nm Periode, aber das gibt es hier im Forum mit einfachen Mikroskopen ohne Geheimniskrämerei schon lange und von Peter Höbel in einer Perfektion wie sie in der Wissenschaft vorher nie gezeigt wurde.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Wilfried Mott,
jetzt hab ich aus Neugier doch weitergestöbert. In
Gesetz über Arbeitnehmererfindungen (http://www.gesetze-im-internet.de/arbnerfg/BJNR007560957.html#BJNR007560957BJNG000400306)
findet man:
Zitat§ 18 Mitteilungspflicht
(1) Der Arbeitnehmer, der während der Dauer des Arbeitsverhältnisses eine freie Erfindung gemacht hat, hat dies dem Arbeitgeber unverzüglich durch Erklärung in Textform mitzuteilen. Dabei muß über die Erfindung und, wenn dies erforderlich ist, auch über ihre Entstehung so viel mitgeteilt werden, daß der Arbeitgeber beurteilen kann, ob die Erfindung frei ist.
(2) Bestreitet der Arbeitgeber nicht innerhalb von drei Monaten nach Zugang der Mitteilung durch Erklärung in Textform an den Arbeitnehmer, daß die ihm mitgeteilte Erfindung frei sei, so kann die Erfindung nicht mehr als Diensterfindung in Anspruch genommen werden (§ 6).
(3) Eine Verpflichtung zur Mitteilung freier Erfindungen besteht nicht, wenn die Erfindung offensichtlich im Arbeitsbereich des Betriebes des Arbeitgebers nicht verwendbar ist.
Naja, wie ist denn jetzt Absatz (1) und Absatz (3) zu interpretieren? Um sicher zu sein, mache ich mich entweder sofort selbstständig oder handle nach Absatz (1) und lasse meinen Arbeitgeber entscheiden. Wenn ich aber, als besitzergreifender Arbeitgeber, an eine Erfindung ran wollte, würde ich mir schon was einfallen lassen. Da ist es wie mit den Würmern und den Elefanten, die ja bekanntermaßen einen wurmartigen Rüssel haben :D
Hallo Wilfried48,
wenn man ein Patent besitzt, heisst es noch lange nicht, dass man damit Geld machen kann oder einem jemand die Lizenz auch abkauft. Wankel und Elsbett wurden von der Industrie ausgehungert, weil "die Großen" nicht daran interessiert waren. "Die Großen" tun sich z.B. auch irrwitzig schwer mit den Elektroautos, weil sie bisher weder die Motoren, noch die Akkus (ich weiss, da wird gerade aufgerüstet) im eigenen Haus produzieren können. Der Großteil des Know-How der Autobauer liegt im Antrieb (mit Verbrennungsmotor) und dieses Gebiet mit den ganzen Entwicklungsabteilungen geben sie nicht kampflos auf, weil irgendein Würmchen meint, er wüßte da was Besseres. Ob an dem Olbrichtschen Gerät was dran ist, kann ich nicht beurteilen, aber vielleicht hat er damit einfach nur seinen Lebensunterhalt verdienen wollen und das ging ohne Patent vielleicht besser, einfacher und ungestörter als mit. Mich stört einfach nur der Satz: "Wenn was dran wäre, hätten doch die Großen...". Nein, hätten sie eben nicht unbedingt.
Herzliche Grüße, Jürgen
Edit: Sooo viele Wilfrieds hier
Zitat von: JüSchTü in Dezember 11, 2013, 14:55:56 NACHMITTAGS
wenn man ein Patent besitzt, heisst es noch lange nicht, dass man damit Geld machen kann oder einem jemand die Lizenz auch abkauft.
Hallo Jürgen,
Absolut. Bestes Beispiel sind die rundum geschlossenen Rettungsboote, die es mittlerweile überall gibt.
Der Erfinder (aus Hamburg) hat nicht eine müde Mark / Euro gesehen. Er hatte das Patent eingereicht.
Die Industrie, ... haben es geschafft, daß es 2 Jahre keine Pflicht wurde (ungeachtet vieler toter Schiffbrüchiger).
Nach ein paar Jahren ging dem Erfinder das Geld aus, da Niemand seine Erfindung bauen / kaufen wollte.
Er baute nur, mit Verlust, wenige Exemplare zur Vorführung, ...
Nachdem der Erfinder pleite war und das Patent verfiel, stürzten sich plötzlich alle auf die Erfindung.
Und dann erst wurde es (rein zufällig) Pflicht.
Daher tun mir alle Erfinder irgendwie leid. Sie können nur selten die Früchte ihrer Arbeit ernten.
Liebe Grüße Jorrit.
Hallo Jürgen,
Zitat von: JüSchTü in Dezember 11, 2013, 14:55:56 NACHMITTAGS
jetzt hab ich aus Neugier doch weitergestöbert. In
Gesetz über Arbeitnehmererfindungen (http://www.gesetze-im-internet.de/arbnerfg/BJNR007560957.html#BJNR007560957BJNG000400306)
findet man:
Zitat§ 18 Mitteilungspflicht
(1) Der Arbeitnehmer, der während der Dauer des Arbeitsverhältnisses eine freie Erfindung gemacht hat, hat dies dem Arbeitgeber unverzüglich durch Erklärung in Textform mitzuteilen. Dabei muß über die Erfindung und, wenn dies erforderlich ist, auch über ihre Entstehung so viel mitgeteilt werden, daß der Arbeitgeber beurteilen kann, ob die Erfindung frei ist.
(2) Bestreitet der Arbeitgeber nicht innerhalb von drei Monaten nach Zugang der Mitteilung durch Erklärung in Textform an den Arbeitnehmer, daß die ihm mitgeteilte Erfindung frei sei, so kann die Erfindung nicht mehr als Diensterfindung in Anspruch genommen werden (§ 6).
(3) Eine Verpflichtung zur Mitteilung freier Erfindungen besteht nicht, wenn die Erfindung offensichtlich im Arbeitsbereich des Betriebes des Arbeitgebers nicht verwendbar ist.
Naja, wie ist denn jetzt Absatz (1) und Absatz (3) zu interpretieren? Um sicher zu sein, mache ich mich entweder sofort selbstständig oder handle nach Absatz (1) und lasse meinen Arbeitgeber entscheiden. Wenn ich aber, als besitzergreifender Arbeitgeber, an eine Erfindung ran wollte, würde ich mir schon was einfallen lassen. Da ist es wie mit den Würmern und den Elefanten, die ja bekanntermaßen einen wurmartigen Rüssel haben :D
Nach meinem Verständnis - und ich muss zugeben ich bin nur als ehemaliger Personalvertreter mit Arbeitnehmerrechten halbwegs vertraut und habe kein Jurastudium anzubieten - kann Sinn und Zweck dieses Gesetzes lediglich sein den Arbeitgeber davor zu schützen, dass ein/e Arbeitnehmer/in die bezahlte Arbeitszeit nutzt um Erfindungen zu machen, die er/sie privat verwertet. In der Rechtspraxis kann ich mir folgende Beispiele bezüglich dieser Frage vorstellen, die natürlich technisch trivial aus der Luft gegriffen sind und nur den Sinn die m.M.n. mögliche Auslegung des Gesetzes verdeutlichen sollen (wobei ich leider nur Urteile in Bezug auf die Vergütung von Diensterfindungen auf die schnelle finden konnte):
Bsp. 1.: Herr Müller arbeitet in einem mikrobiologischen Labor. Zu den regelmäßigen Aufgaben gehört es Exkursionen zu machen, bei denen Wasserproben entnommen und vor Ort untersucht werden. Seit Jahren wird bemängelt, dass die Exkursionsmikroskope keine eigenständige Beleuchtung haben und es wurden bereits verschiedene Versuche unternommen diesen Umstand zu verändern - diese wurden auch vom Arbeitgeber als Versuche angewiesen. Nun kommt Herr Müller auf die Idee eine LED-Beleuchtung zu bauen und es gelingt ihm mit einem portablen Akku mehrere Stunden ausreichend Licht zu erzeugen. Er meldet dies als freie Erfindung an.
Da in diesem Beispiel Herr Müller mit exakt dieser Fragestellung dienstlich betraut war, wird es wohl kaum als freie Erfindung durchgehen. Entsprechend gilt es hier das Recht des Arbeitgebers auf die Ergebnisse der bezahlten Arbeitsleistung zu schützen - trotzdem könnte sich ein Anspruch für besondere Vergütung für den Arbeitnehmer ergeben, wenn es als Diensterfindung gilt.
Bsp. 2: Frau Becker arbeitet in einem Stellwerk der Eisenbahn. Privat beschäftigt sie sich mit dem Tümpeln und ist seit Jahren - wie das mikrobiologische Labor von o.g. Herrn Müller - unerfreut über die mikroskopische Beleuchtung bei Exkursionen. Sie kommt auf o.g. Idee und meldet eine Erfindung an. In dem Fall greift Absatz 3 mit einer sehr großen Sicherheit - schließlich wird die Eisenbahn (besonders in dem ihr ersichtlichen Arbeitsbereich) keine Exkursionsmikroskopie betreiben. Wenn sie auf der sicheren Seite sein möchte würde sie es dem Arbeitgeber melden. Wenn dieser jetzt versucht diese Erfindung anzueignent hat er aber schlechte Karten. Ich hätte zumindest meine Zweifel daran ob es argumentierbar ist dies als Diensterfindung einer Stellwerkerin darzustellen.
Die Fälle werden in aller Regel nicht so klar zu unterscheiden sein - deswegen sind es jetzt ja auch nur Beispiele zur Verdeutlichung meiner Auffassung darüber. Wenn ich eine Erfindung tätige, die frei ist und vermarktet werden kann, würde ich mir wohl den Spass machen einen Anwalt aufzusuchen und mit ihm die Sache durchzusprechen. Uneingeschränkt empfehlen würde ich in dem Zusammenhang aber auch nicht zu kündigen und am nächsten Tag ein Patent anzumelden. Wenn das Wellen schlägt könnte es für einen selbst auch nachteilig sein - dann nämlich wenn es dem ehemaligen Arbeitgeber gelingt nachzuweisen, dass die Erfindung dienstlich erfolgt ist und lediglich außerdienstlich angemeldet wurde.
Herzliche Grüße,
WM.
PS: Und mit der Anzahl der Wilfr
ieds muss ich Dir doch widersprechen - um es nochmal komplizierter zu machen ;-)
Zitat von: JüSchTü in Dezember 11, 2013, 14:55:56 NACHMITTAGS
.....
wenn man ein Patent besitzt, heisst es noch lange nicht, dass man damit Geld machen kann oder einem jemand die Lizenz auch abkauft. Wankel und Elsbett wurden von der Industrie ausgehungert, weil "die Großen" nicht daran interessiert waren.
.....
Hallo Jürgen,
das kann ich zumindest aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Wenn die Idee marktwirtschaftliches Potential hat, findet man immer einen zahlenden Abnehmer, dafür ist schon genügend Konkurrenz in der Industrie. Es gibt nicht die "gleichgeschaltete" Industrie die Erfindungen unterdrückt.
Und Herr Wankel ist doch dafür ein gutes Beispiel, dass Erfindungen lohnen. Sein Motor wurde doch verwertet und das Verwertungsrisiko von NSU übernommen die trotz der Innovation Ro 80 Pleite ging. Dass danach bei den anderen eine gewisse Zurückhaltung eingetreten ist ist doch verständlich. Aber Wankel ist sicher nicht als armes Erfinderlein gestorben.
Und bei der Mikroskopie wären es doch gleich mindestens vier grosse die sich um eine gute Idee sicher streiten würden.
Angst muss man als Arbeitnehmererfinder doch nur haben, wenn die eigene Firma das Monopol auf ein Produkt hat, also konkurrenzlos ist und sich das derzeitige Monopolprodukt mit grossem Gewinn verkaufen lässt. Da könnte einem dan schon gesagt werden, dass die Idee noch nicht reif für eine Vermarktung ist und man besser kein Patent anmeldet, sondern die Idee geheim hält. Aber auch dann würde der Arbeitnehmererfinder nicht ganz leer ausgehen, denn nicht für das Patent bekommt er seine Erfindervergütung sondern für seine Erfindung.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Wilfred,
ZitatPS: Und mit der Anzahl der Wilfrieds muss ich Dir doch widersprechen - um es nochmal komplizierter zu machen ;-)
oh, Entschuldigung, da war ich nachlässig :(
Zitatkann Sinn und Zweck dieses Gesetzes lediglich sein den Arbeitgeber davor zu schützen, dass ein/e Arbeitnehmer/in die bezahlte Arbeitszeit nutzt um Erfindungen zu machen, die er/sie privat verwertet
Freilich soll der Arbeitgeber vor, in diesem Sinne, ausbeuterischen Arbeitnehmern geschützt werden, ganz klar. Es kann ja nicht sein, dass die Investitionen einer Firma dann in die privaten Entwicklungen der Mitarbeiter fließen. Ich kenne aber z.B. eine (Welt-)Firma, die hauptsächlich Teile für Verbrennungsmotoren herstellt, vor (vielen) Jahren den Betrieb mit Rechnern ausstatten wollte und keinen akzeptablen Anbieter für Computerböden, damals, als die Dinger noch ganze Räume füllten, fand. Kurzerhand hat man die Böden selbst entwickelt und in einer eigens gegründeten Firma auch selbst hergestellt und vertrieben. Oder: Das Familienunternehmen Ritter, momentan in aller Munde ;), baut auch Solarpanels, was ja nun mit Schokolade gar nix zu tun hat. Und dann?
Ich glaube halt, wenn man sich mit "den Großen" auf einen Rechtsstreit einläßt, hat man schlechte Karten und es ist nicht so dumm, sein kleines, aber eigenes (mit Geheimnissen verbrämtes) Süppchen zu kochen ;)
Herzliche Grüße, Jürgen
Zitat von: JüSchTü in Dezember 11, 2013, 18:02:35 NACHMITTAGS
Hallo Wilfred,
ZitatPS: Und mit der Anzahl der Wilfrieds muss ich Dir doch widersprechen - um es nochmal komplizierter zu machen ;-)
oh, Entschuldigung, da war ich nachlässig :(
kein Problem, wird übel genommen und bis ans Lebensende nachgetragen ;-)
Zitat von: JüSchTü in Dezember 11, 2013, 18:02:35 NACHMITTAGS
Ich glaube halt, wenn man sich mit "den Großen" auf einen Rechtsstreit einläßt, hat man schlechte Karten und es ist nicht so dumm, sein kleines, aber eigenes (mit Geheimnissen verbrämtes) Süppchen zu kochen ;)
Zu einem Teil würde ich Dir da rechtgeben. Gleichzeitig ist es aber z.B. auch so, dass große Unternehmen gegen geltendes Recht eindeutig verstoßen und damit durchkommen weil die meisten eben denken "da kann ich mit meinen Ressourcen eh nicht gegen angehen". Ich würde mir sicher auch tausendmal überlegen einen Rechtsstreit über die Detailauslegung irgendeines Paragrafen mit einem Weltunternehmen anzufangen, trotz Rechtsschutz. Bei eindeutigen Sachverhalten ist es aber schon so, dass ich rechtliche Schritte einleite sofern die "Drohung" damit nicht schon reicht. In solchen Fällen sind auch die "Großen" spätestens beim mit von Anwaltsbüro xyz unterschriebenen Papier eher kleinlaut, sofern man überhaupt noch irgendeine Forderung von ihrer Seite hört.
Hallo Wilfried48,
ZitatEs gibt nicht die "gleichgeschaltete" Industrie die Erfindungen unterdrückt.
naja, das liest sich in dem Buch "Der Wankelmotor, Protokoll einer Erfindung" aber bissle anders. Wankel war bei NSU als Berater engagiert, hauptsächlich in Sachen Dichtungstechnik und Drehschiebertechnik für normale Verbrennungsmotoren. Sein Eigenanteil zu seinem Motor, inklusive eines Teils seines Privathauses als Forschungswerkstatt, war zunächst erheblich und NSU wollte den zunächst auch nicht bauen, weil die Firma dafür eigentlich zu klein war. Die erste Lizenz hat dann 1958 Curtiss-Wright genommen, und erst 1961 kam "ein Großer" aus Europa: DB. (1967 dann Graupner ;)). Die meisten Lizenzen gingen ins Ausland, die einzigen deutschen PKW-Hersteller waren DB, VEB Automobilbau, Porsche und Ford BRD. Für mich sieht das schon nach (deutschem) Boykott aus.
Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheorien, aber ich möchte doch an John Harrison erinnern, einen gelernten Tischler und Erfinder und Bauer der ersten Präzisionsuhren. Trotz der Gewissheit der vielen unschuldig ertrinkenden Seeleute und Passagiere, wurde seine Erfindung aus Ignoranz und Arroganz der "herrschenden Wissenschaftskaste" unterdrückt. Sein nahezu lebenslanger Kampf für seine Idee hat ihn seine ganze Kraft gekostet. Ich empfehle das Buch "Längengrad" von Dava Sobel.
Herzliche Grüße, Jürgen
Hallo Wilfred,
Zitatkein Problem, wird übel genommen und bis ans Lebensende nachgetragen ;)
ich hab's befürchtet ;) Ich kann das aber nachfühlen, weil ich meinen Nachnamen auch schon in allen Varianten lesen durfte und manchmal nervt das wirklich.
ZitatIn solchen Fällen sind auch die "Großen" spätestens beim mit von Anwaltsbüro xyz unterschriebenen Papier eher kleinlaut, sofern man überhaupt noch irgendeine Forderung von ihrer Seite hört.
wenn Du deratige Erfahrungen gemacht hast, bin ich ja wieder bissle beruhigt. Es ist manchmal einfach frustrierend zu sehen, wie Macht in Form von Geld und Zeit nur ihrer selbst Willen benutzt wird, um eigene Interessen gegen andere durchzusetzen.
Herzliche Grüße, Jürgen
Hallo Jürgen,
es bringt nichts eine Verschwörungstheorie durch die nächste zu ersetzen. Bleiben wir doch mal beim Fall Wankel und da hat sich doch die Entscheidung der Autoindustrie
im Nachhinein als goldrichtig erwiesen. Oder wo würdest du den Vorteil des Wankelmotors gegenüber den derzeitig gebauten Motoren sehen. Wenn er real (nicht theoretisch) einen Vorteil
hätte könnte ihn doch jeder inzwischen lizenzfrei weiterentwicklen und tuts einer ?
Aber wenden wir uns stattdessen lieber wieder dem Thema Mikroskopie zu und da ist Olbricht nach wie vor in einer Bringschuld. Ich glaube nämlich nicht dass die angeblich vier Verschworenen Zeiss, Leica, Olympus und Nikon anders zu überzeugen sind.
viele Grüsse
Wilfried
Zitat von: JüSchTü in Dezember 11, 2013, 19:26:33 NACHMITTAGS
Hallo Wilfred,
Zitatkein Problem, wird übel genommen und bis ans Lebensende nachgetragen ;)
ich hab's befürchtet ;) Ich kann das aber nachfühlen, weil ich meinen Nachnamen auch schon in allen Varianten lesen durfte und manchmal nervt das wirklich.
Sei unbesorgt - hier bin ich ja nur mit einem Pseudonym unterwegs... Und im richtigen Leben kenne ich das zwar, bin aber mit vielen die meinen Namen falsch schrieben und schreiben noch ganz gut. Nur mit meinem ehemaligen Vermieter nicht, aber das hat nochmal ganz andere Gründe ;-)
Zitat von: JüSchTü in Dezember 11, 2013, 19:26:33 NACHMITTAGS
ZitatIn solchen Fällen sind auch die "Großen" spätestens beim mit von Anwaltsbüro xyz unterschriebenen Papier eher kleinlaut, sofern man überhaupt noch irgendeine Forderung von ihrer Seite hört.
wenn Du deratige Erfahrungen gemacht hast, bin ich ja wieder bissle beruhigt. Es ist manchmal einfach frustrierend zu sehen, wie Macht in Form von Geld und Zeit nur ihrer selbst Willen benutzt wird, um eigene Interessen gegen andere durchzusetzen.
Beruhigen ist ja das Gegenteil von dem was ich in der Hinsicht erreichen will. Wir leben zum einen in einem marktwirtschaftlichen System und zum anderem sagt das Rechtssystem, dass ohne Kläger auch kein Richter kommt. Nehmen wir einmal das Beispiel von Kopfhörern, die bei jedem Handy und MP3-Player als Zugabe zu haben sind. So gut wie jeder Mensch, den ich kenne, hat schonmal nach kurzer Zeit feststellen müssen, dass am Stecker ein Wackelkontakt besteht. Das hat auch nur bedingt mit der Handhabung zu tun, schließlich sind meine etwa 15 Jahre alten Sennheiser Kopfhörer auch nicht immer zimperlich angefasst worden und halten noch - technisch braucht es dafür eine solide Lötverbindung, guten Knickschutz und eine durchdachte Zugentlastung.
Bei auftreten dieses Fehlers sind die meisten geneigt hinzugehen und sich neue für 10 Euro zu kaufen, fragen mich aber als Techniker gerne ob ich da was tun könne. Ich frage dann immer, wie alt diese sind, und schicke die Bekannten dann in der Regel zum Verkäufer dieser minderwertigen Ware. Sie kommen dann eigentlich immer mit einem neuen Paar wieder, für 0 €. Wenn das alle tun würden, würde es sich eben nicht lohnen 10 Cent pro Stück in der Fertigung zu sparen. Solange das aber nur einer von sagen wir 1.000 tut, ändert sich da nichts... Da die Mehrkosten bei 1.000 Stück 100€ wären und das neue Paar, was man diesem einen Rebellen aushändigen muss, einen Verkaufwert von 10€ hat... Nun könnte der Händler auf die Idee kommen die Reklamationen abzubügeln und wird aktuell damit wahrscheinlich erfolgreich sein. Nicht erfolgreich wird es allerdings, wenn die abgebügelten Kunden alle Klagen, da innerhalb der ersten 6 Monate nach Verkauf die Pflicht besteht nachzuweisen, dass die Ware bei Verkauf in Ordnung war - welche Kosten das nach sich zieht möge jede/r selbst überschlagen.
Zu einem Herrscher gehört nunmal - und das ist die unbequemste Wahrheit - immer ein Volk, dass sich beherrschen lässt.
PS: Ich argumentiere nicht dafür grundlos zu klagen - nur sollte jede/r für sein Produkt geradestehen und wenn auf die Bemängelung wenig hilfreiche Standardantworten erfolgen, dann wurde m.E. die gewünschte Umgangsform schon festgelegt.
Herzliche Grüße,
WM.
Hallo,
das ist aber ein gewaltiger Preissturz - von einer Viertelmillion auf jetzt nur noch 15.000 Euro bei Ebay- Da sollte man vielleicht doch zuschlagen....
http://www.grayfieldoptical.com/specials.html
Obowhl ich die Befürchtung habe, dass Herr Olbrich dieses Mikroskop nur verkaufen kann, indem letztlich Einzelkomponenten in der Bucht landen (z.B. die durchaus hochwertigen Nkon-Objektive). Ob allerdings der Rest überhaupt verwertbar ist.... ???
Hezrliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
unter den "durchaus hochwertigen" Objektiven befinden sich ganze zwei (2) Nikon Objektive. Ich kann deren Wert nicht endgültig einschätzen, da die Informationen und das eine Bild dazu völlig unzureichend sind. Nur so viel:
Nikon Plan 1/0.04: ein interessantes Objektiv. Mir ist ein sehr gut Erhaltenes für 110 britische Pfund durch die Lappen gegangen.
Nikon 100 /1.25 OIL Ph4 DL: ein ordentlicher Phasenkontrast-Achromat mit einem engen Anwendungsbereich.
Vielleicht rechtfertigen ja die anderen fünf Objektive den Preis von 2500 Euro, aber an den beiden Nikons kann es nicht liegen.
Herzliche Grüße
Thomas
Lieber Thomas,
ich meine, auf einem der vielen Bilder auch zwei oder drei der dicken Unendlich-"Bomben" (Plan Fluor) gesehen zu haben, die bringen ja immerhin schon mal zwischen 200 und 400 EUR bei Ebay. Aber vielleicht überschätze ich auch die Gesamt-Objektivausstattung.
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
hier ist das Angebot: http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/verschiedene-objektive-nikon,-leitz,-olympus/163036188-168-4492
Den Nikon-Anteil daran finde ich sehr übersichtlich und wenig verlockend ansgesichts des Paketpreises.
LG Thomas
Zitat von: Peter V. in Dezember 11, 2013, 21:10:50 NACHMITTAGS
http://www.grayfieldoptical.com/specials.html
Wow, that is a very unique custom build cupboard. With some haggling it might be yours as well ;D
René
Lieber Thomas,
das hatte ich gar nicht gesehen. Ziemlich ambitionierte Preisvorstellung :-\
Aber ich meinte, dass ich auf den Bildern auf seiner Website bzw. bei Greyfield solche höherwertigen Nikons entdeckt hätte.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter V. in Dezember 11, 2013, 22:27:28 NACHMITTAGS
...
das hatte ich gar nicht gesehen. Ziemlich ambitionierte Preisvorstellung :-\
Aber ich meinte, dass ich auf den Bildern auf seiner Website bzw. bei Greyfield solche höherwertigen Nikons entdeckt hätte.
Lieber Peter und Thomas,
laut Aussage von Olbrich sind es aber für seine Spezifikationen modifizierte Nikon Objektive
Zitat Olbrich: "The Ergonom microscopes use top quality Nikon objectives that have been modified to our specifications "
Es ist überhaupt interessant dies hier zu lesen
http://kurt-olbrich-institut.org/index.php/de/component/content/article/8-ergonom-technologie/4-fragen-antworten
insbesondere die Punkte 10. und 11.
Schade, so entgeht ihm wohl der Nobelpreis ;)
viele Grüsse
Wilfried
Die Aufmerksamkeit möchte ich dann noch auf folgendes Video lenken:
http://www.grayfieldoptical.com/hd-dvd-analysis---images.html
Es zeigt die Struktur einer HD DVD, das bemerkenswerte ist:
ZitatAccording to the manufacturer, these features could not be made visible by SEM, Confocal or any other microscope method they tried.
Eine hochinteressante Beobachtung, wo der Spurabstand 400nm und der Fokuspunkt 312nm (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vergleich_optischer_Datentr%C3%A4ger) ist und man entsprechend erwarten könnte mit einem halbwegs vernünftigen Lichtmikroskop mit seinen mickrigen 200nm Auflösungsvermögen, zumindest bei Einsatz von Ölimmersion, die Struktur erkennen zu können, scheitert offenbar selbst das Rasterelektronenmikroskop mit seinem Auflösungsvermögen von wenigen nm! Solch eine Demonstration hinterlässt doch einen bleibenden Eindruck 8)
Hallo Wilfried,
mir ging's bei dem Beispiel lediglich darum, wie ein Einzelner von einer Interessengemeinschaft ausgebremst werden kann und dass es für den Einzelnen dann u.U. gesünder ist, diesem Konflikt auszuweichen. Die Selbstmordrate ist bei in Konkurs gegangenen Selbstständigen sowieso schon signifikant erhöht.
ZitatOder wo würdest du den Vorteil des Wankelmotors gegenüber den derzeitig gebauten Motoren sehen. Wenn er real (nicht theoretisch) einen Vorteil
hätte könnte ihn doch jeder inzwischen lizenzfrei weiterentwicklen und tuts einer ?
Im Realen, nicht theoretisch ;), bin ich gelernter Maschinenbauingenieur und kenne mich, glaube ich, in Konstruktion ganz gut aus. Der große Anreiz des Wankelmotors bestand in folgenden Fakten: Er ist sehr klein und leicht (viel Leistung bei wenig Gewicht) und hat, ähnlich einem Zweitaktmotor, sehr wenig bewegte Teile. Die Drehbewegung wird direkt weitergegeben und nicht durch eine Umlenkung über Pleuel und Kurbelwelle. Das sind sogar schon sehr viele Vorteile. Der
Drehkolbenmotor (den wollte Wankel eigentlich bauen) hat, anders als der dann in Fahrzeugen realisierte
Kreiskolbenmotor, zusätzlich den Vorteil des vollständigen Massenausgleichs. Alle Teile rotieren um ihren Schwerpunkt und die Lagerkräfte und damit auch der Verschleiß sind erheblich reduziert. Die nicht abgeschlossene Entwicklung dieses Projekts im Nachhinein als Irrweg zu interpretieren, wird m.E. der Sache nicht gerecht.
Die Annahme, dass immer, wenn etwas gut und sinnvoll ist, auch realisiert wird, möchte ich doch etwas bezweifeln. Wenn Napoleon nicht gewesen wäre, hätten wir heute überall in Europa Linksverkehr, weil das in der damaligen Zeit einfach sinnvoller war. Dass in Frankreich auf der Straße zwar Rechtsverkehr, auf der Schiene aber Linksverkehr herrscht, scheint mir auch nicht ganz plausibel. Ich würde aber nicht sagen, dass das besser ist, weil die Franzosen das doch sonst anders gemacht hätten. Darüber, dass es das Phoebuskartell gegeben hat, gibt es keine Zweifel. Auch die Geschichte von John Harrison ist verbürgt, niedergeschrieben und als TV-Doku gelaufen. Aktuelle Beispiele aus der Energiewirtschaft erspare ich mir lieber. Ja, und dann könnte ich auch noch Geschichten über meine ganz persönlichen Erfahrungen erzählen, die ich als Ferienarbeiter im Zeiss Ikon Kamerawerk gemacht habe, um das Z-Wort mal wieder zu nennen ;) Die wussten auch ganz genau, was gut und sinnvoll ist, und wo sind sie heute?
Aber Du hast Recht, solche Angaben wie "100 nm Auflösung" und "50000fache Vergrößerung" bei einem Lichtmikroskop müssten natürlich reproduzierbar nachgewiesen werden. Die Formulierung
ZitatAlle oben genannten Mikroskope sind bewährte Sonderkonstruktionen und haben schon über 50.000 Videos und Fotos angefertigt
ist eher amüsant, als aussagekräftig.
Herzliche Grüße, Jürgen
Hall,
nachdem wir ja nun schon so ot sind.....
Ohne tiefgreifende Ahnung von Patenten und den Gesetzen der Wirtschaft. Aber es ist schon so, dass sich nicht alles, was "gut" its, auch durchsetzt. Die Frage ist immer, für wen etwas "gut" ist. Ein klassisches beispiel ist das von Jürgen angeführte Phoebus-Kartell. Ferneherhin wurde in der DDR die "Ewigkeitsglühlampe" mit 150.000 h Brenndauer entwickelt und meines Wissens seinerzeit auch auf der Hannover-Messe vorgestellt. Sie fand (wen wundert's?) kein Interesse bei der Industrie.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ewigkeitsgl%C3%BChbirne
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
Zitat von: Peter V. in Dezember 12, 2013, 08:13:03 VORMITTAG
Ferneherhin wurde in der DDR die "Ewigkeitsglühlampe" mit 150.000 h Brenndauer entwickelt und meines Wissens seinerzeit auch auf der Hannover-Messe vorgestellt. Sie fand (wen wundert's?) kein Interesse bei der Industrie.
nun ja, diese ewigen Lampen ...
Kein Wunder, dass es kein Interesse der Industrie gibt. Die wollen ja nicht Dinge herstellen die ,,gut" sind, sondern Dinge, die sich verkaufen lassen und wer sollte schon ein Interesse an Lampen haben, die bei gleicher Leistungsaufnahme sehr viel dunkler sind oder bei gleicher Helligkeit durch die hohen Energiekosten teurer sind?
Konventionelle Unterspannungslampen für Ampeln gab es auch schon und der Vorteil dieser elektronischen Regelung ist bis heute nicht bewiesen bzw. im Patent trivial sachfehlerhaft dargelegt.
Ich wage ganz leise zu behaupten: Eher kein Beleg für die behauptete(n) Verschwörung(en) gegen das Gute.
vlg
Timm
Lieber Peter,
und warum hat sich denn dann die LED durchgesetzt, die hält sich doch auch ewig und hätte vom sogenannten Industriekartell verhindert werden müssen ?
Diese sogenannte Ewigkeitslampe war in Wirklichkeit eine dunkle Funzel und hat sich daher einfach am Markt nicht durchsetzen lassen sonst wäre die Firma Narva nach der Wende förmlich aufgeblüht und nicht eingegangen.
Zitat aus deinem link:
Zitat
Der Hauptunterschied zum normalen Betrieb einer Glühlampe besteht nach Binninger darin, dass eine Glühlampe mit höherer Leistung sowie verringerter Spannung (TRIAC-Phasenanschnittsteuerung, siehe [6]) betrieben wird und sich dadurch die effektive Betriebsspannung verringert und die Lebensdauer erhöht. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer um das Mehrfache – die Farbtemperatur und der Wirkungsgrad (Lichtausbeute) verringern sich jedoch.
Ein weiterer von Binninger behaupteter Effekt bei gepulstem Betrieb unterhalb ab etwa 50 Hz ist: Die Glühfadentemperatur soll dann angeblich der Pulsspannung folgen und die Lichtausbeute soll sich aufgrund der exponentiellen Zunahme der Lichtausbeute in den Temperaturmaxima derart erhöhen, dass ein Effizienz-Vorteil gegenüber reinem Unterspannungsbetrieb auftreten würde. Binninger behauptete, dass bei dieser gepulsten Betriebsweise die enorme Lebensdauerzunahme, wie sie bei Unterspannungsbetrieb bekanntermaßen eintritt, erhalten bleiben würde (DE3213333A1[7]). Das ist zumindest zweifelhaft, da sich in den Temperaturmaxima wiederum auch die Abdampfrate des Glühfadens erhöht. Zusätzlich tritt vermutlich eine nachteilige Temperaturwechselbeanspruchung auf. Ein klarer Beleg für diese Behauptungen steht aus.
Im Patenttext (insbesondere DE3213333A1[7]) sind fachliche Fehlschlüsse enthalten (arithmetischer Mittelwert der gepulsten Spannung wird fälschlicherweise als Grundlage zur Leistungs- und Effizienzberechnung herangezogen), was zweifellos von potentiellen Herstellern solcher Lampen erkannt wurde.
Du kannst ja mal versuchen die 100W Halogenlampe an einem deiner Mikroskope so zu betreiben, dann wirst du sehen was passiert ;D
verschwörerische Grüsse
Wilfried
Guten Morgen liebe Patentrechtler,
Zitat von: Peter V.Ohne tiefgreifende Ahnung von Patenten und den Gesetzen der Wirtschaft. Aber es ist schon so, dass sich nicht alles, was "gut" its, auch durchsetzt. Die Frage ist immer, für wen etwas "gut" ist.
So iss es.
Das Patent anmelden ist erst der erste Schritt, dass ist noch kein Garant für einen Markt. Denn wenn man niemanden findet, der bereit ist das Produkt zu vermarkten bringt doch alles nichts. Es hatte vor ein paar Jahren ein Herr "sowieso" einen Oelfilter für Verbrenner-Motoren entwickelt, der ein ganzes Autoleben lang halten würde. Dazu kommt, dass man das gleiche Oel ein ganzes Autoleben lang behalten kann, ohne je einen Oelwechsel zu machen. Wenn wunderts,,,, der Erfinder klopfte Jahrelang verschiedenste grosse Firmen und Konzerne ab. Aber komischerweise(logischerweise) hatte an dem Oelfilter niemand interesse. Es jammern lieber alle über die Umweltverschmutzung, statt was dagegen zu unternehmen. Wenn es nach einer gewissen Automobillobi geht, ist es besser wenn man weiterhin Altoel produziert, dass dann aufwendig entsorgt werden muss, aber da verdient der Staat ja mit, also wen wunderts. Darum immer schön Oelwechsel nicht vergessen,,, und sollte es mal zu einem Unfall kommen, dann gefälligst nur so, wie er nach unzähligen Crashtest's ermittelt wurde, wenn man den Unfall nicht nach Vorschrift baut, tja dann ist man selber schuld. ;D Der Elch lässt grüssen. Da fragt man sich echt in welchem Zeitalter wir leben. Dafür ist man in anderen Bereichen mit der Patentvergabe und Vermarktung derselben umso freizügiger, ich sage nur Biopiraterie, hauptsache unsere grossen "Steuerzahler" Konzerne mach was daraus das vieeel Geld bringt, egal auf wesen kosten. Mittlerweile dürfte jedem bekannt sein, nicht die Politik regiert die Welt, sondern das GELD(Wirtschaft).
Wie sagt man....... die wichtigste Lehre der Geschichte der Menschheit ist die, das die Menscheit aus der Geschichte nichts gelehrnt hat. Und das wird sich in den nächsten paar tausend Jahre auch nicht ändern.
Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Reto B.
Zitat von: wilfried48 in Dezember 11, 2013, 20:19:36 NACHMITTAGS
Aber wenden wir uns stattdessen lieber wieder dem Thema Mikroskopie zu und da ist Olbricht nach wie vor in einer Bringschuld. Ich glaube nämlich nicht dass die angeblich vier Verschworenen Zeiss, Leica, Olympus und Nikon anders zu überzeugen sind.
Hallo zusammen,
das ist mit Sicherheit so. Natürlich sind diese Vier immer an Neuentwicklungen interessiert, mit der sie ihre Marktposition in der Forschung ausbauen können. Das eröffnet ja nicht nur die Möglichkeit, Megaeuro teure "Maschinen" zu verkaufen, sondern sich dadurch auch gleich für die Ausstattung einiger Kurssäle oder Kliniklabors zu empfehlen. Grundvoraussetzung dafür ist aber, dass das betreffende Unternehmen das Prinzip derart detailliert verstanden hat, dass es sich industrialisieren und fertigen lässt. Wer will schon den Erfinder bei jedem Produktionslos anrufen, damit der im abgeschlossenen Zimmer bei jedem Gerät die Hand auflegt oder sich während der Beobachtung daneben stellt, damit es funktioniert? ;D
Wie ich ich aus vertrauenswerter Quelle weiß, hat Herr Olbrich bei Leica sein System vorgestellt und ist dann genau an der Stelle gescheitert, an der er nicht erklären wollte, was eigentlich dahinter steckt. Das ist leider sehr charakteristisch für jede Art von technischer Quacksalberei - sie sagen nicht wie es funktioniert, sie fühlen sich von der "bösen" Industrie verfolgt, sie betrieben massiv PR, aber sie sagen jede Demonstration ihrer Idee ab, weil unvorhergesehen etwas kaputt gegangen ist. Wer mag, kann zu diesem Thema mal "Felix Würth" googeln...
Gruß
Jörg
Hallo,
ohne jetzt über das Prinzip - falls es eines gibt - der Mikroskope von Olbrich zu spekulieren reicht eigentlich schon ein Blick auf die "Beispielfotos" aus um sich mit Grausen abzuwenden. Die Aufnahmen sind für mich entweder nicht zu interpretieren, schrottig schlecht oder schlicht wohl auch mal falsch bezeichnet.
Beispiel: Wer ist der Meinung, dass es sich bei dem Bild links in nachfolgendem Link um eine Aufnahme im Phasenkontrast handelt?
http://www.grayfieldoptical.com/phase-contrast.html
Davon abgesehen beeindruckt die enorme Bildgröße von 402x282 Pixeln natürlich schon. Ein Nachteil dieser beeindruckenden Bildgröße ist allerdings, dass man derart große Bilder natürlich extrem komprimieren muss.
Den erläuternden Text über den Bildern habe ich übrigens nicht verstanden, was aber garantiert an mir liegt.
Allerdings ist es ja so, dass einem ja immer mal wieder ganz merkwürdige neu entwickelte Kontrastverfahren begegnen. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass eine dezentrierte Phasenkontrasteinrichtung als beeindruckende Neuerung empfunden wurde...
viele Grüße
Christian
Hallo Christian,
man sollte nicht versuchen etwas zu verstehen, wo es gar nicht zu verstehen gibt.
Ich habe vor ca 20 Jahren mit ihm ausführlich verhandelt und hatte sogar schon Firmen-intern die Zusage, dass wir den ignoranten großen Mikroskopherstellern die Erfindung vor der Nase wegschnappen. Es scheiterte aber an meiner Forderung, dass wir ohne eine Anzahlung von 100.000.- DM erst mal mit von uns untersuchten Testproben uns überzeugen wollten, was die "Methode" leistet.
So haben wir zwar lange und ausführlich miteinander geplaudert, aber das Schnäppchen haben wir sausen lassen. Und so muss sich die Firma halt immer noch mit dem Bau von Automobilen über Wasser halten. Ich wäre so gerne der Vorstand dieses neuen Geschäftszweigs geworden! 8)
Nun, lieber Klaus, aus diesem Fehler haben sie aber gelernt und stellen sich jetzt selbstverständlich jeder Herausforderung!
http://www.grayfieldoptical.com/put-us-to-the-challenge.html
Herzliche Grüße
Peter
Guten Tag Christian,
Ich als Laie würde beim linken Bild eher um eine nicht perfekte Hellfeldaufnahme tippen und rechts auf eine Kontrastverfahren Aufnahme. Ich überlege mir die längste Zeit wie er die Physik austrickst. Wenn ich die Vergrösserungen von denen er schreibt und wir sprechen ja nicht von leerer Vergrösserung und mir zu einem 100er trocken Objektiv(er arbeitet ja trocken) die dazu notwendige N.A. vorstelle, bin ich ratlos. Und dazu kommt der nötige kleine Wellenbereich(Spektrum, nm) des Lichts, denn es ja auch braucht. Da muss man ja bald mit Photonen arbeiten. Und eine Auflösung von <100nm wäre doch immer noch zu wenig um bei einer Vergrösserung von 50'000x nicht von einer leeren Vergrösserung zu sprechen. Das ist doch Nobelpreis verdächtig. Das ist doch so ein Meilenstein in der Mikroskopie wie die Sted oder Konfokal Mikroskopie obwohl die mit Laser funktionieren. ;D Umso erstaunlicher ist es, wie er das wohl mit Licht in Form einer Welle geschaft haben soll. Hat keiner ansatzweise eine Vorstellung, wie man das bewerkstelligen kann ?
Noch was interessantes zur Patentfreigabe,,,, Phoebuskartell.... leider spielt es sich wiedermal in Genf ab, wie das liebe Ban... Geheimniss. >:( Das ist die Realität.... soviel zur Patentvergabe..... und diese Entwicklung hat nichts mit Verschwörung zu tun, sondern einzig und allein mit Geld,,, leider.
Phoebuskartell-Die geplante Obsoleszenz (http://www.youtube.com/watch?v=_hC-9qNrr0Y&list=PL092295DC0B7A44FA)
Volksverdummung (http://www.youtube.com/watch?v=KZbs30iS__Y) ;D
Herzliche Grüsse aus der Schw.... ich traue mich nicht mehr es auszuschreiben :-[,,, Reto B.
Hallo zusammen,
uiuiui, was für ein Faden! :D Eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich Wilfrieds Meinung, dass, wenn etwas sinnvoll wäre, es "die Großen" schon gemacht hätten, nicht ohne weiteres teile. Aber das hier ist ja ein Wespennest. OK, jetzt hab ich also Herrn Olbrich und seine Guckmaschinen kennengelernt. Hm. Allerdings als Basis bei einer Diskussion über politische Vorgaben, Firmenphilosophien, Lobby und kaufmännische Zwänge wenig hilfreich. Dass kein Patent angemeldet wurde, scheint mir doch eher am eigenbrötlerischen Wesen des Erfinders zu liegen, der mit grenzwissenschaftlichem Geheimwissen sein Know-How mystifiziert.
Eines wollte ich zum zweiten Link von Reto ("Volksverdummung") noch anmerken: Die "EU" ist keine anonyme Blackbox und deren Bürokraten sind Menschen, die NICHT in Brüssel aus dem Boden gewachsen sind. Die Leute sind dort, weil WIR oder unsere Vertreter sie dorthin geschickt haben! Der erleichterte Seufzer "endlich isser weg von hier, soll er doch dort weiter wurschteln" ist ein kurzsichtiger Trugschluß, weil uns die Konsequenzen daraus bumerangartig treffen.
Herzliche Grüße, Jürgen
Werte Mikrofreunde!
Wenn solche Begriffe wie gut und sinnvoll hier in der Diskussion verwendet werden, so bezieht sich das auf die Funktionen eines Gegenstands oder seine Leistung. Die Sache, auf die Jörg Haus kurz hingewiesen hat, fällt bei dieser Betrachtungsweise aber oft unter den Tisch: Dat Dingens muß sich auch in Großserie rationell herstellen lassen und der zeitliche Vorsprung, den der erste Hersteller hat, muß bei jeder kumulierten Herstellmenge zu einer Lernkurve führen und diese zu einer Stückkosten-Degression. Ist die Konstruktion eines Apparats derart, daß eine Lernkurve voraussichtlich nicht zur deutlichen Kostendegression bei Herstellung und Vertrieb führen wird, d. h. macht es in Bezug auf die Stückkosten und die Vertriebsgemeinkosten wenig Unterschied, ob ich eine Serie von 20 oder von 1.000 Stück produziere und verkaufe, ist das Produkt uninteressant. Wenn nämlich die Konkurrenten bereits in den Startlöchern stehen, um meinen Erfahrungsvorsprung aufzuholen, muß ich in der Lage sein, die Preise zu senken und trotzdem noch gut zu verdienen. - Sonst wird der kaufmännische Controller seines Amtes walten und verlangen, daß Fertigung und Vertrieb des Produkts eingestellt werden, und sei es technisch, kulturell, menschheitsbeglückend usw. noch so sinnvoll.
Industrielle Unternehmer müssen weder unbedingt die Menschheit beglücken noch neue, ganz dolle Sachen auf den Markt bringen, aber Geld verdienen müssen sie.
High-Tech-Entwicklungen von Erfindern zu kaufen und selbst zu produzieren, ohne daß man Fachleute an Bord hat, die von der Pike auf dabei waren, führt meist in Sackgassen. Aus diesem Grunde habe ich viele Jahre nicht mehr sarkastisch mitgelacht, wenn wir auf einen Fall von Not-invented here gestoßen sind. In dieser Einstellung kann auch eine langjährige Erfahrungsweisheit stecken.
Erfinder und Möchtegern-Erfinder verstehen das alles meist nicht. Manche Großfirmen kümmern sich intensiv und helfen kleinen, zu überleben, selbst wenn sie an deren "Entwicklungen" momentan nicht interessiert sind. Meine Beobachtungenin so mancher Großfirma in D und Übersee haben mir keinen Anlaß zu der Vermutung gegeben, daß da kleinere gezielt "ausgehungert" worden sind. Es gibt wohl tausendmal mehr Verschwörungstheorien als "Verschwörer".
Eine ganz andere Sache sind Wirkungsweise und Ergebnisse der Mikroskope von Herrn O. Da halte ich mich bedeckt - sehr bedeckt.
Verschwörungsfreie Grüße
KH
Liebe Mikro-Freunde,
ich habe mich jetzt durch den ganzen Thread gelesen, inklusive dem früheren über Herrn O.s Mikroskope. Die Internetseite kannte ich schon... Mit meinem (auf diesem Felde) laienhaften physikalischen Kenntnissen bin ich hochgradig skeptisch.
Da ich noch Weihnachtsgeschenke für die Kinder kaufen muss, kann ich leider im Moment bei ebay Kleinanzeigen nicht zuschlagen - aber für den Preis müsste es doch jemandem im Forum den Spass wert sein. Die Gelegenheit wird es so schnell nicht wieder geben. Das wäre doch eine hervorragende Ergänzung für einen ambitionierten Sammler so eine Kuriosität zu besitzen. Ich wette es gäbe eine Warteschlange von Besuchern die sich brennend dafür interessieren würden und im Zweifelsfall helfen das Gerät fachmännisch zu zerlegen...
weihnachtliche Grüße
Karl
... wer Ironie findet kann sie behalten...
Guten Abend Karl,
Ironie oder nicht,,, ich habe mir schon Gedanken gemacht ob ich....... zum einen um dem Spuk ein Ende zu bereiten, zum zweiten einfach aus g'Wunder, denn ich glaube das erst wenn es in meinen vier Wänden steht und ich es mit eigenen Augen sehe. ;D
Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Reto B.
Lieber Reto,
also da hab ich eine bessere Idee, wenn du deine Fränkli wegschmeißen willst: schmeiß sie zu mir.
Da bekommst du einen richtig netten Dankesbrief von mir und meiner Familie. Den kannst du überall stolz rumzeigen und er nimmt kaum Platz weg im Gegensatz zu dem Optikschrott! :-*
Guten Abend Klaus,
Ich habe gemeint dass du und deine Familie auch 1 Jahr lang Kartoffelsuppe essen, wenns sein muss. ;D
Dass mit dem Platz für die zum Teil antiquierten Komponenten, dürfte schon ein wenig Kopfzerbrechen machen. ;D
Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Reto B.
Lieber Reto,
ZitatIch habe gemeint dass du und deine Familie auch 1 Jahr lang Kartoffelsuppe essen, wenns sein muss
Für die Familie wär das schon ok, aber bei mir dürften schon ein paar Lachsmaultäschle drin sein und zur Abrundung etwas weißer Trüffel drüber gehobelt werden! ;D Askese ist eine Zier sagte der Bischof neulich zu mir! :D
Abend Klaus,
Mannn,, ich wollte eigentlich schlafen gehen, aber jetzt beschleicht mich doch so ein kleines Hungergefühl, nach dem ich dass gelesen habe,,, ;D Na dann gehen wir halt in die Küche, statt in die "Heia."
Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Reto B.
Moin Miteinander,
ich hoffe doch sehr, Ihr haltet mich auf dem Laufenden, wenn einer von Euch den Trümmer gekauft hat. Von "Optikschrott" würde ich hier in keinstem Falle sprechen wollen. In meiner Erinnerung ist das 15 TEURO Ergonom ein solides Stück Technik ... und wo findet man noch einen 16fachen Objektivrevolver. Es sollte auch nicht vergessen werden, dass Hr. Olbrich's Gutachtertätigkeit hier seine Basis hatte. Und es repräsentiert ein Stück singulärer Industriegeschichte - sozusagen ein Industriedenkmal.
Happy Weekend - im übrigen
Peter
Hallo ebenfalls Peter,
ZitatUnd es repräsentiert ein Stück singulärer Industriegeschichte - sozusagen ein Industriedenkmal.
Na ja, ob man nun jede etwas skurrile technische Bastelei, auch, wenn sie aus hochwertigen Einzelkomponenten besteht, als "Industriedenkmal" bezeichnen kann.... :-\
Ich denke, da lagern unzählbare solcher "Denkmäler" in irgendwelchen Bastelstuben.
Herzliche Grüße
Peter
Liebe Freunde,
also nennen wir es ein Basteldenkmal. Da ihr es ja alle auf Beobachten stehen habt wie ich wette - wer fasst sich ein Herz bevor es jemand wegschnappt? Vielleicht geht es ja auch im Preis runter? Ich bin jedenfalls gespannt und hoffe es erwirbt jemand von hier aus dem Forum und lässt uns wenigstens virtuell an seinen Erkenntnissen teilhaben.
Schönen dritten Advent,
Karl
Hmmmm,
wenn man die Beispielbilder der Webquellen betrachtet, fällt auf, dass einzelne von sehr guter Qualität sind, z.B. ein Nativblutpräparat eines Leukämiepatienten im Phasenkontrast (das Bild mit den diversen eingefügten Nummerierungen), dass andererseits aber solche Bilder auch mit herkömmlichen Techniken erstellbar scheinen. Bei dem besagten Nativblutpräparat ergibt sich die "hohe" Schärfentiefe ja schon schwerpunktmäßig aus der dünnen Schichtdicke des Blutfilms unter Deckglas.
Andere Bilder sind so flau, insgesamt relativ verwaschen, um nicht zu sagen von miserabler Qualität, dass ich nicht recht nachvollziehen kann, wie ein Unternehmen, das die Olbrich-Technik jetzt offenbar vermarkten will, solch schwache Bilder überhaupt auf eine Homepage stellen kann, um hiermit die "herrausragende" und konventionell "unerreichbare" "Qalität" der offerierten Produkte belegen zu wollen. Mehrere der hier gezeigten Mikrofotos hätte ich aussortiert bzw. als Digitalbild gelöscht.
Andererseits, wenn man sich bei Herrn Olbrich die Originalgeräte in "echt" vorführen lassen kann, auch wenn er seine "Geheimnisse" nicht preisgibt, wie wäre es, wenn man sich mal zu Mehreren verabreden würde, um ihm einen Besuch abzustatten?
Jeder könnte einige Präparate aus eigenem Bestand mit sich führen, deren konventionelle Darstellbarkeit er kennt, und dann könnte man sich ja mal zeigen bzw. demonstrieren lassen, wie die jeweiligen Präparate mit den Olbrich-Geräten ausschauen. Auch ohne techische Detailkenntnisse würde sich doch so sehr schnell und unmittelbar visuell erschließen lassen, ob es sich überweigend um "Schall und Rauch" handelt, oder ob tatsächliche und offensichtliche anwendungs- bzw. beobachtungstechnische Vorteile resultieren, die unmittelbar praxisrelevant sein könnten.
Wenn ein solches Besuchergrüppchen zustande käme, wäre ich gere mit von der Partie.
Wie wäre das?? Könnte doch ein interessanter und erhellender Ausflug werden. :-)
Und für Herrn Olbrich könnte es auch interessant sein; denn wenn tatsächlich entgegen aller Skepsis doch sichtbare (!) Verbesserungen im Vergleich zur herkömmlichen Mikroskopie erkennbar wären, würde ihm diese Aktion ja auch potenzielle Kunden bringen.
Schönes Restwochenende
Jörg
Hallo Herr Piper,
ich gehe einmal davon aus, dass die Firma "Greyfield" ausschließlich den Geschwäftszweck hat(te), die Produkte von Herrn Olbrich zu vermarkten und dem Ganzen einen pseudo-professionellen Touch eines internationalen Optikunternehmens zu geben - im Sinne eine Potemkinschen Dorfes. So ein wenig, wie man früher in kleinen Einmann-Unternehmen die Gattin anwies, bei Anrufen umständlich zum Chef "durchzustellen" und im Hintergrund heftiges Schreibmaschinengeklapper zu erzeugen und Scheingespräche zu führen. ;)
Diese Greyfield-Produkte sind die immer wieder bewunderten zwei oder drei "Wunder-Ergonome", offenbar jahrzehntealte Einzelstücke, die nie verkauft wurden. Dann ein paar kleine Basteleien wie Vorsätze für Digitalkameras etc., vermutlich auch eher Einzelstücke oder Teile, die sich vielleicht ein paar Male im kleineren Kreis absetzen ließen. Weitere Aktivitäten oder Produkte von Greyfield kann ich dem Webauftritt nicht entnehmen. Da nun versucht wird, diese Geräte, die sich trotz der Preissenkung von 250.000 EUR :D auf 30.000 EUR immer noch nicht verkaufen ließen, bei Ebay für 15.000 EUR an den Mann zu bringen, gehe ich davon aus, dass die Ära der Mikroskopentwicklung bei Olbrich zu Ende ist und nun der Ausverkauf seines mikroskopischen Equipments erfolgt. Ich kenne Herrn Olbrich nicht, aber wenn man sich das ja auch schon wieder einige Jahre alte Video anschaut, in welchem er seine Ergonome vorführt, müsste er mittlerweile hochbetagt sein.
Ob es insofern mit einem Gruppenbesuch noch etwas wird, wage ich zu bezweifeln.
Aber eigentlich müssten uns Herr Olbrich und seine Mikroskope doch schon gelegentlich begegnet sein:
ZitatMany medical breakthroughs have also been achieved using the microscopes. Mr Olbrich is one of the worlds authorities on Legionella and plastics analysis.
Und da sieht man mal wieder die große Verschwörung: In DIMDI/Medline findet man unter den Suchbegriffen "Olbrich" und "Legionella" oder "Kurt Olbrich" keinen einzigen Eintrag!
Offenbar wurde er auch Opfer von Industriespionage, denn ich bin mir sicher, dieses Ergonom (http://www.kurt-olbrich-institut.org/index.php/de/die-mikroskope/ergonom-3000-serie) auch schon bei chienisches Billiganbietern gesehen zu haben.
Besonders sehenswert ist die "Vegrößerungstabelle" unter "Besondere Merkmale", die das tiefe Verständnis des Optikexperten Olbrich für den Begriff der Vergrößerung demonstriert. ;D ;D ;D
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
dieser Link zu dem China-Mikroskop ist natürlich völliger Tinneff (hoffe, dass ich diesen rheinischen Ausdruck richtig geschrieben habe). Man könnte auch sagen, volllllkommener Blödsinn (mit stimmhaftem "ELLL").
Und auch die simpel ausschauenden Kurs- bzw. Labormikroskope, die von der mir bislang auch völlig unbekannten Firma "Greyfield" angeboten werden, sehen wenig "innovativ" aus. Gerade die Bilder auf der Greydfield-Homepage sind zudem mehrheitlich krottenschlecht und zum Teil auch offenscíchtlich falsch betitelt, wenn z.B. gefärbte Histo-Schnitte in HF-Beleuchtung als Phaco präsentiert werden. Auch sehe ich auf diesen Bildern keinen Zugewinn an Schärfentiefe oder andere sichtbare Vorteile.
Nur haben diese jetzt kommerziell angebotenen Mikroskope "von der Stange" auch offenbar nichts oder nicht viel zu tun mit den monströsen Bastelgeräten, die als Einzelstücke jetzt für relative hohe Phantasiepreise angeboten werden. Und wenn man sich wirklich ein Urteil aneignen will, ob diese aufwendigen Eigenkonstruktionen des Herrn Olbrich, erstellt wohl in den 70er und 80er Jahren, irgendetwas Innovatives beinhalten könnten, wäre es immer noch am zweckmäßigsten ,wenn man sich aus eigener Anschauung sein unvoreingenommenes eigenes Bild macht. Das gilt m.E. auch bei begründeter Skepsis. Und es bewahrt vor eventuellen "Vor- " oder "Fehlverurteilungen".
Daher kam mir die spontane Idee eines kleinen Gruppenausflugs zu Herrn Olbrich, natürlich unter der Voraussetzung, dass er trotz seines fortgeschrittenen Alters noch Gäste empfangen würde.
Schöne Grüße
Jörg
Liebe Olbrich Interessierte... es sind noch zwei Makro-Mikroskope im Angebot
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/olbrich-auflicht-makro-mikroskop/157676199-245-4492
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/olbrich-makro-mikroskop-mit-kompletter-ausstattung/157669777-245-4492
Wenn das gleich optische Prinzip (wenn es eins gibt?) zum Einsatz kommt - wir reden jetzt ja über Beträge unter 2K€. Vielleicht hat jemand aus dem Forum ein weiches Herz in der vorweihnachtlichen Zeit?
Edit: hier noch der Link zur Beschreibung
http://www.mikroskop-olbrich.de/makro-mikroskop.html
Viele Grüße
Karl
Hallo Karl,
sind alles Geizhälse hier :-\
Gruss
Peter